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Aktuelles 2020

DRK eröffnet Kita Zauberflöte - „Bildung durch Musik“

Friedrich Geller ist neuer kaufmännischer Leiter beim DRK Bielefeld.
Da steckt Musik drin: Ilyas (von links), Heavenly, Neven, Malak und Kita-Leiterin Daniela Kleinpenning greifen in die Saiten. Petra Schlegel (DRK, hinten, von links) und Erzieherin Asiia Agaddu präsentieren das neue Kita-Logo. (Foto: Rempe / DRK)
Luftaufnahme in den Kita-Garten (Foto: FirstRetail Consult GmbH)

Die geplante Einweihungsfeier musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden, nicht aber der Start: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eröffnete am 1. Oktober an der Jöllheide die Kita Zauberflöte. Es ist die elfte Einrichtung des DRK und die erste Kita mit musikalischem Schwerpunkt.

Die RP-Finanz GmbH & Co. Wohnquartier Jöllheide KG und die Bielefelder Firstretail Consult GmbH als Projektentwickler haben einen einladenden Neubau mit Holzelementen und bunten Fenstern geschaffen. Im Innenbereich bietet die Kita auf einer Fläche von 610 Quadratmetern über zwei Etagen verteilt Platz für drei Kita-Gruppen. „In Anlehnung an Mozarts „Zauberflöte“ haben wir unseren Gruppen Vogelnamen gegeben“, erzählt Kita-Leiterin Daniela Kleinpenning. Das Obergeschoss beherbergt die je 20 Kinder der „Schwalbengruppe“ und der „Buntspechte“. Zu jedem Gruppenraum gehören zwei Nebenräume, die beispielsweise mit Bau- und Kreativmaterialien und einer Puppenküche bestückt sind. Alle Räume sind gleichzeitig als Funktionsbereiche für Musik, Bewegung, Bauen und Konstruieren, Rollenspiel sowie Forschen und Experimentieren konzipiert.

Im Erdgeschoss sind die unter Dreijährigen untergebracht. In der „Spatzengruppe“ gibt es eine pädagogische Küche, die Kinder zum Mitkochen einlädt, und zwei Nebenräume mit Schlafgelegenheit, Puppenecke und Spielburg. In der Tiefparterre kann ein großer Mehrzweckraum für Bewegungs- und Musikangebote genutzt werden. Jede der drei Gruppen hat einen eigenen Zugang zum 1.500 Quadratmeter großen Außengelände. Das Obergeschoss ist durch eine begrünte Rampe mit dem Kita-Garten verbunden. Ein Naschgarten mit Hochbeeten und Obststräuchern soll im Sommer erntefrisches Obst und Gemüse für die Kita-Küche liefern. Zahlreiche Möglichkeiten zum Spielen und Toben bieten eine Nestschaukel, eine Kletterpyramide und eine Bobbycar-Strecke.

Für Kleinpenning und ihr 12-köpfiges Team hieß es 50 Kinder, davon 16 im Alter von unter drei Jahren, gleichzeitig einzugewöhnen. „Das war durchaus sportlich“, sagt die Kita-Leiterin, „aber so langsam spielt sich alles ein“. Wer die Kita betritt, merkt, dass dies durchaus wörtlich verstanden werden kann. Aktuell läuft die „Musikalische Schlittenfahrt“ von Leopold Mozart. Motive, Epochen und Komponisten wechseln monatlich, angepasst an die Jahreszeit. „Die Kinder sollen bei uns klassische Musik in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernen“. Nachweislich werde damit die kognitive, persönliche und emotionale Entwicklung gefördert.

Petra Schlegel, beim DRK zuständig für die Kindertagesstätten, legt viel Wert auf ein soziales Miteinander durch Musik. Singen und Stimmspiele, die spielerische Schulung des Gehörs und des Rhythmusgefühls werden fester Bestandteil im Tagesverlauf der Kinder. „Singen und Hören-Lernen hilft bei der Sprachentwicklung, unabhängig vom kulturellen Hintergrund des Kindes“. Im Vordergrund stehe aber keinesfalls das Erlenen eines Instrumentes, betont Schlegel. “Es geht nicht um Musikerziehung, sondern um Bildung durch Musik“.

Zur musikalischen Ausstattung der Einrichtung gehören derzeit neben einem kindgerechten E-Piano verschiedene Rhythmusinstrumente, Blockflöten und Ukulelen. „Unseren Bestand wollen wir im Laufe der Zeit noch ausbauen, damit die Kinder weitere Instrumente kennenlernen können“. Regelmäßig werden Musiker eingeladen, die ihre Instrumente auch erklären. Entstehen soll außerdem ein Netzwerk. Eine Zusammenarbeit zugesagt haben bereits die benachbarte Hellingskampschule  und die „Music-Academy“.  Die Kita-Leiterin will zudem Kontakte zu weiteren Musik- und Tanzschulen, den Bielefelder Philharmonikern und dem Stadttheater aufnehmen.  „Aber all das ist noch Zukunftsmusik, für uns stehen erst einmal die Kinder im Vordergrund“. Die nehmen bereits täglich begeistert am Morgenkreis teil. Dabei wird gesungen und musiziert: „Wir freuen uns jetzt schon darauf, wenn das nach Corona wieder gruppenübergreifend und auch gemeinsam mit den Eltern möglich sein wird“.

 

 

 

Das DRK gratuliert seinem Präsidenten Stephan Nau zum 60. Geburtstag

Friedrich Geller ist neuer kaufmännischer Leiter beim DRK Bielefeld.
Runder Geburtstag: DRK Präsident Stephan Nau wurde 60 Jahre alt. (Foto: Dürksen / DRK)

Die ganz große Feier konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Im kleinen Kreis hat der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bielefeld, Stephan Nau, die Vollendung seines 60. Lebensjahres gefeiert.

Schon als 18-jähriger junger Mann trat der gebürtige Wuppertaler 1978 in den dortigen DRK Kreisverband ein. Kurz darauf verpflichtete sich Nau auch zum Dienst im Katastrophenschutz beim Land NRW. Später war er beim DRK Kreisverband Herne tätig, bevor er sich ab 1990 für den DRK Kreisverband Bielefeld engagierte. Dort gehörte er zunächst als Stellvertreter, dann als Rotkreuzbeauftragter dem Katastrophenschutz-stab der Stadt Bielefeld an.

Nau war an der Neugliederung der Landes- und Bundeskatastrophen-schutzeinheiten in den 90-er Jahren ebenso maßgeblich beteiligt wie an der Aufstellung der Schnelleinsatzgruppe des DRK Bielefeld. Seinem besonderen Einsatz ist ein abgestimmtes und schlüssiges Einsatzkonzept zu verdanken, das auch von der Stadt Bielefeld anerkannt und umgesetzt wurde.

Das Rote Kreuz würdigte Naus Leistungen 2001 mit der Verdienst-medaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. 2006 wurde er als erster Rotkreuzler in Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe mit dem Katastrophenschutz-Ehrenzeichen in Silber des Landes NRW ausge-zeichnet. 2007 bis 2012 war Nau Vizepräsident des DRK Landes-verbandes Westfalen-Lippe. Fünfzehn Jahre stand er dem DRK Kreisverband Bielefeld als Vorsitzender vor, bevor er aufgrund einer Satzungsänderung 2018 zum Präsidenten gewählt wurde. Er ist Gesellschafter in verschiedenen Tochtergesellschaften des DRK Kreisverbandes sowie Gründungsmitglied und Stiftungsrat der Bielefelder Rotkreuzstiftung.

DRK Vorstand Christopher Brandes dankte Nau für seinen über 40-jährigen Einsatz für das DRK. Als vorbildlichem Präsidenten sei ihm stets wichtig, sich in seinem Handeln von dem Rotkreuzgrundsatz der Menschlichkeit leiten zu lassen. „Nach vorne zu blicken und zu erkennen, was heute nötig ist, um das Rote Kreuz voran zu bringen, das ist seine Grundhaltung“.

Der studierte Gymnasiallehrer und Hausmann lebt in Bielefeld, ist verheiratet und Vater einer Tochter. Sein wohl schönstes Geburtstagsgeschenk hat Nau schon vor seinem Ehrentag erhalten: Seit diesem Jahr ist er stolzer Opa einer Enkeltochter.

 

 

 

Im DRK PIA-Treff wird jetzt auch digital gelernt

Friedrich Geller ist neuer kaufmännischer Leiter beim DRK Bielefeld.
Spende gut angelegt: Oliver Kirch (OWL-Liebe) und Victoria Gutmann (rechts, Volksbank) haben fünf Tablets an Christiane Hollenberg-Schüttler vom DRK PIA-Treff übergeben.

Der erste Lockdown hat es deutlich gezeigt: Die Einschränkungen von Kontakt- und Bewegungsfreiheit haben gravierende Auswirkun­gen auf Kinder und Jugendliche – besonders, wenn sie Fluchter-fahrungen oder einen Migrationshintergrund haben.

Dank einer Spende von 5.000 Euro durch die Initiative „Ostwestfalen-Liebe“ konnte jetzt der PIA-Treff (Projekt interkulturelle Arbeit) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bielefeld in Heideblümchen fünf Tablets kaufen.  Der ehemalige Arminia-Profi Oliver Kirch hatte „OWL-Liebe“ im April ins Leben gerufen. Er will damit Menschen unterstützen, die unter dem Lockdown und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen besonders zu leiden haben. Neben beispielsweise psychologischer Seelsorge oder der Unterstützung von Tafeln, die sich eher erwachsenen Menschen widmen, will „OWL Liebe“ besonders auch Kinder und Jugendliche nicht vergessen.

 „Als während des ersten Lockdowns Kitas und Schulen für längere Zeit schlossen, durften Kindergartenkinder ihre Freund*innen und Erzie­her*innen nicht mehr sehen – von heute auf morgen und ohne die Zusammenhänge begreifen zu können“, erzählt Kirch. „Darüber hinaus hatten gerade Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Familien Schwierigkeiten im Homeschooling schritt-zuhalten. Häufig haben sie keinen PC, kein Internet und oft fehlt auch ihren Eltern die Sprachkompetenz, um sie beim Lernen neuer Inhalte zu unterstützen. Hier haben mich die innovativen Projektideen des DRK Bielefeld auf Anhieb begeistert.“

Mit den Tablets will PIA-Treff-Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler die Medienkompetenz der Schüler*innen entwickeln und stärken. „Der ge­genwärtige Lockdown könnte aufgrund des wachsenden Infektions-geschehens zu einer Schließung des PIA-Treffs oder schlimmer noch der Schulen führen. In diesem Fall könnten wir die Geräte an die Familien ausleihen“, sagt die Diplom-Pädagogin. „Viele Kinder –  besonders die, deren Familien technisch nicht so gut ausgestattet sind – haben aus der Zeit der Schulschließungen einen enormen Nachholbedarf“. Unsere ehrenamtliche Helfer*innen können ab jetzt die sonst im PIA-Treff stattfindende Hausaufgabenhilfe dann als Video-Chat durchführen. „Wir installieren jetzt nach und nach die gängigen Lernprogramme und recherchieren, was alles gebraucht wird, um den PIA-Kids im Quartier das Lernen zu erleichtern“, sagt die Einrichtungsleiterin.

Als Partner für „OWL-Liebe“ hatte Kirch von Anfang an die Stiftung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh zur Seite, die auch die administrativen Aufgaben übernommen hat. “Als regional verwurzelte Genossenschaftsbank fühlen wir uns den Menschen vor Ort verbunden. Für uns ist es selbstverständlich hier mitzumachen und durch die Volksbank-Stiftung einen Teil unseres Erfolgs an die Region Ostwestfalen zurückzugeben", so Volksbank-Geschäftsstellenleiterin Viktoria Gutmann bei der Spendenübergabe. "Gerade Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung bzw. mit Migrationshintergrund oder sozial schwächeren Familien standen und stehen in der Corona-Pandemie vor Problemen. Ihnen können die Tablets helfen, ihre Aufgaben nachzuholen, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und sie in ihrer Entwicklung zu fördern“.

 

 

 

PIA-Treff Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler (49) schreibt Corona-Tagebuch

Friedrich Geller ist neuer kaufmännischer Leiter beim DRK Bielefeld.
Cerys (vorne, von links), Shane, Fee, Justin (hinten, Mitte) und Madeleine Strothmann gehören zu den Familien, die den PIA-Treff regelmäßig besuchen. Am Martinstag freuen sie sich über die Stutenkerle, die PIA-Treff-Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler (links) verschenkt.
Der PIA-Treff dankt der Bäckerei Pollmeier, die für die Kinder und Jugendlichen 50 Stutenkerle gespendet hat. Foto: DRK

Seit acht Monaten beherrscht ein Virus namens COVID-19 unser Leben. Dass dies mich und meine Arbeit so einschränken könnte, hätte ich niemals für möglich gehalten.

Wir sind ein beliebter Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen und Nationen im Stadtteil Heideblümchen. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr war es schon eine Herausforderung, neue Wege zu finden, um unsere Besucher*innen aus dem Stadtteiltreff PIA (Projekt interkulturelle Arbeit) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu erreichen. Und typisch für PIA – wir fanden neue Wege!

Wir erfanden das Projekt „PIA-to-go“, bei dem sich die Familien jede Woche neue Spieletüten ausleihen und kleine Geschenke oder Basteltüten abholen konnten. Als Ersatz für das beliebte Sommerfest im Stadtteil konnten sich die Kinder und Familien im Rahmen der Aktion „PIZZA-to-go“ um Pizzagutscheine bewerben.

Mit den Sommerferien und sinkenden Fallzahlen durften wir unseren PIA-Treff - wenn auch unter strengen Auflagen - wieder öffnen. Wie schön war es, wieder das Lachen von Kindern in PIA zu hören! Tapfer nahmen sie das Maskengebot an und hielten sich an alle Regeln. Ehrlich gesagt bin ich sehr stolz, was unsere Besucher*innen hier leisteten. Kein einziges Mal diskutierten die Kinder und Jugendlichen über den Sinn der „Schnutenpullis“ oder über das Händewaschen, Desinfizieren oder Abstandhalten. Nach den Ferien schien sich eine gewisse Normalität einzuschleichen und weiter hielten die PIA-Kids sich tapfer an Regeln und Vorschriften.

Ich habe in über 20 Jahren nie ein Kind wegen „Überfüllung“ nach Hause geschickt, im Gegenteil. Bei Essensangeboten beispielsweise rückten wir einfach zusammen, holten Stühle und Tische herbei und kochten notfalls noch schnell etwas dazu. Jetzt auf einmal dürfen pro Angebot nur zehn Personen zeitgleich in unserem Treff sein – und das aufgeteilt auf zwei Räume. Das bedeutet, dass ich erstmals Kinder wegschicken muss. Dies tut mir jedes Mal in der Seele weh und auch den Kindern ist die Enttäuschung anzusehen. Aber auch hier: Kein Kind beschwert sich!

Ich bin sehr stolz auf diese Kinder! Sie sind so tapfer und machen das Beste aus der Situation. Manchmal kann ich noch viel von ihnen lernen: Neulich sagte ein Kind „Schade, ich habe eine Laterne gebastelt, aber damit werde ich nicht singen gehen dürfen. Egal, dann stell ich sie vor unsere Tür!“ So entstand die Idee von „Stutenkerle-to-go“. Dank eines starken Fördervereins und der Bäckerei Pollmeier konnten wir am Martinstag Stutenkerle - natürlich mit Abstand und Maske - durch unser „PIA-to-go“-Fenster verteilen. Auch die kleine Fee (18 Monate) ließ sich gemeinsam mit ihren Geschwistern Justin, Cerys und Shane das Gebäck schmecken. Diese Art „Corona-Augenblicke“ sind immer wieder berührend für mich.

Ich hoffe, dass wir alle ein bisschen von der Freude und der Unbekümmertheit der Kinder übernehmen können. Auch sie sind „Alltags-Helden“- denn sie navigieren sich tapfer durch diese Zeit und haben weder ihr Lächeln noch ihren Mut verloren.

 

 

Happy birthday, GlücksSpirale!

Friedrich Geller ist neuer kaufmännischer Leiter beim DRK Bielefeld.
Nach dem Motto „Wer Geburtstag hat, bringt Kuchen mit“ hat WestLotto im Namen der GlücksSpirale Jubiläumstorten verlost. DRK Vorstand Christopher Brandes sagt „Danke“:

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Bielefeld ist einer der glücklichen Gewinner zweier Jubiläumstorten, die WestLotto im Namen der GlücksSpirale unter an fünfzig verschiedene soziale Einrichtungen des DRK, der Caritas, des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der Diakonie und der Arbeiterwohlfahrt verlost hat. „Mit den Torten möchten wir unsere langjährige Partnerschaft feiern und sagen symbolisch allen Angestellten des DRK ganz herzlich Dankeschön!“, so WestLotto.

Stellvertretend nahm DRK Vorstand Christopher Brandes die Torte für die Mitarbeitenden in der DRK Geschäftsstelle an der August-Bebel-Straße in Empfang: „Der GlücksSpirale herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“, sagt Brandes. Seit 1976 seien mehr als 27.000 soziale Projekte in den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege unterstützt worden. „Davon hat auch das DRK Bielefeld profitiert. So manches Projekt wäre ohne die Förderung der GlücksSpirale nicht möglich gewesen. Danke dafür!“

Die Lotterie GlücksSpirale feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Sie wurde 1970 ursprünglich zur Finanzierung der Olympischen Sommerspiele 1972 in München ins Leben gerufen. Nach dem Deutschen Olympischen Sportbund war die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. 1976 der zweite Partner, der Erträge der GlücksSpirale erhalten hat. Später folgte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

 

 

Deutsche Bank-Mitarbeitende unterstützen DRK Kita Weltweit

Friedrich Geller ist neuer kaufmännischer Leiter beim DRK Bielefeld.
„Plus You“-Programm der Deutschen Bank: Banker, Kinder und Erzieher*innen der Kita Weltweit haben gemeinsam den Kita-Garten auf Vordermann gebracht. Foto: Nitschke Fotografen

Mitarbeitende der Deutschen Bank Bielefeld haben den Garten der Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf Hochglanz gebracht. Dazu übergaben die Engagierten eine Spende in Höhe von 1.100 Euro an den Förderverein. Die Bielefelder Bürgerstiftung vermittelte die Aktion.

Für sechs Mitarbeiter*innen der Deutschen Bank Bielefeld hieß es raus aus Kostüm und Anzug und ran an Laubrechen, Schaufel und Laubsauger. Sie haben kräftig mitangepackt und im Außengelände der Kita Büsche geschnitten, Unkraut gejätet, Pflastersteine gereinigt und Beete neu bepflanzt. Die Aktion ist Teil des bundesweiten Programms der Deutschen Bank zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements ihrer Mitarbeiter*innen. „Wir unterstützen ausschließlich Projekte in unserer Region“, erklärt Cornelia Holwas von der Deutschen Bank. „Für das Familienzentrum Weltweit engagieren wir uns, weil es ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder und ihre Familien im Ostmannturmviertel ist“.

Das Außengelände hat im Zuge der Corona-Pandemie für die Kita-Kinder an Bedeutung gewonnen. „Wann immer es das Wetter zulässt, gehen wir mit unseren Kindern nach draußen, damit sie dort spielen und ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben können“, sagt Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute. Zudem sei die Ansteckungsgefahr beim Aufenthalt im Freien deutlich geringer. Daher sind Kinder und  Erzieher*innen besonders dankbar für das Engagement der Ehrenamtlichen. Von der Spende in Höhe von 1.100 Euro will Stute Teile einer Ruhe- und Bewegungspodestlandschaft anschaffen. „Diese soll leicht abgewaschen und desinfiziert werden können“.

Begleitet und mitorganisiert wurde der Tag von Jutta Schattmann von der Bielefelder Bürgerstiftung. Die Projektleiterin von „Fit durch Frühstück“ hatte vor zwei Jahren den Kontakt zwischen Kita und der Deutschen Bank hergestellt. Im Rahmen des Projektes haben bereits verschiedene gemeinsame Aktionen stattgefunden.

 

Friedrich Geller neuer kaufmännischer Leiter beim DRK

Friedrich Geller ist neuer kaufmännischer Leiter beim DRK Bielefeld.
Friedrich Geller ist neuer kaufmännischer Leiter beim DRK Bielefeld. (Foto: Rempe)

Friedrich Geller hat zum 1. Oktober die neu geschaffene Position des kaufmännischen Leiters beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Bielefeld angetreten. Geller verantwortet damit die Bereiche Finanzen, Controlling und Buchhaltung und berichtet in dieser Funktion an den Vorstand.

Die Stelle des kaufmännischen Leiters wurde geschaffen, damit das DRK seine vielfältigen Aufgaben auch zukünftig auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis erfüllen kann. „Das DRK steht wie alle Wohlfahrtsverbände in den vergangenen Jahren unter wachsendem wirtschaftlichem Druck“, sagt DRK Vorstand Christopher Brandes. Auf diese Herausförderung wolle man reagieren. „Friedrich Geller ist ein erfahrener Experte aus dem Sozialbereich, der die notwendige Fachkompetenz und Führungserfahrung mitbringt, um das DRK auf diesem Gebiet zukunftsfähig zu machen“. 

Geller arbeitete nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit den Schwerpunkten BWL, Organisation und Wirtschaftsinformatik zunächst elf Jahre bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. 2011 übernahm er die Leitung des Finanz- und Rechnungswesens im Klinikum Gütersloh. Zuletzt war er seit Oktober 2018 als Leiter Finanzen bei der Diakonie Gütersloh tätig. „Es ist eine großartige Chance, bei der Weiterentwicklung eines der größten DRK Kreisverbände im DRK Landesverband Westfalen-Lippe mitzuwirken“, sagt Geller.

Der gebürtige Schweizer stammt aus Bielefeld, ist verheiratet und lebt seit 12 Jahren in Augustdorf. In seiner Freizeit unternimmt er gerne ausgedehnte Spaziergänge mit seinem Mischlingshund Jables.

Bürgerbeteiligung mal anders

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Neues DRK-Projekt: DRK Vorstand Christopher Brandes (von links) und Projektleiter Alex Kanobaire wollen Sennestädter*innen befähigen, die Zukunft des Stadtteils aktiv mitzugestalten.
Die Sennestädter*innen haben viele Ideen, wie sich das Leben im Stadtteil verbessern lässt. (Fotos: Wittkowski/ DRK)

Neues DRK-Projekt in Sennestadt und Heepen: Bürger*innen können Zukunft ihres Stadtteils mitgestalten

Als Expert*innen für ihren eigenen Stadtteil wissen die Bewohner*innen oft ganz genau, wo es hakt. Besser noch: Sie haben konkrete Ideen, damit das Leben im Stadtteil zukünftig noch lebenswerter wird. Nicht selten bleibt es aber bei dem guten Einfall. Dabei gibt es unter Umständen viele Mitstreiter*innen, die sich gemeinsam dafür starkmachen würden. Diese möchte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zusammenbringen.

