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Aktuelles 2016

Volksbank Stiftung spendet 5.000 Euro für den KinderKulturPass

Hassan (vorne, von links), Enis, Flavy, Ferrus, Douria, Johanna Stanislaw (Volksbank, hinten, von links), Katrin Mengen (Projektleiterin), Marie-Luise Assi, Moufida Messikh (Mütter), Petra Schlegel (DRK), Reinhold Frieling (Volksbank) und Ralf Großegödinghaus (DRK Kreisgeschäftsführer) freuen sich über den Fortbestand des Projekts.

Bielefeld. Schon früh den Grundstein für Bildung und Kultur als wichtigen Bestandteil im Familienalltag legen: Mehr als 300 Familien mit Kindern im Kindergartenalter sind bereits mit dem KinderKulturPass (KiKu) auf Bildungsreise durch Museen, die Bibliothek oder den Tierpark gegangen, nehmen an Musik-, Kunst- und Tanzprojekten teil. Das vielfach ausgezeichnete DRK-Projekt schafft ein niedrigschwelliges Angebot für Familien, die sich dadurch - so zeigt die Erfahrung - mit Bielefeld und den Kultureinrichtungen in der Region immer besser identifizieren und die Bildungsmöglichkeiten vor Ort nach und nach immer selbständiger nutzen.

Durch eine Spende in Höhe von 5.000 Euro durch die Volksbank Stiftung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh eG ist die Fortführung des Projektes auch im kommenden Jahr gesichert. So können die Organisatoren den teilnehmenden Familien im Jubiläumsjahr 2017 anlässlich des 5-jährigen Bestehens von KiKu ein attraktives Jubiläumsprogramm anbieten mehr

Konfetti zum runden Geburtstag - DRK Kita Mehlhausen feiert 20-jähriges Jubiläum

Foto Nitschke: Feiern das Jubiläum: Ralf Großegödinghaus (DRK Kreisgeschäftsführer, von links), Petra Schlegel (Kita Fachberatung DRK), Maria Storck (Kita-Leiterin) und Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher.

Als erste große Kita des Deutschen Roten Kreuz (DRK) hat die Kita Mehlhausen in Milse mit einem großen Fest ihr 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Kita-Leiterin Maria Storck erinnerte an die Anfänge der damals wie heute viergruppigen Einrichtung, in der rund 75 Kinder betreut werden: „Jeder Tag in der Kita ist ein kleines Abenteuer“, sagte sie.

Seit dem Gründungsjahr hatte die Kita den Anteil der Kinder unter drei Jahren von vier auf 16 erhöht, um dem stetig steigenden Bedarf gerecht zu werden. Der Ausbau der U 3-Betreuung machte im Jahr 2014 einen Erweiterungsanbau erforderlich. Ihr besonderer Dank galt Frieda Eckert , Dagny Hübinger und Anke Schmidt, den „Mitarbeiterinnen der ersten Stunde“, die mit dem runden Kita-Geburtstag auch ihr 20-jähriges Betriebsjubiläum begingen.

Zur Feier des Tages ließen Kinder und Erzieherinnen stellvertretend für jedes Jahr 20 mit Konfetti gefüllte Luftballons platzen und tauchten den Kita-Garten in ein buntes Konfettimeer. Ein gemütlicher Weihnachtsmarkt mit prasselndem Lagerfeuer, Märchenerzähler und Selbstgebasteltem schuf den feierlichen Rahmen für das winterliche Jubiläumsfest. Es wurde getanzt, Weihnachtslieder gesungen und der Weihnachtsmann, nach Überzeugung der aufgeregten Kinder „der Echte“, überraschte die Kinder mit süßen Leckereien.

DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus überbrachte die Glückwünsche des Trägers und dankte dem Team für sein Engagement. Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher gratulierte im Namen der Bezirksvertretung und hob die Rolle der Kita in Milse hervor: „Es ist toll zu sehen, was hier für die Bildung unserer Kinder getan wird“. 1996 hatte der DRK Kreisverband Bielefeld erstmalig die Trägerschaft einer Kita übernommen. Heute werden dort in acht Einrichtungen über 500 Kinder betreut.

Jede Wäsche zählt! Betten Kirchhoff unterstützt Rotkreuzläden

Das Bielefelder Traditionsunternehmens Betten-Kirchhoff mit Sitz in der Goldstraße 6 unterstützt die Rotkreuzläden in Bielefeld mit einer besonderen Aktion. „Mit Betten und Bettwäsche kennen wir uns aus“, sagt Kay Wintzer von Betten Kirchhoff, so ist es ja naheliegend, dass unsere Hilfe auch damit zu tun hat.

Und so werden bei Betten Kirchhoff der Zeit vom 17.10.2016-31.10.2016 gut erhaltene und gereinigte Bettwäschegarnituren gesammelt. Jede Bettwäschegarnitur wird mit einem Fünf-Euro-Gutschein belohnt. Ca. 500 gut erhaltene Bettwäschegarnituren wurde am 08.12.2016 an die beiden Rotkreuzläden des DRK Ortsvereins Bielefeld-Zentrum weitergegeben, die von ca. 31 ehrenamtlichen Helfern betrieben werden. Im Jahr 2015 wurden über 5 Tausend Bielefelder/innen über die 2 Rotkreuzläden in Mitte und Heepen unterstützt. Die ehrenamtlichen Rotkreuzler/innen haben sich hierbei mit über 13.000 Stunden für die Menschen in unserer Stadt engagiert.

