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Aktuelles 2017

Wasserschaden in der DRK Kita Heideblümchen. Zwei Kita-Gruppen umgezogen

Barbara Steinbach und Marcel Specht zeigen die Trocknungsgeräte, die im gesamten Erdgeschoss der Kita aufgestellt sind.

Eigentlich hatten Kita-Leiter Marcel Specht, und sein Team mit den Kindern und Familien der Kita Heideblümchen des Deutschen Roten Kreuz (DRK) am 11. November das 20-jährige Bestehen des Familienzentrums feiern wollen. Doch die Feier ist jetzt buchstäblich ins Wasser gefallen. Der Grund: Ein millimeterkleines Leck in einem Kupferrohr im Treppenhaus verursachte einen Wasserschaden im Erdgeschoss.

In den Wänden und im Boden war Feuchtigkeit sichtbar geworden. „Wir mussten schnell handeln und das Leck orten lassen“, sagt Specht. Ein Sanitärfachbetrieb legte die schadhafte Stelle frei und erneuerte dort das porös gewordene Rohr. „Die Ursache war winzig und der Schaden so lange Zeit nicht sichtbar“. Weite Teile des Erdgeschosses zwischen Estrich und Bodenplatte wurden unter Wasser gesetzt. Mittlerweile sind auch zahlreiche Wände betroffen.

Am 4. Oktober wurde die gesamte Etage gesperrt und drei Kita-Gruppen mit 41 Kindern, davon 22 im Alter unter drei Jahren, zogen ins Obergeschoss. Der Mitarbeiterraum und zwei Gruppen-Nebenräume wurden provisorisch umgeräumt. „Die Situation war sehr beengt“, sagt Barbara Steinbach, stellvertretende Kita-Leiterin. „Zudem waren alle Kinder in der Eingewöhnungszeit – eine Herausforderung besonders für die Kleinen, die ja eigentlich ein stabiles Umfeld benötigen“. In der Zeit sei Zusammenrücken und viel Improvisationsgeist gefragt gewesen. "Dass das alles so klappte", erklärt Steinbach dankbar, "liegt vor allem daran, dass unser ganzes Kitateam in den vergangenen Wochen so gut zusammengearbeitet hat." Auch die Eltern seien von Beginn an sehr verständnisvoll und kooperativ gewesen mehr

 

Kita-Jubiläum: „Wir sind Kinder einer Welt“

Kleine und Große feierten mit Musik, Tanz und Spielen die große Geburtstagsparty zum 20-jährigen Weltweit-Jubiläum.

Mit einem kunterbunten, fröhlichen Familienfest hat das Familienzentrum DRK Kita Weltweit sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Die Kita hat sich in den zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Standort integrativer Bildungsarbeit für den Stadtteil entwickelt. Es werden dort 110 Kinder aus über 20 Nationen betreut. Ralf Großegödinghaus bezeichnete das Familienzentrum als „kleine Keimzelle inmitten eines  pulsierenden Quartiers“. „Das umgebende Ostmannturmviertel mit seiner Vielfalt hat schon immer das besondere Flair dieser Kita ausgemacht“, sagte der DRK Kreisgeschäftsführer. Petra Schlegel, Fachberatung der DRK Kitas und selbst fast 20 Jahre Leiterin der Einrichtung, stellte fest: „Hier werden Kinder mit kulturellen Schätzen ausgestattet, damit sie wahre Weltbürger werden“.

Kita-Kinder und ihre Familien, Nachbarn und Ehemalige waren gekommen, um gemeinsam zu feiern. Auch die Bielefelder Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar zählte zu den Gästen. Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute und sein Team hatten nicht nur für strahlendes Herbstwetter und damit für die ideale Feierkulisse gesorgt. Und was macht man, wenn man 20 Jahre alt wird? „Bei uns war schnell klar: Wir sind eine Kita und wir wollen Kindergeburtstag feiern, mit Kinderschminken, Dosenwerfen, Basteln und allem, was dazu gehört“, erzählte Stute mehr

 

Prüfen, Rufen, Drücken – Aktionstag auf dem Jahnplatz


Unter dem Motto „Prüfen, rufen, drücken“ fand am 30. September 2017 schon zum dritten Mal eine Informations- und Aktionstag zum Thema „Wiederbelebung“ auf dem Jahnplatz statt. Die Organisatoren vom DRK Kreisverband Bielefeld e.V., der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH, dem ASB Regionalverband OWL e.V. und 3 Klinken in Bielefeld zeigten bei regnerischem Wetter den Bürgerinnen und Bürger, welche Schritte bei einem Herzstillstand notwendig sind, um dem Betroffenen ein Chance zum Überleben zu geben. Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute.

Die Ausbilder zeigten und erklärten den jungen und älteren Passanten das Vorgehen. Im Anschluss konnten die Interessierten die Wiederbelebung selbst an einer Puppe ausprobieren.

Was verbirgt sich hinter „Prüfen, Rufen, Drücken?

„Prüfen“ steht für die Kontrolle von Bewusstsein und Atmung. Dazu wird der Betroffene an den Schulter gepackt und „gerüttelt“. Reagiert die Person nicht, erfolgt die Atemkontrolle. Dabei wird der Kopf nach hinten gesteckt um die Atemwege frei zumachen. Innerhalb von 10 Sekunden sollte ein Erwachsener 2mal geatmet haben. Ist dies nicht der Fall erfolgt Schritt 2

„Rufen“: Bei einem Herzstillstand ist es wichtig, schnell weitere Hilfe zu bekommen. Daher sollten der Helfer um Hilfe rufen, um auf sich aufmerksam zu machen, und den Notruf absetzen.

