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Aktuelles 2020

Faceshields aus dem 3D-Drucker

Von links nach rechts: Maria Donner, die die Idee zum Druck der Faceshields hatte mit ihren Kollegen Thorsten Wegner, Manuel Veitenheimer und Hermann Eckseler. In der Mitte: Jörg Husemann vom DRK Bielefeld. (Foto: S. Hiller)
Hermann Eckseler erklärt Jörg Husemann wie die Faceshields im 3D-Drucker entstehen. (Foto: S. Hiller)

Das Tragen von Masken, bzw. Mund-Nasen-Bedeckungen ist inzwischen überall präsent. In manchen Arbeitsbereichen ist diese Art von Virenschutz aber nur bedingt praktikabel. Denn etwas Wichtiges geht unter dem undurchsichtigen Stoff verloren: Die Mimik.

Ein Problem, das auch den Lehrern der Fachbereiche Chemie, Gestaltung, und Medien des Berufskollegs Senne nicht entging. Die Pädagog*innen hatten coronabedingt eine Zeit lang keine Schüler*innen vor Ort – dafür aber eine gute Idee. Der Mann einer Kollegin ist Arzt und berichtete von der Suche nach geeigneten Hilfsmitteln, die schützen, aber die Mimik nicht beeinträchtigen. Lehrerin Maria Donner kam so die zündende Idee: Faceshields aus dem hauseigenen 3D-Drucker. Eigentlich naheliegend - der Bildungsgang Produktdesign blickt auf Erfahrungen aus über 10 Jahren zurück – sie waren 2009 eins der ersten Berufskollege die sich mit der Technik auseinandersetzten. Das passende Gerät war also bereits vor Ort. Das dazugehörige Produktdesign für die Faceshields erstellte das engagierte Team einfach selbst mit einem CAD Programm, das sonst im Unterricht zum Einsatz kommt. Der befreundete Arzt gab wenn nötig Tipps. Nachdem das Kollegium des Berufskollegs so für den kommenden Unterricht ausgestattet war, fragte Lehrer Thorsten Wegner bei gemeinnützigen Organisationen an, ob sie Verwendung und Interesse an den Shields hätten. Bei Jörg Husemann vom DRK Bielefeld fand er mit diesem Angebot einen begeisterten Abnehmer. „Gerade in unseren Kitas und Pflegeheimen ist das ein tolles Hilfsmittel! Die Mimik ist bei hochaltrigen und oft auch demenziell erkrankten Menschen ein ganz wichtiges Mittel der Kommunikation. Meist hören die alten Menschen auch nicht mehr gut und sind auf das Lesen der Mimik angewiesen.“ Und auch im Kitabereich mache es Sinn: „In der Arbeit mit Kindergartenkindern ist es fast unmöglich sich zu schützen –die Kleinsten, erkennen ihre Erzieher*innen mit Mund-Nasen-Schutz nicht mehr“. Und so hat Hermann Eckseler seit Ostern über 100 Stück der Faceshields hergestellt. 7 Tage die Woche, rund um die Uhr liefen die inzwischen sogar drei Apparate – die benachbarte Rudolf-Rempel-Schule stellte für das Projekt auch ihr Gerät zur Verfügung. Insgesamt 6 Lehrer engagieren sich seitdem im Projekt mit viel Herzblut: So kommt Eckseler auch mal sonntags in die Schule, um zu kontrollieren, dass auch alles korrekt funktioniert. Der Förderverein des Kollegs sponserte die notwendigen Klettbänder, und die Plexiglasfolie aus PLA wurden von einer Kollegin gespendet. Am Design und der Funktionalität haben sie immer wieder gefeilt. Inzwischen ist das Schutzvisier etwas breiter geworden, der Sitz optimiert.

Die Schüler*innen des Kollegs wurden zwischenzeitlich über einen Virtuellen Klassenraum unterrichtet. Die Prüfungsjahrgänge dürfen inzwischen auch wieder vor Ort lernen und sehen so die Shields, die ihre Lehrer in der unterrichtsfreien Zeit erstellt haben im Berufskolleg im Praxiseinsatz. Und lernen so was praxisnahe Ausbildung tatsächlich heißt.

Á pro pos Schüler*innen: Wer noch auf der Suche nach einer Ausbildung mit tollen, engagierten Lehrer*innen ist: Die Anmeldefristen für die nächsten Jahrgänge ab August sind aufgrund von Corona verlängert worden. Mehr Infos unter: https://www.bk-senne.de/

 

 

 

 

Iryna Koch zur zweiten Fachbereichsleitung ernannt

Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff (links) und Vorstand Christopher Brandes beglückwünschen Iryna Koch zu ihrer neuen Stelle.

Große Entlastung für Britta Bergmann: Ab sofort ist Iryna Koch neben ihr die zweite Fachbereichsleitung in der Pflege beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Bielefeld.

Seit 2016 arbeitet die 43-jährige bereits für das DRK. Seitdem war sie als Pflegedienstleitung im Carré im Herzen der Altstadt tätig. Die gelernte Altenpflegerin und Betriebswirtin mit Schwerpunkt Management im Gesundheitswesen war bereits im Januar die Wunschkandidatin von Britta Bergmann für die Stelle. Damals hatte diese dem Vorstand signalisiert, dass sie bei der Koordination und Betreuung der 397 Mitarbeiter*innen der Einrichtungen, Wohngruppen und Pflegedienste des DRK Unterstützung benötige.

Als Bergmann dann unerwartet erkrankte, sprang Iryna Koch kurzerhand ein. Nichtsahnend das eine Pandemie vor der Tür stand. In diesen turbulenten Zeiten hat sich die zweifache Mutter glänzend bewährt. Und ist froh, nun mit Britta Bergmann an ihrer Seite im Team arbeiten zu können. “Iryna brauchte überhaupt keine Anlaufzeit. Wir ergänzen uns so gut“, freut sich Bergmann. „Es so schön, sich mit jemandem vom Fach so auf Augenhöhe austauschen zu können“ schwärmt sie weiter. Und auch Iryna Koch ist voll des Lobes: „Wir sind ein super Team. Das Wissen zu teilen macht so viel Spaß“.

Dann: Herzlich Willkommen auf der neuen Stelle und weiterhin viel Erfolg bei dieser anspruchsvollen Aufgabe, liebe Iryna Koch!

 

 

 

 

 

 

Stephan Nau (59) schreibt Corona Tagebuch

Stephan Nau (59) schreibt Corona Tagebuch

Heute am 8. Mai im Jahr 1828 wurde Henry Dunant, der Gründervater des Roten Kreuzes, geboren. Normalerweise nehmen wir diesen Tag zum Anlass, um uns bei der Bielefelder Bevölkerung mit der landesweiten Aktion „Kein kalter Kaffee“, zu bedanken.  Dazu würden wir in den frühen Morgenstunden Kaffee oder Tee verteilen und mit den Menschen ins Gespräch kommen. Aber heute ist alles anders.

Das Corona-Virus hat unseren Alltag fest im Griff. Unsere Helfer*innen schenken heute keine Heißgetränke aus, sondern kümmern sich um andere Aufgaben. Sie gehen für Hilfesuchende Einkaufen, transportieren Atemschutz zu Kommunen und Krankenhäusern, geben Tipps für die Beschäftigung von Kindern, die nicht in die Kita dürfen und vieles mehr. Dies alles im Sinne von Henry Dunants und unserem Grundsatz „Hilfe nach dem Maß der Not“.

Auch die Bielefelder*innen haben sich gemäß diesem Grundsatz verhalten. Unserem Aufruf, Behelfs-Mund-Nasen-Masken zu nähen, sind sie phänomenal gefolgt. Mit bisher über 6.500 Behelfs-Mund-Nasen-Masken haben Sie dazu beigetragen, dass die Arbeit des DRK in der Krise weiter ausgeübt werden kann. Dafür meinen ganz herzlichen Dank.

Auch den Mitarbeiter*innen des DRK Bielefeld gilt mein Dank. Sie arbeiten seit vielen Wochen, sei es in der Pflege, im Fahrdienst, im Hausnotruf, in der Kita, usw., über das normale Maß hinaus. Bei allem Stress bleiben sie menschlich – wie unser Vorbild Henry Dunant. Das komplexe Hilfeleistungssystem des DRK hat sich bewährt. Ganz im Sinne unseres Grundsatzes „Einheit“ arbeiten alle Mitarbeiter*innen, Haupt- und Ehrenamt gemeinsam am Ziel, die Krise zu bewältigen. Dieser Zusammenhalt wird uns auch nach Corona weiter unsere Aufgaben meistern lassen.

Corona bedeutet für uns alle Herausforderung und Verzicht. Seit Wochen können wir Familien, Freunde, Bekannte und Kollegen nur aus der Ferne sehen und hören. Auch mein Alltag hat sich stark verändert. Während ich früher viel Zeit bei Besprechungen in den Räumen des DRK verbracht habe, findet nun das Meiste digital statt. Zwar wird dadurch Fahrzeit gespart, aber der Sozialkontakt wird schwieriger.

Nach der Zeit von Corona werden wir die vielen Einschränkungen sicher nicht vermissen – der menschliche Zusammenhalt, der sich in der Bekämpfung der Krise auch gezeigt hat, sollte uns aber erhalten bleiben.

Das Menschlichkeit ein unverzichtbares Gut im Zusammenleben ist, erfuhr bereits Henry Dunant bei der grausamen Schlacht von Solferino im Jahre 1859 und ließ ihn die Idee vom Roten Kreuz entwickeln.

 

 

 

 

 

Hygienemaßnahmen und Abstandsregel führen zu einem neuen Veranstaltungsort - Blutspende in der Schüco Arena

Julia Paetzmann und Marion Hoock begrüßen die Blutspender*innen im Krombacher Stammtisch, drucken Ihre Unterlagen und erklären Ihnen den Ablauf.
Als Dank erhielt jede/r Spender*in ein Lunchpaket vom DRK-OV Bielefeld-Zentrum und Blumensamen vom DRK-Blutspendedienst West

Das Virus Covid-19 fordert besonderen Maßnahmen bei der Durchführung von Blutspenden. So sind die Anforderungen an Hygienemaßnahmen und Abstandsregel gestiegen und der Platz in vielen Spendeorten reicht nicht aus. Dies war auch für die die geplante Spende am 28.04.20 beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Ortsverein Bielefeld-Zentrum am Rüggesiek so. Aus diesem Grund wurde kurzfristig eine neue Örtlichkeit gesucht.