„Tür an Tür in unseren Vorstädten – Schritt für Schritt politisch wirken“ heißt das neue Projekt für Sennestadt und Heepen unter dem Dach der DRK Integrationsagentur. “Wir wollen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, die bisher nicht politisch engagiert sind, dabei unterstützen, aktiv und selbstbestimmt die Zukunft ihres Stadtteils mitzugestalten“, sagt DRK Vorstand Christopher Brandes. „Bürgerbeteiligung einmal anders – darauf setzen wir mit diesem niedrigschwelligen Angebot“. Zur Auftaktveranstaltung hatte das DRK jetzt interessierte Bürger*innen auf den Reichowplatz eingeladen.

„Die Menschen sollen das Gefühl haben, dass sie nicht allein sind, son-dern gemeinsam etwas bewegen können“, sagt DRK Projektkoordinator Alex Kanobaire. Wie dies unabhängig von Herkunft und Alter gelingen kann, können die Stadtteilbewohner*innen in verschiedenen Workshops erfahren, die ab Oktober 2020 in Sennestadt starten. Allein achtmal bietet das DRK in diesem Jahr Ideenworkshops mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten an: „Die Themen sind nicht vorgegeben, sondern werden von den Sennestädter*innen selbst gesetzt“.

Rund um die Interessen der Bürger*innen sollen selbstorganisierte Gruppen entstehen. „Wir bringen Gleichgesinnte zusammen und erarbeiten mit ihnen die nächsten Schritte zur Umsetzung ihres Vorhabens“, erklärt Kanobaire. „Am Ende gibt es einen konkreten Plan, wie die Workshop-Teilnehmer*innen zusammen Ihr selbstgestecktes Ziel für ihren Stadtteil erreichen“. Begleitet und unterstützt werden sie dabei von ehrenamtlichen Multiplikator*innen, die vom DRK für diese Tätigkeit qualifiziert werden.

Bis Ende 2022 sind insgesamt je drei Workshopreihen mit Bewohner*innen aus Sennestadt und Heepen sowie je eine zweitägige Multiplikator*innenschulung mit bereits engagierten Bewohner*innen in diesen Stadtbezirken geplant. Sie sollen den selbstorganisierten Gruppen auch über die Projektlaufzeit zur Verfügung stehen. Bereits in diesem Jahr werden zudem zehn Frauen mit Migrationshintergrund zu Multiplikatorinnen ausgebildet. Sie sollen andere Frauen kultursensibel und in Muttersprache zu verschiedenen Themen wie Schwangerschaft, Familienrecht oder Jobperspektiven informieren.

Das Projekt wird bis Ende 2022 vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert. 2021 ist auch der Projektstart im Stadtbezirk Heepen vorgesehen. Weitere Informationen gibt es bei Alex Kanobaire über E-Mail an tuerantuer@drk-bielefeld.de, telefonisch unter 0173-2980701 sowie auf der Seite www.drk-tuerantuer.de .

 

Welt-Erste-Hilfe-Tag am 12. September - DRK Westfalen-Lippe: Erste Hilfe trotz Corona möglich

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Alle zwei Jahre Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen!

„Auch in Corona-Zeiten ist Erste Hilfe weiterhin möglich: Um dabei eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Mund und Nase der hilfebedürftigen Person – am besten mit einer Maske - abgedeckt und auch das eigene Gesicht geschützt werden“, sagt Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages am Samstag, 12. September 2020. „Den Notruf 112 anzurufen und die betroffene Person zu beruhigen, ist ebenfalls eine wichtige Hilfeleistung und auch auf Distanz möglich“, so Baur.

Mehr zum Thema „Erste Hilfe in Corona-Zeiten“ in unserem
Videospot zum Download: https://www.youtube.com/watch?v=2Up4vWbfc-Q
„Viele absolvieren zur Führerscheinprüfung einen Erste-Hilfe-Kurs und beschäftigen sich dann nie wieder mit dem Thema“, so der DRK-Landesverbandspräsident. „Die Folgen können fatal sein. Wir raten allen, die einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht haben, ihre Kenntnisse alle zwei bis drei Jahre aufzufrischen. Informationen über einen Erste-Hilfe-Kurs erteilt das DRK vor Ort.“
Jeder und jede kann in die Situation geraten, Erste Hilfe leisten zu müssen – ob im Straßenverkehr, beim Sport oder zu Hause. Bis der Rettungswagen eintrifft, vergehen meist mehrere Minuten. Vor allem in lebensbedrohlichen Situationen kommt es gerade in den ersten Minuten auf die Ersthelfenden vor Ort an, zum Beispiel um Blutungen zu stoppen, Bewusstlose in die stabile Seitenlage zu legen, um sie vor dem Ersticken zu bewahren oder bei Herzstillstand eine Wiederbelebung durchzuführen.

Viele Menschen haben Angst, Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen. Gerade deswegen sind die Wiederholungen solcher Kompetenzen so wichtig. Sie helfen dabei, die Scheu zu überwinden, etwas falsch zu machen. In den Kursen kann man sich in Ruhe auf eine Notsituation vorbereiten und dann im Ernstfall dazu beitragen, dass die betroffene Person bestmöglich versorgt wird und bleibende Schäden verhindert bzw. verringert werden.

Die Erste Hilfe Kurse des DRK Bielefelds finden sie unter: www.drk-bildung.de

 

Wir haben die Wahl! Unsere Stimmen für die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen!

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Gemeinsam rufen der Landesjugendring, der Landesintegrationsrat, die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege, der Sozialverband SoVD und die Landesseniorenvertretung alle Wahlberechtigten dazu auf, die Chance zu nutzen und bei den Kommunalwahlen abzustimmen!

Am 13. September wird in den nordrhein-westfälischen Kommunen darüber entschieden, wer in den nächsten fünf Jahren die Interessen der Menschen vertritt. Dazu stellen sich Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien sowie Parteiunabhängige zur Wahl. Allen, die sich mit Mut und Kraft auf der Grundlage unserer Verfassung für die Bürgerinnen und Bürger an ihren Lebensorten engagiert einsetzen, gebührt Anerkennung und Wertschätzung!

Die Themen, die auf der kommunalen Ebene bewegen, sind so vielfältig wie die Menschen. Gute, gleichwertige Lebensverhältnisse gilt es, zu erreichen und zu erhalten. Die aktuelle Corona-Pandemie weist uns deutlich auf Defizite und Mängel in unserem Land hin. Besonders in diesen Zeiten, in denen die Corona-Pandemie unser aller Leben bestimmt, ist es wichtig, solidarisch für ein Miteinander unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen, Lebenslagen und Lebensweisen zu streiten.

Die aktuellen Wirkungen und die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie müssen auf der kommunalen Ebene von allen Menschen bewältigt werden. Daher ist es entscheidend, dass diejenigen politischen Kräfte, die sich für ein solidarisches Miteinander in den Kommunen stark machen, auch Rückhalt durch Stimmen dafür erhalten. Wesentlich ist dabei allen Unterzeichnenden, darauf hinzuweisen, dass die Kosten der Corona-Pandemie nicht auf ohnehin schwächere Bevölkerungsgruppen fallen.

Gehen Sie am 13. September wählen -  für die Menschen und für unsere Demokratie!

 

Verlängerung der DRK-Suchdienstaufgabe „Schicksalsklärung Zweiter Weltkrieg“ bis Ende 2025

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Internationaler Tag der Vermissten am 30. August
Verlängerung der DRK-Suchdienstaufgabe „Schicksalsklärung Zweiter Weltkrieg“ bis Ende 2025
DRK-Suchdienst in Westfalen-Lippe: Im 1. Halbjahr 2020
50 Anfragen nach Kriegs- u. Zivilgefangenen bzw. Wehrmachtsvermissten und Zivilverschleppten im Zusammenhang mit II. Weltkrieg registriert


Noch heute gehen beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes jedes Jahr tausende Suchanfragen von Menschen ein, die Aufklärung über das Schicksal ihrer Angehörigen verlangen – Väter, Mütter, Geschwister, die infolge des Zweiten Weltkrieges oder aufgrund von Flucht und Vertreibung vermisst werden. Eigentlich sollte die Arbeit des Suchdienstes zum Zweiten Weltkrieg Ende 2023 auslaufen. „Wir freuen uns sehr über die Nachricht, dass das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) aufgrund des großen Interesses jetzt entschieden hat, dass die finanzielle Förderung des DRK-Suchdienstes zum Zweiten Weltkrieg durch das BMI bis Ende 2025 fortgesetzt wird“, so Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. Die Information ist heute, Mittwoch, 26.08.2020, bei einer Pressekonferenz im Haus der Bundespresskonferenz in Berlin – kurz vor dem Internationalen Tag der Vermissten am Sonntag, 30. August - veröffentlicht worden.

Das BMI hat bei dieser Gelegenheit außerdem gemeinsam mit dem DRK das vom BMI geförderte Forschungsprojekt des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) „Suchende und Gesuchte des Zweiten Weltkriegs” vorgestellt. Die Studie setzt sich mit der Rolle des DRK-Suchdienstes als zivilgesellschaftlicher und internationaler Akteur und als Stabilisierungsfaktor in der deutschen Nachkriegsgesellschaft auseinander.

Der DRK-Suchdienst in Westfalen-Lippe hat im 1. Halbjahr 2020 50 Anfragen nach Kriegs- u. Zivilgefangenen bzw. Wehrmachts-vermissten und Zivilverschleppten im Zusammenhang mit dem II. Weltkrieg registriert. Fast die Hälfte der Anfragen konnte bereits abschließend bearbeitet werden. Dazu kamen in diesem Zeitraum über 80 Suchanfragen nach aktuell Vermissten. Hiervon konnten bisher 29 Anfragen abschließend bearbeitet werden.

In Rahmen der DRK-Suchdienst-Tätigkeit arbeiten im DRK-Landesverband Westfalen-Lippe acht hauptamtliche Beratungsstellen in den DRK-Kreisverbänden Altkreis Lübbecke, Bielefeld, Dortmund, Gütersloh, Hamm, Münster, Olpe und Paderborn. Hinzu kommen noch rund 240 aktive Ehrenamtliche, die in den Kreisauskunftsbüros gemäß Genfer Abkommen oder in kommunalen Personenauskunftsstellen bei Großschadensereignissen aktiv werden, um Suchanfragen entgegenzunehmen und nach vermissten Angehörigen zu forschen. So hat das Rote Kreuz in Westfalen-Lippe zum Beispiel im Zusammenhang mit der Katastrophe bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg den Personenauskunftseinsatz an der zentralen Personenauskunfts-stelle (PASS) in Münster unterstützt: 47 Einsatzkräfte aus dem DRK-Suchdienst aus acht DRK-Kreisverbänden und dem DRK-Landesverband in Münster bearbeiteten in zwei Schichten rund 2 500 Anrufe.

Online-Formulare für Suchanfragen unter: www.drk-suchdienst.de

 

„Ein Dankeschön macht mich glücklich“

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Aras Surchi hat in der Arbeit für zugewanderte Familien ihre Berufung gefunden

„Man braucht jemanden, der einen an die Hand nimmt“, sagt Aras Surchi, wenn sie von Integration spricht. Vor 22 Jahren flüchtete die damals 17-Jährige aus dem Irak über die Türkei nach Deutschland. Hier angekommen verfügte sie über keinerlei Schulabschluss, beherrschte die deutsche Sprache nicht und musste sich um die Pflege ihres schwerkranken Kindes, später zudem um ihre Zwillinge kümmern. Deutsch lernte sie zunächst über Kindersendungen, die sie gemeinsam mit ihren Kindern im Fernsehen anschaute. Sie wollte den Arzt verstehen, mit dem sie über ihr krankes Kind sprach. Surchi ist überzeugt: „Integration beginnt mit der Sprache“.

Als ihr Kind starb, konnte sie vor Trauer für ein Jahr ihre Wohnung nicht verlassen. Heute sagt sie: „Ich habe meinen Sohn hier beerdigt. Das ist mein Land, ich fühle mich nicht fremd hier“. Studieren war immer ihr Wunsch, wenn sie nach Deutschland kommt. Ohne Schulabschluss war dies hier nicht möglich, wohl aber zu lernen. Und das tat Surchi. Nahm immer wieder an Schulungen teil, die ihr vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) vermittelt wurden. Davon erfahren hatte sie in der Kita, die ihre Kinder besuchten. „Aras Surchi bringt den Mut zu Veränderungen mit, nutzt dafür ihr reiches Erfahrungswissen und öffnet Türen gemeinsam mit den Menschen, für die sie sich einsetzt“, sagt Petra Schlegel, DRK Fachbereichsleiterin Kitas. „Ihr Erfolg hat andere Frauen ermutigt, sich ebenfalls im DRK zu engagieren“. Die damalige Kita-Leiterin habe sie immer wieder bestärkt, dass sie es schaffen kann, “, ist Surchi dankbar. „Jeder sollte solche Menschen im Leben haben“.

Die junge Mutter übersetze ehrenamtlich, half anderen Familien mit Migrationshintergrund bei Behördengängen. Da sie nicht nur fließend Arabisch, sondern auch mehrere kurdische Dialekte und Englisch spricht, waren ihre Dienste sehr gefragt. Nach und nach baute sie ihr ehrenamtliches Engagement aus. Seit 2013 ist sie Gesundheitslotsin im Rahmen des Projekts „Mit Migranten für Migranten“ (MiMi). Sie informiert in Muttersprache zu Gesundheitsförderung und -prävention. Seit 2015 ist sie als Stadtteilmutter Ansprechpartnerin für Familien mit Migrationshintergrund im Ostmannturmviertel. Sie unterstützt bei Sprachproblemen, begleitet zu Ämtern oder Schulen und weist auf die Angebote bezirklicher Einrichtungen hin. Viele Jahre ist sie zudem bei der Frauenberatung aktiv, die meisten davon ehrenamtlich.

Über ein Förderprogramm zur Eingliederung von Langzeitarbeitslosen hat Aras Surchi mittlerweile eine feste Anstellung beim DRK erhalten. Seit Dezember 2019 arbeitet sie 32 Stunden in der Woche in der Flüchtlingsunterkunft am Rütli. Surchi übersetzt, erteilt Auskünfte und ist Gesprächspartnerin für neuangekommene Schutzsuchende. Die Aufgabe erfüllt sie: „Ein Dankeschön dieser Menschen macht mich glücklich“, sagt sie. „Ich kann sie an die Hand nehmen, so, wie ich an die Hand genommen wurde, als ich nach Deutschland kam“. Thomas Reuter, Leiter der Einrichtung, bestärkt die 39-Jährige immer wieder darin, sich neuen Herausforderungen zu stellen: “Sie bringt so viel Einfühlungsvermögen und Wissen mit, wir möchten sie nicht mehr missen“. Noch wichtiger für ihn: „Ihr Beispiel hat vielen Migrant*innen Mut gemacht, dass Integration in Deutschland gelingen kann“.

 

DRK PIA-Treff: GlücksSpirale fördert Hausaufgabenhilfe - Pauken mit Spaßfaktor

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Mohammed (von links) und Safaa bekommen regelmäßig Hausaufgabennachhilfe bei Lernhelferin Melina Mende (PIA). Foto: Hollenberg-Schüttler

Mathe, Deutsch, Englisch – Im Jugendtreff PIA (Projekt interkulturelle Arbeit) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Heideblümchen wird nicht nur gespielt, sondern auch fleißig gepaukt. An vier bis fünf Nachmittagen in der Woche gibt es dort den „PIA-Lernclub“. Bis zu 30 Kinder und Jugendliche besuchen das Angebot – die meisten von ihnen haben einen Migrationshintergrund.

„Hausaufgabenhilfe, Lernen für Klassenarbeiten, aber auch Bewerbungstrainings – je nach Bedarf werden die Kinder individuell unterstützt“, sagt PIA-Treff-Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Erlernen der deutschen Sprache. „Durch das offene Angebot im PIA-Treff wird das Lernen mit positiven Erlebnissen verknüpft“, erklärt Hollenberg-Schüttler. Hier werden die Erfolge aus der Unterstützung im schulischen und sprachlichen Bereich - insbesondere bei Kindern mit Migrationshintergrund - gefestigt. „Pauken bei PIA hat eben den besonderen Spaßfaktor“, weiß die Leiterin.

Im vergangenen Schuljahr konnte der „PIA-Lernclub“ dank einer Förderung der GlücksSpirale in Höhe von 5.000 Euro stattfinden. Wie wertvoll diese Unterstützung ist, habe sich bei den meisten Teilnehmer*innen bereits zu den Halbjahreszeugnissen im Februar 2020 gezeigt. „Viele Kinder konnten ihre Leistungen verbessern oder Defizite verringern“, resümiert Hollenberg-Schüttler. Als der PIA-Treff wegen der Corona-Pandemie schließen musste, hielten die Nachhilfelehrer*innen telefonisch den Kontakt aufrecht und tauschten per Post Übungszettel aus. Umso größer sei die Freude gewesen, dass der „Lernclub“ unter Einhaltung besonderer Hygiene-Regeln wieder starten durfte. „Es geht eben nichts über den persönlichen Kontakt“.

 

108 Erstspender in der Schüco-Arena

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So viel viele Arminia-Fans ist auch Henrik Wittenborn im Trikot zur Blutspende erschienen.
Spender*innen des DRK und des DSC engagieren sich gemeinsam mit ihrer Blutspende: Vorstand Christopher Brandes (DRK, von links), Arminia-Fan Bernd Lüdemann und Hatice Gümüs (DRK)

Eine Blutspende kann Leben retten. Auch in Zeiten von Corona. Ob als Transfusion im Zuge der Krebstherapie, bei schweren Operationen oder nach einem Unfall – Krankenhäuser benötigen dringend Blutspenden, damit Patienten weiterhin mit Blutpräparaten behandelt werden können. Angesichts erhöhter Hygiene- und Sicherheitsstandards ist die Auswahl an geeigneten Räumlichkeiten begrenzt, in denen das Einhalten von Abstandregeln sichergestellt werden kann.

Während der Corona-Pandemie ist so eine Kooperation zwischen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem DSC Arminia Bielefeld entstanden. Nach einem erfolgreichen Probelauf einer Blutspende im Frühjahr gab es jetzt einen ersten großen Blutspendetermin im Krombacher Stammtisch in der SchücoArena. Der DSC hatte im Vorfeld bei seinen Fans, das DRK bei seinen Mitarbeiter*innen und Klient*innen für das Thema geworben.

Mehr als 230 Spender*innen sind dem Aufruf gefolgt, unter ihnen auch 108 Erstspender*innen. Eine von ihnen ist DRK Mitarbeiterin Hatice Gümüs. Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende kam gemeinsam mit DRK Vorstand Christopher Brandes zur Blutspende. „Wir wollten zeigen, dass sich das gesamte DRK gemeinsam für dieses überlebenswichtige Thema stark macht“, sagt Brandes. „Wir danken allen Beteiligten für ihre überwältigende Hilfsbereitschaft“. Allein für die Durchführung des Termins seien 15 ehrenamtliche Rotkreuzler*innen aus drei DRK Gliederungen sieben Stunden lang im Einsatz gewesen. Auch Patrick Lippek vom DSC Arminia zeigt sich hocherfreut von der positiven Resonanz: „Wir sind als Verein stolz darauf, dass so viele unserem Aufruf zur Spende gefolgt sind, um mit ihrer Blutspende Leben zu retten“.

Aufgrund des erwarteten hohen Andrangs konnten sich Blutspender*innen vorab ausschließlich online für eine bestimmte Uhrzeit anmelden. Im 10-Minuten-Takt wurden sie durch die Spende geführt. Nach rund 30 Minuten konnten die Spender*innen den Stammtisch mit einem Lunchpaket wieder verlassen. Ehrenamtliche des ausrichtenden DRK Ortsvereins Bielefeld-Zentrum hatten diese im Vorfeld gepackt. Die Pakete ersetzen aufgrund der geltenden Corona-Schutzvorkehrungen den sonst üblichen Imbiss im Spendelokal. DRK Vorstand Christopher Brandes freut sich schon jetzt auf die weitere Zusammenarbeit mit dem DSC: „Wir wollen nicht nur unsere Kooperation beim Thema Blutspende ausbauen, sondern im kommenden Jahr weitere gemeinsame Aktionen folgen lassen“.

Insgesamt wurden 190 Blutkonserven entnommen. 40 Stammzellenspender*innen ließen sich zudem typisieren. „Das ist ein erstklassiges Ergebnis und übertraf unser Erwartungen“, resümiert Tanja Reimer, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst West. Auf www.blutspendedienst-west.de gibt es Informationen zu weiteren Blutspendeterminen.

 

Arminia hilft in der Corona-Krise

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Christopher Brandes (DRK, v. l.), Dr. Ingo Habenicht (Johanneswerk), DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer, Markus Wrobbel (AWO) und Thorsten Klute (AWO)

Helfen und dort anpacken, wo Hilfe dringend benötigt wird: Der DSC Arminia Bielefeld hat mehrere Aktionen unter dem Motto “FußballvereinT” gestartet, um Bielefelder Pflegeeinrichtungen und Gastronomen in der Region zu unterstützen. Gemeinsam mit seinen Fans möchte der Bielefelder Erstliga-Verein ein Zeichen des Zusammenhalts in der Corona-Pandemie setzen.

Von einer besonderen Aktion profitierte auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Mit dem Kauf von “FußballvereinT”-Fanartikeln haben Mitglieder und Fans ihre Solidarität bekundet. Zehn Prozent der Einnahmen gingen an Träger heimischer Pflegeeinrichtungen, davon je 5.000 Euro an das DRK, die Arbeiterwohlfahrt und das evangelische Johanneswerk.

Weitere 12.000 Euro kamen für heimische Gastronomen zusammen. Das Geld stammt aus dem Online-Shop der Arminia, wo Fans das frisch gezapfte Pils, Pickert oder Buletten virtuell kaufen konnten, um die Fan-Kneipen zu unterstützen.

Mitarbeiter*innen des DSC verteilten zudem gemeinsam mit der „AG Bielefelder Lebensmittel-Tisch“ gespendete Lebensmittel an Bedürftige. Der DSC spendete Stoff für schwarz-weiß-blaue Alltagsmasken und versteigerte handsignierte Trikots der Aufstiegssaison zugunsten Mitarbeiter*innen des Gesundheitssektors.

Für das DRK Bielefeld nahm Vorstand Christopher Brandes den symbolischen Scheck von DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer entgegen. „Eine tolle Wertschätzung für das Engagement unserer haupt- und ehrenamtlichen Rotkreuzler*innen während der Corona-Krise“, sagt Brandes. „Wir danken dem DSC Arminia Bielefeld und seinen Fans für seine Initiative“.