Nun folgt das „Drücken“. Beim Drücken wird der Brustkorb der Person entkleidet. Anschließend wird der Ballen der Hand des Helfers auf die Mitte der Brust gelegt. Die zweite Hand wird über die erste Hand gelegt und die Finger verschränkt. Wichtig dabei ist es, die Arme gerade zu halten und sich senkrecht über dem Druckpunkt zu befinden. Dann hat man genug Kraft, das Brustbein 5-6 cm nach unten zu drücken. Innerhalb einer Minute sollte der Ersthelfer 100 bis 120 mal drücken. Geschulte Helfer sollten ergänzend die Mund-zu-Mund-Beatmungen im Verhältnis von 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen durchführen.

 

Ein Sprung nach vorn - Inner Wheel fördert DRK Schwimmprojekt mit 3000 Euro

Wollen Wassersicherheit von Kindern fördern: Jan-Hendrik Stute (Kita-Leiter, von links), Katrin Mengen (Projekt-Leiterin), Heidemarie Röhr (Inner Wheel), Sina Salomon (Schwimmbegleiterin). Foto: Nitschke Fotografen

Viele Kinder leiden heute bereits im Vorschulalter unter Bewegungsmangel. Kitas und Schulen stellen zudem immer häufiger fest, dass Kinder und Jugendliche nicht schwimmen können. Kein Wunder also, dass Ertrinken immer noch eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern ist.

Um die Wassersicherheit bereits im Kindergartenalter zu verbessern, hat die DRK Kita Weltweit vor drei Jahren das Projekt „Wasserspaß“ ins Leben gerufen. Mit einer Spende des Inner Wheel Club Bielefeld in Höhe von 3.000 Euro ist der Fortbestand des Projektes auch im vierten Jahr gesichert. Möglich geworden ist dies durch den erfolgreichen Benefizverkauf der vergangenen Jahre, den die Frauenorganisation regelmäßig durchführt. „Wir waren überrascht zu erfahren, wie viele Kinder heutzutage nicht schwimmen können“, sagt Heidemarie Röhr von Inner Wheel. Sicherheit im Wasser könne nicht nur lebensrettend sein, sondern trage auch zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern bei. Beides wolle der Club fördern.

„Wir wollen allen Kindern die Chance geben, bereits früh erste Erfahrungen mit Wasser zu machen“, sagt Jan-Hendrik Stute, Leiter des Familienzentrums. „Sportangebote in Schulen und Kitas und damit im vertrauten Umfeld werden von Familien besonders gut angenommen“. Die Einrichtung zähle zu den wenigen in der Region, die sich dafür einsetzen, diesen Bildungsbereich besonders intensiv zu fördern, so Stute.

Neben pädagogischer Arbeit in der Kita im Wassergewöhnungs- und Experimentierraum für die Kleinsten umfasst das Projekt regelmäßiges Schwimmen mit den Vorschulkindern. In Kleingruppen lernen die Kinder sich selbständig und sicher im Wasser zu bewegen und ihre Wahrnehmung für sich und andere zu schärfen.

„Sie verlieren die Scheu vor dem Wasser und erfahren, dass Schwimmen, Spielen, Baden und Tauchen Spaß macht“, erklärt Stute, der damit zu einer kontinuierlichen Steigerung der Schwimmquote beitragen will.

Schwimmunterricht findet zwei Mal wöchentlich im Schwimmbad der Markschule in Brackwede unter der Leitung eigens geschulter Mitarbeiter statt. „Zuvor vermitteln wir Bade-, Sicherheits- und Hygieneregeln“, sagt Schwimmbegleiterin Sina Salomon. Rund 45 Kinder haben bereits mitgemacht, bis zum Ende der Badesaison 2017 sollen weitere 15 Kinder an dem Projekt teilnehmen.

Neue Führungskräfte beim DRK KV Bielefeld e.V.

Unsere neuen Führungskräfte und unsere stellv. Kreisrotkreuzleiterin freuen sich über die Ernennung Foto: Nicole Wittkowski

Aufgrund von Umstrukturierungen im Katastrophenschutz hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Kreisverband Bielefeld e.V. neue Führungskräfte für ihre drei Einsatzeinheiten NRW (EE NRW) sowie den Einsatzführungsdienst (EFD) ernannt.

Zu den Aufgaben der Führungskräfte gehört die Wartung und Instandhaltung des Materials, die Führung der Einsatzkräfte und Ausführen von Aufträgen während Einsätzen sowie die Nachbereitung dieser, z.B. Auffüllen von verbrauchten Materialien

Ernannt worden sind zum:

Verbandführer

Maik Brinkmann
Oliver Kobusch

Zugführer/in

Harald-Andreas Dommasch (n. a.)
Michael Faude (n. a.)
Sebastian Klimm
Mike Krüger
Alexander Schönfeld
Tanja Schulz
Christian Wischmeyer
Nicole Wittkowski

Gruppenführer/in im Bereich Führung:

Jan Bürmann (n. a.)
Daniel Heihoff
Alexander Hülsewede
Thomas Knoll

Gruppenführer/in im Bereich Betreuung:

Thorsten Leppek
Marion Wischmeyer

Gruppenführer/in im Bereich Sanitätsdienst:

Astrid Erfkamp (n. a.)
Gerold Ekkel
Bettina Kolbe-Schulz
Dirk Ludewig (n. a.)
Daniel Plaß (n. a.)
Linda Richter (n. a.)