Zu Hilfe kam dem DRK-Blutspendedienst West und dem DRK-Ortsverein spontan und unbürokratisch der DSC Arminia Bielefeld. Er stellt dem DRK-Blutspendedienst West für die Blutspende den Krombacher Stammtisch zur Verfügung. Nach einer kurzen Besichtigung war den Verantwortlichen des Roten Kreuzes klar, die Blutspende ist gerettet und kann am 28.04. stattfinden. Für die Organisatoren war die Verlegung eine logistische Herausforderung, so musste innerhalb von einer Woche ein Wegekonzept erstellt und die Spender*innen informiert werden. Insgesamt besuchten 72 Spender*innen die Blutspende in der Schüco Arena.

„Dieser erste Probelauf einer Blutspende in der Schüco Arena hat gut funktioniert.“ so Tanja Reimer, Referentin des DRK-Blutspendedienst West „Wir freuen uns auf eine Kooperation mit dem DSC Arminia Bielefeld und auf weitere Termine in der Schüco Arena.“

Thomas Brinkmeier vom DSC Arminia Bielefeld ergänzt: „Die Gesundheit unserer Fans ist für uns eine Herzensangelegenheit. Wir freuen uns, dass wir dem Roten Kreuz kurzfristig helfen konnten.“

Das DRK Bielefeld und der DRK-Blutspendedienst West bedanken sich beim DSC Arminia Bielefeld für seine Spontanität.

Für alle, die den Termin am 28.04.20 nicht wahrnehmen konnten: Es wird in diesem Jahr noch einen Blutspendetermin in der Schüco Arena geben.

 

 

 

 

 

 

Coronavirus: DRK Online-Pflegekurs und Tipps für die Psyche


Der Umgang mit dem neuartigen Coronavirus ist in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt nun einen Online-Kurs zur Verfügung, der die häusliche Pflege von kranken bzw. pflegebedürftigen Personen erleichtert.

Der Online-Kurs ist einfach per Maus-Klick zu absolvieren. Teilnehmer*innen finden dort Wissenswertes, wie sie sich selbst schützen und wie sie ihr Leben organisieren können, wenn sie einen erkrankten Angehörigen pflegen müssen. Die Themen reichen von Hygiene-maßnahmen über Pflegetipps bis hin zu Hilfsmöglichkeiten und Unter-stützung bei psychischer Belastung.

Die Maßnahmen der Schulung sind einfach durchzuführen, erfordern jedoch Disziplin in der Umsetzung und Regelmäßigkeit. Insgesamt 15 Kurzlektionen mit kurzen prägnanten Texten, Bildern und Videos, decken ein breites Spektrum pflegerischer Tätigkeit ab. Inhalte sind zum Beispiel Händewaschen, Schutzmasken und Atemhygiene, Krankenbeobachtung, telefonische Hilfe oder „mit Belastungen umgehen“. Die Kapitel können in beliebiger Reihenfolge durchgearbeitet werden. Am Ende jeden Kapitels gibt es eine praktische Checkliste zum Download. Die Informationen sind unter dem Link drk.kurse-pflege.de abrufbar.

 

 

 

 

 

DRK PIA-Treff startet Projekt „PIA-to-go“

Bunte Tüten mit Spielen, Bastelmaterialien und kleinen Überraschungen gibt es jetzt für die PIA-Kids des DRK

Viele Kinder- und Jugendeinrichtungen nehmen derzeit über soziale Medien wie Facebook oder Instagram Kontakt zu ihrem Klientel auf. Der PIA-Treff (Projekt interkulturelle Arbeit) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) macht seinen Kindern und Jugendlichen jetzt ein Angebot jenseits dieser Plattformen.

Die Idee für „PIA-to-go“ ist einfach: Die Mitarbeiter*innen des PIA packen Tüten mit Spielsachen, Spielen oder Bastelmaterial zum Ausleihen. Darin enthalten sind auch kleine Überraschungen, die die Kinder behalten dürfen wie etwa Schokolade, Überraschungseier, Malbücher oder Minipuzzle.

Die Ausleihe erfolgt durch eine DRK Mitarbeiterin an zunächst zwei Nachmittagen. In dieser Zeit können die Tüten am PIA-Treff abgeholt werden. Die Kinder oder ihre Eltern vereinbaren vorab telefonisch einen Termin. Für die Abholung wird die Tüte dann in den Hausflur des Mehrfamilienhauses im Brombeerweg 1 gestellt. Die Kinder klingeln bei PIA und können die Tüte kontaktlos abholen.

Die Rückgabe läuft dann ebenso. Nach der Ausleihe werden die Tüten bis zur nächsten Ausleihe zur Seite gestellt und gehen so in eine Art Quarantäne. „Hierbei handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass Erkrankte in Kontakt mit der Tüte waren“, sagt PIA-Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler. Zwischen den Ausleihen soll daher immer eine Woche Pause liegen. Soweit das Material es zulässt, werden die ausgeliehenen Spiel- und Bastelmaterialien desinfiziert.

Die Grundausstattung mit Materialien wird mit freundlicher Unterstützung des OLD TABLE 242, des Vereins für die Förderung von Kindern und Jugendlichen in Bielefeld Sennestadt und der Stiftung Michael Skopp finanziert. Da der PIA-Treff laufend auf Unterstützung angewiesen ist, bittet das DRK um eine Spende zugunsten des Vereins für die Förderung von Kindern und Jugendlichen in Bielefeld-Sennestadt, IBAN DE49478601250077006400.

 

 

 

 

DRK eröffnet Kita Traumheide "Freuen uns, wenn wir Kinder betreuen können“

Kita-Leiterin Diana Lehmann freut sich jetzt schon darauf, wenn die ersten Kinder in der Kita Traumheide spielen.
Kita-Leiterin Diana Lehmann hofft, dass bald Kinder im großen Bewegungsraum spielen und toben können. (Foto: Lemke/ DRK)

Mit ihrer Kita ohne Kinder zu starten hätten sich Kita-Leiterin Diana Lehmann und ihr Team sicher nicht im Traum vorstellen können. Dann kam Corona und damit mussten die Pläne und Vorbereitungen, an denen über Monate getüftelt wurde, kurzfristig angepasst werden. Nicht aber der Eröffnungstermin: Planmäßig hat das DRK am 1. April als zehnte Einrichtung seine Kita Traumheide an der Welfenstraße in Baumheide eröffnet.

„Die Mitarbeitenden sind hochmotiviert und freuen sich auf ihre Aufgabe“ sagt Lehmann. Für die 37-Jährige und ihr achtköpfiges Team steht jetzt an erster Stelle, den Kontakt zu den neuen Kindern und ihren Familien aufzubauen. Telefonate, Briefe an die Eltern und Nachbarn, Postkarten mit Fotos der Gruppenräume für die Kinder - das Traumheide-Team lässt sich so einiges einfallen. „Das ersetzt nicht den persönlichen Kontakt, aber wir sind kreativ“.

Auch ohne Kinder haben die Erzieherinnen alle Hände voll zu tun: Die drei Gruppenräume der 530 Quadratmeter großen ebenerdigen Einrichtung und die dazugehörenden Nebenräume werden derzeit mit den letzten Spielmaterialien bestückt. Spezielle Bereiche zum Malen und Basteln, Bauen und Konstruieren oder zum Forschen und Experi-mentieren ermöglichen es den Kindern, sich frei nach ihren Interessen in der Kita zu bewegen. „Zurzeit hält sich immer nur eine Mitarbeiterin in einem Raum auf, so gewährleisten wir größtmöglichen Abstand“, erklärt Lehmann. Zudem betreten die Erzieherinnen ihre Kita nur durch den Garten über den Notausgang ihrer jeweiligen Gruppe.

Persönliche Absprachen mit dem Gesamtteam unterbleiben weitestgehend, sind aber trotzdem gerade in der Startphase erforderlich. „Miteinander zu sprechen ist in der pädagogischen Arbeit ein Muss“, verdeutlicht Lehmann. Also trifft man sich für wenige Minuten mit viel Abstand im lichtdurchfluteten großen Bewegungsraum, um das Nötigste zu klären. Über das Haustelefon können Einzelheiten dann ausführlich besprochen werden. „Es ist schon eine Herausforderung, Arbeitspro-zesse kontaktlos zu gestalten und als Team zusammenzuwachsen“, stellt Lehmann fest, „aber alle ziehen gut mit“.

Verstärkt arbeiten die Mitarbeitenden derzeit an der Konzeption der Einrichtung, die ein „Ort des gesunden Aufwachsens“ sein soll. Ziel ist es, den selbstbewussten, eigenständigen und verantwortungsvollen Umgang von Kindern und Familien mit der eigenen Gesundheit zu fördern. „Darüber können wir jetzt schon viel intensiver in den Austausch kommen“.

Am meisten freut sich Lehmann darauf, „dass wir endlich Kinder in unserer schönen neuen Kita betreuen können“. Immer wieder sieht sie Kinder mit ihren Eltern an den Fenstern stehen. „Alle warten darauf, dass es endlich losgeht“. Ganz oben auf der Wunschliste der Kita-Leiterin steht dann ein Eröffnungsfest mit allen Familien und Nachbarn.

Auf dem 1.640 Quadratmeter großen Grundstück wird derzeit noch das Außengelände fertiggestellt. Dort sorgen dann Schaukeln, eine Matschanlage, eine Rutsche, eine Bobbycar- und Rollerstrecke sowie Baumstämme zum Balancieren für Spaß an der Bewegung im Freien. In der großen Küche soll frisch gekocht werden, „auch mit Früchten, die wir mit den Kindern in unserem Naschgarten ernten wollen“, sagt Lehmann.

16 der 52 Kita-Plätze sind für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren vorgesehen, diese sind bereits vergeben. Für Kinder ab drei Jahren sind noch einige wenige Plätze frei. Eltern können sich darauf über das Online-Portal „Little Bird“ bewerben. Weitere Informationen unter Telefon 0173-2980708 oder E-Mail an info@drk-traumheide.de .

 

 

 

 

 

 

Inner Wheel Club Bielefeld unterstützt PIA-Treff des DRK

“Wir in PIA halten zusammen”- ein Dankeschön der PIA-Kinder an den Inner Wheel Club

 

Bis zu 20 Kinder erhalten im PIA-Treff (Projekt interkulturelle Arbeit) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zweimal in der Woche ein kostenloses Essen. Finanziert wird “Essen für Dich” ausschließlich durch Spenden. Über eine Zusage des Inner Wheel Clubs Bielefeld über 1500 Euro freuten sich nun die Mitarbeitenden des Treffs und der PIA-Förderverein.

Bereits zum sechsten Mal unterstützt der Inner Wheel Club Bielefeld die gute Sache. “Mit der Spende können wir unser Angebot mindestens ein halbes Jahr aufrechterhalten!”, freut sich PIA-Treff-Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler. Die Kinder malten Dankeschön-Bilder, die per E-Mail an die Inner Wheel Damen geschickt wurden.

