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Arminia Bielefeld honoriert soziales Engagement

Manuel Prietl (hinten, 6. von links) und Philipp Klewin (hinten, 7. von links) besuchten anlässlich des Spieltags des sozialen Engagements das DRK.

Große Freude beim Deutschen Roten Kreuz (DRK): Philipp Klewin und Manuel Prietl vom DSC Arminia Bielefeld waren zu Besuch in der August-Bebel-Straße, um persönlich Tickets an den Wohlfahrtsverband zu übergeben. Anlass war das Heimspiel gegen den SV Sandhausen in der Schüco-Arena am 9. Dezember. Das Spiel hatte der Zweitligist unter das Motto „Spieltag des sozialen Engagements“ gestellt.

Der DSC würdigte damit das gesellschaftliche, meist ehrenamtliche Engagement vieler Fans, Freunde und Unterstützer. Durch die Popularität und hohe mediale Aufmerksamkeit des Profifußballs wollte der Club auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam machen. Die vielen engagierten Vereine, Einrichtungen und Institutionen in OWL sollten mit dem Aktionstag eine Plattform erhalten, um über ihre Arbeit zu informieren.

Mitarbeiter, darunter viele Freiwilligendienstleistende im Rotkreuzjahr, Kita-Kinder und ihre Familien nutzen die Gelegenheit zu einem Foto mit ihren DSC-Idolen und ließen sich Autogrammwünsche erfüllen. Das DRK war als eine von fünf teilnehmenden Institutionen ausgelost worden, die persönlichen Besuch von DSC-Repräsentanten erhielten. Die Fußballer übergaben mehr als 130 Sitzplatzkarten zu stark vergünstigten Preisen.

Am Spieltag selbst konnten mehr als 1.300 Menschen von 25 unterschiedlichen sozialen Bielefelder Einrichtungen live das Spiel gegen den SV Sandhausen in der Schüco-Arena verfolgen. Das DRK nutze die Gelegenheit, um seine Arbeit an einem Infostand im Stadionumlauf zu präsentieren. Auch wenn den Arminen der lang ersehnte Heimsieg nicht vergönnt war und die Partie mit 1:1 unentschieden endete, hatten alle kleinen und großen Mitarbeiter und Freunde des DRK eine tolle Zeit. Wir danken dem DSC Arminia Bielefeld für einen unvergesslichen Nachmittag.

 

Rotes Kreuz: Aus Vorstand wird Präsidium Kreisverband zieht Bilanz / 646 Ehrenamtliche im Einsatz

Vorstand und Präsidium: Anton Verschaeren (DRK Vorstand, von links), Thomas Klamert, Daniel Voß, Maik Brinkmann, Janine Faltynski, Nicole Wittkowski, Detlef Helling, Thomas Reuter, Stephan Nau und Daniel Heihoff.

Welche vielfältigen Aufgaben vom Roten Kreuz in Bielefeld wahrgenommen werden, wurde bei der Mitgliederversammlung des DRK Kreisverbandes Bielefeld deutlich. Erstmals wählten die Delegierten der vier DRK Ortsvereine und sechs angeschlossener DRK Gesellschaften nach einer Satzungsänderung ein Präsidium.

Als Vorsitzender wiedergewählt, amtiert Stephan Nau jetzt als Präsident des DRK Kreisverbandes. Sein ausdrücklicher Dank galt den vielen ehrenamtlichen Aktiven: „Sie sind das Gesicht des DRK. Sie verkörpern das, was unseren Kreisverband ausmacht.“ Detlef Helling als ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Kreisvorstandes wurde als Vizepräsident bestätigt, ebenso Thomas Klamert als Schatzmeister und Daniel Voß als Jugendrotkreuzleiter. Neu gehören dem Präsidium darüber hinaus Janine Faltynski als Kreisrotkreuzleiterin sowie Daniel Heihoff als Kreisrotkreuzleiter an. Neue Ämter erhielten zudem Kreisverbandsarzt Dr. Gerrit Jansen, Nicole Wittkowski als Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Schriftführer Maik Brinkmann. Als stellvertretender Rotkreuzleiter wurde Thomas Reuter und als stellvertretende Jugendrotkreuzleiterin Natalie Kiener gewählt.

DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus nannte beeindruckende Zahlen: Die Rotkreuz-Arbeit wird von mehr als 7.300 Fördermitgliedern finanziell unterstützt. Im DRK Kreisverband engagieren sich 646 ehrenamtliche Helfer. Davon waren 220 Rotkreuzler in den drei Einsatzeinheiten bei zahlreichen Sanitätswachdiensten etwa beim Hermannslauf oder dem Leinewebermarkt aktiv. Rettungsdienst und Feuerwehr wurden bei zwei Bombenentschärfungen unterstützt. Rund 430 Ehrenamtliche wirkten in sozialen Aufgabenbereichen und in der Blutspende mit. Das Jugendrotkreuz leistete in 19 Schulen und in sechs „Mini-Sani“ Gruppen den Schulsanitätsdienst und unterstützte den DRK-PIA Treff in Heideblümchen.

Das DRK Bildungswerk bildete rund 6.700 Personen aus. Schwerpunkte waren Kurse in der Ersten Hilfe und im Bereich Gesundheit, Bewegung und Entspannung. Zunehmend stark nachgefragt wurden Kurse im Bereich der persönlichen und beruflichen Weiterbildung.

In den acht Kindertagesstätten des Kreisverbandes wurden 572 Kinder betreut und gefördert. Die Aufgaben der Migrations- und Flüchtlingsarbeit umfassten insbesondere die Einzelfallberatung, die Klärung aufenthaltsrechtlicher Fragen, die Durchführung von Sprachkursen, Begleitung bei der Arbeitssuche, aber auch Unterstützung beim Wunsch nach einer freiwilligen Rückkehr in das Heimatland.