Truppführer/in im Bereich Betreuung:

Claus Brand
Cedrik Cubick
Thomas Reuter
Markus Scholz
Birgit Teeke
Daniel Voss (n. a.)

Truppführer/in im Bereich Technik und Sicherheit:

Miguel Bartelt Mercader
Lars Meier (n. a.)
Swen Reuter
Joachim Schmidt (n. a.)

Die Gruppen- und Truppführer haben neben ihren Fachausbildungen in den jeweiligen Bereichen (Betreuung, Technik und Sicherheit, Sanitätsdienst) eine Führungskräfteausbildung an der DRK Landesschule Münster mit 35 Stunden durchlaufen. Die Zugführer haben eine Weiterbildung für Führungskräfte mit 70 Stunden und die Verbandführer mit rund 100 Stunden durchlaufen. Alle Führungskräfte haben die Aus-/Weiterbildung durch eine erfolgreiche Prüfung (Theorie & Praxis) abgeschlossen.

Frauen und Männer, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und sich für eine aktive Mitarbeit im DRK interessieren, können sich bei der DRK Servicestelle Ehrenamt in Bielefeld, Herrn Husemann Telefon 0521-5299818 oder per E-Mail unter aktiv@drk-bielefeld.de über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten informieren.

DRK Kreisverband Bielefeld erhält drei Krankentransportwagen

Die Ehrenamtlichen freuen sich zusammen mit Herrn Hofmann (Rettungsdienst gGmbH) und den Vertretern des Kreisverbandes über die "neuen" Fahrzeuge Foto: Nicole Wittkowski

Der Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Bielefeld e.V. (DRK) erhielt von der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH drei „neue“ Krankentransportwagen (KTW). Stationiert werden diese bei den Rotkreuzgemeinschaften Brackwede-Senneraum, Heepen und Bielefeld-Mitte.

Die drei VW Crafter 35 mit je 136 PS, Digital- und Analogfunk sind acht Jahre lang bei der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH im Krankentransport unterwegs gewesen. Die Fahrzeuge verfügen über eine Fahrtrage und einen Tragestuhl; letzterer ermöglicht den schonenden Patiententransport z. B. auch bei der Evakuierung von Pflegebedürftigen. Die medizinische Ausstattung besteht aus Beatmungsgerät, Defibrillator, Absaugeinheit, Notfallrucksack, Schaufeltragen und vielen kleinen Utensilien.

Die KTW werden je einer vom DRK besetzten Einsatzeinheit NRW zugeordnet und bei Einsätzen, wie z.B. bei Evakuierungen bei Bombenentschärfungen oder Wohnhausbränden aber auch bei Sanitätswachdiensten für Veranstaltungen zum Einsatz kommen.

Das DRK stellt für die Gefahrenabwehr der Stadt Bielefeld drei Einsatzeinheiten NRW. Zu jeder gehören zwei KTW.

Frauen und Männer, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und sich für eine aktive Mitarbeit im DRK interessieren, können sich bei der DRK Servicestelle Ehrenamt in Bielefeld, Herrn Husemann Telefon 0521-5299818 oder per E-Mail unter aktiv@drk-bielefeld.de über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten informieren.

Schnelleinsatzgruppe:

Gruppe von Einsatzkräften welche in der Lage ist, ihre Abmarschbereitschaft in 30 Minuten herzustellen und mit ihrer Ausbildung und Ausstattung in der Lage, ist den Rettungsdienst bei der Erstversorgung (Sanitätsdienst und/oder Betreuung) von Verletzten, Erkrankten und anderen Betroffenen zu unterstützen

(Quelle: Landeskonzept der überörtlichen Hilfe NRW „Sanitätsdienst und Betreuungsdienst“ vom Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW)

Einsatzeinheit NRW:

Die Einsatzeinheit Nordrhein-Westfalen (EE NRW) ist eine multifunktionale, autark einsetzbare und landesweit einheitliche Komponente des Sanitäts- und Betreuungsdienstes in der Stärke eines erweiterten Zuges zur Versorgung von Patienten oder unverletzten Betroffenen. Sie besteht aus einem Führungstrupp, einer Sanitäts- und einer Betreuungsgruppe sowie einem unterstützenden Techniktrupp. Sie besteht aus 33 Einsatzkräften

(Quelle: Landeskonzept der überörtlichen Hilfe NRW „Sanitätsdienst und Betreuungsdienst“ vom Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW)

Nicole Wittkowski

Deutsches Rotes Kreuz und Stadt Bielefeld sichern das Projekt „Stadtteilmütter“ in 2017

(v. l. h). Stefan Nau, Martina Forbrich, Kumary Ratthakrishnan , Melek Yapar, Elena Kern, Gerd Stockmeyer, Petra Schlegel (DRK Projektleiterin), Aras Surchi (mit Nichte), (v. l. v.) Nicole Wittkowski, Sawin Surchi, Sema Karabatti, Jennifer Kubatzki (DRK Projektkoordinatorin)

Zum Ende des Jahres 2016 lief die Zwischenfinanzierung der Stadt Bielefeld für das Projekt „Stadtteilmütter im Ostmannturmviertel“, das zu Beginn aus Landesmitteln gefördert wurde, aus.