Möglich wird die Spende der engagierten Frauen zum Beispiel durch einen jährlich stattfindenden Benefiz-Basar. Die nichtstaatliche Serviceorganisation ist seit 30 Jahren in Bielefeld tätig und hat es sich zur Aufgabe gemacht, soziale Projekt, vor allem in Bielefeld und Umgebung zu unterstützen. Hierbei stehen die Belange von Frauen und Kindern, sowie alten Menschen im Vordergrund.

 

 

 

Mund-Nasen-Schutz für unsere Einsatzeinheiten im Bielefelder Katastrophenschutz

Über 600 Masken wurden an nur einem Tag zusammengebaut. Bild: N. Wittkowski

Wieder einmal ein herzliches Dankeschön an unsere tollen ehrenamtlichen Kräfte!

An nur einem Tag haben 9 unserer Einsatzkräfte in zwei Schichten alle 600 von der Stadt Bielefeld zur Verfügung gestellten Bausätze zu Masken zusammengebaut. Angesetzt waren dafür eigentlich zwei Tage!

Im Anschluss wurden die Masken in Sets in Tüten verpackt und in Boxen verstaut. Sie werden so unseren 33 Einsatzkräften in unseren drei Einsatzeinheiten des Bielefelder Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt.

Wir bedanken uns ganz herzlich für so viel Einsatz!

 

 

DRK im Einsatz - Reha-Klinik in Horn-Bad Meinberg geräumt

Verlegung einer Corona-Patientin in eine Bonner Klinik: In Schutzanzügen ist das für die DRK-Helfer Tobias Hafering (v. l.) und Martina Forbrich auch eine körperliche Herausforderung.
Ein Patiententransportzug aus neun Fahrzeugen darunter ein Krankentransportwagen des DRK, wurde aus Bielefeld angefordert, um Patienten der Rehaklinik in andere Kliniken zu bringen.

Nachdem sich mindestens 87 Patienten und 27 Mitarbeiter der Rehabilitationsklinik Rose in Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe) mit dem Coronavirus infiziert haben, musste die Einrichtung seit Freitagmorgen geräumt werden. Die Patienten wurden in andere Reha-Kliniken des Betreibers verlegt, auf umliegende Krankenhäuser verteilt oder in die häusliche Quarantäne entlassen. Mehr als 100 haupt- und ehrenamtliche Helfer waren vor Ort im Einsatz, darunter auch die Rettungssanitäter Tobias Hafering und Martina Forbrich vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Bielefeld. Tobias Hafering hat den Einsatz für uns beschrieben:

„Am Freitag hatte ich als ehrenamtlicher Rettungssanitäter beim Roten Kreuz meinen ersten „echten“ Corona-Einsatz. Der Anruf vom Leiter des DRK Einsatzstabs am Mittag dauert nur wenige Sekunden, er stellte meinen ganzen Tag auf den Kopf.  In Horn-Bad Meinberg musste eine Rehaklinik geräumt werden. Ein Patiententransportzug aus neun Fahrzeugen wurde aus Bielefeld angefordert, um Patienten der Rehaklinik in andere Kliniken zu bringen.

Meine Kollegin kommt samt Krankentransportwagen aus Brackwede. An der Hauptfeuerwache bekommen wir alle, natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand, eine kurze Einweisung, dann geht es im geschlo-ssenen Marschverband mit Blaulicht Richtung Bad Meinberg. Am Bereit-stellungsraum für Rettungsfahrzeuge vor Ort angekommen gibt es schnell noch einen kurzen Imbiss, dann fahren wir mit ein paar Fahrzeugen zur nahegelegenen Rehaklinik.

Unsere Fahrt soll nach Bonn gehen, uns steht also ein langer Tag bevor. Wir tragen jetzt Infektionsschutzanzüge, in denen wir aussehen wie Michelinmännchen. Gut geschützt können wir die Klinik betreten, unsere Patientin auf eine Trage legen und in unser Fahrzeug bringen. Als Fahrer ziehe ich den Schutzanzug wieder aus. Der Fahrerraum soll nicht mit Viren, die eventuell an dem Anzug hängen, verschmutzt werden. Meine Kollegin sitzt während der gesamten Fahrt in voller Montur bei unserer Patientin. Wer mal in einem solchen Anzug steckte weiß, wie sehr man darin schwitzt.

Nach drei Stunden Fahrtzeit können wir in Bonn unsere Patienten am Zielkrankenhaus übergeben. Unseren Patienten geht es Gott sei Dank recht gut. Endlich befreit von den Schutzanzügen geht die Fahrt weiter zur Feuerwache Bonn. Dort desinfizieren wir unser Fahrzeug, also wieder rein in die Infektionsschutzanzüge. Jeder Anzug wird nur einmal verwendet und nach der Benutzung entsorgt. Endlich geht’s nach Hause, nach 12 Stunden ist unser Einsatz um 0.30 Uhr beendet. Genau darum geht es mir und den vielen Ehrenamtlichen beim DRK. Mithelfen, wenn man gebraucht wird. Ein gutes Gefühl.“

 

 

Interview mit den Leitern des Einsatzstabs

DRK Vorstand Christopher Brandes
Rotkreuzbeauftragter Maik Brinkmann

Im Einsatzstab des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bielefeld wird seit Wochen fast rund um die Uhr gearbeitet. Die ehren- und hauptamtlichen Helfer*innen wollen möglichst gut vorbereitet sein, wenn die Zahl der Erkrankten, die Hilfe benötigen, voraussichtlich auch in Bielefeld stark ansteigen wird. Wir haben mit DRK Vorstand Christopher Brandes und dem Rotkreuzbeauftragten Maik Brinkmann gesprochen. Beide leiten gemeinsam den DRK Einsatzstab.

Herr Brandes, Sie sind erst seit November Vorstand des DRK Bielefeld. Hätten Sie geahnt, so schnell in einer Extremlage zu stecken?

Nein. Ich hatte tatsächlich erst wenige Monate zur Eingewöhnung. Seit dem 12. März sind wir im Krisenmodus. Seither sind wir im Einsatzstab und in der DRK Geschäftsstelle maximal gefordert. Dort arbeiten allein in den Büros normalerweise mehr als 60 Menschen, derzeit habe wir möglichst wenige vor Ort, um so das Ansteckungsrisiko zu minimieren. All das ist sehr herausfordernd. Ich bin sehr froh, dass das DRK mit seinen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Strukturen so gut für Krisenzeiten, wie wir sie jetzt erleben, aufgestellt ist. Auch profitieren wir von unseren Erfahrungen aus den Zeiten der SARS-Epidemie und der Flüchtlingskrise.

Herr Brinkmann, wie funktioniert das Krisenmanagement?

Mein Eindruck ist, dass es gut funktioniert. Das Zusammenspiel zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Rotkreuzler*innen, aber auch zwischen DRK und Stadt Bielefeld klappt. Für das DRK ist seit jeher eine der Kernaufgaben, in Zeiten wie diesen handlungsfähig zu sein und zu bleiben. Wir unterstützen die Bevölkerung und die Behörden, indem wir unser gesamtes Hilfeleistungspotenzial koordinieren und zum Einsatz bringen.

Wie hilft das DRK in dieser Ausnahmesituation?

Brinkmann: Unsere Rotkreuzler*innen organisieren Nachbarschaftshilfe, verteilen Schutzausrüstung an Krankenhäuser oder liefern Pakete für den täglichen Bedarf im Auftrag der Stadt an Sozialhilfeempfänger*innen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ganz oben auf der Tagesordnung stehen derzeit die Planungen, wie wir im Rettungsdienst unterstützen können oder wenn die Anzahl der Erkrankten oder der Menschen in Quarantäne steigt. Nebenbei stellen wir auch sicher, dass die Einsatzbereitschaft der DRK-Einsatzgruppen vorhanden ist und bleibt. Unfälle und Unglücksfälle passieren ja unabhängig von der Corona-Krise.

Brandes: Zunächst einmal: Es ist schon außergewöhnlich, wie hoch engagiert unsere ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden sind. Besonders gefordert sind sicher derzeit unsere Fachkräfte in der Pflege und im Fahrdienst. Wir setzen alles daran, neben dem Behelfs-Mundschutz ausreichend höherwertiges Schutzmaterial für eine mögliche Corona-Ansteckung in unseren Einrichtungen zu organisieren. In den Kitas und den Offenen Ganztagsschulen bieten wir Notbetreuung an. Beratungen erfolgen jetzt telefonisch oder online. In allen Abteilungen haben wir vieles umorganisiert, um auch angesichts der geltenden Abstandsregelungen weiter helfen zu können. Alle rücken mehr zusammen, das ist deutlich zu spüren.

Welche Auswirklungen hat die Situation auf die Arbeit und Organisation des DRK?

Brinkmann: DRK Präsident Stephan Nau hat aufgrund der Tragweite der Pandemie schon frühzeitig den Krisenfall ausgerufen. Seitdem arbeiten wir im Krisenmodus mit einer veränderten Organisationsstruktur. Deren zentrales Steuerungsinstrument ist der Einsatzstab. Ehren- und hauptamtliche Rotkreuzler*innen sind als Spezialist*innen für verschiedenen Bereiche vertreten. Mitglieder des Einsatzstabes beraten den Leiter bei der Beurteilung der Lage, bereiten Entscheidungen vor, koordinieren und überwachen die Maßnahmen. Dazu werden tagtäglich Informationen zusammengetragen und weitergegeben. So können wir im Bedarfsfall schnell reagieren. Für keinen von uns hört die Arbeit zu einer bestimmten Uhrzeit auf. Im Moment zählt allein, dass wir diese schwierige Zeit gut zusammen meistern.

Brandes: Die Mitglieder des Einsatzstabs, die Kreisrotkreuzleitung, Abteilungsleiter*innen und Vertreter*innen der Betriebsräte sind in ständigem Austausch. Die Situation ist dynamisch und hat sehr unterschiedliche Auswirklungen auf die verschiedenen Bereiche. Wir sind ja ein Verband mit vielen verschiedenen Aufgaben. Die Geschäftsstelle, das IPE und das Bildungswerk sind geschlossen, manche Mitarbeiter*innen arbeiten von Zuhause. In der Pflege, Logistik und Versorgung dagegen arbeiten die Rotkreuzler*innen am Anschlag. Es variiert zwischen Stillstand, Ausnahmezustand und vielem dazwischen. Die Hilfsbereitschaft aus den eigenen Reihen, aber auch in der Bevölkerung ist enorm. Schon jetzt gibt es Mitarbeitende, die in der Pflege aushelfen. Wenn die Erkrankungswelle in den nächsten Wochen steigt, wollen wir Engpässen vorbeugen. Dafür treffen wir jetzt schon Vorkehrungen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag derzeit aus?

