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Landesweite Aktion zum Weltrotkreuztag - „DRK – kein kalter Kaffee“

v.l.: Antoon Verschaeren, Thomas Reuter (stellv. Kreisrotkreuzleiter), Stephan Nau, Katharina Nocke (Pflege TeutoCare) und Iris Pape (Soziale Dienste) verteilen am Bahnhof Kaffee und Tee. Foto: Nicole Wittkowski

Rotkreuzbegründer Henry Dunant kam am 8. Mai vor 191 Jahren auf die Welt und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sorgt an vielen Orten in NRW für den Geburtstagskaffee: „DRK – kein kalter Kaffee“ hieß es am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag, auch in Bielefeld. Ehrenamtliche und hauptamtliche Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler sind in Brackwede, am Hauptbahnhof Bielefeld und auf dem Jahnplatz auf die Straße gegangen, um einen „Kaffee für unterwegs” zu überreichen. Sie gaben Passanten zudem Auskunft über das Rote Kreuz, seine Themen und Aufgaben. Auch Antoon Verschaeren, hauptamtlicher Vorstand des DRK-Kreisverbandes und Geschäftsführer der DRK Soziale Dienste OWL, sowie Stephan Nau,  Präsident des DRK-Kreisverbandes Bielefeld, verteilten vor Ort Kaffee und Tee an die Bürgerinnen und Bürger und standen für Gespräche zur Verfügung.

Wir bedanken uns bei der Bahnhofmission sowie bei Apollo Optik für die Unterstützung bei der Aktion.

Hintergrund zum Weltrotkreuztag

Am 8. Mai 1828 wurde Rotkreuz-Begründer Henry Dunant geboren. Am 24. Juni 1859 wird er auf einer Reise Zeuge der Schlacht von Solferino, einer der blutigsten Schlachten der Weltgeschichte. Die Schlacht gilt als  Erweckungserlebnis für Dunant und Geburtsstunde des Roten Kreuzes. Auf Dunants Initiative begann damals die Geschichte der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, zu der inzwischen weltweit 191 nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften gehören. Dunants Geburtstag wird alljährlich international als Weltrotkreuztag begangen.

Nicole Wittkowski

 

 

 

Vier Evakuierungen in vier Wochen Einsatzkräfte, Familien und Arbeitgeber gefordert

Foto: Martina Forbrich

Die Einsatzkräfte des DRK-Kreisverband Bielefeld e.V. waren in den letzten vier Wochen zusammen mit den anderen Kräften von ASB und JUH, Feuerwehr und Rettungsdienst bei vier Evakuierungen im Einsatz. Grund für die Einsätze war jedes Mal der Fund eine 250kg Bombe aus dem 2. Weltkrieg.

Der erste Einsatz führte die Kräfte am 27. Februar 2019 nach Brake. Dort richten die Kräfte im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr einen Betreuungsplatz ein und standen mit zwei Krankentransportwaten (KTW) für Transporte zur Verfügung. Ein Betreuungsplatz dient zur Überbrückung der „Wartezeit“. Dort gibt es in der Regel Getränke und Snacks und für den Notfall medizinische Versorgung.

Am 19. März 2019 wurden die Kräfte zum zweiten Einsatz alarmiert. Dieser Einsatz führte die Kräfte nach Brackwede. Dort wurde im Bezirksamt Brackwede der Betreuungsplatz eingerichtet. Auch die Krankentransportwagen standen wieder für den Transport von bettlägerigen und mobilitäseingeschränkten Personen zur Verfügung. Der Fahrdienst des DRK unterstütze bei dem Einsatz ebenfalls und stellte ein Fahrzeug zum Transport von Personen mit Rollstühlen ab.