 

Erster Corona-Einsatz für das DRK - Bielefelder Schüler hilft im Testzentrum am Flughafen in Gütersloh

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David Soll und Cedrik Cubick werden von der Bundeswehr bei der Datenaufnahme eingearbeitet

Auch Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bielefeld waren in den vergangenen Wochen im Kreis Gütersloh aktiv, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Beauftragt von der Bezirksregierung Detmold haben sie den Kreis Gütersloh zuletzt im Covid19-Testzentrum am Flughafen unterstützt. In dem Hangar konnten die Testpersonen in ihrem Auto vorfahren und ähnlich wie in einem Drive-In Schalter Proben abgeben, die danach untersucht wurden.

Mit dabei ist auch David Soll. Seit einem Dreivierteljahr ist er Mitglied im DRK Ortsverein Bielefeld-Zentrum. Als ehrenamtlicher DRK-Helfer lernt der Schüler die Rotkreuz-Arbeit seitdem von der Pike auf und nimmt zu diesem Zweck regelmäßig an den Dienstabenden teil. Auch Sanitätswachdienste hat Soll schon übernommen. Dann kam Corona und damit auch sein erster Einsatz im Katastrophenschutz. Soll räumt ein, nervös gewesen zu sein, als sein Tag um 6.30 ab Testzentrum begann: „Ich wusste nicht was mich erwartet“, erzählt er.

Am Hangar in Gütersloh angekommen erhalten gemeinsam mit Soll insgesamt 18 Einsatzkräfte des DRK eine kurze Einweisung von Oberleutnant Patrick Lipka. Es geht darum, wie die Dokumentation der Daten erfolgt und was beim Tragen der Schutzkleidung zu beachten ist: Visier, Maske, Schutzkittel und Handschuhe. David Soll ist gemeinsam mit seinem Kollegen Cedrik Cubuick und den Soldat*innen der Bundeswehr für die Dokumentation eingeteilt. Dort heißt es Personaldaten und Telefonnummern aufzunehmen und das Probenröhrchen jeder Testperson zu etikettieren. Für Soll ist es das erste Mal, dass er mit Soldat*innen zusammenarbeitet: „Durch die Einweisung wird man schnell sicher und findet einen Rhythmus bei der Arbeit“, berichtet er.

Die Arbeit in Schutzkleidung ist körperlich anstrengend, auch dürfen Soll bei der Dokumentation der Daten keine Fehler unterlaufen. Regelmäßige Pausen sind daher für die Einsatzkräfte unerlässlich. Deswegen lösen sich die Teams regelmäßig untereinander ab, arbeiten die nachfolgende Schicht ehrenamtlicher Helfer*innen ein. „Im Einsatz ist Kollegialität gefragt, man muss sich auf die anderen verlassen können“, sagt Soll.

Es ist nach 21 Uhr, bis sich die Einsatzeinheit auf den Rückweg nach Bielefeld macht. Für David Soll war es ein spannender Tag. Er möchte nach der Schule eine Ausbildung zum Notfallsanitäter machen. „Deswegen habe ich mich auch für den Einsatz in Gütersloh gemeldet“, erklärt er. Dass er durch die Corona-Pandemie so schnell eine solche Herausforderung erleben würde, damit hätte er nicht gerechnet. „Aber dafür bin ich schließlich beim Roten Kreuz“


 

Erklärung der Internationalen Bewegung des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds zum Aufbau eines von Rassismus und Diskriminierung freien Umfeldes

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Foto: DRK

Erklärung der Internationalen Bewegung des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds zum Aufbau eines von Rassismus und Diskriminierung freien Umfeldes

Die anhaltende Welle von Black Lives Matter und anderen Protestbewegungen gegen Rassismus in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus hat die tief verwurzelten historischen und systemischen rassistischen Einstellungen und die Diskriminierung von Schwarzen und Farbigen ins Licht der Öffentlichkeit gerückt - auch im humanitären Bereich und in unseren eigenen Organisationen. Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung setzt sich dafür ein, die erforderlichen Änderungen an all den Systemen zu erreichen, die farbige Menschen unterdrücken.

In den letzten Wochen haben viele Kollegen in der Bewegung über ihre eigenen Erfahrungen oder Wahrnehmungen von Rassismus und Diskriminierung gesprochen. Viele haben Solidarität zum Ausdruck gebracht. Es besteht ein klarer kollektiver Wunsch nach Gleichheit und Würde bei der Behandlung aller Menschen – sowohl derer, denen wir dienen, als auch derer, die uns dienen. Dies ist auch eine weltweite Forderung nach gleichem Zugang aller Menschen - einschließlich Migranten, indigener Völker und Minderheiten - zu Nahrungsmitteln, Unterkünften, Gesundheitsversorgung, Bildung und uneingeschränkter Achtung des humanitären Völkerrechts.

Einige der Gespräche in unseren Reihen waren schmerzhaft und unangenehm und enthüllten harte Wahrheiten über Rassismus und damit verbundene Diskriminierung. Dazu gehören fest verwurzelte Probleme von Machtungleichgewichten und subtilen, heimtückischen und unbewussten Ungleichheiten, die in unseren Strukturen und in unserer Geschichte verankert sind.

Sowohl beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) als auch bei der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) haben wir zugehört, gelernt und uns einige ernsthafte und schwierige Fragen zu diesen Themen innerhalb unserer Organisationen gestellt. Wir müssen es besser machen und wir müssen besser werden.

Die Ablehnung von Diskriminierung jeglicher Art steht im Mittelpunkt unserer Grundprinzipien und Werte. Unsere Grundsätze der Menschlichkeit und Unparteilichkeit verlangen, dass es keine Diskriminierung aufgrund von Nationalität, Rasse, religiöser Überzeugung, Klasse oder politischer Meinung gibt. Dies ist der Schlüssel, um sicherzustellen, dass das Leiden von Bedürftigen gelindert werden kann. Unser Grundsatz der Neutralität bedeutet nicht, angesichts von Rassismus und Gewalt zu schweigen.

Die Grundprinzipien bilden den ethischen, operativen und institutionellen Rahmen für unsere Arbeit als weltweiter Bewegung. Ausgehend von unseren Grundsätzen ist es unsere Pflicht, das Streben nach Vielfalt voranzutreiben. Wir setzen uns ausnahmslos für den globalen Kampf um die Förderung und den Schutz der Rechte aller ein.

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung hat sich seit langem integrativem Initiativen verschrieben. Die besondere Struktur der nationalen Gesellschaften und unser globales Netzwerk integrieren Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, unterschiedlicher ethnischer Herkunft und religiösem Hintergrund. Unsere humanitäre Arbeit und Finanzierung erfordern jedoch, dass wir unser eigenes Verhalten, unsere Praktiken und Strukturen kontinuierlich überprüfen, um sicherzustellen, dass wir uns in Bezug auf Inklusion und soziale Gerechtigkeit an die höchsten Standards halten.

Vor allem müssen wir sicherstellen, dass Worte auch in eine sinnvolle Realität übersetzt werden. Um dies zu erreichen, ist ein umfassendes Engagement in der gesamten Bewegung erforderlich. Wir wissen, dass das Erreichen einer echten Inklusion und Vielfalt zunächst in unseren Organisationen beginnen muss. Wir müssen die Zusammenhänge zwischen Diskriminierung, Machtungleichgewichten und Benachteiligung besser verstehen. Wir müssen die systemischen Barrieren abbauen, die Kollegen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Rasse oder ihres ethnischen und kulturellen Hintergrunds daran hindern könnten, Gleichstellung zu erreichen. Wir wissen, dass wir in dieser Hinsicht mehr zu tun haben.

Aus diesem Grund möchten wir im Namen der Führung des IKRK und der Föderation unsere entschlossene und eindeutige Verurteilung des Rassismus in all seinen Formen zum Ausdruck bringen und uns dazu verpflichten, Schritte zu unternehmen, um ein Umfeld zu schaffen, das frei von jeglicher Diskriminierung innerhalb unserer Bewegung ist. Das beinhaltet:

·         auf allen Ebenen daran zu arbeiten,  den individuellen, strukturellen und kulturellen Wandel herbeizuführen, der sicherstellt, dass es in unseren Organisationen zu keinen Formen von Diskriminierung, Intoleranz oder Ausgrenzung aus rassistischen oder anderen Gründen mehr kommt.

·         den Aufbau eines unterstützenden, sicheren und integrativen Umfelds, um weiterhin ehrliche Gespräche über Rassismus und Diskriminierung zu fördern. Dies beinhaltet die Förderung schwieriger Fragen, um das gegenseitige Vertrauen, den Respekt und die Akzeptanz der Vielfalt und Andersartigkeit des Gegenüber zu verbessern. Dies beinhaltet auch die Stärkung des Verständnisses und der Unterstützung für bessere Praktiken innerhalb der Bewegung, damit alle mit ihrer Stimme gehört und respektiert werden. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Beseitigung jeglicher Kultur der Angst oder Straflosigkeit.

·         die  Unterstützung von Opfern von Rassismus und Rassendiskriminierung und die aktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und Partnern auf allen Ebenen, um so Bedingungen für die Sicherheit aller Personen oder Gemeinschaften zu schaffen, die von Rassismus oder Diskriminierung aus rassistischen Gründen betroffen sind.

·         die Sicherstellung, dass unsere institutionellen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Verpflichtungen jegliche Form von Rassendiskriminierung verhindern und strikt verbieten und dass Rassismus und Diskriminierung in unseren Verhaltenskodizes ausdrücklich verboten sind.

·         die Erneuerung unseres Engagements für die Weiterentwicklung der Grundprinzipien unserer Bewegung, die auf wirklich integrative humanitäre Maßnahmen abzielen, und Umsetzung von Aktivitäten, die einen Geist der Toleranz von Menschen unterschiedlicher Rassen fördern.

Das IKRK seinerseits verpflichtet sich zur Sicherstellung klarer und eindeutiger Erwartungen an seine Personalmanager, um nur ein konkretes Beispiel zu benennen. Das Führungsteam entwickelt eine Reihe unterstützender Richtlinien und Praktiken, um den organisationsweiten Fortschritt voranzutreiben.

Das IKRK ist auch fest entschlossen, Gemeinschaften in die Entscheidungen einzubeziehen, die sich auf ihr Leben auswirken, und die Machtdynamik und Ausschlussmuster zu durchbrechen.

Die Föderation verpflichtet sich, daran zu arbeiten, die Verpflichtungen aus dem Versprechen für einen sicheren und integrativen Arbeitsplatz zu erfüllen, die auf der Internationalen Konferenz des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds im Jahr 2019 eingeführt wurden. Auf diese Weise kann die Föderation sicherstellen, dass die Organisation und die gesamte Bewegung so sicher, inklusiv und allen zugänglich ist wie möglich; dass Rassismus ausgerottet wird, wann und wo immer er in Erscheinung tritt; und alle offenkundigen, verborgenen oder unbewussten Vorurteile und Diskriminierungen innerhalb der Föderations-Systeme angegangen werden. Dies ist ausschlaggebend, um sicherzustellen, dass die Grundprinzipien eingehalten und alle Menschen mit Würde und Respekt behandelt werden.

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung hat die Verantwortung, zerstörte Gemeinschaften wiederaufzubauen. Wir alle in der Bewegung haben ein gemeinsames Ziel: das Leben der Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und Krisen betroffen sind, positiv zu verändern. Wir setzen uns dafür ein, dass diese treibende Kraft auch für den Umgang miteinander in unseren eigenen Organisationen gilt. Wir verpflichten uns, unsere Grundprinzipien aufrechtzuerhalten und unsere Bewegung in Wort und Tat so umfassend und zugänglich wie möglich zu machen.

Jagan Chapagain
Generalsekretär Föderation          
Robert Mardini
Generaldirektor IKRK

 

Im Oktober eröffnet das DRK mit der Kita „Jöllheide“ seine erste Musik-Kita. Es gibt noch Plätze für über Dreijährige - Hier spielt die Musik

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Freuen sich auf die Eröffnung der neuen DRK Kita „Jöllheide“: Petra Schlegel (DRK Fachberatung Kitas), Investor Frank Remmert (Geschäftsführer Firstretail Consult GmbH), Christel Remmert (Bauherrin), Julian van der Made-Blome (PlanArt Architekten) und Joachim Lausen (Projektsteuerung).

Im Generationenquartier an der Jöllheide soll bald Kinderlachen zu hören sein. Auf dem Gelände auf dem früheren Gärtnereigelände nimmt der Kita-Neubau Gestalt an. Am 1. Oktober eröffnet hier die Kita „Jöllheide“. Es ist die elfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Trotz langjähriger Erfahrung im Betrieb von Kindertagesstätten stellt das pädagogische Konzept der Kita auch für die Verantwortlichen beim DRK eine Premiere dar: Als erste Kita überhaupt soll die Kita als Ort des gesunden Aufwachsens mit dem Schwerpunkt „Musik“ etabliert werden. „Singen, Tanzen und Musizieren sind fester Bestandteil des Tagesablaufs und finden sich nicht nur im Morgenkreis wieder, sondern auch im Begrüßungskreis, in Projekten und Workshops“, erklärt Petra Schlegel, beim DRK zuständig für die Kindertagesstätten. Durch Kooperationen etwa mit Musik- und Tanzschulen sollen die Kinder direkt in der Kita entsprechende Angebote wahrnehmen können.

Die Kita bietet Platz für 50 Kinder im Alter bis sechs Jahren. 16 sind für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren vorgesehen. „Diese sind bereits vergeben, berichtet Schlegel. Für über dreijährige Kinder seien noch einige wenige Restplätze zu haben, auf die sich Eltern über das Online-Portal „Little Bird“ bewerben können. Angeboten werden Betreuungszeiten von 35 und 45 Stunden wöchentlich. Die Kita wird von 7 bis 16.30 Uhr und freitags bis 14 Uhr geöffnet sein. „Die Öffnungszeiten werden wir dem Bedarf entsprechend ausrichten“, sagt Schlegel.

Wenn die Kita ihre Türen öffnet, wird Daniela Kleinpenning die Leitung der Einrichtung mit ihren 12 pädagogischen Fachkräften übernehmen. Auch in der Qualifikation des Teams spiegelt sich der musik- und tanzpädagogische Schwerpunkt der Einrichtung wider. „Wir wollen den von der Natur aus positiven Umgang mit Musik für die persönliche, soziale und kognitive Entwicklung der Kinder nutzen“, erklärt Schlegel.  

1,7 Millionen Euro hat die RP-Finanz GmbH & Co. Wohnquartier Jöllheide KG in den Neubau investiert. Auf einer Gesamtfläche von 610 Quadratmetern bietet die zweigeschossige Kita Platz für drei Gruppen. „Jede Gruppe verfügt über einen Haupt- und angrenzenden Nebenraum sowie einen barrierefreien direkten Gartenzugang“, sagt Frank Remmert, Geschäftsführer vom Projektentwickler, der Bielefelder Firstretail Consult GmbH. Die Gruppenräume sind über großzügige Flure und Aufenthaltsbereiche untereinander verbunden und können, genau wie der Mehrzweckraum im Erdgeschoss, vielfältig genutzt werden.

Die Gruppen im Obergeschoss sind durch eine begrünte Rampe mit dem Erdgeschoss verbunden. „Eine architektonische Besonderheit, die zugleich durch die unterschiedlichen Ebenen im Gelände die Bewegung der Kinder fördert“, betont Remmert. Die Kinder sollen hier ausgelassen herumtollen und mit Naturmaterialien spielen und experimentieren können. Zudem wird ein Naschgarten mit essbaren Kräutern und Obstbüschen angelegt. Mit der Planung und Gestaltung des 1.500 Quadratmeter großen Außengeländes hat das DRK den Landschaftsarchitekten Reinhard Friese beauftragt.

Für die Kita wird übrigens noch ein Name gesucht, der den musikalischen Schwerpunkt beinhalten soll. Vorschläge nimmt das DRK gerne entgegen. Weitere Informationen zur Kita gibt es unter Telefon (0521) 52 99 826.

 

 

 

Kreatives „Upcycling" im DRK PIA-Treff

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Schönes aus Wegwerfobjekten haben die PIA-Kinder gestaltet: Alaa (vorne, v. l.), Jan, Paul, Lucian (hinten, v. l.), Christiane Hollenberg-Schüttler (Leiterin PIA), Zakarias, Simone Adams-Weggen und Esra

Wie man aus vermeintlichem Müll Neues schaffen kann, erfuhren 11 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren in einem Projekt im PIA-Treff des Deutsche Roten Kreuzes (DRK). Omas Lampen wurden zu Designerstücken, Kuscheltiere auf links gedreht aufgepeppt und coole Kreisel aus Vinyl-Langspielplatten gebastelt.

Das Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Kunst und Medien NRW e. V., die vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MFKFFI) des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird, hatte junge Leute mit und ohne Migrationshintergrund zum Workshop „Overthink, Uprecycle“ eingeladen.

Theaterpädagogin Simone Adams-Weggen holte das eigentlich bereits zu Ostern geplante Ferienprojekt nach und sensibilisierte die Jugendlichen für Nachhaltigkeit.  „Weniger wegwerfen, mehr reparieren, weiterverwenden und recyceln - das sind die Schlüssel für mehr Umweltschutz und weniger Verschwendung“, erklärt sie. Die Teilnehmer*innen verhalfen Wegwerfobjekten mit viel Geduld und Leidenschaft zu einem neuen, schöneren Dasein. Aus Textillederresten entstanden Handytaschen, alte Gläser wurden zu Teelichten, aus Plastikflaschen wurden hängende Gärten, die mit Salat und Tomaten bepflanzt wurden.

Der DRK-PIA-Treff veranstaltet auch in der 2. und 3. Sommerferienwoche Ferienspiele, bevor er bis Ende der Ferien in die Sommerpause geht. PIA (Projekt interkulturelle Arbeit) besteht seit 1999. Dort gibt es wochentags offene Beschäftigungsangebote und eine Hausaufgabenhilfe für Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichsten Ursprungsländern sowie regelmäßige (Koch-) Treffs für Menschen aus dem Stadtteil.

 

 

Auch Einsatzkräfte aus dem DRK Kreisverband Bielefeld kämpfen im Kreis Gütersloh gegen die Ausbreitung des Virus - DRK steuert Einsatz mobiler Entnahmeteams im Kreis Gütersloh

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Vor jedem Einsatz informieren Hygienebeauftragte die Entnahmeteams über die zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen. Foto Rainer Stephan

 

Kreis Gütersloh. Die DRK-Trupps kommen aus ganz Nordrhein-Westfalen: Auch Einsatzkräfte aus dem DRK Kreisverband Bielefeld sind in diesen Tagen im Kreis Gütersloh aktiv, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Voraussichtlich noch bis zum kommenden Wochenende dauert der Einsatz, bei dem deutlich mehr als 1 000 Wohnstätten von Beschäftigten der Firma Tönnies aufzusuchen sind.

Gemeinsam mit Einsatzkräften der anderen anerkannten Hilfsorganisationen und der Bundeswehr bilden die ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und Helfer mobile Einsatzteams. Dieser sogenannte Einsatzabschnitt 1 wird von einer Führungscrew des Deutschen Roten Kreuzes geleitet. Drei bis vier Personen bilden die zum Teil gemischten (militärisch und zivilen) Trupps. Ihre Aufgabe besteht darin, die Tönnies-Beschäftigten aufzusuchen, die sich nach behördlicher Anordnung zurzeit in häuslicher Quarantäne befinden.

Für eine Testung auf das Corona-Virus sind vor Ort Abstriche von sämtlichen Hausbewohnern vorzunehmen. Eine weitere Aufgabe der Teams besteht darin, die Personalien aller Bewohnerinnen und Bewohner für einen Vergleich mit vorliegenden Namenslisten festzuhalten. Diese Dokumentationspflichten übernehmen zwei Hilfskräfte, eine Einsatzkraft kümmert sich um den Abstrich. Ein viertes Team-Mitglied steht für Übersetzungen bereit, da viele Tönnies-Beschäftigte und deren Familienangehörige kein Deutsch sprechen.

Sämtliche Team-Mitglieder arbeiten dabei unter vollem Infektionsschutz. Dies bedeutet unter anderem das Tragen von Mundschutz, Gesichtsvisier, Schutzanzug und Handschuhen. Angesichts der vorherrschenden hohen Temperaturen in der vergangenen Woche stellte schon jede Schutzkomponente an sich eine Belastung für die Helferinnen und Helfer dar. Alles zusammen brachte die Einsatzkräfte nicht selten an den Rand der Erschöpfung.

 

Aktuelle Berichterstattung über die DRK Kita Lummerland

Gegen eine Erzieherin und die Leitung der DRK Kita Lummerland wurde von der Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage wegen der Misshandlung von Schutzbefohlenen erhoben. Anlässlich eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens gegen eine ehemalige Mitarbeiterin wurde heute erneut in den örtlichen Medien über dieses Thema berichtet.

Der DRK Kreisverband Bielefeld hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe diese unter Beteiligung des Vorstandes, des Betriebsrates, des Jugendamtes, des Landesjugendamtes und nicht zuletzt der Eltern und der in der Kita beschäftigten Mitarbeitenden zeitnah und umfassend aufgearbeitet.

Das Wohl der uns anvertrauten Kinder zu schützen, ist Basis der pädagogischen Arbeit in unseren DRK Kitas. Der DRK Kreisverband Bielefeld ist sich dieser Verantwortung bewusst und nimmt sie sehr ernst. Die ermittelnden Behörden auch weiterhin bei der Aufklärung des Sachverhalts zu unterstützen, ist für uns selbstverständlich.

In laufenden Verfahren bedarf es – zum Schutze aller Beteiligten – einer sorgsamen und insbesondere objektiven Aufklärung und Bewertung der Sachverhalte. Stellungnahmen außerhalb der laufenden Verfahren sind dieser Aufklärung nicht förderlich. Ebenso vertrauen Mitarbeiter*innen mit Recht darauf, dass bis zum Abschluss laufender Verfahren die Unschuldsvermutung gilt. Der DRK Kreisverband Bielefeld bittet daher um Verständnis, dass unbeschadet der internen Aufklärungsarbeit eine weitergehende Stellungnahme nicht abgeben werden kann.

 

MiMi-Gesundheitslotsen*innen informieren ab sofort mehrsprachig zum neuartigen Corona-Virus

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MiMi Coronaschulung 06 2020: Das Gesundheitsamt hat 16 Gesundheitslots*innen im Ratssaal des Neuen Rathauses zum Corona-Virus geschult.