Brinkmann: Der Einsatzstab kommt je nach Lage mindestens alle zwei Tage, manchmal aber täglich zusammen. Den persönlichen Kontakt versuchen wir dabei weitestgehend zu vermeiden. Stattdessen sind wir über einen Messengerdienst und über Online-Konferenzen miteinander verbunden. Auch am Wochenende und abends stehen wir im Kontakt miteinander, notfalls 24 Stunden am Tag. Damit sichern wir einen schnellen Austausch und kurze Entscheidungswege.

Brandes: Mit den vielen Kolleg*innen im Homeoffice sind wir mit „GoToMeeting“ gut vernetzt.  In zahlreichen Telefonaten und Video-Konferenzen stimmen wir tagesaktuell die weiteren Schritte ab. Auch besprechen wir uns deutlich häufiger mit den Vertreter*innen der Stadt, den anderen Wohlfahrtsverbänden und unseren Betriebsräten. Permanent sind neue Entscheidungen zu treffen, um zeitnah auf neue Situationen reagieren zu können. Dazu kommen das Lesen und Beantworten von E-Mails. Unser oberstes Ziel ist es, bestmöglich auf einen Corona-Ausbruch im DRK vorbereitet zu sein. Wir arbeiten hart an passgenauen Lösungen, um unsere Klienten zu versorgen und die Arbeitsplätze durch die Krise führen. 

Wie erleben Sie derzeit die Arbeitsatmosphäre im Einsatzstab und im DRK insgesamt?

Brinkmann: In diesen Zeiten leisten die Rotkreuzler*innen im Stab einen wichtigen Beitrag, das DRK Bielefeld leistungs- und durchhaltefähig zu halten, alle Aufgaben zu organisieren und zu steuern. Hauptamtliche und ehrenamtlichen Kräfte arbeiten eng, effektiv und erfolgreich zusammen. Das DRK ist dadurch gut aufgestellt. Das macht uns auch ein bisschen stolz. Allen Beteiligten, die auch private Interessen dafür in den Hintergrund stellen, gilt daher unser besonderer Dank.

Brandes: Die Stimmung ist gut, die Atmosphäre konzentriert. Alle sind engagiert und gehen mit der Situation professionell um, halten sich an die Hygieneregeln. Die Abstandsregel wird eingehalten und trotzdem rücken alle mehr zusammen. Wir können die Krise nur zusammen meistern. Das ist deutlich zu spüren. Bei aller Sorge in dieser Zeit ist das dann auch ein gutes Gefühl. Mir zeigt das noch einmal, dass die Entscheidung zum DRK zu kommen, richtig war. Wir Rotkreuzler*innen sind auch in schweren Zeiten für alle Menschen da, die unsere Hilfe benötigen!

Vielen Dank für das Gespräch und bleiben Sie gesund.

 

 

2.500 selbstgenähte Behelfsmasken für Pflege und Fahrdienst

Ein großes Danke im Namen aller Pflegefachkräfte des DRK für 2.500 gespendete Behelfs-Masken sagen Gabriela Demski (v. l.), Daniela Engelbrecht, Lena Nickel, Iryna Koch, Heide Kirchhübel, Maline Steinke.

Damit hatte wohl niemand gerechnet:  Innerhalb von nur zwei Wochen sind beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Bielefeld in der August-Bebel-Straße rund 2.500 selbstgenähte Masken abgegeben worden. Das DRK hatte einen Aufruf mit einer zu dem Zeitpunkt ungewöhnlichen Bitte gestartet: Angesichts befürchteter Engpässe im Bereich von Mund-Nase-Schutzmasken sollten Bielefelder*innen selbst aktiv werden und sogenannte Behelfs-Mund-Nasenschutz-Masken (BMNS) nähen. Aus dünnem kochfesten Baumwollstoff, damit diese heiß gewaschen und wiederverwertet werden können.

Über die lokalen Zeitungen, Radio Bielefeld, Facebook und die eigene Homepage verbreitete sich der Aufruf wie ein Lauffeuer. Bereits am nächsten Tag konnten die Rotkreuzler*innen die ersten selbstgenähten Masken aus der vor dem Eingang der Geschäftsstelle platzierten Spendenbox entnehmen. Viele davon aus bunten Stoffen gefertigt, oft mit aufmunternden Botschaften versehen: „Macht weiter so“ oder „Danke, dass ihr für uns da seid“ war dort in meist bunten Buchstaben zu lesen.

„Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Bielefelder*innen“, sagt DRK Vorstand Christopher Brandes. Mit so einer Resonanz habe niemand beim DRK gerechnet. Die Unterstützung durch Rotkreuzler*innen sei für viele Hilfebedürftige in der Corona-Krise noch wichtiger geworden. „Für unsere haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte ist jede Maske ein stoffgewordenes Weiter so“ betont DRK auch Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff.

Als einer der ersten hat „fast52“, ein Bielefelder Sportbekleidungsunternehmen, 200 mit dem DRK-Logo bedruckte Masken gespendet. Zudem nähen etwa 30 Modestudierende der Fachhochschule BMNS für das DRK. Alle eingehenden Masken werden in der nahegelegenen DRK Kita Weltweit von Mitarbeitenden und Freiwilligen heiß gebügelt, anschließend werden sie in Zweierpäckchen eingetütet und verschweißt. 800 dieser Tütchen gehen nun als Erstes an Pflegefachkräfte des DRK – dorthin, wo sie aktuell am dringendsten gebraucht werden. Auch die Mitarbeiter*innen des DRK Fahrdienst sind froh über die Behelfsmasken. Seit einer Woche fahren sie Lebensmittel für ältere Menschen und Menschen in Quarantäne aus, die sich selbst nicht versorgen können.

Auch wenn allen bewusst ist, dass die Stoffmasken ein Behelf sind, um Menschen vor einer Infektion durch DRK Mitarbeitende zu schützen, sind sie froh, zumindest diese nun nutzen zu können. Auf eine Lieferung zertifizierter Masken wartet das DRK bereits seit Wochen. Wann und ob sie eintreffen, mag niemand mehr genau vorherzusagen. „Wir möchten den Bielefelder*innen wirklich ein ganz dickes Dankeschön sagen“ ist Daniel Heihoff wichtig. „Der Höhepunkt der Pandemie liegt in Deutschland noch vor uns“. Die Anzahl der Menschen, die das DRK etwa in der Quarantäne versorgen werde, werde noch immens steigen. „Wenn Sie die Möglichkeit haben – bitte nähen Sie weiter für uns. Wir freuen uns über jede einzelne Maske!“. Das Rote Kreuz sei in dieser Zeit mehr denn je auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen, betont der Kreisrotkreuzleiter. Um die dem DRK anvertrauten Menschen auch in Zeiten der Corona-Krise umfassend unterstützen zu können, bittet Heihoff um Spenden für die „Corona-Hilfe“. Spenden-Konto: Deutsches Rotes Kreuz Bielefeld, Verwendungszweck: Corona-Hilfe, IBAN:  DE19 3702 0500 0005 0014 01 .

Masken können direkt beim DRK an der August-Bebel-Straße 8 abgegeben werden. Von montags bis donnerstags steht in der Zeit von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 13 Uhr eine bewachte Box vor dem Eingang, in die die gespendeten Masken kontaktlos geworfen werden können. Benötigt werden zudem Materialspenden. Eine Nähanleitung findet man auf der Internetseite des DRK in Bielefeld unter www.drk-bielefeld.de/angebote/zusammen-zuhause.  Auf Wunsch sendet das DRK eine Nähanleitung zu. Interessierte können sich unter der Telefonnummer (05 21) 52 99 8 33 oder per E-Mail an hilfe@drk-bielefeld.de melden.

 

Beratungsangebote für Migrantinnen und Migranten

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Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und unsere Mitarbeitenden zu schützen, beraten wir Migrantinnen und Migranten zurzeit ausschließlich telefonisch, über E-Mail und zum Teil über Mbeon App. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

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Migrationsberatung

Hatice Gümüs

Hatice.guemues[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0521-32 98 98 735 oder

0173-29 80 671

Mo – Fr 7:30 – 16:30 Uhr

Auch MBE Online Beratung über https://www.mbeon.de/home/ oder mbeon app

Berater: DRK Bielefeld, Frau Gümüs

Migrationsberatung

Tatjana Trembatsch

Tatiana.trembatch[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0521 – 32 98 98 37 oder

0178-90 90 337

Mo – Fr 9:00 – 17:00 Uhr

Migrationsberatung

Lütfiye Polat

Luetfiye.polat[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0521 - 32 98 98 105

Mo 10:00 - 15:30 Uhr, Mi 8:00 – 14:00 Uhr, Do 8:00 – 17:00 Uhr

Migrationsberatung

Isabella Dirks

Isabella.dirks[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0521-329898738 oder

0178-90 90 389

Mo und Mi 9:00 – 13:00 Uhr, Fr 10:00 – 15:00 Uhr

Verfahrensberatung

Richard Reifengerst

Richard.reifengerst[at]drk-sozial[dot]de

Telefon 0163-74 00 353

Mo – Do 8:00 - 17:00 Uhr, Fr 8:00 – 14:00 Uhr

Regionale Flüchtlingsberatung / Ausreise- und Perspektivberatung

Margarete Rühl

ruehl[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178- 90 90 354,

Mo – Fr 9:30 – 13:00 Uhr, 13:30-17:30 Uhr

Veronika Voigt-Steinbrich

voigt-steinbrich[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178-90 90 499

Mo – Do 9:00 – 13:00 Uhr, 13:30 – 17:00 Uhr

Ausreise- und Perspektivberatung

Mehmet Ali Ölmez

oelmez[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178- 90 90 836

Di, Mi, Do 09:00-12:00 Uhr, 12:30-15:30 Uhr

Suchdienst und Familienzusammenführung

Lilli Giesbrecht                    

giesbrecht[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0521-529 98 39

Di 8:00 – 12:30 Uhr und 13:00 – 16:30 Uhr, Do 8:30 – 12:30 Uhr und 13:00 –17:00 Uhr

Patenschaftsprojekt „Menschen stärken Menschen“

Flora Rodriguez                 

rodriguez[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178-90 90 464    

Mo-Do 13:30-17:00 Uhr, Fr 08:00-13:00 Uhr

Projekt Streitkultur

Gisela Kohlhage                

kohlhage[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 0178-90 90 316

Mo – Fr 08:00-12:00 Uhr

Integrationsagentur/ MiMi-Projekt

Julia Böcker 

boecker[at]drk-bielefeld[dot]de

Telefon 01789090335

Mo-Fr  08:30- 13:00 Uhr, 13:30-16:30 Uhr

 

AGW-Hotline für alle - Corona: Servicetelefon der Bielefelder Sozialdienstleister

Banner Hungersnot in Afrika - jetzt spenden!