Fünf Tage später, am 24. März 2019, fand eine weitere Evakuierung statt. Diese Mal traf es die Innenstadt. Bei Bauarbeiten im Wiesenbad wurde bereits freitags eine Weltkriegsbombe gefunden. Aufgrund der Lage wurde entschieden, dass die Entschärfung erst am Sonntag stattfinden soll. Auch hier waren die Einsatzkräfte wieder auf dem Betreuungsplatz eingesetzt sowie mit Krankentransportwagen und einem Behindertentransportwagen tätig.

Bereits drei Tage später, 27 März 2019, klingelten die Melder der Einsatzkräfte erneut. Dies Mal ging es in nördlichen Teil der Stadt Bielefeld. In der Straße „Am Kamphof“ wurde eine weitere Bombe gefunden. Aus diesem Grund wurde in der Martin-Niemöller-Gesamtschule der Betreuungsplatz und bei der Stadtwerke Bielefeld GmbH der Bereitungsstellungsraum Rettungsdienst eingerichtet. Der Bereitstellungsraum Rettungsdienst dient zum Sammeln und Koordinieren von Krankentransportwagen (KTW), Rettungswagen (RTW) und Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF). Auch zwei Behindertentransportwagen wurden vom DRK wieder zur Verfügung gestellt.

Bei allen Einsätzen war der DRK Kreisverband Bielefeld e.V. mit min. 25 Einsatzkräften beteiligt.

Der DRK Kreisverband Bielefeld e.V. bedankt sich bei allen Einsatzkräften deren Familien und Arbeitgeber, ohne die diese Einsätze nicht absolvierbar wären.

Nicole Wittkowski

 

 

Sturmtief "Eberhard" verursacht Verkehrschaos in NRW - DRK Bielefeld am Hauptbahnhof im Einsatz

Kurze Lagebesprechung. Im Hintergrund wird die Ausgabestelle vorbereitet. Foto: Maik Brinkmann

Das Sturmtief "Eberhard" brachte NRW-weit den Bahnverkehr nahezu am 10. März 2019 zum erliegen. Folge waren volle Bahnhöfe, lange Wartezeiten oder kein Weiterkommen für die Reisenden. So auch im Bielefelder Hauptbahnhof.

Daher erreichte um 18:45 Uhr eine Anfrage des Bahnhofsmanagements der Deutschen Bahn das DRK Bielefeld bezüglich der Bereitstellung einer kleine Verpflegung, für Reisende die durch den Sturm in Bielefeld
„gestrandet“ waren. Die Gemeinschaften Brackwede und Heepen bereiteten anschießend in kurzer Zeit ca. 200 Lunchpakete vor und gaben diese mit Kaltgetränken, Obst und Kaffee, an die vielen Reisende aus. Mit großem Engagement waren die 16 Einsatzkräfte der beteiligten Gemeinschaften vor Ort, um zu helfen.

Viele der, teilweise seit Stunden wartenden, Reisenden waren daher sichtlich sehr dankbar für die Verpflegung, ein Getränk und - bei mittlerweile kaltem Wetter und Schneefall - einen Becher heißen Kaffee, sowie freundliche Worte der DRK Helfer.

Geleitet wurde diese Hilfeleistung für die Deutsche Bahn durch den Einsatzführungsdienst des DRK-Kreisverbandes Bielefeld, mit Unterstützung des Einsatzleitwagens der Gemeinschaft Mitte. Um 23:45 Uhr war der Einsatz am Hauptbahnhof beendet.

Nicole Wittkowski und Maik Brinkmann

 

 

Kultur macht Kinder stark - Verein „OWL zeigt Herz“ fördert Kinderkulturpass mit 5.500 Euro

Bei den Bielefelder Puppenspielen: Die Teilnehmer des „Kinderkulturpass“ freuen sich über die Spende des Vereins „OWL zeigt Herz“. Den symbolischen Spendenscheck überreichte Franziska Messinger (Mitte, 3. von rechts) an Sina Salomon (DRK Kita Weltweit, hinten, von links), DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus und Katrin Mengen (Projektleiterin Kiku)

Sie besuchen gemeinsam mit ihren Familien die Sparrenburg, das Stadttheater, die Kunsthalle und den Tierpark: Schon über 400 Kita-Kinder haben den Kinderkulturpass erhalten. Das gleichnamige Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) geht mit Familien auf kulturelle Entdeckungsreise in Bielefeld und Umgebung. Jetzt gab es eine Förderung durch den gemeinnützigen Verein „OWL zeigt Herz“ von 5.500 Euro. Überreicht wurde sie im Rahmen einer Veranstaltung bei den Bielefelder Puppenspielen.