Die DRK Soziale Dienste OWL war in der häuslichen Pflege, der ambulanten Betreuung, der Wohngruppenarbeit für Menschen mit Demenz und der Eingliederungshilfe tätig. Schwerpunkt der DRK Kinder- Jugend- und Familiendienste in OWL sind das Institut für Psychomotorik, die DRK Kita Bullerbü und die Arbeit in vier offenen Ganztagsschulen. Die Bielefelder Rotkreuz-Stiftung unterstützte sechs Patenkinder in Burkina Faso sowie 12 Kleinprojekte von DRK Einrichtungen in Bielefeld.

Die DRK Fahrdienste in OWL absolvierten 76.743 Fahrten im Bereich von Fahrten für Menschen mit Behinderung und medizinischen Fahrten, die Einsatzbilanz des Rettungsdienstes wies 26.000 Einsätze auf. Zum Jahresende wurden zudem 597 Wohnungen im Rahmen des betreuten Wohnens unterhalten, davon 295 in Bielefeld.

 

Mit der Kuh auf Du und Du - Inner Wheel Club spendet 3.000 Euro für Kinderkulturpass

Die Ziffern wurden bei der Familienfreizeit aus Stroh gebastelt: Projektleiterin Katrin Mengen (von links), Mailo, Gül Demirkaya (DRK Kita Weltweit), Ruth Grautoff, Ingrid Willmünder (beide Inner Wheel Club Bielefeld), Jan-Hendrik Stute (Leiter DRK Kita Weltweit), Ümmühan, DRK Kreisgeschäftführer Ralf Großegödinghaus und Meryem Gültekin freuen sich über die Spende.

Sparrenburg, Stadttheater, Kunsthalle, Tierpark: Stadtkinder und ihre Eltern haben in Bielefeld viele Möglichkeiten. Über feuchte Wiesen rennen, sich in einen Stapel Heu fallen lassen, Tiere füttern: Oftmals Fehlanzeige. Mit dem Kinderkulturpass (Kiku) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben Eltern mit ihren Kindern jetzt ein Wochenende in der Bauerhofpension Waldmühle in Dörentrup verbracht. Möglich gemacht hat dies eine Spende des Inner Wheel Clubs Bielefeld in Höhe von 3.000 Euro.

Zweimal jährlich laden die Damen der sozial orientierten Frauenorganisation, die es in 103 Ländern und seit 1985 auch in Bielefeld gibt, zum Benefiz Markt ein. Das ganze Jahr über sammeln sie Kleidung, Schuhe, Haushaltswaren oder Spielzeug. Mit dem Erlös werden soziale Projekte wie Kiku unterstützt. Bei ihrem Besuch ließen sich Inner Wheel Club Präsidentin Ruth Grautoff und Ingrid Willmünder von teilnehmenden Eltern und Mitarbeitern von der Familienfreizeit berichten.

Für viele Familien war es der erste Aufenthalt auf einem Bauernhof. Dazu gehörten Kühe füttern, frisch gelegte Eier für das Frühstück einsammeln, Traktor fahren, Stockbrot am Lagerfeuer backen oder zur Gitarre gemeinsam Lieder singen. „Das Reiten war am schönsten“, erzählt Meryem Gültekin, die mit ihrer Familie an der Freizeit teilgenommen hat. Gemeinsam unternahmen die 17 Kinder und 13 Eltern Ausflüge und Wanderungen, erlebten Natur und Umwelt mit allen Sinnen. Ein Großteil der Kosten wurde mit dem Geld des Inner Wheel Clubs finanziert.

Die Familienfreizeit ist nur ein Reiseziel von vielen, das im Rahmen von Kiku besucht wird. Als „Kultur-Reisebüro der besonderen Art“ will das Projekt bereits Kita-Kinder an Kultur- und Bildungseinrichtungen in und um Bielefeld heranführen.

 „Unsere Besonderheit ist, dass wir die Eltern als wichtigste Vorbilder miteinbeziehen“, sagt Projektleiterin Katrin Mengen. „So kommen zudem Familien miteinander in Kontakt, die sich im normalen Kita-Alltag nicht unbedingt begegnen“.

Ein Gedanke, der den Inner Wheel Club besonders angesprochen hat. „Nicht nur das Miteinander der Eltern mit ihren Kindern, auch das Miteinander der Familien ist besonders“, sagt Ingrid Willmünder. Club-Präsidentin Ruth Grautoff erklärt: “Die Förderung sozialer Projekte verdanken wir dem Erfolg der Benefiz-Märkte“. Diese hätten sich mittlerweile schon zu einem Geheim-Tipp entwickelt. Der nächste Benefiz-Markt findet am 9. März von 15 bis 18 Uhr und am 10. März von 11 bis 15 Uhr im KuKs in der Meisenstraße 65 statt.

 

Geflüchtete in Unterkünften besser schützen

„Habe Respekt und bin tief beeindruckt von der Leistung der Mitarbeitenden“: Petra Schlegel hat Schulungen in Flüchtlingsunterkünften durchgeführt.

„Kinder haben eine unbändige Lebensfreude und starke Widerstandskraft, wenn man ihnen Räume gibt, diese zu entwickeln“, sagt Petra Schlegel. Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Kinderschutzfachkraft des DRK Kreisverbandes Bielefeld hat sie Mitarbeiterteams von Flüchtlingsunterkünften in Niedersachsen und Baden-Württemberg bei der Umsetzung von Mindeststandards geschult.