Ein besonderer Bedarf besteht immer an gut erhaltener Kinderbekleidung und an gepflegter Bettwäsche. Kleiderspenden können auch direkt abgegeben werden. Informationen zu den Rotkreuzläden erhalten Sie auch im Internet unter: http://www.drk-bielefeld.de/spenden/kleiderspende.html

Die Rotkreuzläden in Bielefeld sind wie folgt geöffnet:

Werner-Bock-Str. 25 A montags und mittwochs von 11:30 – 15:00 Uhr und donnerstags von 15:00 – 18:00 Uhr

Rüggesiek 21, montags und mittwochs von 09:00 – 12:00 Uhr und mittwochs von 14:30 – 17:30 Uhr.

Das DRK sucht für den Bereich der Rotkreuzläden weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese können sich vor Ort oder per Telefon 0521-5299812 über das interessante Aufgabenfeld informieren.

Starkes Jahr – zum 2. Mal neue Sanitäter ausgebildet

Bei vielen kleinen Stadtteilfesten oder großen Veranstaltung wie dem Run & Roll Day sind sie – die Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuz (DRK) - präsent und stehen mit Rat und Tat bei der Erstversorgung von größeren und kleineren Verletzungen und Erkrankungen mit ihrem Wissen parat.

In einer 60-stündigen Wochenendausbildung haben jetzt 13 engagierte Menschen die Ausbildung zum „Sanitäter“ absolviert und ihr Können mit einer theoretischen und praktischen Prüfung demonstriert. Die praktische Prüfung besteht aus den Bereichen Reanimation und Fallbeispiel.

Teilgenommen haben: Laura Beha, Evelyn Brand, Sascha Brand, Konstantin Chatzigeorgiou, Lisa Erdmann, Andreas Korf, Sven Kutzner, Philip Nikolei, Lena Ortmann, Sumyah Saleh, Amgad Saleh, Dylan Schanwall und Viviane Theilmann,

Bisher waren alle Fälle, die die Sanitäter „abgearbeitet“ haben, gestellte Szenen, nun aber sind sie in der Lage, ebenfalls kompetente „echte“ Hilfe zu leisten. Dieses wird ein Großteil von ihnen auch schon in den kommenden Monaten z.B. in der Schüco-Arena beweisen können. Die Ausbildung hat in den Räumlichkeiten des DRK Ortsvereins Brackwede-Senneraum e.V. stattgefunden, dessen ehrenamtliche Helfer für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Ausbilder gesorgt haben. „Nur durch die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist die Durchführung einer solchen aufwendigen Ausbildung zu bewältigen“, so Tanja Schulz; Fachberaterin Ausbildung.

Als Ausbilder waren tätig: Ralf, Bloß, Frank Bracht, Harald-Andreas Dommasch, Christina Goryinak, Oliver Kobusch, Dr. Dirk Buschmann, Tanja Schulz und Nicole Wittkowski

Wir danken dem Team der realistischen Notfalldarstellung vom DRK Ortsverein Dornberg e.V. für die Darstellung der Verletzungen in Krankheiten.

Frauen und Männer, die sich über die freiwillige Mitarbeit im DRK informieren möchten und mindesten 16 Jahre alt sind, können sich unter der Tel: 0521 / 5299818 an die Servicestelle Ehrenamt des Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Bielefeld wenden.

Matthi Bolte ist neuer Schirmherr des KinderKulturPass - DRK Projekt besteht seit fünf Jahren

Machen sich gemeinsam für Bildung von Kita-Kindern und ihren Familien stark: Schirmherr Matthi Bolte (von links), Projektleiterin Katrin Mengen, Projektinitiatorin Petra Schlegel und Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute.

Von Kopf bis Fuß eingehüllt, mit Helm, Handschuh und Polsterung, kann einem nichts mehr passieren, oder? Mit welchen Dingen und wozu wir unseren Körper schützen, können Familien im Historischen Museum entdecken. Das Kindermuseum OWL lädt  vom 19. November bis 19. Februar 2017 zur Mitmach-Ausstellung “KinderKörperSchutz – von Kopf bis Fuß”  ein. Mit einem großen Familienfest von 11 bis 16 Uhr wird sie 19. November eröffnet. Einen ersten Eindruck konnten sich vorab die Teilnehmer des KinderKulturPass (KiKu) verschaffen.

Das Projekt bekommt jetzt auch prominente Unterstützung. Der Bielefelder Landtagsabgeordnete Matthi Bolte hat die Schirmherrschaft übernommen. Mehr als 300 Familien sind bereits mit KiKu auf Bildungsreise durch heimische Kultureinrichtungen gegangen. Kinder im Kindergartenalter besuchen mit ihren Familien Museen, die Bibliothek oder den Tierpark, nehmen an Musik-, Kunst- und Tanzprojekten teil. Seit fünf Jahren besteht das Projekt unter dem Dach des Deutschen Roten Kreuz (DRK). Um es bekannter zu machen, möchte sich Bolte als Schirmherr dafür einsetzen.

„Vielfalt leben, fürs Leben lernen – das ist die Quintessenz dieses tollen Projekts. Kinder und Eltern schaffen gemeinsam Grundlagen für ihr Leben in einem bunten und vielfältigen Bielefeld“,  zeigte sich der Politiker beeindruckt. „Alle Eltern wünschen sich für ihre Kinder Bildung, Erfolg in der Schule und im Beruf“, sagt Projektinitiatorin Petra Schlegel. Damit dies gelinge, sei es unbedingt erforderlich, die Eltern in den Prozess mit einzubeziehen. „Wir beobachten, dass die Familien die Bildungsmöglichkeiten unserer Region nach und nach immer selbständiger nutzen“ mehr

Hier finden Sie weitere Informationen zum KinderKulturPass

DRK trauert um Paul Lindsay

Immer mittendrin: Bei seinen Kinderkonzerten begeisterte Paul Lindsay temperamentvoll und mit immer neuen Liedern kleine und große Early-English-Fans.