Die Anbieter sozialer Leistungen in Bielefeld, die sich in der AGW zusammengeschlossen haben, starten ein gemeinsames Unterstützungsprojekt: Ab sofort steht eine Hotline bereit für alle, die in dieser Zeit der Krise einen Gesprächspartner, eine Gesprächspartnerin suchen. Für die Menschen ansprechbar bleiben, Unterstützung vermitteln oder Sorgen begleiten sind die Ziele.

Täglich von 09:00 bis 15:00 Uhr sind das

Kontakttelefon für Kinder, Jugendliche und Familien unter

0521 988 92-900 und das

Kontakttelefon für Seniorinnen und Senioren unter

0521 988 92-800 erreichbar.

Die Arbeitsgemeinschaft der Bielefelder Wohlfahrtsverbände und der Bielefelder Jugendring bündeln hier ihre Kraft und Erfahrung, um gemeinsam mehr Unterstützungsmöglichkeiten gegen die derzeitigen Unsicherheiten aufzubieten.

Wer sich in ehrenamtlich engagieren möchte, trifft bei den Koordinierenden der Freiwilligenagentur auf offene Ohren: Telefon 0521 32 99 530.

Ulrich Paus
Vorsitzender der AGW

Coronavirus: DRK Bielefeld bittet um Spenden

Der Rotkreuzbeauftragte Maik Brinkmann (von links) leitet den DRK Einsatzstab, dem auch der Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff und Kreisrotkreuzleiterin Janine Faltynski angehören. Sämtliche Hilfeleistungen werden von hier aus koordiniert.

Mit jedem Tag wird deutlicher, welch gravierende Folgen die Corona-Krise für jeden einzelnen von uns hat. Die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, können wir nur gemeinsam meistern. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Bielefeld kümmert sich um Menschen, die gerade jetzt dringend auf unsere Hilfe angewiesen sind. Unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden leisten tagtäglich mit ihrem persönlichen Einsatz Außergewöhnliches.

·         Sie pflegen und versorgen Pflegebedürftige, alte, psychisch kranke und zum Teil demente Menschen ambulant und in unseren Wohngruppen.

·         Sie kümmern sich um Kinder von Eltern, die in Berufen der „kritischen Infrastruktur“ unverzichtbare Aufgaben für unsere Gesellschaft übernehmen.

·         Sie ermöglichen kranken Menschen und solchen mit Behinderungen, wichtige Fahrten zu Ärzten oder lebensnotwendigen Therapien zu unternehmen.

·         Sie informieren Migrant*innen über Schutzmöglichkeiten, Quarantäne und Wissenswertes rund um das Coronavirus. Sie beraten telefonisch zu allen Fragen rund um das Asylverfahren, Maßnahmen zur Integration oder auch zu deren Wunsch, wieder nach Hause zurückzukehren.

·         Sie sind im Einsatzstab rund um die Uhr erreichbar, beobachten und bewerten die tagesaktuelle Lage und koordinieren sämtliche Hilfeleistungen, mit denen das DRK in Bielefeld Bedürftige unterstützt. Mit großem Engagement leisten 13 Rotkreuzler hier unzählige Stunden, um sich um die Vielzahl an Anfragen und Aufträgen zu kümmern.

·         Sie sind zu jeder Zeit einsatzbereit, holen beispielsweise im Rahmen eines nächtlichen Einsatzes am 21. März Atemschutzmasken aus Düsseldorf ab und verteilen diese an Bielefelder Krankenhäuser.

·         Sie kaufen für Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen ein, um deren Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus so gering wie möglich zu halten.

·         Sie unterstützen dabei, wertvolle Spenden aus der Bevölkerung von selbstgenähten Behelf-Mund-Nasen-Schutzmasken zu sammeln, zu reinigen und zu verteilen.

·         Sie stehen in ständigem Kontakt mit den Behörden in Bielefeld, stimmen sich mit den Krisenstäben ab und beraten diese.

·         Sie unterstützen das Gesundheitsamt und das Bürger-Service-Telefon der Stadt Bielefeld.

·         Sie haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen in unserer Stadt und helfen ihnen nach Maß der Not.

Auch Sie können einen aktiven Beitrag - über die Vermeidung unnötiger Kontakte hinaus - leisten. Unterstützen Sie hilfsbedürftige Menschen in Ihrer Nachbarschaft, indem Sie für sie Besorgungen oder Einkäufe erledigen. Spenden Sie Blut, um die medizinische Versorgung mit Blutpräparaten sicherzustellen. Oder helfen Sie uns mit Ihrer Spende zugunsten des Corona-Hilfe-Spendenkontos des DRK in Bielefeld. Damit ermöglichen Sie uns, die uns anvertrauten Menschen auch in Zeiten der Corona-Krise umfassend zu unterstützen. Dafür danken wir Ihnen von Herzen. Bleiben Sie gesund!

Konto: DRK Kreisverband Bielefeld e.V.

IBAN:  DE19 3702 0500 0005 0014 01

BIC: BFSW DE33 XXX

Stichwort: Corona-Hilfe  

 

Aufklärung zum Coronavirus für Geflüchtete und Migrant*innen - „Corona-Initiative“ des Ethno-Medizinischen Zentrum informiert online in 15 Sprachen

Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. (EMZ) stellt ab sofort Faltblätter und E-Paper mit Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 online. Aktuell können diese in 15 verschiedenen Sprachen im Internet gelesen werden. Zusätzlich stehen PDF-Dateien zum Download bereit. Das Angebot ist auch auf Mobilgeräte angepasst und kann abgerufen werden unter:

http://corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info . Mit dem Betätigen des Links verlassen Sie unsere Internetseite.

Wesentliche Hinweise zu Schutzmöglichkeiten, Regeln zur Quarantäne und Wissenswertes im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind zusammengefasst. Das Angebot richtet sich an Geflüchtete, Migrant*innen und Tourist*innen.

Die Coronavirus-Informationen wurden im Rahmen ehrenamtlicher Arbeit und in Zusammenarbeit mit Expert*innen und Fachübersetzer*innen im EMZ erstellt.

Corona: Schutzverordnung des Landes NRW - DRK bittet um Blutspenden

(Foto Zelck DRK)

Auch in Zeiten des Coronavirus werden dringend Blutspenden benötigt, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Blutspendetermine als Veranstaltungen der öffentlichen Daseinsfür- und -vorsorge sind vom Veranstaltungsverbot der Landesregierung NRW ausdrücklich ausgenommen. Wer also gesund und fit ist, darf Blut spenden.

Die nächsten Blutspendetermine des DRK in Bielefeld sind am 26. März von 16 bis 20 Uhr im DRK Zentrum Brackwede, Arnsberger Straße 15, und am 31. März von 16 bis 20 Uhr in der Martin-Niemöller-Schule Apfelstraße 210. Der DRK Blutspendedienst West hat zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Termine noch sicherer zu gestalten. Informationen zur Blutspende in Zeiten des Coronavirus und zu weiteren Blutspendeterminen gibt es unter www.drk-blutspende.de.

 

 

DRK unterstützt kurzfristige Austeilung von Schutzmasken an Krankenhäuser in NRW

Foto: Michael Maas (DRK Landesvorhaltung Nordrhein) Zahlreiche LKW des Roten Kreuzes sorgten für den Transport der Schutzmasken.

Düsseldorf, 21.03.2020.
Auf Bitten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW) konnten die 67 Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes in NRW in der vergangenen Nacht eine kurzfristig eingetroffene Lieferung von Atemschutzmasken an vorgegebene Krankenhäuser in ihren Kreisen und kreisfreien Städten verteilen.Das Gesundheitsministerium NRW hatte die Ankunft der Masken avisiert, so dass alle Kreisverbände einen zentralen Umschlagplatz anfuhren und im Anschluss die Masken noch in der Nacht an die Krankenhäuser ihres Standortesübergeben konnten. Somit konnte innerhalb kurzer Zeit die flächendeckende Verteilung der Masken sichergestellt werden um die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort weiter zu gewährleisten. Das DRK war mit 120 Einsatzkräften in derNacht im Einsatz.

 

 

(05 21) 52 99 8 33 - DRK richtet Hotline für Hilfebedürftige und Freiwillige ein

(Foto Zelck DRK)

Immer mehr Bielefelder*innen müssen wegen des sich ausbreitenden Coronavirus zu Hause bleiben. Entweder, weil sie selbst erkrankt sind, mit Infizierten Kontakt hatten oder in Risikogebieten Urlaub gemacht haben. Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, erhalten ab sofort Hilfe beim DRK. Dort wurde eine Hotline eingerichtet, wo Einkaufshilfen vermittelt und weitere Hilfestellungen angeboten werden.

Unter der Telefonnummer (05 21) 52 99 8 33 oder über E-Mail an hilfe[at]drk-bielefeld[dot]de können sich von Corona Betroffene, aber auch alte und kranke Menschen, die zu Risikogruppen zählen, melden. „Wir helfen allen, die ihre Einkäufe und Besorgungen nicht selbst erledigen können oder dürfen“, sagt Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff. Das DRK greife dabei sowohl auf ehrenamtliche als auch auf hauptamtliche Helferinnen und Helfer zurück. Auch Dolmetscher*innen stünden zur Verfügung. Die Hotline ist montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr erreichbar.

Derweil melden sich immer mehr Freiwillige, die die Arbeit des Roten Kreuzes unterstützen möchten. „Die Hilfsbereitschaft ist groß“, so Heihoff. Wer mithelfen möchte, könne ebenfalls bei der Hotline anrufen. „Manche Menschen haben Angst, fühlen sich einsam oder brauchen einfach jemanden zum Reden“. Auch für solche Fälle würden Helfer*innen gesucht.

Das DRK in Bielefeld bündele alle zur Verfügung stehenden Kräfte und Mittel, um in dieser besonderen Situation seine Rolle als Hilfsorganisation wahrnehmen zu können, erklärt DRK Präsident Stephan Nau. „Unser Ziel ist, die Versorgung Hilfebedürftiger sicherzustellen“. Koordiniert werden die anfallenden Aufgaben durch den Krisenstab. Dieser besteht aus Ehren- und Hauptamtlichen mit zugewiesenen Aufgaben wie Personal oder Logistik. Dass jetzt Termine und Veranstaltungen ausfielen, habe zur Folge, dass man sich voll auf die aktuelle Lage konzentrieren könne, so Nau.

Haupt- und ehrenamtliche Rotkreuzler unterstützen derzeit bereits die Coronavirus-Hotline der Stadt Bielefeld und des Gesundheitsamtes. Weitere Kräfte würden bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Zudem wird derzeit eine Unterstützung des Gesundheitsamtes bei der Probenentnahme geprüft.