Unter dem Dach der Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften“ haben das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF gemeinsam mit einem breiten Netzwerk von Partnern „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ erarbeitet. Damit ist erstmals eine bundesweit einheitliche Grundlage entstanden, um die Sicherheit von Kindern, Frauen und Jugendlichen sowie anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Not- und Gemeinschaftsunterkünften zu gewährleisten und deren Zugang zu Bildungsangeboten und psychosozialer Unterstützung zu verbessern.

Die Umsetzung erfolgt mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege. „Als Deutsches Rotes Kreuz gehört es zu unserem Selbstverständnis, Menschen zu helfen, die in Not sind“, sagt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus. „Wir müssen gewährleisten, dass Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften geschützt sind und ihnen Rückzugsorte ermöglichen, damit sie sich sicher fühlen können“.

Schlegels Aufgabe bestand in der Schulung aller in einer Unterkunft tätigen Personengruppen. Die etwa 25 Teilnehmer jedes Seminars setzten sich aus Vertretern von Sozialarbeitern, Sicherheitsdiensten und Köchen bis hin zu Hausmeistern, Dolmetschern und Ehrenamtlichen zusammen. Auch Kooperationspartner wie Schulen, Jugendämter, Kinderschutzbund und Polizei wurden miteinbezogen.

Durch die Schulungen sollen die in den Einrichtungen tätigen Personen in die Lage versetzt werden, ein eigenes, auf die jeweilige Unterkunft zugeschnittenes Schutzkonzept zu entwickeln und zu verwirklichen.

 „Zu einem schützenden und fördernden Umfeld gehören wirksame Schutzkonzepte, aber auch kinderfreundliche Räume, in denen Kinder und Jugendliche spielen und lernen können, die ihnen Halt geben und helfen ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten“, sagt Schlegel. Die Mindeststandards erstrecken sich insbesondere auf die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen, Prävention von und Umgang mit Gewalt- und Gefährdungssituationen sowie Monitoring der erzielten Fortschritte.

„Ein Projekt, das Brücken baut“ Volksbank Stiftung spendet 5.000 Euro für Kinderkulturpass

Thomas Sterthoff (hinten v.li.) vom Vorstand der Volksbank-Stiftung, Sina Salomon (stellv. Leiterin Kita Weltweit), Projektleiterin Katrin Mengen, DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus, Petra Schlegel (DRK Fachberatung/Projektkoordinatorin) und Christian Gruse (Volksbank-Geschäftsstellenleiter Kesselbrink) freuen sich über den Ausbau des Projekts. Auch die Kita-Kinder Aylen (3, vorne, v. li.), Léonard (4) und Arwin (5) zeigen „Daumen hoch“.

Kinder schon von klein auf an Bildungs- und Kultureinrichtungen in Bielefeld und Umgebung heranzuführen – das hat sich der Kinderkulturpass („Kiku“) zur Aufgabe gemacht. Mit dem vielfach ausgezeichneten Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind schon rund 400 Kinder und ihre Familien auf Bildungsreise durch Museen, Theater, den Tierpark oder die Musik- und Kunstschule gegangen.

Durch eine Spende in Höhe von 5.000 Euro durch die Volksbank Stiftung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh kann Kiku jetzt noch weiter ausgebaut werden. Damit wurde ein Schulungskonzept entwickelt, mit dem das Projekt auch in weiteren Kitas durchgeführt werden kann.

Seit sechs Jahren gibt es den Kinderkulturpass, Petra Schlegel vom DRK hat das Angebot initiiert: „Bildung ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und Erfolg in Schule und Beruf“, sagt sie. Das gelänge besonders gut, wenn sich Pädagogen und Eltern gemeinsam dafür stark machen. „Kinderkulturpass bezieht die ganze Familie mit ein und baut dort Brücken, wo Hemmschwellen bestehen“. Das mache das Projekt in der Region einzigartig. Oft nutzen Eltern die Bildungsangebote ihrer Stadt kaum. „Wer die kulturellen Einrichtungen nicht kennt, sich nicht alleine hineintraut oder wem schlicht die Zeit fehlt, den nehmen wir an die Hand“, erläutert Projektleiterin Katrin Mengen.

In einem ersten Schritt konnte das ursprünglich auf eine Einrichtung beschränkte Konzept in drei DRK Kitas angeboten werden. Durch die jüngste Förderung soll es jetzt allen Bielefelder DRK Kitas und damit 600 Kindern und ihren Familien zugänglich gemacht werden. „Als Stiftung der regionalen Genossenschaftsbank in Bielefeld möchten wir dazu beitragen, dass immer mehr Familien die Angebote in der Kulturregion OWL aktiv nutzen“, sagt Thomas Sterthoff, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bielefeld-Gütersloh.

Die Volksbank Stiftung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh hilft, durch gezielte Förderung ehrenamtlicher Projekte, ihr Engagement weiter zu unterstützen. Allein in diesem Jahr wurden schon über 89.000,00 Euro an finanziellen Mitteln für die Verwirklichung ehrenamtlicher Projekte zur Verfügung gestellt.

Informationen zur Volksbank Stiftung: www.volksbankstiftung.de .

 

„Die Reisegruppe wächst“

Präsentieren das neue Handbuch für den Kinderkulturpass: Petra Schlegel (v. l., DRK Projektinitiatorin), Katrin Mengen (DRK Projektleiterin), Jutta Schattmann (Schattmann-Fonds), Marianna Goletsos (DRK Kita Weltweit), Ralf Großegödinghaus (DRK Kreisgeschäftsführer) und Sina Salomon (DRK Kita Weltweit)

Kinder und Eltern entdecken gemeinsam Bildungsinstitutionen in und um Bielefeld. Sie lernen, was es Spannendes in Museen, Theatern, dem Tierpark oder in der Musik- und Kunstschule zu erleben gibt – und das direkt vor der eigenen Haustür. Seit 2012 unternimmt der Kinderkulturpass („Kiku“) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) monatliche Entdeckungsreisen für Kita-Kinder mit ihren Familien. Mehr als 300 Kinder haben bereits mitgemacht, jetzt sollen es noch mehr werden.

Mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Regionale Kulturpolitik des Landes NRW“ in Höhe von 8.000 Euro haben die Verantwortlichen ein Handbuch nebst Schulungskonzept entwickelt. Es enthält eine Übersicht möglicher „Reiseziele“, Durchführungsempfehlungen, etwa zur Programmplanung und Teilnehmergewinnung, sowie Beispielvorlagen für Einladung und Werbematerialien. Auch der Schattmann-Fonds steuerte 1.500 Euro für das Konzept bei, das Programm „Qualität vor Ort“ unterstützte zusätzlich mit Workshops. Leitungskräfte und Mitarbeitende in Kitas sollen damit in die Lage versetzt werden, das Projekt in ihrer Einrichtung durchzuführen.

Projektinitiatorin Petra Schlegel freut sich, „dass die Reisegruppe jetzt weiterwächst“. Die sehr junge Zielgruppe und die kontinuierliche Einbeziehung der Familien mache Kiku in der Region einzigartig. Gemeinsam mit Projektleiterin Katrin Mengen möchte Schlegel das ursprünglich auf eine Einrichtung beschränkte Konzept zunächst allen Bielefelder DRK Kitas und damit rund 600 Kindern mit ihren Familien zugänglich machen. „Kiku bringt alle Voraussetzungen mit, um sich zu einem zukunftsweisenden Bildungsmodell zu entwickeln“, sagt Schlegel.

Davon ist auch Antje Nöhren, Leiterin des OWL Kulturbüros überzeugt: „Das Projekt bietet eine besondere Chance, bereits früh möglichst viele Kinder – zusammen mit ihren Eltern – an Kultur heranzuführen“. Zudem stärke KiKu über die gemeinsamen Kulturerlebnisse das Miteinander von Familien unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Religion. Jutta Schattmann betont: „Der jetzt vorliegende Leitfaden ist eine gelungene Handreichung, die es weiteren Kitas ermöglicht, das erfolgreiche Projekt in ihren Einrichtungen umzusetzen." 

 

Neue Filme, noch mehr Sprachen: Landesweites DRK-Informationsprojekt für Zugewanderte umfassend erweitert

Authentische Kulisse: Der Film "Gesundheitsversorgung für neu angekommene Asylsuchende" entstand zu großen Teilen in der Sanitätsstation einer Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in NRW.

ANSCHAUEN, NUTZEN, WEITERSAGEN!

Fortsetzung (er)folgt: Mit zwei neuen Kurzfilmen und weiteren Sprachfassungen hat das Deutsche Rote Kreuz sein NRW-weites, mehrsprachiges Informationsprojekt für eine gleichberechtigte medizinische Versorgung von Geflüchteten, Migrantinnen und Migranten nachhaltig ausgebaut.

Bei einer Pressekonferenz in Münster stellten die Projektpartner diese Erweiterung heute vor. Damit können Interessierte auf der Webseite www.drk-gesundheitsfilme.de ab sofort insgesamt neun  Erklärvideos in jeweils sechs Sprachen kostenfrei streamen und downloaden.

Alle Filme erklären Menschen mit Migrationsgeschichte leicht verständlich wichtige Gesundheitsthemen. Die beiden neuen Videos ergänzen die Reihe um die Themen:

  • Gesundheitsversorgung für neu angekommene Asylsuchende
  • Suchthilfe

Neu sind zudem die Sprachen Französisch und Paschtu.

Ins Leben gerufen worden war das DRK-Projekt im vergangenen Jahr mit dem Ziel, Zugewanderten den Weg ins deutsche Gesundheitssystem zu erleichtern. Gute medizinische Versorgung sollte unabhängig von Herkunft und Sprache leicht zugänglich sein. Migrantinnen und Migranten finden sich jedoch häufig in unserem Gesundheitssystem nicht zurecht.

Den nach wie vor großen Informationsbedarf haben die Projektbeteiligten nun zum Anlass genommen, Themenpalette und Sprachvielfalt der DRK-Gesundheitsfilm-Reihe zu vergrößern. Damit setzen die DRK Soziale Dienste OWL gGmbH aus Bielefeld (Projektträger), die DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe gGmbH aus Münster (Projektpartner) und die Bielefelder Agentur filmzeit medien ihre erfolgreiche Kooperation fort. Gefördert wird das gemeinsame Filmprojekt durch das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.

Teilen erwünscht!

Um möglichst viele Zugewanderte über die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung und über Präventionsangebote in Deutschland informieren zu können, richtet sich das DRK mit dem Filmprojekt ausdrücklich auch an Haupt- und ehrenamtlich Engagierte wie Beratungsstellen, Behörden, Ärzte und auch freiwillige Helfer. Sie können die Videos kostenfrei und ohne nachzufragen für ihre eigenen Angebote nutzen.

Danksagung

Zur Erweiterung des Informationsprojektes haben engagierte Ärztinnen und Ärzte, Behörden, Beratungsstellen sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Flüchtlingshilfe und Migrationsberatung ihr Fachwissen beigetragen. Einige von ihnen standen zudem als freiwillige Darsteller vor der Kamera, ebenso wie zahlreiche Migrantinnen und Migranten. Bei ihnen allen bedanken wir uns von Herzen!