Der Kreisverband Bielefeld des Deutschen Roten Kreuz (DRK) trauert um Paul Lindsay. Der aus Belfast stammende Liedermacher, Komponist, Sänger, Musik- und Englischlehrer ist im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. „Wir trauern um einen großartigen und charismatischen Menschen, der es wie kein zweiter verstanden hat, Klein und Groß für die englische Sprache zu begeistern. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, sagt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus.

Lindsay entwickelte das Early English Programm, an dem seit 2009  rund 450 Kinder aus allen Bielefelder DRK Kitas teilnehmen. Bundesweit sind es mehr als 5.000 Kinder im letzten Kindergartenjahr, die spielerisch und mit viel Spaß Lieder und erste Redewendungen in englischer Sprache lernen. „English is easy, English is fun“ – der Musiker lebte diesen Leitsatz, dem er auch eines seiner ersten Lieder widmete. Jährlich traf er sich mit den Verantwortlichen in den Kitas – stets dabei seine Gitarre. Bei diesen sogenannten „Brush ups“ griff der Ire neue Ideen, Spiele und Lieder der Erzieherinnen und Erzieher auf und entwickelte diese gemeinsam weiter. „Manchmal haben wir sogar neue Lieder getextet und komponiert“, erzählt Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. „Die Begegnungen mit Paul waren immer inspirierend, einfach großartig“.

Seit 2013 besuchen die angehenden Schulkinder aller DRK Kitas als Höhepunkt und Abschluss des Early English Kurses das Annie und Alex-Musical.  Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben und stets die für die Kinder längst vertrauten Lieder im Gepäck haben. In den Jahren 2014 und 2015 gab Lindsay erstmals Kinderkonzerte vor allen kleinen Teilnehmern des Early English Programms. Zuletzt stellte er dort seine neueren, rockigen Lieder vor „weil die Eltern immer dabei sind, wenn die Kinder zu Hause Early English Songs hören“, erzählte Lindsay. In sein letztes Album ließ der sympathische Musiker auch musikalische Elemente der Beatles, von Led Zeppelin oder Elvis Presley einfließen.

Lindsay hinterlässt als Mensch eine große Lücke. Gelbe-Kruses letzter Wunsch gilt aber besonders dem leidenschaftlichen Musiker: „Vielleicht sitzt Paul ja jetzt gerade zwischen David Bowie und Leonard Cohen und genießt einfach die gute Musik“.

Marcel Specht ist neuer Leiter der DRK Kita Heideblümchen

Gabriele Lühn übergibt die Kita-Schlüssel an ihren Nachfolger Marcel Specht.

Marcel Specht ist neuer Leiter der Kita Heideblümchen des Deutschen Roten Kreuz (DRK). Bis zur Übernahme der Leitung im Ginsterweg war er in der DRK Kita Mehlhausen zuständig für Projekte und zuletzt als Integrationsfachkraft beschäftigt. "Organisatorisches liegt mir und macht mir Spaß", sagt er über die Beweggründe, sich auf die frei werdende Stelle zu bewerben. Auch wissend, dass er damit in große Fußstapfen der in den Ruhestand gegangenen Gabriele Lühn tritt.

Sie war immerhin fast 20 Jahre Leiterin des Familienzentrums. Ob es bei dem 28-Jährigen genauso lange sein wird, ist noch nicht sicher. Sicher ist aber, "dass ich gerne mit Kindern arbeite und mich daher sehr bewusst für den Elementarbereich entschieden habe". Und dass er sich auch bei einem Vollzeitjob noch in punkto Weiterbildung engagieren kann, ebenso. Berufsbegleitend studierte er Kindheitspädagogik an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Köln, bevor er zum 1. November die Leitung der DRK Heideblümchen übernahm. Zuvor hatte der gebürtige Herforder nach dem Fachabitur eine Ausbildung zum Erzieher absolviert und berufliche Erfahrungen in verschiedenen Einrichtungen gesammelt.

In den Bewegungskindergarten mit dem Pluspunkt Ernährung kommt er zwar mit vielen neuen Ideen, wichtig ist ihm aber, "das gemeinsam mit Kollegen, Eltern und Kindern zu erarbeiten". Besonders am Herzen liegt dem werdenden Familienvater die Väterarbeit. Er möchte kontinuierlich Angebote entwickeln, die das Lebensumfeld des Familienzentrums, das rund 80 Kinder besuchen, noch mehr als bisher in die tägliche Arbeit einbezieht. Für den Hobbyhandwerker, der in seiner Freizeit an seinem eigenen Haus baut, soll zukünftig Experimentieren und Forschen noch stärker in den Kita-Alltag eingebunden werden.

Kollegen schätzen an Specht, dass er offen auf Menschen zugeht. Dabei zeichnen ihn seine Verlässlichkeit, Zielstrebigkeit und positive Lebenseinstellung aus. Eigenschaften, die ihm im oft turbulenten Kita-Alltag helfen, sein rund 20-köpfiges Team zu führen.

Der neue Kita-Leiter freut sich bereits auf die Zusammenarbeit mit den langjährigen Mitarbeiterinnen der Einrichtung, zu denen auch die alte und neue stellvertretende Leiterin Barbara Steinbach gehört: „Ich habe da eine starke Frau an meiner Seite“, sagt Specht. „Für die Eltern bedeutet dies zudem Kontinuität und vertraute Ansprechpartner“.