Seit sieben Jahren gibt es den Kinderkulturpass („Kiku“), von Beginn an leitet Katrin Mengen vom DRK das Projekt: „Unsere Besonderheit ist, dass wir die Eltern als wichtigste Vorbilder miteinbeziehen“, sagt sie. „So kommen auch Familien miteinander in Kontakt, die sich im normalen Kita-Alltag nicht unbedingt begegnen“. Das mache das Projekt in der Region einzigartig. Oft nutzen Eltern die Bildungsangebote ihrer Stadt kaum. „Wer die kulturellen Einrichtungen nicht kennt, sich nicht alleine hineintraut oder wem schlicht die Zeit fehlt, findet mit uns einen einfachen Einstieg“.

Ein Aspekt, der auch die Verantwortlichen von „OWL zeigt Herz“ überzeugte. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 unterstützt der Verein verschiedene karitative Projekte und betreibt eigenständig die Initiativen „Kultur macht Kinder stark“, „Musik macht Kinder stark“ und „Sport macht Kinder stark“. Das Ziel: Kinder und Jugendliche begleiten und fördern. „Kultur ist wichtig für Kinder. Kiku setzt schon bei den ganz Kleinen an und bindet die Eltern direkt mit ein“, sagt Franziska Messinger, Vorstandsmitglied des Vereins.

„Kiku hat sich zu einem Leuchtturmprojekt des DRK entwickelt. Das lässt sich nur mit engagierten Förderern wie OWL zeigt Herz finanziell

stemmen“, weiß DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus. Derzeit arbeitet das Rote Kreuz daran, das ursprünglich in der DRK Kita Weltweit gestartete Projekt in allen DRK Kitas anzubieten. Wer Kiku unterstützen möchte, kann sich unter Telefon 0178 - 48 98 010 oder über E-Mail an mengen[at]drk-bielefeld[dot]de informieren.

www.owlzeigtherzev.de

 

 

 

Dörthe Rutschick ist neue Leiterin der DRK Kita Mehlhausen

Maria Storck (rechts) übergibt den symbolischen Kita-Schlüssel an die neue Leiterin Dörthe Rutschick.

Die Kita Mehlhausen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) steht unter neuer Leitung. Dörthe Rutschick hat die Nachfolge von Maria Storck angetreten, die nach fast 22 Jahren als Kita-Leiterin in Milse in den Ruhestand gegangen ist.

Rutschick war bereits seit neun Jahren stellvertretende Leiterin in der DRK Kita, die derzeit 77 Kinder besuchen. Die 41-Jährige absolvierte zunächst eine Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin und Heilerziehungspflegerin. Nach einem Abstecher in die Pflege stand für sie fest, dass ihre berufliche Zukunft in der Arbeit mit Kindern liegt. „Kinder bestmöglich für ihr Leben vorzubereiten ist einfache eine Herzensangelegenheit von mir“, sagt die Kita-Leiterin, die zugleich Fachkraft für Frühpädagogik ist.

Sie verlässt sich dabei auf ein Team von 18 langjährigen und erfahrenen Mitarbeitern, die ihr „die neue Aufgabe wirklich leicht machen“. Kollegen schätzen an Rutschik ihre Offenheit, ihre Spontaneität und ihren Optimismus. Dass es ihr leichtfalle, den Überblick zu behalten, komme ihr im oft turbulenten Kita-Alltag zugute.