„Der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der uns anvertrauten Personen hat oberste Priorität“, betont Nau. Deswegen hat das DRK alle seine Einrichtungen für Besucher geschlossen. Beratungen können aber nach wie vor telefonisch geführt werden. Mitarbeitende in der Pflege und im Fahrdienst schützen ihre Klient*innen durch Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. „Damit wollen wir einen Beitrag leisten, dass das Virus nicht durch unsere Mitarbeitenden übertragen wird“, sagt Nau. 

Der medizinische Fahrdienst und der Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen wurde auf dringend notwendige Fahrten begrenzt. In den Kitas und Offenen Ganztagsschulen in Trägerschaft des DRK wird ein Notbetrieb für Kinder von Berufstätigen, die in „Schlüsselpositionen“ arbeiten, aufrechterhalten. Bis auf Weiteres sind auch sämtliche Erste-Hilfe-Kurse und Angebote zur beruflichen und persönlichen Fortbildung abgesagt. Bis zum 30. April sind davon über 800 Teilnehmer*innen betroffen.

Das DRK weist darauf hin, dass auch in Zeiten des Coronavirus dringend Blutspenden benötigt werden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Der DRK Blutspendedienst West hat zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Termine noch sicherer zu gestalten. Informationen zu geplanten Blutspendeterminen gibt es unter www.drk-blutspende.de .

Das DRK bittet um Spenden zugunsten des „Corona-Nothilfefonds“. Spendenkonto: Deutsches Rotes Kreuz, Stichwort „Corona-Nothilfefonds“, IBAN: DE63370205000005023307 .

Wegen Knappheit: DRK bittet um Mithilfe - Bielefelder sollen Schutzmasken nähen

Bunte, selbstgenähte Masken der Bielefelder schützen nicht nur die Klienten des DRK, sondern sorgen für einen Farbtupfer im Arbeitsalltag. Iryna Koch und Oliver Könnecke vom DRK sind begeistert.

Mund- und Nasenschutzmasken sind in Apotheken schon lange nicht mehr zu kaufen. Aufgrund der Corona-Pandemie werden Schutzartikel jetzt auch beim medizinischen Personal knapp. Die Lieferengpässe bekommt auch das Deutsche Roten Kreuz (DRK) zu spüren. „Es wird immer schwerer, überhaupt noch Schutzmasken zu bekommen,“ sagt Kreisrotkreuzleiter Daniel Heihoff. Geplante Auslieferungen werden ohne Angabe eines neuen Liefertermins verschoben. „Wir müssen vorsorgen“. Denn wie lange die Corona-Krise andauere, könne derzeit niemand absehen.

Mithilfe der Bielefelder Bevölkerung will man beim DRK möglichen Engpässen vorbeugen. Das Rote Kreuz bittet daher darum, selbstgenähte Schutzmasken bei der Geschäftsstelle abzugeben. Angesprochen werden sollen in erste Linie Privatpersonen, aber auch Firmen und Organisationen wie etwa Werkstätten für behinderte Menschen, die auf Weisung der Behörden ihre Einrichtungen schließen mussten. „Wir sind dankbar für jeden, der in seinem Umfeld für die Aktion wirbt und selbst aktiv wird“, so Heihoff.

Die Idee dazu stammt ursprünglich von der Stadt Essen. Die Verantwortlichen dort hatten auf Ihrer Webseite eine achtseitige Nähanleitung für die Herstellung eines einfachen, wiederverwendbaren BMNS (Behelfs-Mund-Nasen-Schutz) veröffentlicht. Vorgesehen ist der Schutz vorrangig für Mitarbeitende in der Pflege und im Fahrdienst. „Damit wollen wir Risikopersonen, die gerade jetzt auf unsere Hilfe angewiesen sind, vor einer Infektion mit dem Corona-Virus schützen“. Sollten sich die Lieferengpässe verschärfen, könnten über die Stadt Bielefeld auch die Krankenhäuser auf die Bestände zurückgreifen, betont Heihoff.

Für den Mehrweg-Mund-Nasen-Schutz werden kochfester Baumwollstoff, etwa aus einer Stoffwindel oder einem T-Shirt, und ein Draht zum Fixieren im Nasenbereich benötigt. Um die Maske zu nähen, braucht man zudem Nähutensilien wie Nähmaschine, Schere und Bügeleisen. Nach der Benutzung müsse die Maske einfach gewaschen und getrocknet werden. Der selbstgemachte Schutz sei weder geprüft noch zertifiziert, betont die Stadt Essen in der Anleitung. „Für unsere haupt- und ehrenamtlichen Kräfte, die sich tagtäglich um Hilfebedürftige kümmern, sind selbstgenähte Schutzmasken eine sinnvolle Alternative, falls es zu weiteren Lieferengpässen kommt“, sagt Heihoff.

Abgegeben werden können die BMNS montags bis freitags in der Zeit von 7.30 bis 16 Uhr und freitags von 7.30 bis 13 in der August-Bebel-Straße 8. Am Eingang der DRK Geschäftsstelle ist eine Box platziert, in der die Masken abgelegt werden können. „Um sicherzustellen, dass die Masken nicht entwendet werden, stellen wir die Box unter Beaufsichtigung“, kündigt Heihoff an. Gleichzeitig werde so gewährleistet, dass bei der Übergabe der Masken das Infektionsrisiko minimiert sei. Die Anleitung finden Sie hier

Wichtige Informationen zum Behelfs-Mund-Nasen-Schutz

·  Handgenähte Behelfs-Mund-Nasen-Schutzmasken (BMNS) sind keine zertifizierten Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS).

·   BMNS dienen als Hilfsmittel, um bei Lieferengpässen einen behelfsmäßigen Schutz zu gewähren.

·   Ein BMNS kann die Übertragung durch Tröpfchen vermindern.

·   Ein BMNS stellt keinen Selbstschutz dar, sondern vermindert die Verbreitung von Tröpfchen durch den Träger.

 

 

 

 

Coronavirus: DRK ruft zu Spenden für Nothilfefonds auf

(Foto: Pixabay)

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat die Bevölkerung zu Spenden für einen Corona-Nothilfefonds aufgerufen. „Die derzeitige Lage zeigt, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind. Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind noch nicht absehbar.

Umso wichtiger ist es, dass alles unternommen wird, um mit den Spenden Menschen in dieser schwierigen Situation nach dem Maß der Not zu helfen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um als nationale Hilfsgesellschaft die Behörden bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen.

So betreute das DRK insgesamt 159 China-Rückkehrer unter anderem in Germersheim in Rheinland-Pfalz, Berlin-Köpenick und Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Darüber hinaus hat das DRK mehrere mobile Arztpraxen im Einsatz, um Krankenhäuser und Kliniken zu entlasten, und betreut zahlreiche Fiebermessstationen.Durch die Spenden für den Corona-Nothilfefonds sollen Ehrenamtliche und wichtige Hilfsaktionen unterstützt werden. Zahlreiche Freiwillige sind zum Beispiel engagiert, um älteren und bedürftigen Menschen zu helfen, Lebensmittel-Bringdienste zu organisieren, Pflegepersonal und Bewohner in Seniorenheimen zu unterstützen und die psycho-soziale Betreuung zu übernehmen. „In diesen außerordentlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, dass niemand allein gelassen wird“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Mit bundesweit mehr als 435.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 175.000 hauptamtlichen Mitarbeitern sei das Deutsche Rote Kreuz gut aufgestellt, um Menschen in Not helfen zu können, erklärt Hasselfeldt.

Das DRK bittet um Spenden für den Nothilfefonds:

IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Corona-Nothilfefonds


Weitere Infos unter: https://www.drk.de/spenden/corona-nothilfsfonds/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Coronavirus Hygiene-Tipps mehrsprachig


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK-Kitas ab dem 16.3.2020 geschlossen

(Foto Zelck DRK)

Die Landesregierung NRW hat angeordnet, dass in Nordrhein-Westfalen alle Schulen und Kitas ab dem 16.03. bis mindestens 19.04.2020 geschlossen werden. Damit soll die Infektionskette des Corona-Virus eingedämmt und seine Ausbreitung verlangsamt werden.

Für Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen gewährleistet das DRK in Bielefeld unter bestimmten Voraussetzungen eine Notbetreuung. Dieses Angebot kann lediglich in Anspruch genommen werden, wenn beide Elternteile Berufsgruppen angehören, die in kritischen Infrastrukturen tätig sind, beziehungsweise von Alleinerziehenden, die in diesen Berufsgruppen tätig sind.

Eine Liste der betroffenen Berufsgruppen hat das Familienministerium am Sonntag (15.03.2020) veröffentlicht. Dazu zählt die Landesregierung folgende Branchen:

    Energie wie Strom, Gas, Kraftstoffversorgung

    Wasser, Entsorgung

    Ernährung, Hygiene

    Informationstechnik und Telekommunikation

    Gesundheit

    Finanz- und Wirtschaftswesen wie Banken und Jobcenter

    Transport und Verkehr

    Medien

    staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune)

    Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe

Betroffene Eltern dieser Berufsgruppen, die die Betreuung nicht anderweitig organisieren können, müssen eine Bescheinigung durch ihre Arbeitgeber ausfüllen lassen und beim DRK, Fachbereichsleitung Kitas, Petra Schlegel einreichen.

Das DRK Bielefeld bittet alle Eltern für die Notwendigkeit dieser Maßnahmen um Verständnis, da sie zur Eindämmung der Ausbreitung der durch das Corona-Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 in Bielefeld dienen.

Weitere Informationen im Kontext der Coronavirus-Pandemie finden Sie fortlaufend auf unserer Homepage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Veranstaltungen des DRK Bildungswerks fallen bis auf Weiteres aus

(Foto Zelck DRK)

Die Gesundheit unserer Kursbesucher*innen ist uns ein großes Anliegen!

Aufgrund der aktuellen Ereignisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus stellt das Bildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bielefeld seinen Kursbetrieb bis auf Weiteres, d.h. bis mindestens zum 19.04.2020, ein.

Damit verfallen alle für den Zeitraum getätigten Anmeldungen.

Sie können bereits jetzt neue Anmeldungen für zukünftige Kurse auf der Seite des DRK Bildungswerks. Zudem werden im zweiten Halbjahr 2020 zusätzliche Kurse angeboten.