Stadtteilmütter helfen auf Augenhöhe: Migrantenfamilien sollen sich besser vernetzen - DRK-Projekt vor dem Aus

Die Stadtteilmütter helfen Migrantenfamilien im Ostmannturmviertel: Melek Yapar (von links), Aras Surchi, Sema Karabatti, Sawin Surchi, Elena Kern, Jennifer Kubatzki(DRK Projektkoordinatorin), Kumary Ratthakrishnan, Petra Schlegel (DRK Projektleiterin) und Saliha Ayaz

Im Ostmannturmviertel leben Menschen aus mehr als 80 Nationen, so viele wie nirgendwo sonst in Bielefeld. Entsprechend vielfältig geht es dort beim ersten Familientreffen zu. Aus dem Irak, der Türkei, Sri Lanka, Russland oder Syrien kommen die Gäste an diesem Nachmittag. Sie alle werden von den Stadtteilmüttern betreut. Eine von ihnen ist Sema Karabatti. Die Ehrenamtliche hat selbst eine Migrationsgeschichte, wohnt im Stadtteil Mitte. Sie begleitet Familien zu Behörden, zum Arzt, zum Elternsprechtag und dolmetscht für sie ins Türkische. „Wir kennen die Bedürfnisse Zugewanderter aus eigener Erfahrung“, sagt Karabatti. Das mache die Arbeit so erfolgreich. „Wir helfen den Menschen auf Augenhöhe und schaffen so schnell ein Vertrauensverhältnis“.

Der Respekt und das gegenseitige Vertrauen sind ganz deutlich zu spüren. Eng nebeneinander, mehr wie Freundinnen, sitzen die Stadtteilmütter neben ihren betreuten Familien, trinken Tee und plaudern. Ihre Idee eines Familientreffens soll helfen, diese Familien besser untereinander zu vernetzen. „Uns ging es darum, einen Treffpunkt für Familien mit Migrationshintergrund zu schaffen“, sagt Jennifer Kubatzki, Projektkoordinatorin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). „Hier können sie sich kennenlernen, über Alltägliches reden und Freundschaften schließen“ mehr

Kita-Leiterin Gabriele Lühn in den Ruhestand verabschiedet

DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus (vorne links) blickt auf fast 20 Jahre Gabriele Lühn als Kita-Leiterin in der DRK Kita Heideblümchen zurück. Im Hintergrund das neue Leitungsteam Marcel Specht (von links) und Barbara Steinbach.

„Wir sagen dir ‚Auf wiedersehn‘ und lassen dich nur ungern geh‘n“, singt ein vielstimmiger Kinderchor nach der Melodie von „Wie schön, dass du geboren bist“. Julinda (6) strahlt: „Gabriele, du hast Geburtstag!“. Gabriele Lühn lächelt. Wenn man sich umschaut, sieht wirklich alles nach einer schönen Geburtstagsparty aus: Im Bewegungsraum der DRK Kita Heideblümchen haben sich zahlreiche Gäste versammelt, es gibt Geschenke, Lieder, Leckereien und wertschätzende Reden. Kita-Leiterin Gabriele Lühn wurde jetzt von Kindern, Eltern und Kollegen in den Ruhestand verabschiedet. Auch Nachbarn, Ehemalige und Weggefährten kamen, um der Leiterin zu danken und noch einmal gemeinsam zu feiern.

Lühn leitete die Kita von Beginn an vor fast genau 19 Jahren. „Mich hat an Heideblümchen die idyllische Landschaft fasziniert, wo die Kinder auf der Straße spielten“, erinnert sie sich. 45 Kinder waren damals angemeldet – heute sind es 81. Das Familienzentrum trägt eindeutig die Handschrift der Kita-Leiterin. Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus hob besonders ihre Verdienste um die Anerkennung als Bewegungskita mit dem Pluspunkt Ernährung und die Kooperation mit dem Karateclub Sennestadt hervor.

Die Abschiedsworte der Gäste, die zu der kleinen Feierstunde eingeladen worden waren, machten deutlich, wie sehr Gabriele Lühn von allen geschätzt wird. Man habe jemanden mit Erfahrung in der Zusammenführung verschiedener Kulturen gesucht und gefunden. Große Offenheit, Demut und Bescheidenheit seien Eigenschaften gewesen, die die Kita-Leiterin auszeichnen. „Für mich war es immer selbstverständlich, das zu tun“, sagt Lühn – wie sollte es anders sein – bescheiden.

Nach einem Auftritt des Kita-Chores unter der Leitung von Singpatinnen der Bielefelder Bürgerstiftung waren die Profis an der Reihe: Ingrid Stein (Mezzo-Sopran) und Peter Kudrup von Behren (Bass-Bariton) erfreuten die Gäste mit bekannten Schlager- und Operettenmelodien der 30er bis 60er Jahre. Zwischenzeitlich wurde die scheidende Kita-Leiterin mit Geschenken bedacht.

Die Kollegen überreichten einen Ordner mit ihren  persönlichen Wünschen  und denen vieler Eltern und Menschen, die sich mit ihr verbunden fühlen. Der Elternbeirat überreichte eine  von Eltern bemalte und  handsignierte Gartenbank. Die Rührung stand der 63-Jährigen ins Gesicht geschrieben: „Ich freue mich wahnsinnig über diese großartige Feierstunde“, sagte sie bewegt. Für den nun beginnenden Ruhestand hofft die ausgebildete Tanzpädagogin auf mehr Zeit für sich und ihre Hobbies Singen und Tanzen. Wir wünschen es ihr von Herzen.

Neue Rettungshelfer ausgebildet

Frank Bracht und Franziska Püschel bedanken sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Rettungshelferlehrgangs für ihr Engagement (Foto Kobusch)

Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am 1. Oktober zur Abschlussprüfung des Rettungshelferlehrgangs in der Rettungsschule am Studieninstitut für kommunale Verwaltung Westfalen-Lippe angetreten.