Aufgrund der erfolgreichen Arbeit und der durchweg sehr guten Rückinformationen haben die Stadt Bielefeld und das Deutsche Rotes Kreuz (DRK) eine Weiterführung des Projektes befürwortet.

Die fünf DRK Ortsvereine Bielefeld-Dornberg e.V., Bielefeld Zentrum e.V., Brackwede-Senneraum e.V., Jöllenbeck e.V. und Sennestadt e.V. sowie der DRK Kreisverband Bielefeld e.V. haben hierfür Mittel in Höhe von 7.800 € zugesagt.

Die Stadt Bielefeld hat eine Finanzierung in Höhe von rund 20.000 € in Aussicht gestellt.

Ohne die ergänzende Finanzierung der DRK Ortsvereine wäre eine Fortführung des Projektes fraglich gewesen, da dann keine Mittel für die Projektkoordination und -leitung zur Verfügung gestanden hätten.

Zu den Aufgaben der Projektkoordination und -leitung gehört die Organisation der offenen Sprechstunde, das Einberufen und Durchführung der Dienstbesprechung, Kontaktpflege zu den Kooperationspartnern, die Organisation von Fortbildungen u.v.m..

Für 2018 ist die Finanzierung des Projektes wieder ungewiss. Über die in Aussicht gestellten Landesmittel gibt es bisher noch keinen Bescheid, sodass erneut ein Antrag an die Stadt gestellt worden ist um die Finanzierung zu sichern. Die Stadt übernimmt aber wieder nur den Anteil der Aufwandsentschädigung für die Stadtteilmütter. Die Koordination und Projektleitung wären wieder nicht berücksichtig mehr

„Wasserspaß“ – DRK Familienzentrum Kita Weltweit erhält 5.000 Euro IKK classic übergibt Scheck

Für mehr Wasserspaß: Das Familienzentrum Weltweit erhielt jetzt 5.000 Euro von der IKK classic. Foto: Nitschke Fotografen

Ertrinken ist eine häufige Todesursache bei Kindern, denn viele von ihnen können nicht schwimmen. Nur 50 Prozent aller Kinder in Deutschland erreichen bis zum Abschluss der vierten Klasse das Jugendschwimmabzeichen in Bronze. Ende der 80er-Jahre waren es mehr als 90 Prozent. „Das liegt unter anderem daran, dass es zu wenig Schwimmangebote für Familien mit Kindern in Kitas gibt und Kinder oft erst in der Schule Schwimmen lernen“, sagt Jan-Hendrik Stute, Leiter des DRK Familienzentrums Kita Weltweit. Wenn man dann noch bedenkt, dass im vergangenen Jahr in Deutschland allein 16 Kinder bis fünf Jahre durch Ertrinken gestorben sind, ist es Zeit, etwas zu tun.

Im Frühjahr 2014 hat das DRK Familienzentrum Kita Weltweit daher das Projekt „Wasserspaß“ ins Leben gerufen. Es soll zu einer kontinuierlichen Steigerung der Schwimmquote beitragen. Solche sogenannten Settingprojekte werden von den Krankenkassen gefördert. „Wir waren einfach begeistert, als wir erfuhren, dass die
IKK classic alle Kitas in Westfalen-Lippe dazu aufrief, bei ihr Anträge zur Förderung von Bewegungsprojekten einzureichen“, sagt Stute. Der Antrag wurde rückwirkend zum 1. Januar 2017 von der Krankenkasse genehmigt. Heute überreichte Julia Kruse von der IKK classic den symbolischen Scheck in Höhe von 5.000 Euro. „Das Projekt kann schwerlich nur über die Zuschüsse des Kinderbildungsgesetzes NRW finanziert werden – wir sind froh, dass die Finanzierung für 2017 nun erst einmal gesichert ist. Ohne ehrenamtliche Unterstützung wäre das Projekt nicht umsetzbar“, so Stute weiter.

Das Familienzentrum liegt in unmittelbarer Nähe zum Bielefelder Hauptbahnhof. Der Stadtteil zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Zuwandererfamilien aus, viele Familien verfügen über ein sehr geringes Einkommen. „Mit diesem personell gut ausgestatteten Projekt wollen wir allen Kindern die Chance geben, bereits früh erste Erfahrungen mit Wasser zu machen. Wir wollen damit den Zugang zu Präventionsleistungen schon früh stärken und Zugangsbarrieren abbauen. Genau dafür sind Gesundheitsangebote in Schulen und Kindertageseinrichtungen so gut geeignet, da diese dann nah bei den Familien im vertrauten Umfeld angeboten werden“, weiß Stute mehr

 

Wir trauern um den Kollegen aus dem DRK Saarland | 07.06.17

Am Mittwochvormittag wurde ein DRK Mitarbeiter im psychosozialen Beratungszentrum in Saarbrücken-Burbach während eines Beratungsgesprächs getötet.

 

Elternvertreterin überreicht Forderung an NRW Ministerin Christina Kampmann beim Besuch der DRK Kita Löwenzahn

Frau Kampmann erhält den Forderungskatalog bezüglich des neuen Gesetzes, verfasst von den Elternbeiräten der 8 Kitas vom DRK KV Bielefeld, überreicht durch Frau Günther (Elternbeirat DRK Kitas Bielefeld) v.l. Christina Kampmann, Maria Günther mit Tochter Lily und Valeska Absi (Leitung Kita Löwenzahn)

Christina Kampmann, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) besucht die Kita Löwenzahn, jüngste Kita des Kreisverbandes Bielefeld des Deutschen Roten Kreuz (DRK). Im Oktober 2013 gegründet erhält die Einrichtung, die sich in unmittelbarer Nähe der Teichsheide befindet, Fördermittel des Landes als plusKITA und des Bundes als Sprach-Kita. Sie zeichnet sich aufgrund ihrer Lage durch einen hohen Anteil von Familien mit Migrationshintergrund aus.