Inhaltliche Fragen zum Informationsprojekt beantworten:

Marie Assmann, Projektmanagement
DRK Soziale Dienste OWL gGmbH
Tel.: (0521) 329898-38
E-Mail:
marie.assmann[at]drk-sozial[dot]de  

Ina Ludwig, Pressereferentin
DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe gGmbH
Sperlichstr. 35, 48151 Münster
Tel.: (0251) 9739-243
E-Mail:
ina.ludwig[at]drk-westfalen[dot]de
www.drk-betreuungsdienste-westfalen.de

Druckfähige Pressefotos werden im Pressebereich der Homepage der DRK Betreuungsdienste Westfalen-Lippe bereitgestellt.

Hier geht es zu den DRK-Gesundheitsfilmen: www.drk-gesundheitsfilme.de

 

Kicken mit den Allerkleinsten - Neues Projekt „Anpfiff“: Bielefeld United und DRK Kita Weltweit kooperieren

Kooperieren: Michelle Meyer (hinten, v. l.), Jan-Hendrik Stute, Kamal Ghobeyshi (alle DRK Kita Weltweit), Wolfgang Kneib, Marcel Drobe und Karsten Bremke (alle Bielefeld United). Den Fußball-Kids Mahir (vorne, v. l.), Antonio, Tuana, Morten und Nils gefällt´s. (Fotos: Nitschke Fotografen)

Für den sechsjährigen Mahir ist ganz klar Cristiano Ronaldo die Nummer eins. Mehli (vier Jahre) möchte kicken können wie Lionel Messi und Nils (sechs Jahre) einmal ein so guter Torwart sein wie Manuel Neuer. Kinder im Fußball-Fieber sind während der Weltmeisterschaft sind sicher keine Seltenheit. Und doch ist die Kita Weltweit etwas Besonderes. Schon seit 2013 treten die Kids dort einmal pro Woche gegen das runde Leder. Jetzt hat die Einrichtung des
Deutschen Roten Kreuzes (DRK) professionelle Unterstützung bekommen. Als erste Kita kooperiert das Familienzentrum mit „Bielefeld United“.

Der Verein, ins Leben gerufen von ehemaligen Arminia-Profis, möchte mit seinem neuen Projekt „Anpfiff“ bereits die Allerkleinsten im Alter von vier bis acht Jahren für den Sport begeistern. Dazu will Bielefeld United (BiU) mit Kitas und Grundschulen zusammenarbeiten, besonders in den Stadtgebieten, in denen Kinder dieser Altersgruppe oft keinen Zugang zu Sportangeboten haben. „Dabei steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund“, erklärt Mitbegründer Karsten Bremke. „Gleichzeitig erwerben die Mini-Kicker soziale Kompetenzen und werden selbstbewusster, das hilft ihnen auch außerhalb des Fußballplatzes“.

Die Zusammenarbeit mit der Kita Weltweit sei aufgrund ihrer Lage naheliegend gewesen. In dem Familienzentrum im Ostmannturmviertel werden 110 Kinder aus über 20 Nationen betreut. „Bei uns geht es multikulturell zu“, sagt Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute. „Wir schaffen für unsere Kinder und Familien niedrigschwellige Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration“. Dazu gehöre beispielsweise auch, demnächst eine reine Mädchen-Mannschaft einzurichten.

Bereits seit Ende 2017 läuft die Kooperation des Vereins mit der Kita Weltweit. Projektleiter Kamal Ghobeyshi wird seitdem beim Training der 22 Kids von Marcel Drobe unterstützt, der auch als Co-Trainer bei der U 17-Auswahl des DSC Arminia Bielefeld tätig ist. Aufwärmen, Koordinationsübungen, Passspiel trainieren: Die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache. Bevor sie in Mannschaften gegeneinander spielen, wird darüber gesprochen, was gut gelaufen ist und was noch besser geht. Ghobeyshi hat ein gutes Händchen für das Training des Nachwuchses, lässt sie kleine und große Erfolge sammeln. „Wer sich besonders gut an die Regeln hält, darf die Mannschaften wählen“, erzählt er. Die Kinder hätten sich motorisch verbessert und ein Auge für Spielsituationen entwickelt. Dabei geht es dem Erzieher nicht darum, neue Talente zu entdecken: „Die Kinder haben einfach Spaß an der Bewegung“, sagt Ghobeyshi.

Auch die Verantwortlichen von Bielefeld United wollen Werte vermitteln. „Teamgeist, Fairplay, Disziplin und Pünktlichkeit helfen auch im alltäglichen Leben“, betont Wolfgang Kneib. Der ehemalige Fußball-Profi war zu seiner aktiven Zeit zuletzt als Torwart beim DSC tätig und ist jetzt Pate für das Projekt „Anpfiff“. Durch den gemeinsamen Sport wolle man die Kinder schon frühzeitig für die anderen Angebote des Vereins begeistern. In den Projekten „Doppelpass“ und „Spielmacher“ kombiniert United Sport, Bildung und Sprache. Da Ziel: Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum Alter von 25 Jahren dauerhafte Werte und Impulse zu vermitteln, damit sie ihr Leben besser meistern können.

 

Mehr dazu unter www.bielefeld-united.de .

 

Wenn Vorschulkinder Wasserhelden werden - BKK_DürkoppAdler unterstützt DRK Projekt mit 18.500 Euro

Milan (vorne, v. l.), Thuvaasaka, Helin, Mahir und Altan wollen Wasserhelden werden. Dafür machen sich Sina Salomon, Jan-Hendrik Stute (Kita-Leiter), Patricia Chudziak (BKK_DürkoppAdler), Kamal Ghobeyshi, Claudia Wittbrock und Michelle Meyer (alle DRK Kita Weltweit) stark. (Foto: Frank Nitschke)

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Viele Familien verbringen die schönste Zeit des Jahres am Meer, am Badesee oder im Schwimmbad. Doch zum Badespaß gehört, sich sicher im Wasser zu bewegen. Leider kommt es aber immer wieder zu tödlichen Badeunfällen.
Insgesamt nimmt die Zahl der Kinder, die schwimmen können, stetig ab. Nur 50 Prozent aller Kinder in Deutschland erreichen bis zum
Abschluss der vierten Klasse das Jugendschwimmabzeichen in
Bronze. Ein Grund dafür, dass Ertrinken zu den häufigsten
Todesursachen bei Kindern zählt.