Die Ausbildung, organisiert vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Bielefeld e.V., fand an vier Wochenenden in den Räumlichkeiten der Rotkreuzgemeinschaft Mitte vom DRK Ortsverein Zentrum e.V. statt und umfasste 80 Stunden. Diese Ausbildung wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer Freizeit absolviert.

Während dieses Lehrgangs wurden Themen wie Herz- und Kreislaufprobleme, Schlaganfall, Schock, Geburtshilfe und gynäkologische Notfälle, aber auch Rechtskunde behandelt.

Die staatlich anerkannte Prüfung besteht aus einem schriftlichen Test mit 50 Fragen und einem praktischen Teil, in dem zwei Fallbeispiele in Zweier-Teams gelöst werden mussten.

Nach der bestandenen Prüfung schließt sich ein 80 Stunden umfassendes Praktikum an einer Rettungswache an. Im Anschluss an dem Praktikum erhalten die Teilnehmer das Zeugnis über die staatliche Prüfung für Rettungshelferinnen und Rettungshelfer in Nordrhein-Westfalen.

Die Kreisrotkreuzleitung vertreten durch Frank Bracht und Franziska Püschel bedankten sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Annika Eußner, Nina Forbrich, Jessica Funhoff, Thomas Knoll, Tanja Loest, Richard Meierle, Stefan Minth, Mirko Nehme, Vera Pirih, Arthur Radoske, Jan Rother (KV Altkreis Minden-Lübbecke) und Oliver Rüter für ihr Engagement.

Die Ausbildung durchgeführt haben Frank Bracht und Bettina Kolbe-Schulz.

Nicole Wittkowski

Jan-Hendrik Stute ist neuer Leiter der DRK Kita Weltweit

Petra Schlegel (von links) übergibt die Kita-Schlüssel an den neuen Leiter Jan Hendrik Stute und seine Stellvertreterinnen Simone Tuschinske und Marianna Goletsos.

Jan-Hendrik Stute ist neuer Leiter der Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Damit tritt er die Nachfolge von Petra Schlegel an, die nach 20 Jahren als Leiterin des Familienzentrums ihre neue Aufgabe als Fachberatung für die DRK Kindertagesstätten in Bielefeld übernimmt. Der 29-jährige arbeitet bereits seit drei Jahren als stellvertretender Kita-Leiter in der DRK Einrichtung.

Nach dem Fachabitur absolvierte der gebürtige Bielefelder eine Ausbildung zum Erzieher. Schon früh schnupperte er während seines Berufsanerkennungsjahres im Rahmen der Ausbildung in der Kita Mehlhausen DRK-Luft. Berufsbegleitend studierte er Sozialpädagogik und Management an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld, bevor er im August 2013 die stellvertretende Leitung des DRK Kita Weltweit mit dem Schwerpunkt Verwaltung und Organisation übernahm mehr

Herzdruckmassage zur Wiederbelebung auf dem Jahnplatz am 17.09.2016

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Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ vom 19. bis 24.9.2016 wird die Kommunale Gesundheitskonferenz der Stadt Bielefeld gemeinsam mit den Bielefelder Kliniken, den Rettungsdiensten, der Feuerwehr und Bielefelder Ärztinnen und Ärzten den zweiten Aktionstag unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“.

Am 17.09.2016 informieren die Akteure auf dem Jahnplatz über Reanimationsmaßnahmen und geben kostenfreie „Herzdruckmassage“- Schulungen. Mit diesem Reanimationstraining für Jung und Alt wird in Bielefeld deutlich: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten!

„Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – deshalb sollte auch jeder in der Lage sein, im Notfall einfache und lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen“, wirbt Anja Ritschel, Vorsitzende der Kommunalen Gesundheitskonferenz und Beigeordnete der Stadt Bielefeld, für die Aktion. Lebensrettende Erste Hilfe Maßnahmen sollten deshalb nicht erst ins Bewusstsein rücken oder zum Thema werden, wenn die Notsituation da ist. Da der letzte Erste Hilfe Kurs in der Regel schon länger zurück liegt, ist es wichtig, das Reanimationswissen aufzufrischen und für den Notfall gewappnet zu sein.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Wann und wo: am Samstag, 17.09.2016 von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr | Jahnplatz

 

Streitkultur - Konfliktmoderation im Flüchtlingskontext

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Fortbildung für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe mit und ohne Migrationshintergrund.

Im Umfeld der Flüchtlingsarbeit sind die Konfliktanlässe zahlreich und es besteht die Gefahr, dass Konflikte im interkulturellen Kontext vorschnell auf kulturelle Unterschiede oder religiöse Einstellungen geschoben werden.

In diesem Kurs werden bewährte Kommunikationstechniken vermittelt, die bei der Konfliktbearbeitung und der Konfliktprävention unterstützen. Es wird darauf eingegangen, welche Rolle die Unterschiede in Kultur und Glaube bei der Entstehung und dem Verlauf von Konflikten spielen und wie damit umgehen werden kann.

Die theoretischen Inhalte werden in Übungen und Rollenspielen erprobt.

Die Kurzinfo für Träger finden Sie hier

 

Neue Aufgabe für Petra Schlegel - Kita-Leiterin folgt Angelika Riedrich als Fachberatung für DRK Kitas nach

Mit einem großen Musik- und Kulturfest wurde Petra Schlegel als Leiterin des Familienzentrums Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verabschiedet. Sie wird ab August 2016 die Nachfolge von Angelika Riedrich als Fachberatung für die Kindertagesstätten antreten.