Wir hoffen unter den besonderen Umständen auf Ihr Verständnis. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.drk-bildung.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Berichterstattung über die DRK Kita Lummerland - „Wir schützen das Wohl der uns anvertrauten Kinder“

(Foto Zelck DRK)

Im Rahmen eines arbeitsrechtlichen Verfahrens gegen eine ehemalige Mitarbeiterin wurden erneut Vorwürfe der Kindeswohlgefährdung und der Vertuschung dieser Vorwürfe durch eine andere Mitarbeiterin und die Kita-Leitung der DRK Kita Lummerland erhoben. Die örtlichen Medien haben am 10. und 11. März über das Thema berichtet.

Wir stellen klar:

Der DRK-Kreisverband Bielefeld nimmt seine Aufgaben sehr ernst; so steht bei unserer Arbeit in unseren DRK-Kitas das Kindeswohl an erster Stelle.

Nach sorgfältiger Auseinandersetzung haben wir in Benehmen mit dem Betriebsrat entschieden, einer Mitarbeiterin der DRK Kita Lummerland in Bielefeld fristlos zu kündigen und der Mitarbeiterin unsere Gründe erklärt. Unsere Entscheidung wird aktuell vor dem Arbeitsgericht in Frage gestellt; wir hoffen jedoch darauf, dass unsere sorgfältig abgewogene Entscheidung richterlich bestätigt wird. Aus Fairness gegenüber unserer ehemaligen Mitarbeiterin möchten wir die Gründe für die Entlassung der Mitarbeiterin nicht im Detail ausführen.

Entgegen den Verlautbarungen haben wir der Mitarbeiterin nicht gekündigt, weil sie auf Vorfälle aufmerksam gemacht hat. Die Mitarbeiterin beharrte öffentlich darauf, dass Vorfälle eine Straftat darstellten und nun auch darauf, das DRK kehre Vorfälle unter den Teppich. Dies trifft nicht zu. Das DRK hat die Vorfälle unter Beteiligung des Vorstandes, des Betriebsrates, des Jugendamtes, des Landesjugendamtes und durch Befragungen der Mitarbeitenden aufgearbeitet.

Wir sind uns als Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes im Kreisverband Bielefeld unserer Verantwortung bewusst. Gemeinsam mit unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und unseren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern engagieren wir uns für das Gemeinwohl. Wir befinden uns auf einem guten Weg, aber auch wir werden in unserem Handeln vor Herausforderungen gestellt. Wenn Kritik geübt wird, dann stellen wir uns dieser und gehen verantwortungsvoll damit um.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK-Blutspendedienst West informiert - Ruhig Blut – Blutspenden in Zeiten des Corona-Virus

(Foto Zelck DRK)

Der DRK Blutspendedienst West informiert auf seiner Internetseite zum Thema Blutspenden. Diese sind auch in Zeiten von Erkältungen und des neuen Corona-Virus unverzichtbar.

Wenn Sie gesund und fit sind, können Sie Blut spenden! Antworten auf Ihre Fragen rund um die Blutspende und das Corona-Virus finden Sie unter:

www.blutspendedienst-west.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bielefelder Wochen gegen Rassismus vom 01. März bis 30. April


„Rassismus nicht mit mir“ ist das Motto der Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus vom 01. März bis 30. April 2020, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal stattfinden. Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Bielefeld als Kooperationspartner wirkt daran mit sechs Veranstaltungen mit. Fachvorträge, Diskussionen, kulturelle Angebote und Sportevents laden dazu ein, sich bewusst mit Rassismus und Diskriminierung auseinander zu setzen.

Mittwoch, 4.3.2020, 8:30 – 10:30 Uhr, DRK Kita und Familienzentrum Weltweit

Info-Frühstück: Elterncafé der Vielfalt

Mittwoch, 12.3.2020, 8:30 – 10:30 Uhr, Grundschulverbund Hellingskampschule

Info-Frühstück: Elterncafé der Vielfalt

Samstag, 28.3.2020, 15 – 19 Uhr, Umweltzentrum

Essen und Kultur: Kulinarische Brücken – Interkultureller Frauenkochabend

Donnerstag, 9.4.2020, 15 – 17 Uhr, Treppenplatz Brackwede

Diskussionszelt: Rassismus Paroli bieten – Strategien für den Alltag

Donnerstag, 16.4.2020, 9:30 – 13:30 Uhr, Sporthalle Süd, Sennestadt

Sport: Kunterbunter Kita-Cup Sennestadt

Samstag, 25.4.2020, 15 – 18 Uhr, DRK Kita und Familienzentrum Weltweit

Stadtteilfest: Ostmannturmviertel is(s)t bunt!

Wir möchten auch auf weitere spannende Veranstaltungen im Rahmen der Wochen gegen Rassismus hinweisen, die Sie im Programm unter diesem Link finden: 

https://ki-bielefeld.de/174-Antirassismus_-_Aktionswochen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Joakim Nilsson besucht den DRK PIA-Treff. Auf Du und Du mit einem Arminia-Profi

Patrick Lippert und Joakim Nilsson (beide Arminia, hinten, von links) haben persönlich Tickets an den PIA-Treff übergeben. Darüber freuen sich Hamza, Jan, Muhamed, Lucian, Zakarias, Esra, Shane, Cerys (vorne) und Christiane Hollenberg Schüttler (DRK PIA-Leiterin).
Auch beim Kickern stellte Joakim Nilsson (Arminia, 2. V. l.) sein Talent unter Beweis. Mit dabei sind Muhamed (von links), Vjekoslav Boban, Swen Hollenberg, Jamal, Fatima Pihat und Zakarias. (Fotos: Rempe/ DRK)

„Arminia und PIA, wir sind die besten friends der Welt“ – Mit der leicht abgewandelten Hymne des heimischen Fußballclubs DSC Arminia Bielefeld haben Kinder, Jugendliche und ihre Familien Arminia-Profi Joakim Nilsson im Jugendtreff PIA des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) begrüßt. Der schwedische Innenverteidiger des Zweitliga-Tabellenführers überbrachte persönlich ermäßigte Tickets für das Heimspiel der Arminen am 1. März gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Dieses fand unter dem Motto „Schwarz-Weiß-Bunt: Spieltags des sozialen Engagements“ statt. Der PIA-Treff (Projekt interkulturelle Arbeit) in Heideblümchen konnte sich als eine von zwei Institutionen über die persönliche Kartenübergabe durch einen Arminia-Spieler freuen. Das DRK-Projekt hatte zuvor ein Kurzvideo gedreht und darin gezeigt, welche Bedeutung Arminia für die Kinder und Jugendlichen des Treffs hat.

Ein Großteil der jugendlichen Besucher des Stadtteil-Treffs habe einen Migrationshintergrund, berichtet PIA-Leiterin Christiane Hollenberg-Schüttler. „Für die Kinder ist es schön zu sehen, dass sich auch Arminia mit der Integration von ausländischen Spielern beschäftigt“. Nilsson war erst im Juli des vergangenen Jahres verpflichtet worden. Seitdem lernt er Deutsch, genauso, wie es die meist zugewanderten Kinder und ihre Familienangehörigen tun, die die DRK-Einrichtung regelmäßig besuchen.

Die nutzten die Gelegenheit, ihrem Idol ganz nah zu sein. Nilsson erfüllte Autogrammwünsche, ließ sich gemeinsam mit den Kindern fotografieren und nahm sich Zeit für eine Partie Kicker. Der 26-jährige Schwede wurde mit einem vielsprachigen Dankeschön bedacht. „Integration bedeutet auch, voneinander zu lernen“, sagt Hollenberg-Schüttler. Die PIA-Leiterin dankt der Eikelmann Stiftung, die den DRK-Treff mit einer Förderung über drei Jahre unterstützt. Davon konnten die Tickets mitfinanziert und ein Kleinbus gemietet werden, mit dem der PIA-Fanclub gemeinsam das Spiel besuchte. „Für die Familien bestünde ansonsten keine Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus dem abgelegenen Heideblümchen in die Schüco-Arena zu fahren“.

Mit dem „Spieltach des sozialen Engagements“ würdigte der DSC bereits zum zweiten Mal das gesellschaftliche, meist ehrenamtliche Engagement vieler Fans, Freunde und Unterstützer. Durch die Popularität und hohe mediale Aufmerksamkeit des Profifußballs will der Club auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam machen. Als eine von 13 sozial engagierten Institutionen stellte auch das DRK seine Arbeit mit einem Informationsstand im Stadionumlauf vor.

Am Sonntag konnten rund 3.000 Menschen von 25 verschiedenen sozialen Bielefelder Einrichtungen live das Spiel des Tabellenführers gegen den SV Wehen Wiesbaden verfolgen, unter ihnen auch die Familien des PIA-Treffs. Sie hatten einen sicher unvergesslichen Nachmittag in der Schüco Arena, wo sie den 1:0 Heimsieg der Arminen mitfeiern durften. Besonders feuerten sie natürlich Joakim Nilsson an, den sympathischen Arminia-Spieler, mit dem sie wenige Tage zuvor noch am Kicker gestanden hatten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Deutsche Rote Kreuz informiert zum Corona-Virus

DRK Ehrenmitglied Ilse Bedner feiert 90. Geburtstag

Ilse Bedner blättert gerne in ihrem Erinnerungsalbum. Das Foto zeigt sie mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Eberhard David bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. (Foto: Rempe / DRK)

Mehr als ein halbes Jahrhundert, nämlich 58 Jahre, ist sie Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Am 21. Dezember hat Ilse Bedner, derzeit einziges DRK Ehrenmitglied, ihr 90. Lebensjahr vollendet. Jetzt statteten DRK Vorstand Christopher Brandes und DRK Präsident Stephan Nau der Jubilarin einen nachträglichen Geburtstagsbesuch ab. „Über viele Jahrzehnte hat Ilse Bedner als vorbildliche Ehrenamtliche die Rotkreuzarbeit entscheidend mitgeprägt“, sagt Nau. Stets habe sie dabei das humanitäre Ziel vor Augen gehabt.  „Mit ihrer warmherzigen Kraft und persönlichen Ausstrahlung gelang es ihr, viele Freiwillige für das DRK zu begeistern“.

Geboren 1929 in Bielefeld wurde Bedner die Bereitschaft zu helfen in die Wiege gelegt. Schon früh prägte sie das Vorbild ihres Vaters, der im Krieg als Sanitätsoffizier tätig war. 1962 begann die Mutter zweier Söhne ihre aktive Mitarbeit als Helferin im DRK Kreisverband: „Für mich stand immer fest, dass ich auch im Sanitätsbereich arbeiten wollte“. Verheiratete Frauen, die damals in der Regel nicht berufstätig waren, hätten Ehrenämter übernommen. „Beim DRK profitierte man, weil man etwas lernen konnte“, erinnert sich Bedner.