Um diesem alarmierenden Trend entgegenzuwirken, hat die DRK Kita Weltweit 2014 das Wassergewöhnungs- und Schwimmprojekt
„WasserHelden“ ins Leben gerufen. Das Konzept überzeugte auch die BKK_DürkoppAdler. Mit einer Förderung in Höhe von 18.500 Euro unterstützt die Krankenkasse das Projekt für zwei Jahre. „Sich im Wasser zu bewegen ist mehr als nur Planschen“, erklärt Madlen
Stupin, Projekt- und Gesundheitsmanagerin bei der BKK_DürkoppAdler. „Es macht Spaß, ist gesund und fördert
Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination“. Damit beuge es den
gesundheitlichen Folgen von Bewegungsmangel vor, unter dem schon viele Kinder bereits im Vorschulalter leiden. Zudem können sich die kleinen Wasserhelden selbständig und vor allem sicher im Wasser bewegen. „Die gesunde Entwicklung der Kinder wird gefördert und das Risiko von Badeunfällen reduziert “.

Das Projekt ist in den Alltag des Familienzentrums integriert. Im
Wassergewöhnungsraum führen schon die kleineren Kinder Wasserexperimente durch. Zudem stehen Bade-, Sicherheits- und Hygieneregeln auf dem Programm. Der praktische Teil findet jedes Jahr von Oktober bis Juli im Schwimmbad der Marktschule in Brackwede statt. „Am Anfang machen wir Tauch- und Spritzspiele“, erzählt Jan-Hendrik Stute. Der Kita-Leiter hatte die Idee, schon vor der Schule mit der Schwimmförderung zu beginnen. "Kurse in der Kitagruppe haben
einen entscheidenden Vorteil", sagt Stute.

"Die Kinder kennen sich, sie haben ihre Erzieher als Bezugspersonen und verlieren so schneller ihre Scheu. Es ist beeindruckend, wie schnell sie selbstständiger und sicherer werden". Derzeit werden 14 Vorschulkinder von Erziehern betreut, die zugleich als Rettungsschwimmer ausgebildet sind. „Unsere Schwimmtrainer sind immer mit im Wasser und am Rand, dicht an den Kindern. Das gibt Sicherheit.“

Seit Beginn des Projektes sind schon rund 100 Kinder zu
Wasserhelden geworden.  Ein Großteil von ihnen kann am Ende schwimmen oder sich sicher über der Wasseroberfläche halten.
Zugleich seien ihnen die Risiken und Gefahren von Wasser bewusst, erzählt Stute. „Die Erfahrung hat gezeigt: Das Projekt ist ein Türöffner, um Familien ins Schwimmbad oder in den Schwimmverein zu bringen“.

 

Neue Sanitäter ausgebildet

(v. l.).: Yannik Schmidt, Corinna Reuter, Jan-Ole Paß, Janine Faltynski, Roberto Alejandro Garcia Hernándes, Hanna Selina Richter, Skalle-Per Thorkjell, Leon Rother, Lucas Rother und Erik Wirt. (Foto: Wittkowski)

Bei vielen kleinen Stadtteilfesten oder großen Veranstaltung wie dem Run & Roll Day oder Bundesliga-Spiele von Arminia Bielefeld sind sie – die Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuz (DRK) - präsent und stehen mit Rat und Tat bei der Erstversorgung von größeren und kleineren Verletzungen und Erkrankungen mit ihrem Wissen parat.

In einer 60-stündigen Wochenendausbildung haben jetzt 14 engagierte Menschen im Alter von 16 bis 48 Jahren die Ausbildung zum „Sanitäter“ absolviert und ihr Können mit einer theoretischen und praktischen Prüfung demonstriert. Die praktische Prüfung besteht aus den Bereichen Reanimation und Fallbeispiel und wurde von dem Ausbilder Christian Wischmeyer, der Fachberaterin Ausbildung Tanja Schulz und der Ärztin Frau Dr. Sibylle Hartwig durchgeführt. Unterstützt wurden sie durch die Mimen Marion Wischmeyer, Leonie Faltynski, Rebecca Bell und Alexander Hülsewede, welche die Notfalldarstellung übernahmen.

In dieser Ausbildung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das sofortige und sichere Erkennen der Anlässe für eine Hilfeleistung erlernt. Die Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen bei Störung von Atmung und Kreislaufs einschließlich Reanimation, die Einweisung in den automatischen externen Defibrillator, Schock und die Versorgung bedrohlicher Blutungen standen genauso auf dem Stundenplan wie Schädel-Hirn-Trauma (SHT), Polytrauma und Infektionskrankheiten. Sie lernten die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, Notarzt und Polizei sowie Rettungs- und Transporttechniken kennen. Auch das Erkennen und Ergreifen von Maßnahmen bei akuten Erkrankungen und Verletzungen waren Inhalte der Ausbildung. Zum Schluss wurden die neuen Sanitäterinnen und Sanitäter in Rechts- und Versicherungsfragen geschult.

Die Ausbildung hat in den Räumlichkeiten des DRK Ortsvereins Bielefeld Zentrum e.V. stattgefunden.