Vor Ort informierte sich die Ministerin im Gespräch über die aktuelle Problematik der Finanzierung durch das KiBiz, die Belastungssituation und Anforderungen an die Fachkräfte, Fachkräftemangel und die Sorgen und Wünsche der Eltern. “Kinder brauchen zuverlässig anwesende Bezugsperson, die nicht springen müssen zwischen der Bildung und Betreuung der Kinder und den organisatorischen Tätigkeiten im Kitaalltag“ so Maria Günther, stellvertretend für die Forderungen der Eltern zum Betreuungsschlüssel in den Kitas. „Nicht nur Beitragsfreiheit ist für uns Eltern ein wichtiger Aspekt, es muss vor allem genügend Fachpersonal für die wichtige Beziehungs- und Bildungsarbeit mit den Kindern zur Verfügung stehen! “.

„Durch diese von Anfang an unzureichende  Finanzierung des KiBiz stehen die Träger mit dem Rücken zur Wand und die personelle Besetzung musste daher auf ein Mindestmaß zurückgefahren werden, um die Kostensteigerungen im Bereich Personal und allgemeine Sachkosten aufzufangen. Diese Situation und der akute Fachkräftemangel gefährden die Bildung und Betreuung der Kinder; auch die Trägervielfalt steht in der derzeitigen Finanzierungssituation auf dem Spiel!“ erläutert Petra Schlegel (Fachberatung DRK Kitas)

Um hier eine strukturelle Verbesserung zu erreichen setzt Ministerin Kampmann ihren Schwerpunkt hier auf eine auskömmliche  Finanzierung und somit einen besseren Personalschlüssel.“ Das KiBiz muss durch ein neues Gesetz mit solider Sockelfinanzierung der Kitas ersetzt werden. Wir müssen uns von Kindpauschale verabschieden. Wir müssen in Qualität finanzieren und den Betreuungsschlüssel erhöhen. Weiterhin sollen kita- und standortspezifische Anforderungen finanziell ausreichend hinterlegt werden. In den Kitas wird gesellschaftliche wertvolle pädagogische Arbeit von hoch motivierten Pädagoginnen geleistet.“

Kreatives Engagement für Integration und Gleichberechtigung

Unser Foto zeigt von links: Christine Finger (filmzeit medien), Theo Knepper (filmzeit medien), Ina Ludwig (DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe), Michael Beimdiek (DRK Soziale Dienste OWL), Barbara Steffens (Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW), Erkan Zorlu (Vorstand Landesintegrationsrat NRW), Hans Schwarz (Präsident DRK-Landesverband Nordrhein)

Landesweites Informationsprojekt des Deutschen Roten Kreuzes für eine gleichberechtigte medizinische Versorgung von Geflüchteten, Migrantinnen und Migranten

Gute medizinische Versorgung sollte unabhängig von Herkunft und Sprache leicht zugänglich sein. Zugewanderte Menschen finden sich jedoch häufig in unserem Gesundheitssystem nicht zurecht – besonders, wenn sie noch nicht lange in Deutschland leben.

Mit einem landesweiten Informationsprojekt möchte das Deutsche Rote Kreuz jetzt Geflüchteten, Migrantinnen und Migranten den Weg ins deutsche Gesundheitssystem erleichtern.

Gefördert durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA) haben zwei gemeinnützige Gesellschaften des Deutschen Roten Kreuzes in NRW (die DRK Soziale Dienste OWL gGmbH als Projektträger sowie die DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe gGmbH als Projektpartner) zusammen mit der Bielefelder Agentur filmzeit medien sieben Informationsfilme entwickelt. Diese erklären Menschen mit Zuwanderungsgeschichte leicht verständlich wichtige Gesundheitsthemen:

-       - Unser Gesundheitssystem

-      -  Schwangerschaft und Geburt

-       - Schutz vor Infektionen

-       - Hilfe bei psychischen Erkrankungen

-       - Gesunde Kinder

-       - Gesunde Zähne

-       - Krebsvorsorge

Alle Filme sind in jeweils vier Sprachen verfügbar (Deutsch, Englisch, Sorani (Kurdisch) und Arabisch) und richten sich auch an haupt- sowie ehrenamtliche Helfer. Diese können die filmgestützten Informationen für ihre Beratungsangebote nutzen mehr

Frühpädagogik für Bufdis - DRK und Haus Neuland kooperieren bei der Ausbildung von Freiwilligendienstlern

Jakob Schwarzenau (DRK-Bildungswerk, links) und Anja Cantzler (Referentin Haus Neuland, rechts) überreichen den ersten Teilnehmern der Qualifizierung Frühpädagogik ihre Zertifikate (von links): Pia-Sophie Bäßler, Marie Stachnowski, Viktoria Ruleva, Eileen Lakebrink und Alexander Brindöpke.