Neben dem Schwerpunkt Musik soll laut der Hobby-Bastlerin, die in ihrer Freizeit gerne an ihrem alten VW Käfer herumschraubt, in der Kita zukünftig Experimentieren und Forschen eine größere Rolle spielen. Auch künstlerisch-kreative Angebote wie Theaterspielen möchte sie stärker im Kita-Alltag etablieren. Dabei setzt die Leiterin auf eine intensive und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern. „Auf den großen Gestaltungsspielraum und die damit verbundenen Herausforderungen freue ich mich besonders“.

 

 

Kita-Leiterin Maria Storck geht in den Ruhestand

DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus blickte auf die mehr als 20-jährige Tätigkeit von Maria Storck als Leiterin der DRK Kita Mehlhausen zurück.

Maria Storck wurde jetzt nach fast 22 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Seit Mai 1997 leitete sie die gerade erst ein paar Monate zuvor eröffnete DRK Kita Mehlhausen. Jetzt hieß es für die 63-Jährige Abschied nehmen.

Bei einer Feierstunde nahmen Eltern, Kinder, Arbeitskollegen und Weggefährten Abschied und hielten noch einmal Rückschau. DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus erinnerte an Storcks Verdienste als langjährige Kita-Leiterin: „Sie haben die Kita zu dem gemacht, was sie heute ist: Ein anerkannter und tief verwurzelter Bestandteil des Stadtteils“. Auch Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher hob ihre Verbundenheit zum Gemeinwesen hervor: „Sie haben die Kita bis weit über Milse hinaus bekanntgemacht“. Für Elternbeiratsvorsitzende Jennifer Hilker war die Menschlichkeit Storcks prägend für die Einrichtung: „Die Kinder und ihre Familien standen immer im Mittelpunkt“.

Die Mutter zweier Töchter begann ihre berufliche Laufbahn mit einer siebenjährigen Tätigkeit in der Heimerziehung. Sie leitete die Über-Mittag-Betreuung einer Grundschule, eine Elterninitiative mit Krabbelgruppe und eine Wohngruppe für erwachsene ehemalige Langzeitpatienten, bevor sie die Leitung der Kita Mehlhausen übernahm. „Ich habe oft dort gearbeitet, wo es etwas Neues gab“, stellt Storck in der Rückschau fest. „Ich hatte fast immer mit Kindern zu tun. Das war das, was ich machen wollte“. Berufsbegleitend qualifizierte sie sich zur Tanz- und Ausdruckstherapeutin, durchlief eine Ausbildung als Coach und war viele Jahre Qualitätsmanagementbeauftragte für die Kitas des DRK Kreisverbandes.

Das Musizieren mit Kindern ist ein echtes Steckenpferd der Pädagogin, wovon unzählige Aufführungen bei Festen und Veranstaltungen zeugen. Und so wundert es nicht, dass sich die sichtlich bewegte Kita-Leiterin mit dem Lied „Danke“ von ihren Gästen verabschiedete.  Besonders freut sich Storck darauf, auch nach Ende ihres offiziellen Arbeitslebens als musikpädagogische Fachkraft in zwei DRK-Kitas tätig sein zu dürfen. Mit der Aussicht, sich ausgiebig ihren Hobbys, der Fotografie, der Musik und dem Tanz, widmen zu können, übergibt sie die Leitung der Kita in gute und bekannte Hände. Ihre Nachfolgerin als Kita-Leiterin wird Dörthe Rutschick, die ihr bereits seit neun Jahren als Stellvertreterin zur Seite stand.

 

 

Viel Glück, Gesundheit und Erfolg in 2019

Ganz viel Glück, Gesundheit und Erfolg in 2019 wünschen wir allen hauptamtlichen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Aktiven in den Gemeinschaften, unseren Freiwilligendienst-Leistenden, allen Fördermitgliedern und Spendern, sowie allen Geschäftspartnern und Freunden des DRK Bielefeld.