Bisher waren alle Fälle, die die Sanitäter „abgearbeitet“ haben, gestellte Szenen, nun aber sind sie in der Lage, ebenfalls kompetente „echte“ Hilfe zu leisten. Dieses wird ein Großteil von ihnen auch schon in den kommenden Wochen z.B. beim Hermannslauf oder dem Leineweber beweisen können. 

Teilgenommen haben:

Janine Faltynski, Roberto Alejandro Garcia Hernándes, Jan-Ole Paß, Corinna Reuter, Hanna Selina Richter, Leon Rother, Lucas Rother, Skalle-Per Thorkjell Schiebel, Yannik Schmidt, und Erik Wirt

Für Leon und Lucas Rother fand die Prüfung als Erfolgskontrolle statt, da beide aufgrund ihres Alters (15 Jahre) nicht zur offiziellen Prüfung antreten durften.

Als Ausbilder waren tätig:

Nina Günzel, Marc Klimpke, Mike Krüger, Helmut Päßler, Christian Wischmeyer und Marion Wischmeyer.

Frauen und Männer, die sich über die freiwillige Mitarbeit im DRK informieren möchten und mindesten 16 Jahre alt sind, können sich unter der Tel: 0521 / 5299818 an die Servicestelle Ehrenamt des Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Bielefeld wenden.

Nicole Wittkowski

 

Bielefriends-Award: 2.000 Euro für den Kita-Garten

Große Freude: Stellvertretend für die Eltern und das Team der Kita zeigen Kita-Leiterin Ursula Reinsch (v. l.), Karin Ehlert, Ramona Höke (beide Elternbeirat) und Monika Gohmert (Förderverein), wo das Preisgeld im Kita-Garten verwendet werden soll.

Riesenjubel in der DRK Kita Nestwerk: Das Familienzentrum ist einer von zehn Preisträgern des Bielefriends-Awards. Die Stadtwerke Bielefeld Gruppe fördert damit bereits zum zweiten Mal Vereine, Kindertagesstätten, Schulen und Verbände aus der Stadt, die sich in vorbildlicher Weise für den Umwelt- und Klimaschutz stark machen. In der Einrichtung wird mit der Projektförderung von 2.000 Euro eine Gartenlandschaft mit kindgerechter Kräuterschnecke entstehen sowie Gemüse- und Blumenbeete angelegt. Zudem soll das Insektenhaus instandgesetzt und Gartengeräte für die Kinder angeschafft werden.

Kita-Leiterin Ursula Reinsch ist stolz darauf, was der Förderverein der Kita gemeinsam mit dem Elternbeirat, den Eltern und dem Team der Einrichtung auf die Beine gestellt hat: „Wir sind alle unglaublich froh, dass unsere Anstrengungen von Erfolg gekrönt wurden“. Die Idee, sich mit dem Gartenprojekt um das Preisgeld zu bewerben, hatte Monique Plönnigs vom Förderverein. Gemeinsam mit engagierten Eltern formulierte sie die Projektbeschreibung und veröffentlichte diese auf der Internet-Seite des Bielefeld-Awards.

Dort konnte in der Zeit vom 1. bis 21. Februar 2018 öffentlich abgestimmt werden. Bis zum Schluss blieb es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. „Das hat uns schon Nerven gekostet“, sagt Reinsch. Relativ schnell hatte sich die Kita auf Platz 12 etabliert, stieg dann auf den 9. Platz der Rangliste auf. „Bis Platz 12 lagen die Bewerber nur wenige Stimmen auseinander“, erzählt die Kita-Leiterin. Alle Eltern mobilisierten noch einmal ihre Kontakte. „Jeder hat in WhatsApp Gruppen um Stimmen geworben, Familienmitglieder und Freunde aktiviert“, sagt Karin Ehlert vom Elternbeirat. Auch auf der Homepage der Kita und des DRK Kreisverbandes Bielefeld sowie auf Facebook ging es auf Stimmenfang.

So richtig spannend wurde es zehn Stunden vor Ende des Votings, als die Kita plötzlich vom 5. auf den 8. Platz zurückfiel. „Da liefen die Drähte nochmal heiß und alle haben sich die Finger wund gewählt“, berichtet Reinsch. Selbstredend hatten sie und viele Eltern das Ende der Abstimmungsphase mitverfolgt. Um Mitternacht war dann klar: Die DRK Kita Nestwerk hat einen sensationellen dritten Platz belegt.

Als beste Kita platzierte sie sich hinter dem Förderverein des Gymnasiums Heepen und der Martinschule. „Das ist eine unglaubliche Leistung, wie wir uns als Einrichtung mit nur 76 Kindern in diesem starken Bewerberfeld behauptet haben“, sagt die Kita-Leiterin.

Mit einem Stehcafé am Morgen danach feierten Eltern und Kinder den Erfolg. Als Belohnung hatte sich das Kita-Team eine besondere Überraschung einfallen lassen: In der nächsten Woche darf sich das Nestwerk auf Küken-Nachwuchs freuen. Ein Brutkasten samt vorgebrüteten Eiern wird bereits Anfang der Woche in der Kita aufgestellt. „Das ist unser Dankeschön an alle, die uns unterstützt und diesen Erfolg erst möglich gemacht haben“, sagt Reinsch. Die Preisträger des  Bielefriends-Awards werden am 7. März unter Beisein der Bielefelder Umweltdezernentin Anja Ritschel feierlich geehrt.

 

DRK Kita / Familienzentrum Nestwerk nimmt in diesem Jahr am Bielefriends Award teil

Liebe Unterstützer,  

die  DRK Kita/ Familienzentrum Nestwerk nimmt in diesem Jahr  am Bielefriends Award teil. 

Mit dem Projekt mit dem Projekt

„UNSERE KLEINEN GÄRTNER“ – Das Gartenprojekt der Kita Nestwerk

hat sich der Förderverein unserer Kita bei der Stadtwerke Bielefeld Gruppe beworben, die den Wettbewerb initiiert.