Bielefeld. Viele Bundesfreiwilligendienstler arbeiten im Pflege- oder Fahrdienst, in der Nachhilfe oder Hausmeisterei oder auch in Kitas. Dabei übernehmen sie Verantwortung für andere Menschen. Umso wichtiger ist die gute Ausbildung der Freiwilligen. Um diese sicherzustellen, haben das Bildungswerk vom Deutschen Roten Kreuz in Bielefeld und das Bildungszentrum Haus Neuland kürzlich eine Kooperation vereinbart. Gemeinsam führen die beiden Einrichtungen eine Qualifizierung im Bereich Frühpädagogik durch, die speziell für Freiwilligendienstler konzipiert ist.

„Grundlagen für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen für Kinder“ heißt die Seminarreihe. In vier Modulen vermittelt sie Rahmenbedingungen für Erziehung und Kinderbetreuung, Grundlagen der Bindungstheorie sowie Basiswissen zur kindlichen Entwicklung, zur Alltagsgestaltung und altersgerechten Bildung in der Kita durch Bewegung und Spiel.

Vermittelt werden die Inhalte durch erfahrene Referentinnen und Referenten vom Haus Neuland. Das Seminar- und Tagungshaus in Sennestadt führt pro Jahr mehr als 300 eigene Seminare und Fortbildungen durch, davon knapp 100 für Fachkräfte in Kitas. „Um die hohe Qualität unserer fachlich ausgerichteten Seminare für Freiwillige zu garantieren, haben wir für die frühpädagogische Arbeit diese Kooperation vereinbart“, sagt Jakob Schwarzenau vom DRK-Bildungswerk. „Wir nehmen Teile aus unserer Fortbildung für Profis heraus und vermitteln sie in angemessener Form an Freiwillige ohne Vorwissen. Die zentralen Inhalte bleiben dabei erhalten“, erläutert Fachbereichsleiterin Monika Hansel, die im Haus Neuland Fortbildungen für Kita-Fachkräfte plant und organisiert mehr

Sprechfunkausbildung im DRK Kreisverband Bielefeld e.V.

Die Ausbilder und TeilnehmerInnen freuen sich über ein spannendes und lehrreiches Wochenende (Foto Wittkowski)

Am 25. und 26. März 2017 fand in den Räumlichkeiten des DRK OV Bielefeld-Zentrum e.V. unter der Leitung von Mike Krüger ein Lehrgang zum Sprechfunker statt.

15 Helferinnen und Helfer aus dem DRK OV Bielefeld-Zentrum e.V und dem DRK OV Brackwede-Senneraum e.V. lernten, wie eine klare und präzise Funk-Kommunikation im Einsatzgeschehen maßgeblich zum reibungslosen Ablauf beiträgt. Die Unterschiede zwischen dem analogen und digitalen Funknetz wurden genauso behandelt wie alle wichtigen Informationen zum Geräteumfang im Rettungsdienst und den Besonderheiten in der Stadt Bielefeld.

Zum Abschluss des Lehrganges wurde es praktisch. Das Erlernte wurde bei der Jagt auf „Mister X“, in Form eines LKWs, angewendet. Die Teilnehmer mussten sich von verschiedenen Fahrzeugen aus per Funk untereinander und unter Einbeziehung der Übungs-Leitstelle über Taktik und Standort verständigen. Mit Erfolg ! Mister X wurde aufgespürt.

Für die freundliche Unterstützung beim Lehrgang ein herzliches Dankeschön an die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH.

Die Teilnehmer Sascha Brand, Saskia Brinkmann, Annika Eußner, Jessica Funhoff, Vanessa Funke, Jan Hendrik Kossiek, Sven Kutzner, Stefan Minth, Philip Nikolei, Markus Pahlke, Vera Pirih, Florian Redecker, Hendrik Reuter, Niklas Stracke, Alexander Warnke, erhielten eine Urkunde über die Teilnahme.

Anika Eußner

Stabsübung der DRK Kreisverbände in OWL – DRK KV Bielefeld ist mit dabei

Lagebesprechung des Stabes mit dem Führungstrupp der Einsatzeinheit

Der DRK Landesverband Westfalen-Lippe führte am 3. und 4. März 2017 unter Beteiligung der DRK- Kreisverbände im Regierungsbezirk Detmold eine Stabsübung durch. Die Stabsübung „Springendes Pferd“ fand rein virtuell statt, d.h. es wurde lediglich über Digitalfunk, Telefon, E-Mail, Fax oder dem Stabssystem „Ruatti Commander“ kommuniziert. Einige Anfragen an die Ortsvereine oder andere örtliche Institutionen wurden jedoch auch real gestellt. Durch diese realen Anfragen erhielt der Einsatzstab ein realistisches Bild, was in einer scharfen Einsatzlage möglich gewesen wäre.

Am Freitagnachmittag wurde nach Einsatzaufforderung durch den DRK Landesverband Westfalen-Lippe der DRK Einsatzstab und die Fernmeldezentrale im Kreisverband eingerichtet. Beteiligt an der Übung waren der Rotkreuzbeauftragte, als Leiter des Stabes, der Katastrophenschutz-Sachbearbeiter und die stellv. Kreisrotkreuzleiterin (S1 Personal/innerer Dienst/ S2 Lage). Hinzu kamen noch weitere Mitarbeiter, welche die Funktionen S3 (Einsatz), S4 (Versorgung), S5 (Presse- und Medienarbeit) sowie Fernmelder wahrnahmen. Zusätzlich war ein Führungstrupp der Einsatzeinheit mit seinem Fahrzeug am Kreisverband stationiert um die Aufgaben des Zugtrupps durchzuführen.