Zum neuartigen Corona-Virus gibt es eine Flut an Informationen und nicht immer fällt die Unterscheidung zwischen Mythen und Fakten leicht. Gerade für Menschen, die der deutschen Sprache weniger mächtig sind, stellt dies eine besondere Herausforderung dar. Niedrigschwellige Orientierung bietet hier das Projekt „MiMi - Mit Migranten für Migranten“ (MiMi), das 16 Migranten*innen in Kooperation mit dem Gesundheits-, Veterinär- & Lebensmittelüberwachungsamt der Stadt Bielefeld zum Thema Infektionskrankheiten und –schutz unter besonderer Berücksichtigung von SARS-CoV-2 und COVID-19 geschult hat. Auf Anfrage informieren die Gesundheitslotsen*innen ab sofort andere Migranten*innen kultursensibel und in Muttersprachen rund um das neuartige Corona-Virus.

Die Informationskampagnen werden sowohl online als auch „live“ für mindestens 5 Personen in den folgenden Sprachen angeboten: Arabisch, Türkisch, Kurdisch (Sorani), Tamil, Bengalisch, Spanisch, Englisch, Urdu und Pashto. Die „Live“-Schulungen finden unter besonderen Schutzvorkehrungen statt.  Interessierte Personen oder Einrichtungen können Anfragen an Julia Böcker und Renuga Storck vom Deutschen Roten Kreuz (Integrationsagentur) richten (Tel.: 0521 / 52 998 16, mimi[at]drk-bielefeld[dot]de). Die Teilnahme an den mehrsprachigen Informationsveranstaltungen ist kostenlos. Finanziert wird das MiMi-Projekt von den vier Bielefelder Betriebskrankenkassen - Heimatkrankenkasse, BKK Dürkopp-Adler, BKK Diakonie und BKK Gildemeister-Seidensticker.

Weitere Infos zum Projekt:

Die MiMi-Gesundheitsinitiative wurde vom Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. entwickelt. In Bielefeld wird sie seit 2003 als Kooperationsprojekt vom Deutschen Roten Kreuz, der Psychologischen Frauenberatung Bielefeld e.V. sowie dem Gesundheits-, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt und der Integrationsbeauftragten der Stadt Bielefeld durchgeführt. Seit dem Projektstart in Bielefeld wurden in mehreren Schulungsreihen rund 115 interkulturelle Gesundheitslotsen*innen zu Themen wie das Deutsche Gesundheitssystem, Kindergesundheit und Unfallprävention, Familienplanung, Seelische Gesundheit, Alter, Pflege und Demenz, Diabetes, Ernährung und Bewegung uvm. ausgebildet. Allein in 2019 wurden in Bielefeld 10 neue MiMi-Gesundheitslotsen*innen qualifiziert und über 100 mehrsprachige Informationsveranstaltungen durchgeführt.

 

Hilfe im Kampf gegen Corona - Flexlift spendet Schutzkleidung für das DRK

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Ulrich Mehloh vom Bielefelder Unternehmen Flexlift (rechts) übergibt Schutzanzüge und zertifizierte Masken an DRK Vorstand Christopher Brandes und Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff.

Die Flexlift Gruppe hat für die Bekämpfung der Corona- Pandemie Schutzkleidung an das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Bielefeld gespendet. Ulrich Meloh, Flexlift Verkaufsleitung Ost, übergab jetzt 1.500 Schutzanzüge und 2.000 FFP2 Masken im Gegenwert eines fünfstelligen Euro-Betrages an DRK Vorstand Christopher Brandes und Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff.

"Der Kampf gegen Corona geht alle an. Nur so lange die Helfer*innen mit den entsprechenden Schutzvorkehrungen ausgestattet sind, können sie auch helfen. Am Ende profitiert so jede*r Einzelne“, erklärt Meloh. Schon zu Beginn des Jahres hatte sich das Unternehmen um Beschaffung entsprechender Schutzausrüstung für seine chinesische Tochter-gesellschaft bemüht, da dort aufgrund behördlicher Auflagen das Arbeiten nur noch in Schutzkleidung erlaubt war. Als die Corona-Pandemie im März Deutschland erreichte und Schutzanzüge und FFP2 Masken auch hierzulande knapp wurden, kümmerte sich Flexlift um eine entsprechende Lieferung aus China an den Stammsitz des deutsch-chinesischen Unternehmens. „Wir wollen Verantwortung für unsere Heimat übernehmen“, betont Meloh. „Für uns war wichtig, dass die Schutzausrüstung direkt in Bielefeld ankommt“.

„Die Spende ermöglicht es uns, unserem Auftrag für den gesundheitlichen Bevölkerungsschutz nachzukommen“, erklärt Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff. Derzeit unterstützen bereits Bielefelder Rotkreuzler*innen den DRK Kreisverband Gütersloh mit mobilen Teams bei der Entnahme von Abstrichen und stellen die Dokumentation von Infektionsketten sicher. „Dort stehen unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte bei der Eindämmung der Pandemie an vorderster Front“.

„Die Schutzkleidung leistet im Kampf gegen das Corona-Virus wertvolle Dienste. Für unsere Mitarbeitenden in der Pflege, im Rettungsdienst oder im Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen ist ein wirksamer Schutz unverzichtbar“, sagt DRK Vorstand Christopher Brandes. „Wir danken der Firma Flexlift für diese großzügige Spende, die uns auch bei der Vorsorge für eine
mögliche weitere Infektionswelle hilft."

Das DRK in Bielefeld ist seit Wochen im Einsatz, um die weitere Ausbreitung des
Coronavirus einzudämmen. Die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen und
ehrenamtlichen Helfer*innen des DRK engagieren sich dabei auf vielfältige Weise: So verteilten sie beispielsweise Schutzmasken an Kliniken in Bielefeld und unterstützen das Gesundheitsamt und das Bürgertelefon der Stadt Bielefeld. Auch die Fürsorge für Ältere, Risikogruppen und Bedürftige während der Krise bildet einen Schwerpunkt der Arbeit des DRK. Um auch zukünftig seine vielfältigen Aufgaben wahrnehmen zu können, bittet das DRK um Spenden. Konto DRK Bielefeld, IBAN: DE19 3702 0500 0005 0014 01 bei der Bank für Sozialwirtschaft.

Bielefeld-Preis: „Mobile Retter“ gewinnen Hörer-Preis

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Große Freude bei „Mobile Retter“: Das Netzwerk hat den Hörerpreis des Bielefeld-Preises 2020 von Radio Bielefeld und der BGW gewonnen.

Nach einem Herzinfarkt oder bei Bewusstlosigkeit ist es oft eine Frage von Minuten, ob erfolgreich Leben gerettet werden können. Im Durch­schnitt dauert es neun Minuten, bis ein Rettungswagen, nachdem er alarmiert wurde, am Einsatzort ist. Seit Mai 2019 sind die „Mobilen Retter“ von der Leitstelle der Feuerwehr per Smartphone alarmierbar, um bei zeitkritischen Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken und schnell professionelle erste Hilfe leisten zu können.

Das Besondere: die 510 Bielefelder Mobilen Retter kommen aus Hilfs­organisationen (ASB, DRK, DLRG, JUH, THW), Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Krankenhäusern und arbeiten Hand in Hand engagiert zusammen, um Leben zu retten. Sie alle verfügen durch privates oder berufliches Engagement (Sanitäter, Krankenschwestern, Rettungsdienstpersonal, Ärzte) über professionelle Wiederbelebungskenntnisse. Seit dem Start im Mai 2019 konnte das Netzwerk so über 610 Einsätze erfolgreich absolvieren.

Mit dem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro möchte „Mobile Retter“ zusätzliches Material für Aus- und Fortbildung anschaffen, um so noch mehr qualifizierte Ersthelfer*innen zu Mobilen Rettern auszubilden und noch mehr Leben in Bielefeld retten zu können.

 

Wir stellen vor: Lars Neuwöhner ist Systemadministrator beim DRK

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Lars Neuwöhner ist beim DRK Herr über das EDV-System

Wenn er vom EDV-System DRK in Bielefeld spricht, nennt er es „mein Baby“. Mit diesem gewissen Leuchten in den Augen, das Menschen ausstrahlen, wenn sie eine Sache richtig gerne tun. Lars Neuwöhner ist Systemadministrator beim Roten Kreuz. Ohne ihn läuft im wahrsten Sinne des Wortes nichts. Oder zumindest kein PC, kein Notebook und kein Handy.

Sein Berufsziel lautete Elektroingenieur, als er 1993 sein Studium bei der Fachhochschule in Bielefeld aufnahm. Um sich etwas dazuzuverdienen, nahm er einen Job in einem Bielefelder Computergeschäft an. Zu seiner Aufgabe gehörte, Betriebssysteme auf Computern zu installieren und diese bei den Geschäftskunden ans Laufen zu bringen. „Das machte mir viel mehr Spaß als Elektrotechnik“, erzählt Neuwöhner. Er schloss sein Studium erfolgreich ab, arbeitete zunächst bei einem Bielefelder EDV-Unternehmen und ist jetzt seit bereits sieben Jahren Herr über die Bielefelder Rotkreuz-EDV.

Die verfügt über eigene Server-Kapazitäten. „Im Rechenzentrum des Telekommunikationsunternehmens BiTel haben wir einen Schrank mit Servern gemietet“. Das sagt dem Laien erstmal nichts, hat aber im Ergebnis große Auswirkungen, besonders jetzt in der Corona-Krise: „Technisch gesehen war es für uns nur ein Klick, damit so viele Mitarbeiter*innen kurzfristig ins Homeoffice gehen konnten“. Und bis heute über Online-Konferenzen in Verbindung bleiben, bis ein persönliches Treffen in größerer Runde wieder möglich ist.

Die Komplexität und Schnelllebigkeit der Technik sind es, die der Systemadministrator liebt. „Wenn alles funktioniert, weiß ich, dass ich einen guten Job gemacht habe“. Darüber hinaus wünscht er sich manchmal ein paar zusätzliche Hände, wenn viele Kolleg*innen gleichzeitig Unterstützung brauchen. Dass er seine Arbeitszeit flexibel und damit familienfreundlich gestalten kann, schätzt der 44-jährige Vater von zwei Kindern (10 und 5 Jahre) beim DRK. Damit wir dort wie gewohnt unsere Arbeit für die uns anvertrauten Menschen tun können, installiert er System-Updates abends und am Wochenende. „Am Ende zählt, dass es funktioniert“, sagt Neuwöhner. Im Radio in seinem Büro läuft gerade „A kind of magic“ von Queen. Es hat etwas Magisches, wenn seine Finger über die Tastatur fliegen. Danke, Lars, für Dein Engagement und bis zum nächsten Mal, wenn es irgendwo hakt.

 

Freiwillig engagiert beim DRK

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Andrej Vogel, Maria Malchow und Gabriele Martinschledde haben im Rotkreuzjahr viel gelernt, besondere Beziehungen aufgebaut und eine sinnvolle Aufgabe gefunden. (Fotos: S. Hiller und C. Rempe/ DRK)

Auch in diesem Jahr bietet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Bielefeld engagierten Menschen wieder Stellen für den Freiwilligendienst im Rotkreuzjahr (RKJ) etwa im Fahrdienst, in der Pflege, in Kitas oder der Hausmeisterei. Andrej Vogel, Maria Malchow und Gabriele Martinschledde arbeiten derzeit als Freiwilligendienstleistende beim DRK. Sie haben wertvolle Erfahrungen gesammelt, positive Eindrücke gewonnen und Entscheidungshilfen erhalten.

Der 19jährige Andrej Vogel hatte sich bereits in der Schule für das Thema Pflege interessiert. Als es mit einer Ausbildung nicht sofort klappte, hatte seine Schwester die zündende Idee: „Mach doch ein Freiwilliges Soziales Jahr, oder einen Bundesfreiwilligendienst“. Für ihn genau das Richtige, wie sich herausstellte. Hier hat er eine vielseitige Aufgabe gefunden, die einiges von ihm fordert: Eingesetzt wird er in einer Pflegeeinrichtung des DRK, in erster Linie für alte Menschen. Und das in allen Bereichen: In der Küche, sowie in der Verwaltung. Er holt Rezepte, betreut die Senior*innen, und hilft bei der Pflege. Überfordert fühlt er sich mit der anspruchsvollen Aufgabe nicht: „Es macht mir total Spaß. Gerade, dass es so viele verschiedene Aufgaben sind, ist toll. Es wird wirklich nie langweilig.“ Auch Anleiterin Fani Zaroti ist hochzufrieden mit ihrem Schützling: „Andrej hat einen guten Draht zu unseren Bewohner*innen. Er ist interessiert und zuverlässig“.

Maria Malchow ist seit Oktober 2019 Bundesfreiwillige in der DRK Kita Löwenzahn - zur Überbrückung bis zu ihrer Ausbildung. Den Wunsch Erzieherin zu werden hatte sie schon lange - auch ihr Fachoberschul-Praktikum hatte sie bereits in einer Kindertagesstätte absolviert. Als coronabedingt nur fünf Kinder die Notbetreuung der Kita besuchten, übernahm sie eine ganz besondere Aufgabe: Für den vierjährigen Simon (Name geändert) war die ungewohnte Situation und das regelmäßig wechselnde Erzieherteam eine ganz besondere Herausforderung. Von Geburt an hat er eine Autismus-Spektrum-Störung. Eine vertraute Umgebung, ein immer gleicher Tagesablauf und vor allem eine feste Bezugsperson sind für ihn wichtig. Schnell orientierte Simon sich eng an Maria, die er immer schon mochte und die anders als die anderen immer da war.

Auch, wenn er keinen Kontakt zu anderen Kindern aufnimmt - bei den Erzieher*innen der Kita selektiert er sehr genau, wem er vertraut. Maria nahm dieses Vertrauen gerne an und ließ sich von Simon an der Hand zeigen, was er gerne machen wollte. Meistens sei das „alles, was mit Bewegung zu tun hat - springen, klettern, hüpfen. Und essen. Am liebsten im Wechsel“ berichtet Valeska Absi, Leitung der Kita. „Und das ganze natürlich mit Maria. Irgendwann gefiel ihm die Situation sogar ganz gut“, erzählt sie. „Er hatte mehr Platz zum Toben, und musste auch nicht am Morgenkreis teilnehmen, wo alle stillsitzen sollen“. „Niemand hat ihm seine geliebten Äpfel weggegessen“ ergänzt Maria. Und er hatte Maria für sich allein.

Auf den ersten Blick eher ungewöhnlich ist die Bundefreiwillige im Vorzimmer des Vorstands. Gabriele Martinschledde ist 58 Jahre alt und schaut auf ein erfülltes Berufsleben zurück. 41 Jahre lang war sie bei der Telekom – ehemals Deutsche Post – angestellt. Mit 16 Jahren hatte sie dort angefangen. Sich auf immer neue Umstände einzustellen hat sie dort gelernt. Berufsbezeichnung? „Das hat sich so oft geändert. Wir sind etliche Male umfirmiert worden. Zum Schluss hatte ich den Titel Verwaltungsassistentin“, erzählt sie. Gerade in den aktuellen Corona-Zeiten bringt ihr dieser Erfahrungspool einen wertvollen Vorsprung.

Auf die Möglichkeit beim DRK „Bufdine“ zu werden, hatte sie ein ehemaliger Kollege hingewiesen. „Engagierter Ruhestand“ heißt das Angebot der Telekom, als Beamte*r ab 55 Jahren in den Vorruhestand zu gehen – in Kombination mit Sozialstunden, die über drei Jahre verteilt werden. Oder eben mit der Auflage, ein Jahr einen Bundesfreiwilligendienst bei einem gemeinnützigen Träger zu absolvieren. „Nur zu Hause herumsitzen ist nichts für mich. Meine Enkel sind schon groß, und um den Garten kann ich mich auch später noch kümmern“, sagt sie. Für sie „ist es wirklich interessant, eine so große Hilfsorganisation von innen kennenzulernen“.  Und als wäre die aktuelle Vollzeittätigkeit beim DRK noch nicht genug, kümmert sie sich auch noch um zwei ältere Damen, 94 und 96 Jahre alt.  

Wer sich für einen Freiwilligendienst beim DRK interessiert – egal ob jung oder schon etwas älter – bekommt mehr Informationen unter www.rotkreuzjahr.de oder meldet sich telefonisch unter 0521 - 529 98 17 bei Lena Groenhagen.

DRK PIA-Treff hat besondere Idee zum Ferienstart - Auf „PIA-to-go“ folgt „PI(zz)A-to-go“

Lucian-Patrice (9), Jayden-Liam (2) und Jennifer Dale holen wöchentlich „PIAtogo“-Tüten mit Spielen, Bastelanleitungen und Überraschungen im DRK-PIA-Treff ab. Dessen Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler hatte die Idee zu dem Angebot. (Foto: DRK)

In diesem Jahr ist vieles anders: Wie schon die alljährliche Müllsammelaktion musste jetzt auch das diesjährige Sommerfest des Projektes interkulturelle Arbeit (PIA) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Heideblümchen coronabedingt abgesagt werden. Da der DRK-PIA-Treff derzeit nur unter bestimmten Auflagen geöffnet werden darf, ist Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler immer auf der Suche nach guten Aktionen, wie sie mit den zumeist jugendlichen Besucher*innen und ihren Familien in Kontakt bleiben kann.

Dieser Gedanke liegt der Idee von „PIA-to-go“ zugrunde. Familien aus dem Stadtteil können sich zweimal in der Woche Tüten mit Spielsachen, Spielen oder Bastelmaterial ausleihen. Darin enthalten sind auch kleine Überraschungen für die Kinder wie etwa Schokolade, Malbücher oder Minipuzzle, zumeist gespendet von Supermärkten oder Unternehmen.

Zum Ferienbeginn startet der PIA-Treff jetzt mit „PI(zz)A-to-go! – Wir geben einen aus!“ eine weitere Aktion. Alle PIA-Treff Besucher*innen können sich um 50 Pizza- oder Eisgutscheine bewerben. Diese können dann am 26.6.2020, am letzten Schultag vor den Ferien, nach Terminabsprache, beim PIA-Treff abgeholt werden. Bewerbungen - gerne kreativ gestaltet - nimmt der PIA-Treff bis zum 22.6.2020 per E-Mail an pia@drk-bielefeld.de oder mit Post an den PIA-Treff, Brombeerweg 1 in 33689 Bielefeld entgegen. „Selbstgemalte Bilder oder keine Gedichte – die bisherigen Einsendungen sind wirklich kreativ“, freut sich Hollenberg-Schüttler.

Weitere Informationen über den PIA-Treff und Möglichkeiten, diesen zu unterstützen, gibt es unter Telefon 05205-879066.

 

 

 

 

Mobile Retter Bielefeld: Wir wurden nominiert!


Die Mobilen Retter Bielefeld wurden für den Bielefeld-Preis 2020 „Engagiert in die Zukunft” nominiert! Ab dem 12. Juni beginnt die heiße Phase! Und dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Stimmen Sie für uns auf https://www.radiobielefeld.de/aktionen/bielefeld-preis/ ab und helfen Sie uns damit zu gewinnen! Sie können täglich für uns voten. Die Abstimmung läuft vom 12. bis zum 25. Juni – das heißt, Sie können uns 14 Mal Ihre Stimme geben. Also: ran an Handy, Tablet oder PC und klicken Sie los!

Was bedeutet der Gewinn für die Mobilen Retter Bielefeld? Mit dem Preisgeld soll zusätzliches Material für Aus- und Fortbildung angeschafft werden, damit noch mehr qualifizierte Ersthelfer*innen zu Mobilen Rettern ausgebildet und noch mehr Leben in Bielefeld gerettet werden können!

 

 

 

 

 

Bomben-Evakuierung an der Herforder Straße

Im Bereitstellungsraum an der Feuerwache Nord standen für bettlägerige Personen zwei Rettungs- und zwei Krankenwagen bereit. (Foto: Wittkowski)

In Bielefeld ist am 9. Juni eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft worden. Rund um den Fundort in der Straße Jöllheide nahe der Herforder Straße mussten 500 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Vor Ort unterstützte auch eine Schnelleinsatzgruppe (SEG) von der ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH und dem ASB Regionalverband OWL. Die Einsatzkräfte sind so ausgebildet und ausgerüstet, dass sie bei einem Massenanfall von Verletzten oder außergewöhnlichen Ereignissen Verletzte, Erkrankte und andere Betroffene versorgen können.

Für die Evakuierten wurde in den ehemaligen Geschäftsräumen der Firma Kahmann & Ellerbrock ein Betreuungsplatz eingerichtet. Hier konnten die Anwohner*innen die Zeit mit Corona-Abstand bis zur Rückkehr in ihrer Häuser überbrücken.  Anwohner*innen, die nicht mobil waren, wurden in einem Fahrzeug für Menschen mit Behinderungen dorthin gebracht. Je ein*e Helfer*in vom DRK und ASB führten gemeinsam die Transporte durch. Für bettlägerige Personen standen zwei Rettungs- und zwei Krankenwagen bereit. Der Bereit-stellungsraum Rettungsdienst wurde vom DRK Einsatzführungsdienst (EFD) geleitet. Er koordinierte den Transport der Personen, die in den jeweiligen Fahr-zeugen abgeholt werden mussten. Im Betreuungsplatz war zudem ein Notarzt eingesetzt, um bei Bedarf auftretende medizinische Fragen oder gar Behandlungen durchführen zu können.

Insgesamt waren 41 ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter*innen von ASB und DRK sowie ihrer Rettungsdienstgesellschaft unter Leitung des Feuerwehramtes und Führung des SEG-Einsatzleiters bis 19:30 Uhr im Einsatz.

 

 

 

 

 

Mobile Retter Bielefeld: Wir wurden nominiert!


Ab heute können Sie beim Bielefeld-Preis 2020 für uns abstimmen!

Die Mobilen Retter Bielefeld wurden für den Bielefeld-Preis 2020 „Engagiert in die Zukunft” nominiert! Ab dem 12. Juni beginnt die heiße Phase! Und dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Stimmen Sie für uns auf https://www.radiobielefeld.de/aktionen/bielefeld-preis/ ab und helfen Sie uns damit zu gewinnen! Sie können täglich für uns voten. Die Abstimmung läuft vom 12. bis zum 25. Juni – das heißt, Sie können uns 14 Mal Ihre Stimme geben. Also: ran an Handy, Tablet oder PC und klicken Sie los!

Was bedeutet der Gewinn für die Mobilen Retter Bielefeld? Mit dem Preisgeld soll zusätzliches Material für Aus- und Fortbildung angeschafft werden, damit noch mehr qualifizierte Ersthelfer*innen zu Mobilen Rettern ausgebildet und noch mehr Leben in Bielefeld gerettet werden können!