Selbst noch junge Mutter absolvierte Bedner die DRK-Helfer-, Sanitäts- und Schwesternhelferinnenausbildung und übernahm bereits 1966 erste Führungsaufgaben. Über die Jahre arbeitete sie engagiert als Bereitschaftsführerin und in der Erste Hilfe-Ausbildung. 1979 wurde sie zur Leiterin der Frauenarbeit gewählt und gehörte seitdem in verschiedenen Funktionen, zuletzt als Leiterin der Sozialarbeit, fast ein Vierteljahrhundert ohne Unterbrechung dem DRK Kreisvorstand an. Dazu kamen unzählige Ausbildungslehrgänge, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Das bedeutete auch, viel Zeit in die ehrenamtliche Arbeit für den Dienst am Nächsten zu investieren. Ohne die Unterstützung durch ihren 1999 verstorbenen Mann Kurt wäre das nicht möglich gewesen, sagt sie rückblickend.

Ihre besonderen Leistungen würdigte das Rote Kreuz 1978 mit der Verdienstmedaille des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe und dem Ehrenzeichen des DRK (1987). 1994 folgte die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz.  Nach über 40 Jahren beendete Ilse Bedner im Jahr 2003 ihre aktive Rotkreuzlaufbahn und wurde zum Ehrenmitglied des DRK Kreisverbandes ernannt. Darauf angesprochen, bleibt die Geehrte bescheiden und bittet darum, „nicht zu dick aufzutragen“. Lieber spricht sie von der besonderen Kameradschaft, die die Ehrenamtlichen miteinander verbunden habe. „Ich würde keinen Tag zurückgeben“. Eine Herzensangelegenheit seien ihr immer die Blutspendetermine gewesen, die sie verantwortlich für den Blutspendedienst organisierte. Am liebsten wäre die Jubilarin auch heute noch aktiv dabei: „Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, dann würde ich es tun“.

Mit dem Alter ist es etwas ruhiger um die 90-Jährige geworden. Gerne verbringt sie Zeit mit ihrer Familie, zu der auch vier Enkel und ein Urenkelkind zählen. Spaziergänge mit ihrem Hund Jessi sorgen für die nötige Bewegung. Die praktische Arbeit überlässt die rüstige Seniorin mittlerweile den Jüngeren. Aber was bei „ihrem DRK“ aktuell so passiert, verfolgt Ilse Bedner immer noch sehr genau: „Man ist ja mit dem Roten Kreuz verbunden“, sagt sie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

52 weitere Plätze für Kita-Kinder in Baumheide

Eröffnung im April: Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher (v. l.), DRK Vorstand Christopher Brandes, Kita-Leiterin Diana Lehmann, Petra Schlegel (DRK Fachberatung Kitas), Michael Graetz (Bauleiter G & W) und Eckhard Lindemeier (Geschäftsführer Lindex Projektierungs GmbH) präsentieren die neue DRK Kita Traumheide.

Der Neubau an der Welfenstraße in Baumheide nimmt Gestalt an: Im April eröffnet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seine 10. Kita im Stadtgebiet. Die DRK Kita Traumheide bietet dann Platz für 52 Kinder.

„Das DRK kann in Baumheide seine Erfahrung im Betrieb von Kindertagesstätten im gesamten Stadtgebiet einbringen“, sagt DRK Vorstand Christopher Brandes. Die Kita Traumheide solle als „Ort des gesunden Aufwachsens“ etabliert werden. „Im Fokus stehen dabei Themen wie gesunde Ernährung, Bewegung und gesundheitliche Prävention“.

Rund 1,5 Millionen Euro investiert die Paderborner Firma LORENZ & LORENZ Immobilien in das Gebäude. Im August 2019 hatte der Generalunternehmer, die Lindex Projektierungs GmbH aus Paderborn, mit der Errichtung der Einrichtung auf dem 1.640 Quadratmeter großen Grundstück begonnen. Geschäftsführer Eckhard Lindemeier und Michael Graetz, Geschäftsführer der G & W Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH aus Bielefeld, stellten den Bau jetzt erstmalig der Öffentlichkeit vor.

Demnach bietet die DRK Kita Traumheide in dem rund 530 Quadratmeter großen, ebenerdigen Innenbereich Platz für drei Gruppen. „Aufgrund der verwendeten Baustoffe ist die Nachhaltigkeit zu 95 Prozent gegeben“, betont Lindemeier.  Jede Gruppe verfügt über einen Haupt- und angrenzenden Nebenraum sowie über einen eigenen Zugang zum Außengelände. „Der Innenausbau ist zu 80 Prozent abgeschlossen, in Arbeit sind derzeit die Feininstallationen“, sagt Graetz. Mit der Planung und Gestaltung des Außengeländes hat das DRK den Landschaftsarchitekten Reinhard Friese beauftragt. Die Kinder sollen hier ausgelassen herumtollen und mit Naturmaterialien spielen und experimentieren können. Zudem wird ein Naschgarten mit essbaren Kräutern und Obstbüschen angelegt.

Wenn die Kita ihre Türen öffnet, wird Diana Lehmann die Leitung der Einrichtung mit ihren 12 pädagogischen Fachkräften übernehmen. Die 37-jährige möchte den selbstbewussten, eigenständigen und verantwortungsvollen Umgang von Kindern und Familien mit der eigenen Gesundheit fördern. „Gesundheit ist etwas Ganzheitliches, sie umfasst körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden“. Diese Grundhaltung werde sich auch in der Qualifikation des pädagogischen Teams, für das das DRK noch Verstärkung sucht, widerspiegeln.

16 der 52 Kita-Plätze sind für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren vorgesehen. „Diese sind bereits vergeben, aber für Kinder ab drei Jahren sind noch einige Plätze frei“, berichtet Petra Schlegel, DRK Fachberatung Kitas. Angeboten werden Betreuungszeiten von 35 und 45 Stunden wöchentlich. Die Kita wird von 7 bis 16.30 Uhr und freitags bis 14 Uhr geöffnet sein. „Die Öffnungszeiten werden wir dem Bedarf entsprechend ausrichten“, sagt Schlegel.

Interessierte Eltern und Nachbar*innen lädt das DRK am 20. März von 14 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0521 - 529 98 31.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK Familienzentrum Weltweit ist Literaturkita und Buchkindergarten - Paradies für kleine Bücherwürmer

In der Kita-Bibliothek: Melih (vorne, von links), Leonidas, Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar, Aathmika, Lisa, Afia, DRK Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute (hinten, von links), Hartwig Bögeholz (Jürmker Bücherstube) und DRK Vorstand Christopher Brandes. (Foto: Nitschke Fotografen)

Im Familienzentrum Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden Literatur, Vorlesen und Sprache großgeschrieben. Jetzt wurde die Kita für ihr Engagement als erste Kita in Bielefeld gleich doppelt geehrt: Sie erhielt die Zertifizierung als „Literaturkita“ und das 2019 erstmals vergebene Gütesiegel „Buchkindergarten“.

Für Kita-Leiter Jan-Henrik Stute stellt die Zertifizierung einen logischen Schritt dar. „Als Kita im Ostmannturmviertel, die von Kindern aus 25 Nationen besucht wird, ist Sprache und Sprachförderung für uns eine wichtige pädagogische Aufgabe, die im Kita-Alltag seit jeher viel Raum einnimmt“. Monatelang bereitete sich sein Team vor, um die mit der Bewerbung verbundenen vielfältigen Anforderungen und Standards zu erfüllen. Dazu zählen neben der Zusammenarbeit mit Eltern und Büchereien, Fortbildungen für Mitarbeiter*innen und einem reichhaltigen Angebot an Bilderbüchern auch die Verankerung der literaturpädagogischen Arbeit im Konzept der Einrichtung. Daran haben alle 25 Mitarbeiter*innen der Kita mitgewirkt.

Literaturkita und Buchkindergarten zu sein, bedeutet für die 109 Kinder in der Kita ganz konkret, einmal im Monat in die Stadtbibliothek zu gehen, sich von Erzieher*innen und zwei Vorlesepat*innen vorlesen zu lassen oder an Buch- und Theaterprojekten teilzunehmen. Die Einrichtung bietet überall im Haus einen Platz zum Lesen, besonders aber in der mehr als 2.000 Bände umfassenden Kita-Bibliothek. Diese wurde von der Bundestagsabgeordneten Wiebke Esdar jetzt offiziell eingeweiht. Das Lesen im digitalen Zeitalter komme oft viel zu kurz, stellt Esdar fest: “Lesen ist für die Kinder wichtig, weil es Ihnen ermöglicht zur Ruhe zu kommen, es die Fantasie anregt und weil es einfach Spaß macht. In der Kita entwickeln sich kleine und große Leseratten und haben dann ein Leben lang Freude am Lesen und Schmökern."

Die Bibliothek und alle Angebote rund ums Buch kämen bei Kindern und Eltern gleichermaßen gut an, berichtet Jan-Hendrik Stute. Jede Kita-Gruppe verfüge über einen Ausweis für die Kita-Bibliothek, um regelmäßig dort Bücher auszuleihen. Besonders beliebt sei bei den kleinen Bücherwürmern, den dazu genutzten Leserucksack auch am Wochenende zu packen, um sich für diese Zeit einige Bücher auszuleihen. „Im morgendlichen Stuhlkreis stellen die Kinder dann das Buch vor, das ihnen am besten gefallen hat“.

Überhaupt komme man in der Einrichtung über Bücher jetzt noch mehr miteinander ins Gespräch, sagt Stute. In Erzählkreisen dürfen Kinder philosophieren, am wöchentlichen Spielzeugtag bringen sie jetzt auch ihre Lieblingsbücher mit und stellen sie in ihrer Gruppe vor. Der Kita-Leiter hebt die gute Kooperation mit der Jürmker Bücherstube hervor, im Rahmen derer etwa Elternabende zu Sprache und Lesen und eine jährliche Buchausstellung organisiert werden. Zudem wurde für die Eltern eine Buchtauschbörse eingerichtet.

DRK Vorstand Christopher Brandes begrüßt die Förderung von Kitas durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“: „Frühe Sprach- und Leseförderung ist wichtig und notwendig, weil sie ungeachtet ihrer sozialen Herkunft gute Bildungsvoraussetzungen für alle Kinder schafft“.

Die Zertifizierung als Literatur-Kita wird vom LWL Bildungszentrum Jugendhof Vlotho in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft zur Förderung des Philosophierens mit Kindern verliehen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergibt gemeinsam mit dem Deutschen Bibliotheksverband das Gütesiegel „Buchkindergarten“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel Glück, Gesundheit und Erfolg in 2020

Ganz viel Glück, Gesundheit und Erfolg in 2020 wünschen wir allen hauptamtlichen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Aktiven in den Gemeinschaften, unseren Freiwilligendienst-Leistenden, allen Fördermitgliedern und Spendern, sowie allen Geschäftspartnern und Freunden des DRK Bielefeld.