Das Fest mit mehreren hundert Gästen bei strahlendem Sonnenschein kam einem Stadtteilfest im Ostmannturmviertel gleich. Musikbeiträge aus aller Herren Länder zeigten die Verbundenheit von Kindern, Eltern und Kollegen mit der Kita-Leiterin und zeigten die kulturelle Vielfalt in der Einrichtung. Auch Nachbarn, Ehemalige und Weggefährten waren gekommen, um Schlegel zu danken und noch einmal gemeinsam zu feiern.

Schlegel leitete die Kita von Beginn an vor fast genau 20 Jahren. Seitdem hat sie dem Namen „Weltweit“ ein Gesicht verliehen. In der Einrichtung werden 110 Kinder aus über 20 Nationen betreut. Das Kita-Team ist ebenso multikulturell und spricht 18 Sprachen. Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus hob besonders ihre Verdienste um die Projekte „KinderKulturPass“ und „Stadtteilmütter“ hervor. Beide Initiativen hatte Schlegel gegründet und war für ihr ehrenamtliches Engagement unter anderem von Bundespräsident Joachim Gauck ausgezeichnet worden.

Angelika Riedrich in den Ruhestand verabschiedet

Am 30. Mai verabschiedete der DRK Kreisverband Bielefeld seine langjährige Leiterin der Sozialarbeit Angelika Riedrich in den Ruhestand. DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus und Geschäftsführer Michael Beimdiek würdigten ihr Engagement bei einem Empfang im Kinderhaus des Bauernhausmuseums. Dabei hoben Sie ihre menschliche Art, ihren Sachverstand, ihre Kreativität und Beharrlichkeit bei der Umsetzung von Ideen hervor. Kollegen, Freunde und Weggefährten nutzten die Gelegenheit, sich von ihr mit persönlichen Wünschen und Geschenken zu verabschieden. Als Fachbereichsleiterin für die Kindertagesstätten folgt ihr Petra Schlegel, langjährige Leiterin des Familienzentrums DRK Kita Weltweit, nach.

Nach fast 31 Dienstjahren beim Roten Kreuz verließ Angelika Riedrich den DRK Kreisverband mit einem weinenden und mit einem lachenden Auge. Zum einen war es ein Abschied von liebgewonnener Arbeit und Kollegen, andererseits bleibt nun mehr Zeit für Familie, Reisen, Garten und ihren Hund Joker mehr

Hier rollt die Hilfe an Verein „Fahrräder bewegen Bielefeld“ macht Flüchtlinge in der Schillerhalle mobil

Willkommene Mobilität: Stefan Mielke (3. von links) hat mit seinem Verein die ersten sechs Fahrräder an die Schillerhalle übergeben. Hausleiter Andreas Korf (1. von links), Michael Beimdiek (4. von links) und Derya Kirasi (alle DRK) schulen mit Hilfe von Anas Alazhari die Bewohner.

Zur Behörde, zum Einkaufen, zum Sprachkurs: Viele Wege, die Flüchtlinge täglich zu absolvieren haben, sind zu Fuß nur schwer zu bewältigen. Mit einem Fahrrad sind sie im Alltag deutlich mobiler. Jetzt machen die ökumenische Initiative Asyl und Flüchtlingshilfe in Schildesche, der Verein „Fahrräder bewegen Bielefeld“ und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gemeinsame Sache, wenn es darum geht, die Flüchtlinge in der Schillerhalle mobil zu machen. Auf Initiative der Flüchtlingshilfe hat der Verein die ersten sechs Fahrräder an die Flüchtlingsunterkunft, die vom DRK betrieben wird, übergeben, weitere sollen folgen.

Anas Alazhari ist dort ein richtiger Profi, wenn es ums Fahrradfahren geht. Schon vor einigen Monaten hat er sich ein Fahrrad auf dem Flohmarkt gekauft, es von der Schildescher Bezirkspolizei prüfen und registrieren lassen. Dem 37-jährigen Syrer hat ein Freund die Verkehrsregeln erklärt, etwa dass er die Fahrtrichtung einhalten oder auf Fahrradwege achten muss. Jetzt hilft er seinen Mitbewohnern, fit auf dem Fahrrad und für den Straßenverkehr in Deutschland zu werden mehr

Landluft geschnuppert - Inner Wheel Club spendet 3.000 Euro für KinderKulturPass

Freuen sich über die Spende in Höhe von 3.000 Euro: Kumary Rattakrishnan (hinten von links), Petra Schlegel (Kita-Leiterin), Tanja Hesse, Heidemarie Röhr und Marianne Sanders (beide Inner Wheel Club Bielefeld), Asiye Saliaha-Ayaz, Jan-Hendrik Stute (stellv. Kita-Leiter), Morten (3, vorne von links) und Arulalan (6).

Sie besuchen Museen, Theater, Büchereien, die Musikschule oder den Tierpark: Mehr als 300 Familien sind mit dem KinderKulturPass (KiKu) des Deutschen Roten Kreuz (DRK) bereits auf Entdeckungsreise gegangen. Erstmalig schnupperten 40 Kinder und Erwachsene im Rahmen einer Familien-Freizeit Landluft in der Bauernhof-Pension Waldmühle in Dörentrup.

Möglich gemacht hat dies eine 3.000 Euro Spende des Inner Wheel Club Bielefeld. „Kühe sind nicht lila und Eier kommen nicht aus dem Supermarkt“, sagt Kita- und Projektleiterin Petra Schlegel. „Gerade für Stadtkinder erschließen sich auf dem Bauernhof ganz neue Welten“. Tiere füttern, Pony reiten, Traktor fahren – die Landwirte bezogen die Gastfamilien in den Alltag auf dem Lande mit ein. Gemeinsam mit ihren Eltern unternahmen die Kinder Ausflüge und Wanderungen, erlebten Natur und Umwelt mit allen Sinnen.