 

 

 

 

DRK Kitas ab dem 8. Juni 2020 wieder für alle Kinder geöffnet

Über die Herausforderungen, die der „eingeschränkte Regelbetrieb“ für DRK Kitas mit sich bringt, haben Christin Nieratka (hinten, v. l.), Jan-Hendrik Stute (beide DRK Kita Weltweit), Katharina Möller (Elternvertreterin), Ursula Reinsch und Daniel Heihoff (Kreisrotkreuzleiter) bei einem Pressetermin mit der Neuen Westfälischen informiert. Henry (5, vorne v. l.), Vassili (6), Isabell (3) und Justus (4) sind froh, wieder in die Kita gehen zu können. (Foto: Nitschke Fotografen)

Endlich geht es wieder los: Seit dem 8. Mai ist das Betretungsverbot für die Kindertagesbetreuungsangebote in Nordrhein-Westfalen aufgehoben. Alle Kinder haben dann wieder grundsätzlich einen – allerdings durch die Maßgaben des Infektionsschutzes eingeschränkten – Anspruch auf Bildung, Betreuung und Erziehung in einem Angebot der Kindertagesbetreuung. Auch die mehr als 650 Kinder in 10 Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bielefeld dürfen ihre Einrichtung im Rahmen des sogenannten „eingeschränkten Regelbetriebs“ wieder besuchen.

Konkret bedeutet dies für die Eltern, dass ihre Kinder in Anlehnung an das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) 10 Stunden pro Woche weniger betreut werden als im Betreuungsvertrag vereinbart. Das DRK legt dabei Wert auf individuelle Lösungen für jede einzelne Kita. „Wir haben uns je Kita mit den Elternbeiräten über die in dieser Phase der Lockerungen geltenden Öffnungs- und Betreuungszeiten verständigt“, sagt Ursula Reinsch vom DRK. Die eingeschränkten Öffnungszeiten stellten Eltern oft vor Herausforderungen. „In vielen Fällen ist es uns so gelungen, dass Eltern Arbeit und Familie weitestgehend miteinander in Einklang bringen können“.

Erzieher*innen haben in den vergangenen Tagen mit Hochdruck daran gearbeitet, die Corona-Sicherheitsauflagen umzusetzen. "Wir freuen uns riesig, die Kinder wiederzusehen", sagt Reinsch. Gleichwohl musste der Kita-Alltag an die aktuelle Situation angepasst werden: Abstände wurden auf dem Boden markiert, Waschräume, Garten und Pausenräume unterteilt, Bällebäder und Kuschelecken abgeschafft, das Spielzeug um etwa die Hälfte reduziert. Durften sich die Kinder bisher aussuchen, ob sie ins Atelier, den Bewegungs- oder Rollenspielraum gehen, müssen sie nun in so genannten „Betreuungssettings“ zusammenbleiben – strikt getrennt in festen Räumen, möglichst mit immer denselben Erzieher*innen.

Überhaupt ist die tägliche Arbeit derzeit coronabedingt mit vielen Einschränkungen verbunden. Vor allem gibt es keine gruppenübergreifenden Angebote, die die Kinder nach dem offenen Konzept nach eigenen Neigungen und Wünschen auswählen dürfen. „Aktivitäten, die zu näherem körperlichen Kontakt animieren, sind momentan nicht möglich“, erklärt Reinsch. „Das ist ein permanentes Dilemma für unsere Erzieher*innen, die einen hohen Anspruch an ihre pädagogische Arbeit haben“. So viel Einschränkungen wie nötig, so viel Normalität für die Kinder wie möglich – das ist das erklärte Ziel beim DRK.

Dies alles geschieht, um das Risiko einer Infektion mit dem Corona-Virus zu minimieren und für den Fall einer Erkrankung Infektionsketten nachvollziehbar zu machen. Dazu gehören auch die regelmäßige Reinigung von Oberflächen, Türgriffen und Spielsachen sowie häufiges Lüften. Beim Kontakt zwischen Erwachsenen besteht in den DRK Kitas Maskenpflicht, darüber hinaus wurde ein spezielles Hygiene-Konzept erarbeitet, in dem alle Mitarbeitenden geschult wurden und das jetzt im pädagogischen Alltag mit den Kindern umgesetzt wird. „Was ist Corona? – mit dieser Frage beschäftigen wir uns nun im Kita-Alltag. Die Jungen und Mädchen erfahren, wie wichtig das Waschen der Hände ist. Sie lernen die Nießetikette, um sich selbst und anders zu schützen“, beschreibt Reinsch den neuen Kita-Alltag.

Grundsätzlich gilt: Es dürfen keine Kinder betreut werden, die Krankheitssymptome aufweisen. Die Art und Ausprägung der Krankheitssymptome sind dabei unerheblich. Zudem dürfen sie nicht betreut werden, wenn Elternteile bzw. andere Personen aus häuslicher Gemeinschaft Krankheitssymptome von COVID-19 aufweisen.

 

 

 

 

 

Wir stellen vor: Marion Hook engagiert sich ehrenamtlich beim DRK

Marion Hook ist Ehrenamtliche mit Leib und Seele

Marion Hoock ist dem DRK schon lange verbunden. Früh war sie in ihrer Heimatstadt Osnabrück im Jugendrotkreuz aktiv. Dann fehlte ihr berufsbedingt die Zeit. Die gelernte Gesundheits– und Krankenpflegerin arbeitete in einer Klinik für Psychiatrie in Gütersloh, später in der Altenhilfe in Bielefeld.

Inzwischen ist sie verrentet und hat wieder viel Zeit. Zeit, die sie gerne sinnvoll nutzen wollte. Ihre Freundin Janete nahm sie mit zum DRK Ortsverein Bielefeld Zentrum. Für sie genau das, was ihr fehlte. Das war im Juni letzten Jahres. Seitdem engagiert sich Marion bei allem, was ihr angeboten wird. Sie hat am Betreuungslehrgang teilgenommen und wollte gerade im San-Kurs ihre Kenntnisse wiederauffrischen. „Ich arbeite einfach gerne im Team. An der Arbeit beim DRK schätze ich vor allem die Möglichkeit sich auszutauschen. Ich brauche immer neuen Input und die Möglichkeit mein Wissen zu festigen.“ Vor allem bei Sanitätsdiensten für Sportveranstaltungen springt sie immer gerne ein. Egal ob Tanzfestival, oder Arminia: Marion ist dabei.

Den Fuhrpark am Telgenbrink hat sie ebenfalls im Blick - aber ganz besonders im Hausnotruf engagiert sie sich seit Dezember 2019. „Das ist ja auch mein altes Arbeitsfeld, da kenne ich mich aus“. Maik Brinkmann, Leiter des Einsatzstabs, freut sich sehr, das Marion Teil des DRK ist: „Marion ist immer so bescheiden - sie ist einfach immer da, wenn jemand gebraucht wird, und macht kein großes Aufsehen davon. Man kann sich absolut auf sie verlassen - ich schätze sie wirklich sehr.“ In ihrer Freizeit ist Marion große Tiernärrin. Ihr Jack Russel Mücke ist immer dabei.

 

 

 

 

Erste Hilfe Kurse beim Deutschen Roten Kreuz starten wieder am 30.05.2020

Foto: A. Zelck/ DRK

Die Erste Hilfe Kurse des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Bielefeld starten am Samstag, den 30.05.2020 wieder. Im Zuge der Corona-Pandemie waren alle Kurse bis auf weiteres abgesagt worden. Seit dem 4. Mai ist der Kursbetrieb wieder erlaubt. Das DRK hat sich seitdem umfassend Gedanken zur sicheren Umsetzung der Angebote gemacht.

Wie überall aktuell gilt: Teilnehmer*innen werden gebeten einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen. Selbstverständlich müssen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Besonderheiten: Einige Übungen werden an Puppen statt Menschen geübt. Zudem wird vermehrt mit Videos gearbeitet. „Wir haben ein Hygienekonzept erstellt und werden uns sehr strikt daran halten“ erklärt Sonja Hiller vom DRK Bildungswerk, das für die Durchführung der Kurse beim DRK Bielefeld zuständig ist. „Es wird vermehrt Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen, es gibt mehr Pausen und wir lüften die Räume sehr regelmäßig.“

Getränke müssen selbst mitgebracht werden. Essen ist in den Kursräumen nicht gestattet. Der Kurs kostet 49,-€/Person. Anmeldungen ab sofort über www.drk-bildung.de, oder telefonisch unter 0521-52 998 210.


 

 

 

 

Faceshields aus dem 3D-Drucker

Von links nach rechts: Maria Donner, die die Idee zum Druck der Faceshields hatte mit ihren Kollegen Thorsten Wegner, Manuel Veitenheimer und Hermann Eckseler. In der Mitte: Jörg Husemann vom DRK Bielefeld. (Foto: S. Hiller)
Hermann Eckseler erklärt Jörg Husemann wie die Faceshields im 3D-Drucker entstehen. (Foto: S. Hiller)

Das Tragen von Masken, bzw. Mund-Nasen-Bedeckungen ist inzwischen überall präsent. In manchen Arbeitsbereichen ist diese Art von Virenschutz aber nur bedingt praktikabel. Denn etwas Wichtiges geht unter dem undurchsichtigen Stoff verloren: Die Mimik.

Ein Problem, das auch den Lehrern der Fachbereiche Chemie, Gestaltung, und Medien des Berufskollegs Senne nicht entging. Die Pädagog*innen hatten coronabedingt eine Zeit lang keine Schüler*innen vor Ort – dafür aber eine gute Idee. Der Mann einer Kollegin ist Arzt und berichtete von der Suche nach geeigneten Hilfsmitteln, die schützen, aber die Mimik nicht beeinträchtigen. Lehrerin Maria Donner kam so die zündende Idee: Faceshields aus dem hauseigenen 3D-Drucker. Eigentlich naheliegend - der Bildungsgang Produktdesign blickt auf Erfahrungen aus über 10 Jahren zurück – sie waren 2009 eins der ersten Berufskollege die sich mit der Technik auseinandersetzten. Das passende Gerät war also bereits vor Ort. Das dazugehörige Produktdesign für die Faceshields erstellte das engagierte Team einfach selbst mit einem CAD Programm, das sonst im Unterricht zum Einsatz kommt. Der befreundete Arzt gab wenn nötig Tipps. Nachdem das Kollegium des Berufskollegs so für den kommenden Unterricht ausgestattet war, fragte Lehrer Thorsten Wegner bei gemeinnützigen Organisationen an, ob sie Verwendung und Interesse an den Shields hätten. Bei Jörg Husemann vom DRK Bielefeld fand er mit diesem Angebot einen begeisterten Abnehmer. „Gerade in unseren Kitas und Pflegeheimen ist das ein tolles Hilfsmittel! Die Mimik ist bei hochaltrigen und oft auch demenziell erkrankten Menschen ein ganz wichtiges Mittel der Kommunikation. Meist hören die alten Menschen auch nicht mehr gut und sind auf das Lesen der Mimik angewiesen.“ Und auch im Kitabereich mache es Sinn: „In der Arbeit mit Kindergartenkindern ist es fast unmöglich sich zu schützen –die Kleinsten, erkennen ihre Erzieher*innen mit Mund-Nasen-Schutz nicht mehr“. Und so hat Hermann Eckseler seit Ostern über 100 Stück der Faceshields hergestellt. 7 Tage die Woche, rund um die Uhr liefen die inzwischen sogar drei Apparate – die benachbarte Rudolf-Rempel-Schule stellte für das Projekt auch ihr Gerät zur Verfügung. Insgesamt 6 Lehrer engagieren sich seitdem im Projekt mit viel Herzblut: So kommt Eckseler auch mal sonntags in die Schule, um zu kontrollieren, dass auch alles korrekt funktioniert. Der Förderverein des Kollegs sponserte die notwendigen Klettbänder, und die Plexiglasfolie aus PLA wurden von einer Kollegin gespendet. Am Design und der Funktionalität haben sie immer wieder gefeilt. Inzwischen ist das Schutzvisier etwas breiter geworden, der Sitz optimiert.

Die Schüler*innen des Kollegs wurden zwischenzeitlich über einen Virtuellen Klassenraum unterrichtet. Die Prüfungsjahrgänge dürfen inzwischen auch wieder vor Ort lernen und sehen so die Shields, die ihre Lehrer in der unterrichtsfreien Zeit erstellt haben im Berufskolleg im Praxiseinsatz. Und lernen so was praxisnahe Ausbildung tatsächlich heißt.

Á pro pos Schüler*innen: Wer noch auf der Suche nach einer Ausbildung mit tollen, engagierten Lehrer*innen ist: Die Anmeldefristen für die nächsten Jahrgänge ab August sind aufgrund von Corona verlängert worden. Mehr Infos unter: https://www.bk-senne.de/

 

 

 

 

Iryna Koch zur zweiten Fachbereichsleitung ernannt

Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff (links) und Vorstand Christopher Brandes beglückwünschen Iryna Koch zu ihrer neuen Stelle.

Große Entlastung für Britta Bergmann: Ab sofort ist Iryna Koch neben ihr die zweite Fachbereichsleitung in der Pflege beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Bielefeld.

Seit 2016 arbeitet die 43-jährige bereits für das DRK. Seitdem war sie als Pflegedienstleitung im Carré im Herzen der Altstadt tätig. Die gelernte Altenpflegerin und Betriebswirtin mit Schwerpunkt Management im Gesundheitswesen war bereits im Januar die Wunschkandidatin von Britta Bergmann für die Stelle. Damals hatte diese dem Vorstand signalisiert, dass sie bei der Koordination und Betreuung der 397 Mitarbeiter*innen der Einrichtungen, Wohngruppen und Pflegedienste des DRK Unterstützung benötige.

Als Bergmann dann unerwartet erkrankte, sprang Iryna Koch kurzerhand ein. Nichtsahnend das eine Pandemie vor der Tür stand. In diesen turbulenten Zeiten hat sich die zweifache Mutter glänzend bewährt. Und ist froh, nun mit Britta Bergmann an ihrer Seite im Team arbeiten zu können. “Iryna brauchte überhaupt keine Anlaufzeit. Wir ergänzen uns so gut“, freut sich Bergmann. „Es so schön, sich mit jemandem vom Fach so auf Augenhöhe austauschen zu können“ schwärmt sie weiter. Und auch Iryna Koch ist voll des Lobes: „Wir sind ein super Team. Das Wissen zu teilen macht so viel Spaß“.

Dann: Herzlich Willkommen auf der neuen Stelle und weiterhin viel Erfolg bei dieser anspruchsvollen Aufgabe, liebe Iryna Koch!

 

 

 

 

 

 

Altkleidercontainer des DRK sind wieder geöffnet

Foto: A. Zelck/ DRK

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Bielefeld freut sich mitteilen zu können, dass alle ihre Altkleidercontainer wieder geöffnet sind.

Zuletzt musste ein Teil der Container geschlossen werden, da das coronabedingte verstärkte  Aufkommen an Kleiderspenden nicht mehr zu bewältigen war.

Das DRK bittet darum, bei wiederholter Überfüllung der Container die Spenden nicht daneben zu stellen, sondern diese zu einem späteren Zeitpunkt einzuwerfen. Die Container werden regelmäßig geleert.

 

 

 

 

Stephan Nau (59) schreibt Corona Tagebuch

Stephan Nau (59) schreibt Corona Tagebuch

Heute am 8. Mai im Jahr 1828 wurde Henry Dunant, der Gründervater des Roten Kreuzes, geboren. Normalerweise nehmen wir diesen Tag zum Anlass, um uns bei der Bielefelder Bevölkerung mit der landesweiten Aktion „Kein kalter Kaffee“, zu bedanken.  Dazu würden wir in den frühen Morgenstunden Kaffee oder Tee verteilen und mit den Menschen ins Gespräch kommen. Aber heute ist alles anders.

Das Corona-Virus hat unseren Alltag fest im Griff. Unsere Helfer*innen schenken heute keine Heißgetränke aus, sondern kümmern sich um andere Aufgaben. Sie gehen für Hilfesuchende Einkaufen, transportieren Atemschutz zu Kommunen und Krankenhäusern, geben Tipps für die Beschäftigung von Kindern, die nicht in die Kita dürfen und vieles mehr. Dies alles im Sinne von Henry Dunants und unserem Grundsatz „Hilfe nach dem Maß der Not“.

Auch die Bielefelder*innen haben sich gemäß diesem Grundsatz verhalten. Unserem Aufruf, Behelfs-Mund-Nasen-Masken zu nähen, sind sie phänomenal gefolgt. Mit bisher über 6.500 Behelfs-Mund-Nasen-Masken haben Sie dazu beigetragen, dass die Arbeit des DRK in der Krise weiter ausgeübt werden kann. Dafür meinen ganz herzlichen Dank.

Auch den Mitarbeiter*innen des DRK Bielefeld gilt mein Dank. Sie arbeiten seit vielen Wochen, sei es in der Pflege, im Fahrdienst, im Hausnotruf, in der Kita, usw., über das normale Maß hinaus. Bei allem Stress bleiben sie menschlich – wie unser Vorbild Henry Dunant. Das komplexe Hilfeleistungssystem des DRK hat sich bewährt. Ganz im Sinne unseres Grundsatzes „Einheit“ arbeiten alle Mitarbeiter*innen, Haupt- und Ehrenamt gemeinsam am Ziel, die Krise zu bewältigen. Dieser Zusammenhalt wird uns auch nach Corona weiter unsere Aufgaben meistern lassen.

Corona bedeutet für uns alle Herausforderung und Verzicht. Seit Wochen können wir Familien, Freunde, Bekannte und Kollegen nur aus der Ferne sehen und hören. Auch mein Alltag hat sich stark verändert. Während ich früher viel Zeit bei Besprechungen in den Räumen des DRK verbracht habe, findet nun das Meiste digital statt. Zwar wird dadurch Fahrzeit gespart, aber der Sozialkontakt wird schwieriger.

Nach der Zeit von Corona werden wir die vielen Einschränkungen sicher nicht vermissen – der menschliche Zusammenhalt, der sich in der Bekämpfung der Krise auch gezeigt hat, sollte uns aber erhalten bleiben.

Das Menschlichkeit ein unverzichtbares Gut im Zusammenleben ist, erfuhr bereits Henry Dunant bei der grausamen Schlacht von Solferino im Jahre 1859 und ließ ihn die Idee vom Roten Kreuz entwickeln.

 

 

 

 

 

Hygienemaßnahmen und Abstandsregel führen zu einem neuen Veranstaltungsort - Blutspende in der Schüco Arena

Julia Paetzmann und Marion Hoock begrüßen die Blutspender*innen im Krombacher Stammtisch, drucken Ihre Unterlagen und erklären Ihnen den Ablauf.
Als Dank erhielt jede/r Spender*in ein Lunchpaket vom DRK-OV Bielefeld-Zentrum und Blumensamen vom DRK-Blutspendedienst West

Das Virus Covid-19 fordert besonderen Maßnahmen bei der Durchführung von Blutspenden. So sind die Anforderungen an Hygienemaßnahmen und Abstandsregel gestiegen und der Platz in vielen Spendeorten reicht nicht aus. Dies war auch für die die geplante Spende am 28.04.20 beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Ortsverein Bielefeld-Zentrum am Rüggesiek so. Aus diesem Grund wurde kurzfristig eine neue Örtlichkeit gesucht.

Zu Hilfe kam dem DRK-Blutspendedienst West und dem DRK-Ortsverein spontan und unbürokratisch der DSC Arminia Bielefeld. Er stellt dem DRK-Blutspendedienst West für die Blutspende den Krombacher Stammtisch zur Verfügung. Nach einer kurzen Besichtigung war den Verantwortlichen des Roten Kreuzes klar, die Blutspende ist gerettet und kann am 28.04. stattfinden. Für die Organisatoren war die Verlegung eine logistische Herausforderung, so musste innerhalb von einer Woche ein Wegekonzept erstellt und die Spender*innen informiert werden. Insgesamt besuchten 72 Spender*innen die Blutspende in der Schüco Arena.

„Dieser erste Probelauf einer Blutspende in der Schüco Arena hat gut funktioniert.“ so Tanja Reimer, Referentin des DRK-Blutspendedienst West „Wir freuen uns auf eine Kooperation mit dem DSC Arminia Bielefeld und auf weitere Termine in der Schüco Arena.“

Thomas Brinkmeier vom DSC Arminia Bielefeld ergänzt: „Die Gesundheit unserer Fans ist für uns eine Herzensangelegenheit. Wir freuen uns, dass wir dem Roten Kreuz kurzfristig helfen konnten.“

Das DRK Bielefeld und der DRK-Blutspendedienst West bedanken sich beim DSC Arminia Bielefeld für seine Spontanität.

Für alle, die den Termin am 28.04.20 nicht wahrnehmen konnten: Es wird in diesem Jahr noch einen Blutspendetermin in der Schüco Arena geben.

 

 

 

 

 

 

Coronavirus: DRK Online-Pflegekurs und Tipps für die Psyche


Der Umgang mit dem neuartigen Coronavirus ist in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt nun einen Online-Kurs zur Verfügung, der die häusliche Pflege von kranken bzw. pflegebedürftigen Personen erleichtert.

Der Online-Kurs ist einfach per Maus-Klick zu absolvieren. Teilnehmer*innen finden dort Wissenswertes, wie sie sich selbst schützen und wie sie ihr Leben organisieren können, wenn sie einen erkrankten Angehörigen pflegen müssen. Die Themen reichen von Hygiene-maßnahmen über Pflegetipps bis hin zu Hilfsmöglichkeiten und Unter-stützung bei psychischer Belastung.

Die Maßnahmen der Schulung sind einfach durchzuführen, erfordern jedoch Disziplin in der Umsetzung und Regelmäßigkeit. Insgesamt 15 Kurzlektionen mit kurzen prägnanten Texten, Bildern und Videos, decken ein breites Spektrum pflegerischer Tätigkeit ab. Inhalte sind zum Beispiel Händewaschen, Schutzmasken und Atemhygiene, Krankenbeobachtung, telefonische Hilfe oder „mit Belastungen umgehen“. Die Kapitel können in beliebiger Reihenfolge durchgearbeitet werden. Am Ende jeden Kapitels gibt es eine praktische Checkliste zum Download. Die Informationen sind unter dem Link drk.kurse-pflege.de abrufbar.

 

 

 

 

 

DRK PIA-Treff startet Projekt „PIA-to-go“

Bunte Tüten mit Spielen, Bastelmaterialien und kleinen Überraschungen gibt es jetzt für die PIA-Kids des DRK

Viele Kinder- und Jugendeinrichtungen nehmen derzeit über soziale Medien wie Facebook oder Instagram Kontakt zu ihrem Klientel auf. Der PIA-Treff (Projekt interkulturelle Arbeit) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) macht seinen Kindern und Jugendlichen jetzt ein Angebot jenseits dieser Plattformen.