Vom 1. Februar bis zum 21. Februar 2018 kann jeder – Eltern, Familie, Kollegen, Freunde, – mit einer Stimme darüber abstimmen, welche Umwelt- und Klimaschutzprojekte eine Förderung in Höhe von jeweils 2.000 € erhalten.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit Ihrer Stimme unterstützen! Hier geht es zur Abstimmung:

https://bielefriends-award.de/2018/contributors/unsere-kleinen-gaertner-das-gartenprojekt-der-kita-nestwerk-wir-planen-eine-neu-gestaltete-gartenlandschaft-mit-kindgerechter-kraeuterschnecke-3-gemuese-und-blumenbeete/?item=943

Weitere Informationen zum Bielefriends- Award finden Sie hier: https://bielefriends-award.de/2018/home/

Der Förderverein schreibt:

„Zusammen mit unseren Kindern, Erziehern und Eltern wollen wir unseren Garten zu neuem Leben erwecken, denn Tiere bestaunen, Säen und Pflanzen, Gießen und Matschen und schließlich Ernten erlaubt den Kindern Natur auf spielerische Weise zu erleben und ökologische Zusammenhänge zu begreifen. Die Gartenarbeit fördert die Selbstständigkeit, Kreativität und Motorik. Die Kinder lernen verantwortlich und sorgsam mit Tieren und Pflanzen umzugehen und üben sich in Geduld und Warten auf das erste Keimen der Pflanze bis hin zu dem Tag, an dem die Tomate über Nacht endlich Rot geworden ist. Diese Erfolgserlebnisse zeigen den Kindern, dass das eigene Handeln im wahrsten Sinne des Wortes Früchte tragen kann.
Zusätzlich entwickeln die Kinder ein Bewusstsein für gesunde Ernährung und legen einen wichtigen Grundstein für spätere Ernährungsgewohnheiten. In unserem Kindergarten wird das Mittagessen jeden Tag frisch für die Kinder zubereitet. Zudem bieten wir den Kindern ein spezielles pädagogisches Angebot an, welches gesunde Ernährung zum Inhalt hat. Mit dem Gemüsegarten kann dieses Angebot erweitert werden, indem selbst geerntetes Gemüse für das Mittagessen verwendet werden kann.
Neben der Pflege der angelegten Pflanzen sind Im Rahmen unserem Mottos „Haus der kleinen Forscher“ weitere Aktionen möglich, wie z.B. das Beobachten von Insekten und Blühten mit einer Becherlupe, das Verschönern der Beete durch Beetumrandungen aus bemalten Steinen, das Vorkeimen von Setzlingen oder aber auch das simple Pflücken eines Blumenstraußes. „Unsere kleinen Gärtner“ werden begeistert sein! Vielen Dank für Ihre Stimme“

Wir danken dem Förderverein ganz herzlich für sein Engagement und hoffen auf die Unterstützung vieler Freunde, Bekannte und Verwandte!

 

Erste Hilfe – Kurs in der Schüco-Arena

Karin Thenhausen übt unter Anleitung von Yunus Islam (DRK) die Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Alle zwei Wochen feuern mehrere tausend Arminia-Fans ihre Mannschaft auf der Schüco-Arena an, aber was tun bis zum Eintreffen des Sanitätswachdienstes, wenn ein Fan bewusstlos wird?

Auf Grund von drei Reanimationen bei Heimspielen in dieser Saison hat der DSC Arminia Bielefeld in Kooperation mit dem DRK Bildungswerk einen besonderen Erste Hilfe Kurs für die Fans organisiert. Einen Kurs im „Heiligtum“ der Schüco-Arena, den Umkleidekabinen der Mannschaften.

An zwei Samstagen fanden daher so insgesamt drei Erste Hilfe Kurse statt. Dort lernten die Teilnehmer u. a. die Maßnahmen bei Bewusstlosigkeit und Herzstillstand kennen und führten diese praktisch durch.

Aber was ist bei einem Herzstillstand zu tun?

Am Anfang steht die Kontrolle von Bewusstsein und Atmung. Dazu wird der Betroffene angesprochen und vorsichtig an der Schulter berührt. Reagiert die Person nicht, erfolgt die  Atemkontrolle. Dabei wird der Kopf nach hinten gestreckt, um die Atemwege frei zumachen. Innerhalb von 10 Sekunden sollte ein Erwachsener 2mal geatmet haben. Atmet die Person, so wird sie in die stabile Seitenlage gebracht. Atmet sie nicht, erfolgt sofort der Notruf 112, und die Wiederbelebung wird eingeleitet.

Wichtig beim Notruf: Wo ist es passiert, was ist passiert, wie viele Personen sind betroffen, welche Verletzungen wurden festgestellt und: Warten auf Rückfragen der Leitstelle.

Unverzüglich beginnt man nun mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Dazu wird der Brustkorb der Person freigemacht.  Anschließend wird der Ballen der Hand des Helfers auf die Mitte der Brust gelegt. Die zweite Hand wird über die erste Hand gelegt. Wichtig dabei ist es, die Arme gerade zu halten und sich senkrecht über dem Druckpunkt zu befinden. Dann hat man genug Kraft, das Brustbein 5-6 cm nach unten zu drücken. Innerhalb einer Minute sollte der Ersthelfer 100 bis 120 mal drücken. Danach erfolgen die  Mund-zu-Mund-Beatmungen im Verhältnis von 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen. Bei der Beatmung wird der Kopf überstreckt, die Nase zugehalten und in den Mund beatmet. Die Wiederbelebung wird so lange fortgesetzt, bis der Rettungsdienst da ist.