„Oft kennen die Familien die vielen Kulturangebote vor der eigenen Haustür gar nicht“, sagt Schlegel. Dies zu ändern hat sich KiKu zur Aufgabe gemacht. Seit fast fünf Jahren führt das Projekt Kita-Kinder und ihre Eltern – oftmals mit Migrationsgeschichte – an heimische Kultureinrichtungen heran und stärkt das Thema Bildung in den Familien. Für jeden Besuch, der zudem pädagogisch nachbereitet wird, gibt es einen Stempel im KinderKulturPass mehr

Zur Geburt des Sohnes Bäume gepflanzt - Bernd Krimp spendet für DRK Kita Löwenzahn


Mit der Spende eines kleinen Wäldchens für das Außengelände hat Bernd Krimp, Geschäftsführer der Firma JT Gebäudereinigung, die Kita Löwenzahn des Deutschen Roten Kreuz (DRK) überrascht. Anlass war die Geburt seines ersten Sohnes Finnjas Johannes. Der frisch gebackene Vater führt mit der Unterstützung der DRK Kitas eine lange Tradition der Familie Krimp fort, die von seinem Vater Johannes begründet wurde. Die Idee, ein Wäldchen anzulegen, gefiel ihm auf Anhieb: „Bäume pflanzen zur Geburt eines Kindes passt einfach“. Er wolle etwas von dem Glück, dass ihm wiederfahren sei, zurückgeben, sagt Krimp.

Kita-Leiterin Valeska Absi hofft, dass die Wildgehölze wie Hainbuche, Felsenbirne, Haselnuss und Feldahorn schon bald „zu einem bespielbaren Wald zusammenwachsen“. Das Außengelände der im Oktober 2013 eröffneten DRK Kita verfügt bisher über eine noch niedrige Bepflanzung. Mit dem Wäldchen sollen neue Spiel- und Erfahrungsräume für die Kinder entstehen,  wo man sich zum Rollenspiel treffen oder erste Kletterversuche unternehmen kann.

Der kleine Stammhalter zeigte sich übrigens wenig beeindruckt von dem Wirbel um seine Person und verschlief den Fototermin friedlich.

Neue Sanitäter ausgebildet


Bei vielen kleinen Stadtteilfesten oder großen Veranstaltung wie dem Run & Roll
Day sind sie – die Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuz (DRK) -
präsent und stehen mit Rat und Tat bei der Erstversorgung von größeren und
kleineren Verletzungen und Erkrankungen mit ihrem Wissen parat.
In einer 60-stündigen Wochenendausbildung haben jetzt 15 engagierte Menschen im Alter von 16 bis 51 Jahren die Ausbildung zum „Sanitäter“ absolviert und ihr Können mit einer theoretischen und praktischen Prüfung demonstriert. Die praktische Prüfung besteht aus den Bereichen Reanimation und Fallbeispiel.

Teilgenommen haben: Rebecca Bell, Saskia Brinkmann, Vanessa Funke, Nils Grofemeier, Dominik Jeschar, Jasmin Kaleß, Thomas Knoll, Christina Maßmann, Andrea Meier, Johanna Nau, Markus Pahlke, Thomas Reuter, Kevin Schleef, Niklas Stracke und Erik Wirt

Bisher waren alle Fälle, die die Sanitäter „abgearbeitet“ haben, gestellte Szenen, nun aber sind sie in der Lage, ebenfalls kompetente „echte“ Hilfe zu leisten. Dieses wird ein Großteil von ihnen auch schon in den kommenden Wochen z.B. beim Hermannslauf oder dem Leineweber-Markt beweisen können mehr

 

Petrischule seit 100 Tagen Flüchtlingsunterkunft - DRK mit Akteuren im Stadtteil gut vernetzt

Vernetzt: Shalia Sufari (von links), Lima Sufari und Masoud Hosseini wohnen in der Flüchtlingsunterkunft Petrischule. Ehab Badwi (Voluntär), Nicole Wittkowski, Monique Jeschar, Lidia Wall (alle DRK), Ursula Dümmer (Petrigemeinde) und Hendrik Langen (TuS Ost) arbeiten eng zusammen.

In die Armee eingezogen zu werden, war für Ehab Badwi keine Option. Deswegen musste der 23-jährige Syrier nach dem Studium seine Heimat verlassen. Nach einer Zwischenstation als Praktikant in Genf bei den Vereinten Nationen kam Badwi nach Bielefeld. Dort ist er als einer der ersten Flüchtlinge in die ehemalige Petrischule eingezogen. Seitdem unterstützt Badwi seine Mitbewohner, indem er für sie übersetzt – eine große Hilfe für die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das seit fast genau 100 Tagen die Flüchtlingsunterkunft betreibt.

„Innerhalb von nur drei Tagen haben wir die ehemaligen Petrischule in eine Flüchtlingsunterkunft umgebaut“ sagt DRK Koordinatorin Nicole Wittkowski. Mit Hochdruck seien Schlafräume und Küchenbereich eingerichtet, die sanitären Anlagen gereinigt worden – und das ausschließlich durch ehrenamtliche DRK-Helfer. „Während der ersten Betriebstage haben wir viel improvisiert“, erzählt sie. Die ehrenamtliche Helferin war in dieser Zeit wie viele fast rund um die Uhr im Einsatz. „Die Abläufe mussten sich erst einspielen.“ mehr

Hilfe für traumatisierte Flüchtlingsfrauen - DRK bildet Ehrenamtliche Betreuerinnen und Dolmetscher aus