Die Idee für „PIA-to-go“ ist einfach: Die Mitarbeiter*innen des PIA packen Tüten mit Spielsachen, Spielen oder Bastelmaterial zum Ausleihen. Darin enthalten sind auch kleine Überraschungen, die die Kinder behalten dürfen wie etwa Schokolade, Überraschungseier, Malbücher oder Minipuzzle.

Die Ausleihe erfolgt durch eine DRK Mitarbeiterin an zunächst zwei Nachmittagen. In dieser Zeit können die Tüten am PIA-Treff abgeholt werden. Die Kinder oder ihre Eltern vereinbaren vorab telefonisch einen Termin. Für die Abholung wird die Tüte dann in den Hausflur des Mehrfamilienhauses im Brombeerweg 1 gestellt. Die Kinder klingeln bei PIA und können die Tüte kontaktlos abholen.

Die Rückgabe läuft dann ebenso. Nach der Ausleihe werden die Tüten bis zur nächsten Ausleihe zur Seite gestellt und gehen so in eine Art Quarantäne. „Hierbei handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass Erkrankte in Kontakt mit der Tüte waren“, sagt PIA-Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler. Zwischen den Ausleihen soll daher immer eine Woche Pause liegen. Soweit das Material es zulässt, werden die ausgeliehenen Spiel- und Bastelmaterialien desinfiziert.

Die Grundausstattung mit Materialien wird mit freundlicher Unterstützung des OLD TABLE 242, des Vereins für die Förderung von Kindern und Jugendlichen in Bielefeld Sennestadt und der Stiftung Michael Skopp finanziert. Da der PIA-Treff laufend auf Unterstützung angewiesen ist, bittet das DRK um eine Spende zugunsten des Vereins für die Förderung von Kindern und Jugendlichen in Bielefeld-Sennestadt, IBAN DE49478601250077006400.

 

 

 

 

DRK eröffnet Kita Traumheide "Freuen uns, wenn wir Kinder betreuen können“

Kita-Leiterin Diana Lehmann freut sich jetzt schon darauf, wenn die ersten Kinder in der Kita Traumheide spielen.
Kita-Leiterin Diana Lehmann hofft, dass bald Kinder im großen Bewegungsraum spielen und toben können. (Foto: Lemke/ DRK)

Mit ihrer Kita ohne Kinder zu starten hätten sich Kita-Leiterin Diana Lehmann und ihr Team sicher nicht im Traum vorstellen können. Dann kam Corona und damit mussten die Pläne und Vorbereitungen, an denen über Monate getüftelt wurde, kurzfristig angepasst werden. Nicht aber der Eröffnungstermin: Planmäßig hat das DRK am 1. April als zehnte Einrichtung seine Kita Traumheide an der Welfenstraße in Baumheide eröffnet.

„Die Mitarbeitenden sind hochmotiviert und freuen sich auf ihre Aufgabe“ sagt Lehmann. Für die 37-Jährige und ihr achtköpfiges Team steht jetzt an erster Stelle, den Kontakt zu den neuen Kindern und ihren Familien aufzubauen. Telefonate, Briefe an die Eltern und Nachbarn, Postkarten mit Fotos der Gruppenräume für die Kinder - das Traumheide-Team lässt sich so einiges einfallen. „Das ersetzt nicht den persönlichen Kontakt, aber wir sind kreativ“.

Auch ohne Kinder haben die Erzieherinnen alle Hände voll zu tun: Die drei Gruppenräume der 530 Quadratmeter großen ebenerdigen Einrichtung und die dazugehörenden Nebenräume werden derzeit mit den letzten Spielmaterialien bestückt. Spezielle Bereiche zum Malen und Basteln, Bauen und Konstruieren oder zum Forschen und Experi-mentieren ermöglichen es den Kindern, sich frei nach ihren Interessen in der Kita zu bewegen. „Zurzeit hält sich immer nur eine Mitarbeiterin in einem Raum auf, so gewährleisten wir größtmöglichen Abstand“, erklärt Lehmann. Zudem betreten die Erzieherinnen ihre Kita nur durch den Garten über den Notausgang ihrer jeweiligen Gruppe.

Persönliche Absprachen mit dem Gesamtteam unterbleiben weitestgehend, sind aber trotzdem gerade in der Startphase erforderlich. „Miteinander zu sprechen ist in der pädagogischen Arbeit ein Muss“, verdeutlicht Lehmann. Also trifft man sich für wenige Minuten mit viel Abstand im lichtdurchfluteten großen Bewegungsraum, um das Nötigste zu klären. Über das Haustelefon können Einzelheiten dann ausführlich besprochen werden. „Es ist schon eine Herausforderung, Arbeitspro-zesse kontaktlos zu gestalten und als Team zusammenzuwachsen“, stellt Lehmann fest, „aber alle ziehen gut mit“.

Verstärkt arbeiten die Mitarbeitenden derzeit an der Konzeption der Einrichtung, die ein „Ort des gesunden Aufwachsens“ sein soll. Ziel ist es, den selbstbewussten, eigenständigen und verantwortungsvollen Umgang von Kindern und Familien mit der eigenen Gesundheit zu fördern. „Darüber können wir jetzt schon viel intensiver in den Austausch kommen“.

Am meisten freut sich Lehmann darauf, „dass wir endlich Kinder in unserer schönen neuen Kita betreuen können“. Immer wieder sieht sie Kinder mit ihren Eltern an den Fenstern stehen. „Alle warten darauf, dass es endlich losgeht“. Ganz oben auf der Wunschliste der Kita-Leiterin steht dann ein Eröffnungsfest mit allen Familien und Nachbarn.

Auf dem 1.640 Quadratmeter großen Grundstück wird derzeit noch das Außengelände fertiggestellt. Dort sorgen dann Schaukeln, eine Matschanlage, eine Rutsche, eine Bobbycar- und Rollerstrecke sowie Baumstämme zum Balancieren für Spaß an der Bewegung im Freien. In der großen Küche soll frisch gekocht werden, „auch mit Früchten, die wir mit den Kindern in unserem Naschgarten ernten wollen“, sagt Lehmann.

16 der 52 Kita-Plätze sind für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren vorgesehen, diese sind bereits vergeben. Für Kinder ab drei Jahren sind noch einige wenige Plätze frei. Eltern können sich darauf über das Online-Portal „Little Bird“ bewerben. Weitere Informationen unter Telefon 0173-2980708 oder E-Mail an info@drk-traumheide.de .

 

 

 

 

 

 

Inner Wheel Club Bielefeld unterstützt PIA-Treff des DRK

“Wir in PIA halten zusammen”- ein Dankeschön der PIA-Kinder an den Inner Wheel Club

 

Bis zu 20 Kinder erhalten im PIA-Treff (Projekt interkulturelle Arbeit) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zweimal in der Woche ein kostenloses Essen. Finanziert wird “Essen für Dich” ausschließlich durch Spenden. Über eine Zusage des Inner Wheel Clubs Bielefeld über 1500 Euro freuten sich nun die Mitarbeitenden des Treffs und der PIA-Förderverein.

Bereits zum sechsten Mal unterstützt der Inner Wheel Club Bielefeld die gute Sache. “Mit der Spende können wir unser Angebot mindestens ein halbes Jahr aufrechterhalten!”, freut sich PIA-Treff-Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler. Die Kinder malten Dankeschön-Bilder, die per E-Mail an die Inner Wheel Damen geschickt wurden.

Möglich wird die Spende der engagierten Frauen zum Beispiel durch einen jährlich stattfindenden Benefiz-Basar. Die nichtstaatliche Serviceorganisation ist seit 30 Jahren in Bielefeld tätig und hat es sich zur Aufgabe gemacht, soziale Projekt, vor allem in Bielefeld und Umgebung zu unterstützen. Hierbei stehen die Belange von Frauen und Kindern, sowie alten Menschen im Vordergrund.

 

 

 

Mund-Nasen-Schutz für unsere Einsatzeinheiten im Bielefelder Katastrophenschutz

Über 600 Masken wurden an nur einem Tag zusammengebaut. Bild: N. Wittkowski

Wieder einmal ein herzliches Dankeschön an unsere tollen ehrenamtlichen Kräfte!

An nur einem Tag haben 9 unserer Einsatzkräfte in zwei Schichten alle 600 von der Stadt Bielefeld zur Verfügung gestellten Bausätze zu Masken zusammengebaut. Angesetzt waren dafür eigentlich zwei Tage!

Im Anschluss wurden die Masken in Sets in Tüten verpackt und in Boxen verstaut. Sie werden so unseren 33 Einsatzkräften in unseren drei Einsatzeinheiten des Bielefelder Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt.

Wir bedanken uns ganz herzlich für so viel Einsatz!

 

 

DRK im Einsatz - Reha-Klinik in Horn-Bad Meinberg geräumt

Verlegung einer Corona-Patientin in eine Bonner Klinik: In Schutzanzügen ist das für die DRK-Helfer Tobias Hafering (v. l.) und Martina Forbrich auch eine körperliche Herausforderung.
Ein Patiententransportzug aus neun Fahrzeugen darunter ein Krankentransportwagen des DRK, wurde aus Bielefeld angefordert, um Patienten der Rehaklinik in andere Kliniken zu bringen.

Nachdem sich mindestens 87 Patienten und 27 Mitarbeiter der Rehabilitationsklinik Rose in Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe) mit dem Coronavirus infiziert haben, musste die Einrichtung seit Freitagmorgen geräumt werden. Die Patienten wurden in andere Reha-Kliniken des Betreibers verlegt, auf umliegende Krankenhäuser verteilt oder in die häusliche Quarantäne entlassen. Mehr als 100 haupt- und ehrenamtliche Helfer waren vor Ort im Einsatz, darunter auch die Rettungssanitäter Tobias Hafering und Martina Forbrich vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Bielefeld. Tobias Hafering hat den Einsatz für uns beschrieben:

„Am Freitag hatte ich als ehrenamtlicher Rettungssanitäter beim Roten Kreuz meinen ersten „echten“ Corona-Einsatz. Der Anruf vom Leiter des DRK Einsatzstabs am Mittag dauert nur wenige Sekunden, er stellte meinen ganzen Tag auf den Kopf.  In Horn-Bad Meinberg musste eine Rehaklinik geräumt werden. Ein Patiententransportzug aus neun Fahrzeugen wurde aus Bielefeld angefordert, um Patienten der Rehaklinik in andere Kliniken zu bringen.

Meine Kollegin kommt samt Krankentransportwagen aus Brackwede. An der Hauptfeuerwache bekommen wir alle, natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand, eine kurze Einweisung, dann geht es im geschlo-ssenen Marschverband mit Blaulicht Richtung Bad Meinberg. Am Bereit-stellungsraum für Rettungsfahrzeuge vor Ort angekommen gibt es schnell noch einen kurzen Imbiss, dann fahren wir mit ein paar Fahrzeugen zur nahegelegenen Rehaklinik.

Unsere Fahrt soll nach Bonn gehen, uns steht also ein langer Tag bevor. Wir tragen jetzt Infektionsschutzanzüge, in denen wir aussehen wie Michelinmännchen. Gut geschützt können wir die Klinik betreten, unsere Patientin auf eine Trage legen und in unser Fahrzeug bringen. Als Fahrer ziehe ich den Schutzanzug wieder aus. Der Fahrerraum soll nicht mit Viren, die eventuell an dem Anzug hängen, verschmutzt werden. Meine Kollegin sitzt während der gesamten Fahrt in voller Montur bei unserer Patientin. Wer mal in einem solchen Anzug steckte weiß, wie sehr man darin schwitzt.

Nach drei Stunden Fahrtzeit können wir in Bonn unsere Patienten am Zielkrankenhaus übergeben. Unseren Patienten geht es Gott sei Dank recht gut. Endlich befreit von den Schutzanzügen geht die Fahrt weiter zur Feuerwache Bonn. Dort desinfizieren wir unser Fahrzeug, also wieder rein in die Infektionsschutzanzüge. Jeder Anzug wird nur einmal verwendet und nach der Benutzung entsorgt. Endlich geht’s nach Hause, nach 12 Stunden ist unser Einsatz um 0.30 Uhr beendet. Genau darum geht es mir und den vielen Ehrenamtlichen beim DRK. Mithelfen, wenn man gebraucht wird. Ein gutes Gefühl.“

 

 

Interview mit den Leitern des Einsatzstabs

DRK Vorstand Christopher Brandes
Rotkreuzbeauftragter Maik Brinkmann

Im Einsatzstab des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bielefeld wird seit Wochen fast rund um die Uhr gearbeitet. Die ehren- und hauptamtlichen Helfer*innen wollen möglichst gut vorbereitet sein, wenn die Zahl der Erkrankten, die Hilfe benötigen, voraussichtlich auch in Bielefeld stark ansteigen wird. Wir haben mit DRK Vorstand Christopher Brandes und dem Rotkreuzbeauftragten Maik Brinkmann gesprochen. Beide leiten gemeinsam den DRK Einsatzstab.

Herr Brandes, Sie sind erst seit November Vorstand des DRK Bielefeld. Hätten Sie geahnt, so schnell in einer Extremlage zu stecken?

Nein. Ich hatte tatsächlich erst wenige Monate zur Eingewöhnung. Seit dem 12. März sind wir im Krisenmodus. Seither sind wir im Einsatzstab und in der DRK Geschäftsstelle maximal gefordert. Dort arbeiten allein in den Büros normalerweise mehr als 60 Menschen, derzeit habe wir möglichst wenige vor Ort, um so das Ansteckungsrisiko zu minimieren. All das ist sehr herausfordernd. Ich bin sehr froh, dass das DRK mit seinen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Strukturen so gut für Krisenzeiten, wie wir sie jetzt erleben, aufgestellt ist. Auch profitieren wir von unseren Erfahrungen aus den Zeiten der SARS-Epidemie und der Flüchtlingskrise.

Herr Brinkmann, wie funktioniert das Krisenmanagement?

Mein Eindruck ist, dass es gut funktioniert. Das Zusammenspiel zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzler*innen, aber auch zwischen DRK und Stadt Bielefeld klappt. Für das DRK ist seit jeher eine der Kernaufgaben, in Zeiten wie diesen handlungsfähig zu sein und zu bleiben. Wir unterstützen die Bevölkerung und die Behörden, indem wir unser gesamtes Hilfeleistungspotenzial koordinieren und zum Einsatz bringen.

Wie hilft das DRK in dieser Ausnahmesituation?

Brinkmann: Unsere Rotkreuzler*innen organisieren Nachbarschaftshilfe, verteilen Schutzausrüstung an Krankenhäuser oder liefern Pakete für den täglichen Bedarf im Auftrag der Stadt an Sozialhilfeempfänger*innen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ganz oben auf der Tagesordnung stehen derzeit die Planungen, wie wir im Rettungsdienst unterstützen können oder wenn die Anzahl der Erkrankten oder der Menschen in Quarantäne steigt. Nebenbei stellen wir auch sicher, dass die Einsatzbereitschaft der DRK-Einsatzgruppen vorhanden ist und bleibt. Unfälle und Unglücksfälle passieren ja unabhängig von der Corona-Krise.

Brandes: Zunächst einmal: Es ist schon außergewöhnlich, wie hoch engagiert unsere ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden sind. Besonders gefordert sind sicher derzeit unsere Fachkräfte in der Pflege und im Fahrdienst. Wir setzen alles daran, neben dem Behelfs-Mundschutz ausreichend höherwertiges Schutzmaterial für eine mögliche Corona-Ansteckung in unseren Einrichtungen zu organisieren. In den Kitas und den Offenen Ganztagsschulen bieten wir Notbetreuung an. Beratungen erfolgen jetzt telefonisch oder online. In allen Abteilungen haben wir vieles umorganisiert, um auch angesichts der geltenden Abstandsregelungen weiter helfen zu können. Alle rücken mehr zusammen, das ist deutlich zu spüren.

Welche Auswirklungen hat die Situation auf die Arbeit und Organisation des DRK?

Brinkmann: DRK Präsident Stephan Nau hat aufgrund der Tragweite der Pandemie schon frühzeitig den Krisenfall ausgerufen. Seitdem arbeiten wir im Krisenmodus mit einer veränderten Organisationsstruktur. Deren zentrales Steuerungsinstrument ist der Einsatzstab. Ehren- und hauptamtliche Rotkreuzler*innen sind als Spezialist*innen für verschiedenen Bereiche vertreten. Mitglieder des Einsatzstabes beraten den Leiter bei der Beurteilung der Lage, bereiten Entscheidungen vor, koordinieren und überwachen die Maßnahmen. Dazu werden tagtäglich Informationen zusammengetragen und weitergegeben. So können wir im Bedarfsfall schnell reagieren. Für keinen von uns hört die Arbeit zu einer bestimmten Uhrzeit auf. Im Moment zählt allein, dass wir diese schwierige Zeit gut zusammen meistern.

Brandes: Die Mitglieder des Einsatzstabs, die Kreisrotkreuzleitung, Abteilungsleiter*innen und Vertreter*innen der Betriebsräte sind in ständigem Austausch. Die Situation ist dynamisch und hat sehr unterschiedliche Auswirklungen auf die verschiedenen Bereiche. Wir sind ja ein Verband mit vielen verschiedenen Aufgaben. Die Geschäftsstelle, das IPE und das Bildungswerk sind geschlossen, manche Mitarbeiter*innen arbeiten von Zuhause. In der Pflege, Logistik und Versorgung dagegen arbeiten die Rotkreuzler*innen am Anschlag. Es variiert zwischen Stillstand, Ausnahmezustand und vielem dazwischen. Die Hilfsbereitschaft aus den eigenen Reihen, aber auch in der Bevölkerung ist enorm. Schon jetzt gibt es Mitarbeitende, die in der Pflege aushelfen. Wenn die Erkrankungswelle in den nächsten Wochen steigt, wollen wir Engpässen vorbeugen. Dafür treffen wir jetzt schon Vorkehrungen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag derzeit aus?

Brinkmann: Der Einsatzstab kommt je nach Lage mindestens alle zwei Tage, manchmal aber täglich zusammen. Den persönlichen Kontakt versuchen wir dabei weitestgehend zu vermeiden. Stattdessen sind wir über einen Messengerdienst und über Online-Konferenzen miteinander verbunden. Auch am Wochenende und abends stehen wir im Kontakt miteinander, notfalls 24 Stunden am Tag. Damit sichern wir einen schnellen Austausch und kurze Entscheidungswege.

Brandes: Mit den vielen Kolleg*innen im Homeoffice sind wir mit „GoToMeeting“ gut vernetzt.  In zahlreichen Telefonaten und Video-Konferenzen stimmen wir tagesaktuell die weiteren Schritte ab. Auch besprechen wir uns deutlich häufiger mit den Vertreter*innen der Stadt, den anderen Wohlfahrtsverbänden und unseren Betriebsräten. Permanent sind neue Entscheidungen zu treffen, um zeitnah auf neue Situationen reagieren zu können. Dazu kommen das Lesen und Beantworten von E-Mails. Unser oberstes Ziel ist es, bestmöglich auf einen Corona-Ausbruch im DRK vorbereitet zu sein. Wir arbeiten hart an passgenauen Lösungen, um unsere Klienten zu versorgen und die Arbeitsplätze durch die Krise führen. 

Wie erleben Sie derzeit die Arbeitsatmosphäre im Einsatzstab und im DRK insgesamt?

Brinkmann: In diesen Zeiten leisten die Rotkreuzler*innen im Stab einen wichtigen Beitrag, das DRK Bielefeld leistungs- und durchhaltefähig zu halten, alle Aufgaben zu organisieren und zu steuern. Hauptamtliche und ehrenamtlichen Kräfte arbeiten eng, effektiv und erfolgreich zusammen. Das DRK ist dadurch gut aufgestellt. Das macht uns auch ein bisschen stolz. Allen Beteiligten, die auch private Interessen dafür in den Hintergrund stellen, gilt daher unser besonderer Dank.

Brandes: Die Stimmung ist gut, die Atmosphäre konzentriert. Alle sind engagiert und gehen mit der Situation professionell um, halten sich an die Hygieneregeln. Die Abstandsregel wird eingehalten und trotzdem rücken alle mehr zusammen. Wir können die Krise nur zusammen meistern. Das ist deutlich zu spüren. Bei aller Sorge in dieser Zeit ist das dann auch ein gutes Gefühl. Mir zeigt das noch einmal, dass die Entscheidung zum DRK zu kommen, richtig war. Wir Rotkreuzler*innen sind auch in schweren Zeiten für alle Menschen da, die unsere Hilfe benötigen!

Vielen Dank für das Gespräch und bleiben Sie gesund.

 

 

2.500 selbstgenähte Behelfsmasken für Pflege und Fahrdienst

Ein großes Danke im Namen aller Pflegefachkräfte des DRK für 2.500 gespendete Behelfs-Masken sagen Gabriela Demski (v. l.), Daniela Engelbrecht, Lena Nickel, Iryna Koch, Heide Kirchhübel, Maline Steinke.

Damit hatte wohl niemand gerechnet:  Innerhalb von nur zwei Wochen sind beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Bielefeld in der August-Bebel-Straße rund 2.500 selbstgenähte Masken abgegeben worden. Das DRK hatte einen Aufruf mit einer zu dem Zeitpunkt ungewöhnlichen Bitte gestartet: Angesichts befürchteter Engpässe im Bereich von Mund-Nase-Schutzmasken sollten Bielefelder*innen selbst aktiv werden und sogenannte Behelfs-Mund-Nasenschutz-Masken (BMNS) nähen. Aus dünnem kochfesten Baumwollstoff, damit diese heiß gewaschen und wiederverwertet werden können.

Über die lokalen Zeitungen, Radio Bielefeld, Facebook und die eigene Homepage verbreitete sich der Aufruf wie ein Lauffeuer. Bereits am nächsten Tag konnten die Rotkreuzler*innen die ersten selbstgenähten Masken aus der vor dem Eingang der Geschäftsstelle platzierten Spendenbox entnehmen. Viele davon aus bunten Stoffen gefertigt, oft mit aufmunternden Botschaften versehen: „Macht weiter so“ oder „Danke, dass ihr für uns da seid“ war dort in meist bunten Buchstaben zu lesen.

„Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Bielefelder*innen“, sagt DRK Vorstand Christopher Brandes. Mit so einer Resonanz habe niemand beim DRK gerechnet. Die Unterstützung durch Rotkreuzler*innen sei für viele Hilfebedürftige in der Corona-Krise noch wichtiger geworden. „Für unsere haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte ist jede Maske ein stoffgewordenes Weiter so“ betont DRK auch Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff.