Bei dem Übungsszenario wurde eine Unwetterkatastrophe im benachbarten Bundesland angenommen, welche eine überörtliche Hilfe notwendig machte. Daraufhin wurden sechs Einsatzeinheiten aus dem gesamten Regierungsbezirk OWL fiktiv alarmiert und in das Krisengebiet geschickt.

Flüchtlinge engagieren sich ehrenamtlich - Staatssekretär Thorsten Klute besucht DRK Integrationsagentur

In der DRK Fahrradwerkstatt: Ghazy Alyaseen (von links) und Sozialdezernent Ingo Nürnberger unterstützen Staatssekretär Thorsten Klute, der sich von Zweiradmechaniker Kasimir Kohlhage (DRK) zeigen lässt, wie ein Rücklicht am Fahrrad montiert wird.

Integrationschancen nutzen, Probleme lösen, gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte verbessern: Das sind die Ziele der Integrationsagentur des Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Bielefeld. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 haben mehr als 11.000 Migranten ihre Angebote genutzt. Um sich einen persönlichen Eindruck über die Arbeit vor Ort zu verschaffen, stattete Thorsten Klute, Staatssekretär für Integration im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), der Integrationsagentur einen Besuch ab. Klute nutzte das Treffen für einen Erfahrungsaustausch mit Verantwortlichen und Flüchtlingen.

Besonderes Interesse zeigte der Gast aus der Landespolitik an den Maßnahmen, die durch das von der Landesregierung aufgelegte Programm „KOMM-AN NRW“ umgesetzt werden konnten. Dabei steht vor allem die Stärkung und Begleitung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe im Zentrum. „Hier leistet die Integrationsagentur des DRK hervorragende Arbeit. Die Menschen, die heute kommen und bleiben werden, müssen teilhaben können, sie müssen eine neue Heimat finden“. Es ginge darum, eine komplette Kette zu ziehen von frühkindlicher Bildung über Kita, Schule, Berufsausbildung, Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen bis zum Transfer in den Arbeitsmarkt. „Um genau das zu erreichen, sind gut funktionierende Netzwerke in den Kommunen mit allen zivilgesellschaftlichen Akteuren, ob haupt- oder ehrenamtlich engagiert, nötig“. Da sei es gut zu sehen, dass Landesprogramme wie KOMM-AN NRW so hervorragend angenommen und mit Leben gefüllt würden, lobte Klute. Das Land stellte dafür im vergangenen Jahr 40.000 Euro zur Verfügung. Für 2017 sind 70.000 Euro an Fördergeldern avisiert.

Das DRK hatte Ende 2016 33 interkulturelle Konfliktmoderatoren ausgebildet. Die Haupt- und Ehrenamtlichen aus der Flüchtlingsarbeit sowie geschulte Geflüchtete können bei interkulturellen Konflikten kostenlos angefordert werden mehr

Betreuungsdienstausbildung erfolgreich absolviert

Teilgenommen haben: Miguel Bartelt Mercader, Sascha Brand, Maik Brinkmann, Lisa Erdmann, Jessica Funhoff, Bengt Hillenkötter, Sebastian Klimm, Jan-Hendrik Kossiek, Sven Kutzner, Bendix Lingke, Dirk Ludewig, Stefan Minth, Arthur Radoske, Svenja Ravenschlag, Thomas Reuter, Swen Reuter, Amgad Saleh, Sumyah Saleh.

Das Haupteinsatzgebiet bei den Einsatzkräften des Katastrophenschutzes vom DRK sind die Betreuungseinsätze. Bei diesen Einsätzen kümmern sich die Helferinnen und Helfer um unverletzte Personen und versorgen diese mit Materialien des täglichen Bedarfes, z. B. Getränke, Verpflegung, aber auch Hygieneartikel.

Zu den Einsatzlagen gehören Evakuierungen, z.B. aufgrund von Bombenfund, oder Hausbrände.

Die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an zwei Wochenenden die Ausbildung zum Betreuungshelfer in den Räumlichkeiten des DRK Ortsverein Zentrum absolviert. Dort lernten sie die Aufgaben und Materialien des Betreuungsdienstes kennen und übten die Anwendung. So wurde z. B ein Stangengerüst-Zelt aufgebaut.

Zu den Aufgaben von Betreuungshelfern gehören der Aufbau, Betrieb und Rückbau von Betreuungsstellen (z.B. Schulen bei Evakuierungen), Aufbau von Essensausgaben sowie Ausgabe von Verpflegung und die Begleitung von Transporten. Bei Betreuungseinsätzen können die Einsatzkräfte auch auf besonders hilfebedürftige Personen, z. B Rollstuhlfahrer, Blinde oder Gehbehinderte, treffen. Während der Ausbildung lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, was sie beim Umgang mit diesen Personengruppen zu berücksichtigen haben.

Die Ausbildung wurde durch Herrn Thorsten Leppek und Harald-Andreas Dommasch durchgeführt.

 

 

DRK Kreisversammlung

Kreisvorstand v.l.: Frank Bracht - Kreisrotkreuzleiter, Dr. Michael Korth - Kreisverbandsarzt, Detlef Helling - 2. Vorsitzender, Dr. Julia Güthoff - Kreisjustitiarin, Thomas Klamert – Kreisschatzmeister.
Thomas Klamert Kreisschatzmeister und Dr. Julia Güthoff Kreisjustitiarin

Zur 46. DRK Mitgliederversammlung des DRK Kreisverband Bielefeld e.V. kamen die Delegierten der fünf DRK Ortsvereine und sechs angeschlossener DRK Gesellschaften in den Räumen des Rotkreuz-Zentrums in Heepen zusammen.