Aktiv für Flüchtlingsfrauen: Habide Kisra (1. Reihe von links), Jörchen Toma, Irene Nafria, Gisela Kohlhage, Flora Rodriguez, Nelly Al-Naeemi (2. Reihe von links), Periyana Demiri, Gönul Polat, Filz Selman, Ani Kocharyan und Lea Falk

Menschen, die nach Deutschland fliehen, sind infolge von Terror und Gewalt oft traumatisiert. Mindestens jeder zweite Flüchtling leidet unter einer psychischen Störung, schätzt die Bundespsychotherapeutenkammer. „Ignoriert man die Probleme, werden Flüchtlinge schlechter integriert“, sagt Filiz Selman. Sie koordiniert beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) das Projekt „EDol – Ehrenamtliche Betreuer und Dolmetscher für traumatisierte Flüchtlingsfrauen“. In Kooperation mit der Psychologischen Frauenberatung e.V. und mit Unterstützung der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Bielefeld wurden 10 Frauen unterschiedlicher Herkunft als Ehrenamtliche und Dolmetscherinnen ausgebildet.  Mit den Flüchtlingsfrauen verbindet sie nicht nur die Sprache, sondern zumeist auch die eigene Fluchtgeschichte.

In Ihrer Freizeit helfen sie Menschen, die vieles verloren haben. Bei Frauencafés im Umweltzentrum und in der Petrischule knüpfen sie Kontakte zu den Flüchtlingsfrauen, bauen einfühlsam Vertrauen auf. Der erste Schritt sei getan, wenn sich die Frauen in einem geschützten Raum in Sicherheit fühlten. EDol setzt daher bei den Fähigkeiten der Frauen, etwa beim Nähen, Malen oder Tanzen an. „Im Gespräch merken wir sehr schnell, ob therapeutische Hilfe erforderlich ist“. Mit Hilfe von Trauma-Arbeit, psychosozialer Arbeit oder Selbsthilfegruppen versetze man die Frauen überhaupt erst in die Lage, das Erlebte zu bewältigen, erzählt Selman.

Die Ehrenamtlichen Betreuer begleiten dann zu Erstgesprächen bei Psychologen oder Neurologen, verhelfen zu Behandlung mit Medikamenten. Sie unterstützen aber auch bei Behördengängen, erklären, wie das deutsche Gesundheitssystem funktioniert oder helfen bei Sprachproblemen. „Wichtig dabei ist, dass sich im Alltag ehrenamtliche Betreuung und Dolmetschertätigkeit in einer Therapie nicht überschneiden“, betont Selman. Rund 70 Flüchtlingsfrauen werden im Rahmen des Projektes betreut, das noch bis Ende Februar vom Land NRW gefördert wird. Zur Weiterfinanzierung bittet das DRK um Spenden. Information unter Telefon 0521 – 44 81 21 54.

Spendenkonto: DE 51480501610000107813. Stichwort EDol

Rotes Kreuz betreibt Unterkunft in der Schillerstraße Kita Löwenzahn spendet Spielzeug für Flüchtlingskinder/ Maler gesucht

Celina (5, vorne, von links) und Amira (5) übergeben Geschenke von Familien der DRK Kita Löwenzahn an Cidar (hinten, von links), Diskar und Kindstan aus dem Irak, die seit einer Woche in der Flüchtlingsunterkunft Schillerstraße leben.
Kita-Leiterin Valeska Absi, Amira, Celina, Diana und Roman verteilen in der benachbarten Flüchtlingsunterkunft Schillerstraße Geschenke, die Familien der Kita für Flüchtlingskinder gespendet haben.

Der Aufruf traf auf ein großes Echo: In der DRK Kita Löwenzahn sammelten Familien für Flüchtlingskinder. Spielsachen, Schreibwaren, Hygieneartikel und Süßigkeiten wurden jetzt von Kita-Kindern und Erzieherinnen in der neu eröffneten Flüchtlingsunterkunft der Stadt Bielefeld in der Schillerstraße übergeben. Diese wird seit dem 15. Dezember vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betrieben.

Das Interesse an der Aktion und die Hilfsbereitschaft der Familien seien von Anfang an groß gewesen, erzählt Kita-Leiterin Valeska Absi. Dazu habe wohl auch beigetragen, dass sich die Kita in unmittelbarer Nähe zum Flüchtlingsheim Teichsheide befindet. „Die Kinder bekommen durch die Medien einiges mit“, sagt die Kita-Leiterin. Deswegen wird in der Kita Löwenzahn oft über das Thema Flüchtlinge gesprochen. „Es ist wichtig für die Kinder zu erleben, dass jeder seinen Beitrag leisten kann, um anderen zu helfen“. Deswegen sind auch einige Löwenzahn-Kinder extra mit zur Spendenübergabe in die Schillerstraße gekommen. „Damit sie sich ihr eigenes Bild machen können“, sagt Absi.

Zurzeit leben in der Unterkunft 105 Männer, Frauen und Kinder - überwiegend aus dem Irak, Iran, Afghanistan und Syrien. Um ein Mindestmaß an Privatsphäre zu gewährleisten, wurden die Räumlichkeiten in acht provisorische Wohnbereiche aufgeteilt. Das DRK ist täglich mit neun Helferinnen und Helfern vor Ort im Einsatz. Das Angebot umfasst die Registrierung der neuen Bewohner, ihre Verpflegung, Erste Hilfe und Verwaltung.

Für die noch weißen Wände sucht der DRK Kreisverband Bielefeld e.V. Maler, die zusammen mit den Bewohnern die Wände bunt gestalten. Information unter Hellmich_97[at]web[dot]de oder Telefon 0162 - 4074752. Das DRK bittet die Bevölkerung, zurzeit von gut gemeinten Sachspenden abzusehen, da die räumlichen Kapazitäten vor Ort nicht ausreichen.