Als einer der ersten hat „fast52“, ein Bielefelder Sportbekleidungsunternehmen, 200 mit dem DRK-Logo bedruckte Masken gespendet. Zudem nähen etwa 30 Modestudierende der Fachhochschule BMNS für das DRK. Alle eingehenden Masken werden in der nahegelegenen DRK Kita Weltweit von Mitarbeitenden und Freiwilligen heiß gebügelt, anschließend werden sie in Zweierpäckchen eingetütet und verschweißt. 800 dieser Tütchen gehen nun als Erstes an Pflegefachkräfte des DRK – dorthin, wo sie aktuell am dringendsten gebraucht werden. Auch die Mitarbeiter*innen des DRK Fahrdienst sind froh über die Behelfsmasken. Seit einer Woche fahren sie Lebensmittel für ältere Menschen und Menschen in Quarantäne aus, die sich selbst nicht versorgen können.

Auch wenn allen bewusst ist, dass die Stoffmasken ein Behelf sind, um Menschen vor einer Infektion durch DRK Mitarbeitende zu schützen, sind sie froh, zumindest diese nun nutzen zu können. Auf eine Lieferung zertifizierter Masken wartet das DRK bereits seit Wochen. Wann und ob sie eintreffen, mag niemand mehr genau vorherzusagen. „Wir möchten den Bielefelder*innen wirklich ein ganz dickes Dankeschön sagen“ ist Daniel Heihoff wichtig. „Der Höhepunkt der Pandemie liegt in Deutschland noch vor uns“. Die Anzahl der Menschen, die das DRK etwa in der Quarantäne versorgen werde, werde noch immens steigen. „Wenn Sie die Möglichkeit haben – bitte nähen Sie weiter für uns. Wir freuen uns über jede einzelne Maske!“. Das Rote Kreuz sei in dieser Zeit mehr denn je auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen, betont der Kreisrotkreuzleiter. Um die dem DRK anvertrauten Menschen auch in Zeiten der Corona-Krise umfassend unterstützen zu können, bittet Heihoff um Spenden für die „Corona-Hilfe“. Spenden-Konto: Deutsches Rotes Kreuz Bielefeld, Verwendungszweck: Corona-Hilfe, IBAN:  DE19 3702 0500 0005 0014 01 .

Masken können direkt beim DRK an der August-Bebel-Straße 8 abgegeben werden. Von montags bis donnerstags steht in der Zeit von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 13 Uhr eine bewachte Box vor dem Eingang, in die die gespendeten Masken kontaktlos geworfen werden können. Benötigt werden zudem Materialspenden. Eine Nähanleitung findet man auf der Internetseite des DRK in Bielefeld unter www.drk-bielefeld.de/angebote/zusammen-zuhause.  Auf Wunsch sendet das DRK eine Nähanleitung zu. Interessierte können sich unter der Telefonnummer (05 21) 52 99 8 33 oder per E-Mail an hilfe@drk-bielefeld.de melden.

 

Beratungsangebote für Migrantinnen und Migranten

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Geschäftsstelle geschlossen: Wir sind weiter für Sie da

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und unsere Mitarbeitenden zu schützen, beraten wir Migrantinnen und Migranten zurzeit ausschließlich telefonisch, über E-Mail und zum Teil über Mbeon App. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

Beschwerdemanagement

Hatice Gümüs

Hatice.guemues[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0521-32 98 98 735 oder

0173-29 80 671

Mo – Fr 7:30 – 16:30 Uhr

Verfahrensberatung

Gülisah Özdoganlar

Guelisah.oezdoganlar[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0178-90 90 486

Mo - Do 8:00 – 17:00 Uhr, Fr 8:00 – 14:00 Uhr

Migrationsberatung

Hatice Gümüs

Hatice.guemues[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0521-32 98 98 735 oder

0173-29 80 671

Mo – Fr 7:30 – 16:30 Uhr

Auch MBE Online Beratung über https://www.mbeon.de/home/ oder mbeon app

Berater: DRK Bielefeld, Frau Gümüs

Migrationsberatung

Tatjana Trembatsch

Tatiana.trembatch[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0521 – 32 98 98 37 oder

0178-90 90 337

Mo – Fr 9:00 – 17:00 Uhr

Migrationsberatung

Lütfiye Polat

Luetfiye.polat[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0521 - 32 98 98 105

Mo 10:00 - 15:30 Uhr, Mi 8:00 – 14:00 Uhr, Do 8:00 – 17:00 Uhr

Migrationsberatung

Isabella Dirks

Isabella.dirks[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0521-329898738 oder

0178-90 90 389

Mo und Mi 9:00 – 13:00 Uhr, Fr 10:00 – 15:00 Uhr

Verfahrensberatung

Richard Reifengerst

Richard.reifengerst[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0163-74 00 353

Mo – Do 8:00 - 17:00 Uhr, Fr 8:00 – 14:00 Uhr

Regionale Flüchtlingsberatung / Ausreise- und Perspektivberatung

Margarete Rühl

ruehl[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178- 90 90 354,

Mo – Fr 9:30 – 13:00 Uhr, 13:30-17:30 Uhr

Veronika Voigt-Steinbrich

voigt-steinbrich[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178-90 90 499

Mo – Do 9:00 – 13:00 Uhr, 13:30 – 17:00 Uhr

Ausreise- und Perspektivberatung

Mehmet Ali Ölmez

oelmez[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178- 90 90 836

Di, Mi, Do 09:00-12:00 Uhr, 12:30-15:30 Uhr

Suchdienst und Familienzusammenführung

Lilli Giesbrecht                    

giesbrecht[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0521-529 98 39

Di 8:00 – 12:30 Uhr und 13:00 – 16:30 Uhr, Do 8:30 – 12:30 Uhr und 13:00 –17:00 Uhr

Patenschaftsprojekt „Menschen stärken Menschen“

Flora Rodriguez                 

rodriguez[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178-90 90 464    

Mo-Do 13:30-17:00 Uhr, Fr 08:00-13:00 Uhr

Projekt Streitkultur

Gisela Kohlhage                

kohlhage[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178-90 90 316

Mo – Fr 08:00-12:00 Uhr

Integrationsagentur/ MiMi-Projekt

Julia Böcker 

boecker[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 01789090335

Mo-Fr  08:30- 13:00 Uhr, 13:30-16:30 Uhr

 

AGW-Hotline für alle - Corona: Servicetelefon der Bielefelder Sozialdienstleister

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Die Anbieter sozialer Leistungen in Bielefeld, die sich in der AGW zusammengeschlossen haben, starten ein gemeinsames Unterstützungsprojekt: Ab sofort steht eine Hotline bereit für alle, die in dieser Zeit der Krise einen Gesprächspartner, eine Gesprächspartnerin suchen. Für die Menschen ansprechbar bleiben, Unterstützung vermitteln oder Sorgen begleiten sind die Ziele.

Täglich von 09:00 bis 15:00 Uhr sind das

Kontakttelefon für Kinder, Jugendliche und Familien unter

0521 988 92-900 und das

Kontakttelefon für Seniorinnen und Senioren unter

0521 988 92-800 erreichbar.

Die Arbeitsgemeinschaft der Bielefelder Wohlfahrtsverbände und der Bielefelder Jugendring bündeln hier ihre Kraft und Erfahrung, um gemeinsam mehr Unterstützungsmöglichkeiten gegen die derzeitigen Unsicherheiten aufzubieten.

Wer sich in ehrenamtlich engagieren möchte, trifft bei den Koordinierenden der Freiwilligenagentur auf offene Ohren: Telefon 0521 32 99 530.

Ulrich Paus
Vorsitzender der AGW

Coronavirus: DRK Bielefeld bittet um Spenden

Der Rotkreuzbeauftragte Maik Brinkmann (von links) leitet den DRK Einsatzstab, dem auch der Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff und Kreisrotkreuzleiterin Janine Faltynski angehören. Sämtliche Hilfeleistungen werden von hier aus koordiniert.

Mit jedem Tag wird deutlicher, welch gravierende Folgen die Corona-Krise für jeden einzelnen von uns hat. Die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, können wir nur gemeinsam meistern. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Bielefeld kümmert sich um Menschen, die gerade jetzt dringend auf unsere Hilfe angewiesen sind. Unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden leisten tagtäglich mit ihrem persönlichen Einsatz Außergewöhnliches.

·         Sie pflegen und versorgen Pflegebedürftige, alte, psychisch kranke und zum Teil demente Menschen ambulant und in unseren Wohngruppen.

·         Sie kümmern sich um Kinder von Eltern, die in Berufen der „kritischen Infrastruktur“ unverzichtbare Aufgaben für unsere Gesellschaft übernehmen.

·         Sie ermöglichen kranken Menschen und solchen mit Behinderungen, wichtige Fahrten zu Ärzten oder lebensnotwendigen Therapien zu unternehmen.

·         Sie informieren Migrant*innen über Schutzmöglichkeiten, Quarantäne und Wissenswertes rund um das Coronavirus. Sie beraten telefonisch zu allen Fragen rund um das Asylverfahren, Maßnahmen zur Integration oder auch zu deren Wunsch, wieder nach Hause zurückzukehren.

·         Sie sind im Einsatzstab rund um die Uhr erreichbar, beobachten und bewerten die tagesaktuelle Lage und koordinieren sämtliche Hilfeleistungen, mit denen das DRK in Bielefeld Bedürftige unterstützt. Mit großem Engagement leisten 13 Rotkreuzler hier unzählige Stunden, um sich um die Vielzahl an Anfragen und Aufträgen zu kümmern.

·         Sie sind zu jeder Zeit einsatzbereit, holen beispielsweise im Rahmen eines nächtlichen Einsatzes am 21. März Atemschutzmasken aus Düsseldorf ab und verteilen diese an Bielefelder Krankenhäuser.

·         Sie kaufen für Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen ein, um deren Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus so gering wie möglich zu halten.

·         Sie unterstützen dabei, wertvolle Spenden aus der Bevölkerung von selbstgenähten Behelf-Mund-Nasen-Schutzmasken zu sammeln, zu reinigen und zu verteilen.

·         Sie stehen in ständigem Kontakt mit den Behörden in Bielefeld, stimmen sich mit den Krisenstäben ab und beraten diese.

·         Sie unterstützen das Gesundheitsamt und das Bürger-Service-Telefon der Stadt Bielefeld.

·         Sie haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen in unserer Stadt und helfen ihnen nach Maß der Not.

Auch Sie können einen aktiven Beitrag - über die Vermeidung unnötiger Kontakte hinaus - leisten. Unterstützen Sie hilfsbedürftige Menschen in Ihrer Nachbarschaft, indem Sie für sie Besorgungen oder Einkäufe erledigen. Spenden Sie Blut, um die medizinische Versorgung mit Blutpräparaten sicherzustellen. Oder helfen Sie uns mit Ihrer Spende zugunsten des Corona-Hilfe-Spendenkontos des DRK in Bielefeld. Damit ermöglichen Sie uns, die uns anvertrauten Menschen auch in Zeiten der Corona-Krise umfassend zu unterstützen. Dafür danken wir Ihnen von Herzen. Bleiben Sie gesund!

Konto: DRK Kreisverband Bielefeld e.V.

IBAN:  DE19 3702 0500 0005 0014 01

BIC: BFSW DE33 XXX

Stichwort: Corona-Hilfe  

 

Aufklärung zum Coronavirus für Geflüchtete und Migrant*innen - „Corona-Initiative“ des Ethno-Medizinischen Zentrum informiert online in 15 Sprachen

Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. (EMZ) stellt ab sofort Faltblätter und E-Paper mit Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 online. Aktuell können diese in 15 verschiedenen Sprachen im Internet gelesen werden. Zusätzlich stehen PDF-Dateien zum Download bereit. Das Angebot ist auch auf Mobilgeräte angepasst und kann abgerufen werden unter:

http://corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info . Mit dem Betätigen des Links verlassen Sie unsere Internetseite.

Wesentliche Hinweise zu Schutzmöglichkeiten, Regeln zur Quarantäne und Wissenswertes im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind zusammengefasst. Das Angebot richtet sich an Geflüchtete, Migrant*innen und Tourist*innen.

Die Coronavirus-Informationen wurden im Rahmen ehrenamtlicher Arbeit und in Zusammenarbeit mit Expert*innen und Fachübersetzer*innen im EMZ erstellt.

Corona: Schutzverordnung des Landes NRW - DRK bittet um Blutspenden

(Foto Zelck DRK)

Auch in Zeiten des Coronavirus werden dringend Blutspenden benötigt, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Blutspendetermine als Veranstaltungen der öffentlichen Daseinsfür- und -vorsorge sind vom Veranstaltungsverbot der Landesregierung NRW ausdrücklich ausgenommen. Wer also gesund und fit ist, darf Blut spenden.

Die nächsten Blutspendetermine des DRK in Bielefeld sind am 26. März von 16 bis 20 Uhr im DRK Zentrum Brackwede, Arnsberger Straße 15, und am 31. März von 16 bis 20 Uhr in der Martin-Niemöller-Schule Apfelstraße 210. Der DRK Blutspendedienst West hat zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Termine noch sicherer zu gestalten. Informationen zur Blutspende in Zeiten des Coronavirus und zu weiteren Blutspendeterminen gibt es unter www.drk-blutspende.de.

 

 

DRK unterstützt kurzfristige Austeilung von Schutzmasken an Krankenhäuser in NRW

Foto: Michael Maas (DRK Landesvorhaltung Nordrhein) Zahlreiche LKW des Roten Kreuzes sorgten für den Transport der Schutzmasken.

Düsseldorf, 21.03.2020.
Auf Bitten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW) konnten die 67 Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes in NRW in der vergangenen Nacht eine kurzfristig eingetroffene Lieferung von Atemschutzmasken an vorgegebene Krankenhäuser in ihren Kreisen und kreisfreien Städten verteilen.Das Gesundheitsministerium NRW hatte die Ankunft der Masken avisiert, so dass alle Kreisverbände einen zentralen Umschlagplatz anfuhren und im Anschluss die Masken noch in der Nacht an die Krankenhäuser ihres Standortesübergeben konnten. Somit konnte innerhalb kurzer Zeit die flächendeckende Verteilung der Masken sichergestellt werden um die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort weiter zu gewährleisten. Das DRK war mit 120 Einsatzkräften in derNacht im Einsatz.

 

 

(05 21) 52 99 8 33 - DRK richtet Hotline für Hilfebedürftige und Freiwillige ein

(Foto Zelck DRK)

Immer mehr Bielefelder*innen müssen wegen des sich ausbreitenden Coronavirus zu Hause bleiben. Entweder, weil sie selbst erkrankt sind, mit Infizierten Kontakt hatten oder in Risikogebieten Urlaub gemacht haben. Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, erhalten ab sofort Hilfe beim DRK. Dort wurde eine Hotline eingerichtet, wo Einkaufshilfen vermittelt und weitere Hilfestellungen angeboten werden.

Unter der Telefonnummer (05 21) 52 99 8 33 oder über E-Mail an hilfe[at]drk-bielefeld[dot]de können sich von Corona Betroffene, aber auch alte und kranke Menschen, die zu Risikogruppen zählen, melden. „Wir helfen allen, die ihre Einkäufe und Besorgungen nicht selbst erledigen können oder dürfen“, sagt Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff. Das DRK greife dabei sowohl auf ehrenamtliche als auch auf hauptamtliche Helferinnen und Helfer zurück. Auch Dolmetscher*innen stünden zur Verfügung. Die Hotline ist montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr erreichbar.

Derweil melden sich immer mehr Freiwillige, die die Arbeit des Roten Kreuzes unterstützen möchten. „Die Hilfsbereitschaft ist groß“, so Heihoff. Wer mithelfen möchte, könne ebenfalls bei der Hotline anrufen. „Manche Menschen haben Angst, fühlen sich einsam oder brauchen einfach jemanden zum Reden“. Auch für solche Fälle würden Helfer*innen gesucht.

Das DRK in Bielefeld bündele alle zur Verfügung stehenden Kräfte und Mittel, um in dieser besonderen Situation seine Rolle als Hilfsorganisation wahrnehmen zu können, erklärt DRK Präsident Stephan Nau. „Unser Ziel ist, die Versorgung Hilfebedürftiger sicherzustellen“. Koordiniert werden die anfallenden Aufgaben durch den Krisenstab. Dieser besteht aus Ehren- und Hauptamtlichen mit zugewiesenen Aufgaben wie Personal oder Logistik. Dass jetzt Termine und Veranstaltungen ausfielen, habe zur Folge, dass man sich voll auf die aktuelle Lage konzentrieren könne, so Nau.

Haupt- und ehrenamtliche Rotkreuzler unterstützen derzeit bereits die Coronavirus-Hotline der Stadt Bielefeld und des Gesundheitsamtes. Weitere Kräfte würden bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Zudem wird derzeit eine Unterstützung des Gesundheitsamtes bei der Probenentnahme geprüft.

„Der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der uns anvertrauten Personen hat oberste Priorität“, betont Nau. Deswegen hat das DRK alle seine Einrichtungen für Besucher geschlossen. Beratungen können aber nach wie vor telefonisch geführt werden. Mitarbeitende in der Pflege und im Fahrdienst schützen ihre Klient*innen durch Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. „Damit wollen wir einen Beitrag leisten, dass das Virus nicht durch unsere Mitarbeitenden übertragen wird“, sagt Nau. 

Der medizinische Fahrdienst und der Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen wurde auf dringend notwendige Fahrten begrenzt. In den Kitas und Offenen Ganztagsschulen in Trägerschaft des DRK wird ein Notbetrieb für Kinder von Berufstätigen, die in „Schlüsselpositionen“ arbeiten, aufrechterhalten. Bis auf Weiteres sind auch sämtliche Erste-Hilfe-Kurse und Angebote zur beruflichen und persönlichen Fortbildung abgesagt. Bis zum 30. April sind davon über 800 Teilnehmer*innen betroffen.

Das DRK weist darauf hin, dass auch in Zeiten des Coronavirus dringend Blutspenden benötigt werden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Der DRK Blutspendedienst West hat zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Termine noch sicherer zu gestalten. Informationen zu geplanten Blutspendeterminen gibt es unter www.drk-blutspende.de .

Das DRK bittet um Spenden zugunsten des „Corona-Nothilfefonds“. Spendenkonto: Deutsches Rotes Kreuz, Stichwort „Corona-Nothilfefonds“, IBAN: DE63370205000005023307 .

Wegen Knappheit: DRK bittet um Mithilfe - Bielefelder sollen Schutzmasken nähen

Bunte, selbstgenähte Masken der Bielefelder schützen nicht nur die Klienten des DRK, sondern sorgen für einen Farbtupfer im Arbeitsalltag. Iryna Koch und Oliver Könnecke vom DRK sind begeistert.

Mund- und Nasenschutzmasken sind in Apotheken schon lange nicht mehr zu kaufen. Aufgrund der Corona-Pandemie werden Schutzartikel jetzt auch beim medizinischen Personal knapp. Die Lieferengpässe bekommt auch das Deutsche Roten Kreuz (DRK) zu spüren. „Es wird immer schwerer, überhaupt noch Schutzmasken zu bekommen,“ sagt Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff. Geplante Auslieferungen werden ohne Angabe eines neuen Liefertermins verschoben. „Wir müssen vorsorgen“. Denn wie lange die Corona-Krise andauere, könne derzeit niemand absehen.

Mithilfe der Bielefelder Bevölkerung will man beim DRK möglichen Engpässen vorbeugen. Das Rote Kreuz bittet daher darum, selbstgenähte Schutzmasken bei der Geschäftsstelle abzugeben. Angesprochen werden sollen in erste Linie Privatpersonen, aber auch Firmen und Organisationen wie etwa Werkstätten für behinderte Menschen, die auf Weisung der Behörden ihre Einrichtungen schließen mussten. „Wir sind dankbar für jeden, der in seinem Umfeld für die Aktion wirbt und selbst aktiv wird“, so Heihoff.

Die Idee dazu stammt ursprünglich von der Stadt Essen. Die Verantwortlichen dort hatten auf Ihrer Webseite eine achtseitige Nähanleitung für die Herstellung eines einfachen, wiederverwendbaren BMNS (Behelfs-Mund-Nasen-Schutz) veröffentlicht. Vorgesehen ist der Schutz vorrangig für Mitarbeitende in der Pflege und im Fahrdienst. „Damit wollen wir Risikopersonen, die gerade jetzt auf unsere Hilfe angewiesen sind, vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen“. Sollten sich die Lieferengpässe verschärfen, könnten über die Stadt Bielefeld auch die Krankenhäuser auf die Bestände zurückgreifen, betont Heihoff.

Für den Mehrweg-Mund-Nasen-Schutz werden kochfester Baumwollstoff, etwa aus einer Stoffwindel oder einem T-Shirt, und ein Draht zum Fixieren im Nasenbereich benötigt. Um die Maske zu nähen, braucht man zudem Nähutensilien wie Nähmaschine, Schere und Bügeleisen. Nach der Benutzung müsse die Maske einfach gewaschen und getrocknet werden. Der selbstgemachte Schutz sei weder geprüft noch zertifiziert, betont die Stadt Essen in der Anleitung. „Für unsere haupt- und ehrenamtlichen Kräfte, die sich tagtäglich um Hilfebedürftige kümmern, sind selbstgenähte Schutzmasken eine sinnvolle Alternative, falls es zu weiteren Lieferengpässen kommt“, sagt Heihoff.

Abgegeben werden können die BMNS montags bis freitags in der Zeit von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 13 in der August-Bebel-Straße 8. Am Eingang der DRK Geschäftsstelle ist eine Box platziert, in der die Masken abgelegt werden können. „Um sicherzustellen, dass die Masken nicht entwendet werden, stellen wir die Box unter Beaufsichtigung“, kündigt Heihoff an. Gleichzeitig werde so gewährleistet, dass bei der Übergabe der Masken das Infektionsrisiko minimiert sei. Die Anleitung finden Sie hier

Wichtige Informationen zum Behelfs-Mund-Nasen-Schutz

·  Handgenähte Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken (BMNS) sind keine zertifizierten Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS).

·   BMNS dienen als Hilfsmittel, um bei Lieferengpässen einen behelfsmäßigen Schutz zu gewähren.

·   Ein BMNS kann die Übertragung durch Tröpfchen vermindern.

·   Ein BMNS stellt keinen Selbstschutz dar, sondern vermindert die Verbreitung von Tröpfchen durch den Träger.

 

 

 

 

Coronavirus: DRK ruft zu Spenden für Nothilfefonds auf

(Foto: Pixabay)

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat die Bevölkerung zu Spenden für einen Corona-Nothilfefonds aufgerufen. „Die derzeitige Lage zeigt, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind. Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind noch nicht absehbar.

Umso wichtiger ist es, dass alles unternommen wird, um mit den Spenden Menschen in dieser schwierigen Situation nach dem Maß der Not zu helfen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um als nationale Hilfsgesellschaft die Behörden bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen.