Neben den Beschlüssen über die Feststellung der Jahresrechnung 2015 (Bilanzsumme 8.310 T€), der Entlastung des Vorstandes und zum Wirtschaftsplan 2016 (8.919 T€) standen Zuwahlen in den Kreisvorstand auf der Tagesordnung.

Gewählt wurden: Thomas Klamert zum Kreisschatzmeister  (Erstwahl)

Dr. Julia Güthoff zur Kreisjustitiarin (Erstwahl)

Die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes in Bielefeld, so Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus in seinem Jahresbericht, wurden von 696 ehrenamtlichen und 916 hauptamtlichen Mitarbeitern, Mitarbeitern im Freiwilligen Sozialen Jahr, Bundesfreiwilligendienstleistende und nebenamtlich Tätigen ausgeführt. 8.494 Fördermitglieder (2014 noch 9.116) unterstützten die Rotkreuz-Arbeit finanziell.

Im Bereich der Einsatzdienste waren 189 Rotkreuzler/innen in den 3 Einsatzeinheiten ehrenamtlich bei zahlreichen Sanitätswachdiensten wie z.B., auf dem Hermannslauf, dem Leinewebermarkt und vielen anderen Veranstaltungen aktiv. Bei 5 Einsätzen waren die Rotkreuzler/innen zur Unterstützung des Rettungsdienstes und der Feuerwehr gefragt. Die größte Herausforderung war aber der monatelange Einsatz im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung in Bielefeld. Hier haben sich viele Ehrenamtliche aus den unterschiedlichsten Bereichen des Roten Kreuzes in hohem Maße engagiert Einsatzdienste, Migrationsarbeit, Schulsanitäter, soziale Arbeitskreise und andere. Viele Rotkreuzler/innen nahmen Urlaub, wurden von Arbeitgebern freigestellt oder setzen Ihre Freizeit ein um den Geflüchteten zu helfen. Eine große Unterstützung erhielten wir von zahlreichen Freiwilligen aus der Nachbarschaft, von Schulen, Kirchengemeinden.

Sehr vielfältig waren die Arbeiten in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit. So z.B. in der Einzelfallberatung, der Klärung aufenthaltsrechtlicher Fragen, der Durchführung von Sprachkursen und der Begleitung bei der Arbeitssuche. Aber auch bei der Unterstützung beim Wunsch nach einer freiwilligen Rückkehr in das Heimatland mehr

Tag der offenen Tür im Rütli – Umbau abgeschlossen

Freuen sich über den gelungen Ausbau des Rütlis: Hatcie Gümüs, Michael Beimdiek, Erik Brücher, Sozialdezernent Ingo Nürnberger, Thomas Reuter und Ralf Großegödinghaus (Foto Wittkowski)

Nach einer Umbauphase von gut sechs Monaten durch die Stadt Bielefeld fand am 13. Januar 2017 im ehemaligen Tagungshotel und jetzigen Flüchtlingswohnheim „Rütli“ ein Tag der offenen Tür statt. 

Dort präsentierte der Betreiber, der Deutsche Rote Kreuz (DRK) Kreisverband Bielefeld e.V., gemeinsam mit der Stadt Bielefeld interessierten Besuchern aus der Nachbarschaft, Politik und DRK die neuen Räumlichkeiten. Zukünftig können im Rütli bis zu 160 Personen wohnen. Im 2. Obergeschoss befindet sich der Familientrakt. Dieser besteht aus Wohneinheiten mit 50 qm (2 Wohnräume, Küche und Bad) sowie Fernsehanschluss und freiem W-LAN. Auch behindertengerechte Wohneinheiten sind nun im Rütli vorhanden. Im 1. Obergeschoss gibt es die „Single-Wohnungen“, deren Bewohner in den neu entstandenen Gemeinschaftsküchen kochen können., 

Unter der Hausleitung von Thomas Reuter und seiner Stellvertretung Derya Gümüs wird die Flüchtlingsunterkunft geleitet und organisiert. Des Weiteren stehen den Bewohnern Flüchtlingsbetreuer zur Seite, die den Bewohnern im 2-Schicht System bei Fragen und Problemen helfen.

Der Tag der offenen Tür wurde vom Weltmusiker Canbaba Yilmaz und seinem Schüler Jode Shekhmaosa begleitet. Ein internationales Buffet, das gemeinsam von Flüchtlingen und Betreuern  vorbereitet wurde, rundete die Veranstaltung ab. Außerdem wurde die Vernissage der Migrationsabteilung Soziale Dienste in OWL gGmbH im Foyer des Rütlis ausgestellt. Die Wanderausstellung erzählt die Fluchtgeschichte der geflüchteten Menschen, die sie unter der Leitung von Herrn Knust gestaltet haben. Begleitet wurde dieses Projekt von Frau Hatice Gümüs.

Verschiedene Freizeitangebote sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche sind geplant (sportliche Aktivitäten, Sprachcafé, Nähkurse, Spiel-Stunden für Kinder). Ca. 300 Besucher nahmen den Tag war, um sich selber ein Bild der Eirichtung zu machen, gut zu essen, der Musik zu zuhören und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Nicole Wittkowski