So betreute das DRK insgesamt 159 China-Rückkehrer unter anderem in Germersheim in Rheinland-Pfalz, Berlin-Köpenick und Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Darüber hinaus hat das DRK mehrere mobile Arztpraxen im Einsatz, um Krankenhäuser und Kliniken zu entlasten, und betreut zahlreiche Fiebermessstationen.Durch die Spenden für den Corona-Nothilfefonds sollen Ehrenamtliche und wichtige Hilfsaktionen unterstützt werden. Zahlreiche Freiwillige sind zum Beispiel engagiert, um älteren und bedürftigen Menschen zu helfen, Lebensmittel-Bringdienste zu organisieren, Pflegepersonal und Bewohner in Seniorenheimen zu unterstützen und die psycho-soziale Betreuung zu übernehmen. „In diesen außerordentlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, dass niemand allein gelassen wird“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Mit bundesweit mehr als 435.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 175.000 hauptamtlichen Mitarbeitern sei das Deutsche Rote Kreuz gut aufgestellt, um Menschen in Not helfen zu können, erklärt Hasselfeldt.

Das DRK bittet um Spenden für den Nothilfefonds:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Corona-Nothilfefonds


Weitere Infos unter: https://www.drk.de/spenden/corona-nothilfsfonds/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Coronavirus Hygiene-Tipps mehrsprachig


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK-Kitas ab dem 16.3.2020 geschlossen

(Foto Zelck DRK)

Die Landesregierung NRW hat angeordnet, dass in Nordrhein-Westfalen alle Schulen und Kitas ab dem 16.03. bis mindestens 19.04.2020 geschlossen werden. Damit soll die Infektionskette des Corona-Virus eingedämmt und seine Ausbreitung verlangsamt werden.

Für Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen gewährleistet das DRK in Bielefeld unter bestimmten Voraussetzungen eine Notbetreuung. Dieses Angebot kann lediglich in Anspruch genommen werden, wenn beide Elternteile Berufsgruppen angehören, die in kritischen Infrastrukturen tätig sind, beziehungsweise von Alleinerziehenden, die in diesen Berufsgruppen tätig sind.

Eine Liste der betroffenen Berufsgruppen hat das Familienministerium am Sonntag (15.03.2020) veröffentlicht. Dazu zählt die Landesregierung folgende Branchen:

    Energie wie Strom, Gas, Kraftstoffversorgung

    Wasser, Entsorgung

    Ernährung, Hygiene

    Informationstechnik und Telekommunikation

    Gesundheit

    Finanz- und Wirtschaftswesen wie Banken und Jobcenter

    Transport und Verkehr

    Medien

    staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune)

    Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe

Betroffene Eltern dieser Berufsgruppen, die die Betreuung nicht anderweitig organisieren können, müssen eine Bescheinigung durch ihre Arbeitgeber ausfüllen lassen und beim DRK, Fachbereichsleitung Kitas, Petra Schlegel einreichen.

Das DRK Bielefeld bittet alle Eltern für die Notwendigkeit dieser Maßnahmen um Verständnis, da sie zur Eindämmung der Ausbreitung der durch das Corona-Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 in Bielefeld dienen.

Weitere Informationen im Kontext der Coronavirus-Pandemie finden Sie fortlaufend auf unserer Homepage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Veranstaltungen des DRK Bildungswerks fallen bis auf Weiteres aus

(Foto Zelck DRK)

Die Gesundheit unserer Kursbesucher*innen ist uns ein großes Anliegen!

Aufgrund der aktuellen Ereignisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus stellt das Bildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bielefeld seinen Kursbetrieb bis auf Weiteres, d.h. bis mindestens zum 19.04.2020, ein.

Damit verfallen alle für den Zeitraum getätigten Anmeldungen.

Sie können bereits jetzt neue Anmeldungen für zukünftige Kurse auf der Seite des DRK Bildungswerks. Zudem werden im zweiten Halbjahr 2020 zusätzliche Kurse angeboten.

Wir hoffen unter den besonderen Umständen auf Ihr Verständnis. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.drk-bildung.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK-Blutspendedienst West informiert - Ruhig Blut – Blutspenden in Zeiten des Corona-Virus

(Foto Zelck DRK)

Der DRK Blutspendedienst West informiert auf seiner Internetseite zum Thema Blutspenden. Diese sind auch in Zeiten von Erkältungen und des neuen Corona-Virus unverzichtbar.

Wenn Sie gesund und fit sind, können Sie Blut spenden! Antworten auf Ihre Fragen rund um die Blutspende und das Corona-Virus finden Sie unter:

www.blutspendedienst-west.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bielefelder Wochen gegen Rassismus vom 01. März bis 30. April


„Rassismus nicht mit mir“ ist das Motto der Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus vom 01. März bis 30. April 2020, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal stattfinden. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Bielefeld als Kooperationspartner wirkt daran mit sechs Veranstaltungen mit. Fachvorträge, Diskussionen, kulturelle Angebote und Sportevents laden dazu ein, sich bewusst mit Rassismus und Diskriminierung auseinander zu setzen.

Mittwoch, 4.3.2020, 8:30 – 10:30 Uhr, DRK Kita und Familienzentrum Weltweit

Info-Frühstück: Elterncafé der Vielfalt

Mittwoch, 12.3.2020, 8:30 – 10:30 Uhr, Grundschulverbund Hellingskampschule

Info-Frühstück: Elterncafé der Vielfalt

Samstag, 28.3.2020, 15 – 19 Uhr, Umweltzentrum

Essen und Kultur: Kulinarische Brücken – Interkultureller Frauenkochabend

Donnerstag, 9.4.2020, 15 – 17 Uhr, Treppenplatz Brackwede

Diskussionszelt: Rassismus Paroli bieten – Strategien für den Alltag

Donnerstag, 16.4.2020, 9:30 – 13:30 Uhr, Sporthalle Süd, Sennestadt

Sport: Kunterbunter Kita-Cup Sennestadt

Samstag, 25.4.2020, 15 – 18 Uhr, DRK Kita und Familienzentrum Weltweit

Stadtteilfest: Ostmannturmviertel is(s)t bunt!

Wir möchten auch auf weitere spannende Veranstaltungen im Rahmen der Wochen gegen Rassismus hinweisen, die Sie im Programm unter diesem Link finden: 

https://ki-bielefeld.de/174-Antirassismus_-_Aktionswochen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Joakim Nilsson besucht den DRK PIA-Treff. Auf Du und Du mit einem Arminia-Profi

Patrick Lippert und Joakim Nilsson (beide Arminia, hinten, von links) haben persönlich Tickets an den PIA-Treff übergeben. Darüber freuen sich Hamza, Jan, Muhamed, Lucian, Zakarias, Esra, Shane, Cerys (vorne) und Christiane Hollenberg Schüttler (DRK PIA-Leiterin).
Auch beim Kickern stellte Joakim Nilsson (Arminia, 2. V. l.) sein Talent unter Beweis. Mit dabei sind Muhamed (von links), Vjekoslav Boban, Swen Hollenberg, Jamal, Fatima Pihat und Zakarias. (Fotos: Rempe/ DRK)

„Arminia und PIA, wir sind die besten friends der Welt“ – Mit der leicht abgewandelten Hymne des heimischen Fußballclubs DSC Arminia Bielefeld haben Kinder, Jugendliche und ihre Familien Arminia-Profi Joakim Nilsson im Jugendtreff PIA des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) begrüßt. Der schwedische Innenverteidiger des Zweitliga-Tabellenführers überbrachte persönlich ermäßigte Tickets für das Heimspiel der Arminen am 1. März gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Dieses fand unter dem Motto „Schwarz-Weiß-Bunt: Spieltags des sozialen Engagements“ statt. Der PIA-Treff (Projekt interkulturelle Arbeit) in Heideblümchen konnte sich als eine von zwei Institutionen über die persönliche Kartenübergabe durch einen Arminia-Spieler freuen. Das DRK-Projekt hatte zuvor ein Kurzvideo gedreht und darin gezeigt, welche Bedeutung Arminia für die Kinder und Jugendlichen des Treffs hat.

Ein Großteil der jugendlichen Besucher des Stadtteil-Treffs habe einen Migrationshintergrund, berichtet PIA-Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler. „Für die Kinder ist es schön zu sehen, dass sich auch Arminia mit der Integration von ausländischen Spielern beschäftigt“. Nilsson war erst im Juli des vergangenen Jahres verpflichtet worden. Seitdem lernt er Deutsch, genauso, wie es die meist zugewanderten Kinder und ihre Familienangehörigen tun, die die DRK-Einrichtung regelmäßig besuchen.

Die nutzten die Gelegenheit, ihrem Idol ganz nah zu sein. Nilsson erfüllte Autogrammwünsche, ließ sich gemeinsam mit den Kindern fotografieren und nahm sich Zeit für eine Partie Kicker. Der 26-jährige Schwede wurde mit einem vielsprachigen Dankeschön bedacht. „Integration bedeutet auch, voneinander zu lernen“, sagt Hollenberg-Schüttler. Die PIA-Leiterin dankt der Eikelmann Stiftung, die den DRK-Treff mit einer Förderung über drei Jahre unterstützt. Davon konnten die Tickets mitfinanziert und ein Kleinbus gemietet werden, mit dem der PIA-Fanclub gemeinsam das Spiel besuchte. „Für die Familien bestünde ansonsten keine Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem abgelegenen Heideblümchen in die Schüco-Arena zu fahren“.

Mit dem „Spieltach des sozialen Engagements“ würdigte der DSC bereits zum zweiten Mal das gesellschaftliche, meist ehrenamtliche Engagement vieler Fans, Freunde und Unterstützer. Durch die Popularität und hohe mediale Aufmerksamkeit des Profifußballs will der Club auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam machen. Als eine von 13 sozial engagierten Institutionen stellte auch das DRK seine Arbeit mit einem Informationsstand im Stadionumlauf vor.

Am Sonntag konnten rund 3.000 Menschen von 25 verschiedenen sozialen Bielefelder Einrichtungen live das Spiel des Tabellenführers gegen den SV Wehen Wiesbaden verfolgen, unter ihnen auch die Familien des PIA-Treffs. Sie hatten einen sicher unvergesslichen Nachmittag in der Schüco Arena, wo sie den 1:0 Heimsieg der Arminen mitfeiern durften. Besonders feuerten sie natürlich Joakim Nilsson an, den sympathischen Arminia-Spieler, mit dem sie wenige Tage zuvor noch am Kicker gestanden hatten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Deutsche Rote Kreuz informiert zum Corona-Virus

DRK Ehrenmitglied Ilse Bedner feiert 90. Geburtstag

Ilse Bedner blättert gerne in ihrem Erinnerungsalbum. Das Foto zeigt sie mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Eberhard David bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. (Foto: Rempe / DRK)

Mehr als ein halbes Jahrhundert, nämlich 58 Jahre, ist sie Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Am 21. Dezember hat Ilse Bedner, derzeit einziges DRK Ehrenmitglied, ihr 90. Lebensjahr vollendet. Jetzt statteten DRK Vorstand Christopher Brandes und DRK Präsident Stephan Nau der Jubilarin einen nachträglichen Geburtstagsbesuch ab. „Über viele Jahrzehnte hat Ilse Bedner als vorbildliche Ehrenamtliche die Rotkreuzarbeit entscheidend mitgeprägt“, sagt Nau. Stets habe sie dabei das humanitäre Ziel vor Augen gehabt.  „Mit ihrer warmherzigen Kraft und persönlichen Ausstrahlung gelang es ihr, viele Freiwillige für das DRK zu begeistern“.

Geboren 1929 in Bielefeld wurde Bedner die Bereitschaft zu helfen in die Wiege gelegt. Schon früh prägte sie das Vorbild ihres Vaters, der im Krieg als Sanitätsoffizier tätig war. 1962 begann die Mutter zweier Söhne ihre aktive Mitarbeit als Helferin im DRK Kreisverband: „Für mich stand immer fest, dass ich auch im Sanitätsbereich arbeiten wollte“. Verheiratete Frauen, die damals in der Regel nicht berufstätig waren, hätten Ehrenämter übernommen. „Beim DRK profitierte man, weil man etwas lernen konnte“, erinnert sich Bedner.

Selbst noch junge Mutter absolvierte Bedner die DRK-Helfer-, Sanitäts- und Schwesternhelferinnenausbildung und übernahm bereits 1966 erste Führungsaufgaben. Über die Jahre arbeitete sie engagiert als Bereitschaftsführerin und in der Erste Hilfe-Ausbildung. 1979 wurde sie zur Leiterin der Frauenarbeit gewählt und gehörte seitdem in verschiedenen Funktionen, zuletzt als Leiterin der Sozialarbeit, fast ein Vierteljahrhundert ohne Unterbrechung dem DRK Kreisvorstand an. Dazu kamen unzählige Ausbildungslehrgänge, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Das bedeutete auch, viel Zeit in die ehrenamtliche Arbeit für den Dienst am Nächsten zu investieren. Ohne die Unterstützung durch ihren 1999 verstorbenen Mann Kurt wäre das nicht möglich gewesen, sagt sie rückblickend.

Ihre besonderen Leistungen würdigte das Rote Kreuz 1978 mit der Verdienstmedaille des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe und dem Ehrenzeichen des DRK (1987). 1994 folgte die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz.  Nach über 40 Jahren beendete Ilse Bedner im Jahr 2003 ihre aktive Rotkreuzlaufbahn und wurde zum Ehrenmitglied des DRK Kreisverbandes ernannt. Darauf angesprochen, bleibt die Geehrte bescheiden und bittet darum, „nicht zu dick aufzutragen“. Lieber spricht sie von der besonderen Kameradschaft, die die Ehrenamtlichen miteinander verbunden habe. „Ich würde keinen Tag zurückgeben“. Eine Herzensangelegenheit seien ihr immer die Blutspendetermine gewesen, die sie verantwortlich für den Blutspendedienst organisierte. Am liebsten wäre die Jubilarin auch heute noch aktiv dabei: „Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, dann würde ich es tun“.

Mit dem Alter ist es etwas ruhiger um die 90-Jährige geworden. Gerne verbringt sie Zeit mit ihrer Familie, zu der auch vier Enkel und ein Urenkelkind zählen. Spaziergänge mit ihrem Hund Jessi sorgen für die nötige Bewegung. Die praktische Arbeit überlässt die rüstige Seniorin mittlerweile den Jüngeren. Aber was bei „ihrem DRK“ aktuell so passiert, verfolgt Ilse Bedner immer noch sehr genau: „Man ist ja mit dem Roten Kreuz verbunden“, sagt sie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

52 weitere Plätze für Kita-Kinder in Baumheide

Eröffnung im April: Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher (v. l.), DRK Vorstand Christopher Brandes, Kita-Leiterin Diana Lehmann, Petra Schlegel (DRK Fachberatung Kitas), Michael Graetz (Bauleiter G & W) und Eckhard Lindemeier (Geschäftsführer Lindex Projektierungs GmbH) präsentieren die neue DRK Kita Traumheide.

Der Neubau an der Welfenstraße in Baumheide nimmt Gestalt an: Im April eröffnet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine 10. Kita im Stadtgebiet. Die DRK Kita Traumheide bietet dann Platz für 52 Kinder.

„Das DRK kann in Baumheide seine Erfahrung im Betrieb von Kindertagesstätten im gesamten Stadtgebiet einbringen“, sagt DRK Vorstand Christopher Brandes. Die Kita Traumheide solle als „Ort des gesunden Aufwachsens“ etabliert werden. „Im Fokus stehen dabei Themen wie gesunde Ernährung, Bewegung und gesundheitliche Prävention“.

Rund 1,5 Millionen Euro investiert die Paderborner Firma LORENZ & LORENZ Immobilien in das Gebäude. Im August 2019 hatte der Generalunternehmer, die Lindex Projektierungs GmbH aus Paderborn, mit der Errichtung der Einrichtung auf dem 1.640 Quadratmeter großen Grundstück begonnen. Geschäftsführer Eckhard Lindemeier und Michael Graetz, Geschäftsführer der G & W Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH aus Bielefeld, stellten den Bau jetzt erstmalig der Öffentlichkeit vor.

Demnach bietet die DRK Kita Traumheide in dem rund 530 Quadratmeter großen, ebenerdigen Innenbereich Platz für drei Gruppen. „Aufgrund der verwendeten Baustoffe ist die Nachhaltigkeit zu 95 Prozent gegeben“, betont Lindemeier.  Jede Gruppe verfügt über einen Haupt- und angrenzenden Nebenraum sowie über einen eigenen Zugang zum Außengelände. „Der Innenausbau ist zu 80 Prozent abgeschlossen, in Arbeit sind derzeit die Feininstallationen“, sagt Graetz. Mit der Planung und Gestaltung des Außengeländes hat das DRK den Landschaftsarchitekten Reinhard Friese beauftragt. Die Kinder sollen hier ausgelassen herumtollen und mit Naturmaterialien spielen und experimentieren können. Zudem wird ein Naschgarten mit essbaren Kräutern und Obstbüschen angelegt.

Wenn die Kita ihre Türen öffnet, wird Diana Lehmann die Leitung der Einrichtung mit ihren 12 pädagogischen Fachkräften übernehmen. Die 37-jährige möchte den selbstbewussten, eigenständigen und verantwortungsvollen Umgang von Kindern und Familien mit der eigenen Gesundheit fördern. „Gesundheit ist etwas Ganzheitliches, sie umfasst körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden“. Diese Grundhaltung werde sich auch in der Qualifikation des pädagogischen Teams, für das das DRK noch Verstärkung sucht, widerspiegeln.

16 der 52 Kita-Plätze sind für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren vorgesehen. „Diese sind bereits vergeben, aber für Kinder ab drei Jahren sind noch einige Plätze frei“, berichtet Petra Schlegel, DRK Fachberatung Kitas. Angeboten werden Betreuungszeiten von 35 und 45 Stunden wöchentlich. Die Kita wird von 7 bis 16.30 Uhr und freitags bis 14 Uhr geöffnet sein. „Die Öffnungszeiten werden wir dem Bedarf entsprechend ausrichten“, sagt Schlegel.

Interessierte Eltern und Nachbar*innen lädt das DRK am 20. März von 14 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0521 - 529 98 31.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK Familienzentrum Weltweit ist Literaturkita und Buchkindergarten - Paradies für kleine Bücherwürmer

In der Kita-Bibliothek: Melih (vorne, von links), Leonidas, Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar, Aathmika, Lisa, Afia, DRK Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute (hinten, von links), Hartwig Bögeholz (Jürmker Bücherstube) und DRK Vorstand Christopher Brandes. (Foto: Nitschke Fotografen)

Im Familienzentrum Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden Literatur, Vorlesen und Sprache großgeschrieben. Jetzt wurde die Kita für ihr Engagement als erste Kita in Bielefeld gleich doppelt geehrt: Sie erhielt die Zertifizierung als „Literaturkita“ und das 2019 erstmals vergebene Gütesiegel „Buchkindergarten“.

Für Kita-Leiter Jan-Henrik Stute stellt die Zertifizierung einen logischen Schritt dar. „Als Kita im Ostmannturmviertel, die von Kindern aus 25 Nationen besucht wird, ist Sprache und Sprachförderung für uns eine wichtige pädagogische Aufgabe, die im Kita-Alltag seit jeher viel Raum einnimmt“. Monatelang bereitete sich sein Team vor, um die mit der Bewerbung verbundenen vielfältigen Anforderungen und Standards zu erfüllen. Dazu zählen neben der Zusammenarbeit mit Eltern und Büchereien, Fortbildungen für Mitarbeiter*innen und einem reichhaltigen Angebot an Bilderbüchern auch die Verankerung der literaturpädagogischen Arbeit im Konzept der Einrichtung. Daran haben alle 25 Mitarbeiter*innen der Kita mitgewirkt.

Literaturkita und Buchkindergarten zu sein, bedeutet für die 109 Kinder in der Kita ganz konkret, einmal im Monat in die Stadtbibliothek zu gehen, sich von Erzieher*innen und zwei Vorlesepat*innen vorlesen zu lassen oder an Buch- und Theaterprojekten teilzunehmen. Die Einrichtung bietet überall im Haus einen Platz zum Lesen, besonders aber in der mehr als 2.000 Bände umfassenden Kita-Bibliothek. Diese wurde von der Bundestagsabgeordneten Wiebke Esdar jetzt offiziell eingeweiht. Das Lesen im digitalen Zeitalter komme oft viel zu kurz, stellt Esdar fest: “Lesen ist für die Kinder wichtig, weil es Ihnen ermöglicht zur Ruhe zu kommen, es die Fantasie anregt und weil es einfach Spaß macht. In der Kita entwickeln sich kleine und große Leseratten und haben dann ein Leben lang Freude am Lesen und Schmökern."

Die Bibliothek und alle Angebote rund ums Buch kämen bei Kindern und Eltern gleichermaßen gut an, berichtet Jan-Hendrik Stute. Jede Kita-Gruppe verfüge über einen Ausweis für die Kita-Bibliothek, um regelmäßig dort Bücher auszuleihen. Besonders beliebt sei bei den kleinen Bücherwürmern, den dazu genutzten Leserucksack auch am Wochenende zu packen, um sich für diese Zeit einige Bücher auszuleihen. „Im morgendlichen Stuhlkreis stellen die Kinder dann das Buch vor, das ihnen am besten gefallen hat“.

Überhaupt komme man in der Einrichtung über Bücher jetzt noch mehr miteinander ins Gespräch, sagt Stute. In Erzählkreisen dürfen Kinder philosophieren, am wöchentlichen Spielzeugtag bringen sie jetzt auch ihre Lieblingsbücher mit und stellen sie in ihrer Gruppe vor. Der Kita-Leiter hebt die gute Kooperation mit der Jürmker Bücherstube hervor, im Rahmen derer etwa Elternabende zu Sprache und Lesen und eine jährliche Buchausstellung organisiert werden. Zudem wurde für die Eltern eine Buchtauschbörse eingerichtet.

DRK Vorstand Christopher Brandes begrüßt die Förderung von Kitas durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“: „Frühe Sprach- und Leseförderung ist wichtig und notwendig, weil sie ungeachtet ihrer sozialen Herkunft gute Bildungsvoraussetzungen für alle Kinder schafft“.

Die Zertifizierung als Literatur-Kita wird vom LWL Bildungszentrum Jugendhof Vlotho in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft zur Förderung des Philosophierens mit Kindern verliehen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergibt gemeinsam mit dem Deutschen Bibliotheksverband das Gütesiegel „Buchkindergarten“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel Glück, Gesundheit und Erfolg in 2020

Ganz viel Glück, Gesundheit und Erfolg in 2020 wünschen wir allen hauptamtlichen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Aktiven in den Gemeinschaften, unseren Freiwilligendienst-Leistenden, allen Fördermitgliedern und Spendern, sowie allen Geschäftspartnern und Freunden des DRK Bielefeld.