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Aktuelles 2019

WasserHelden wollen weiterschwimmen

Angeleitet von Erzieher Kamal Ghobeshyi (DRK, vorne, von links) und Sina Salomon (stellv. Kita-Leiterin, DRK, rechts) lernen Melih, Vasilios, Emmanuel, Tassniem und Maily, sich sicher und angstfrei im Wasser zu bewegen. Projektkoordinatorin Katrin Mengen (DRK, hinten, v. l.) und Patricia Chudziak von der BKK_DürkoppAdler hoffen, dass das Projekt fortgeführt werden kann.

Früher konnten fast alle Kinder am Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen. Heute kann das nicht einmal mehr die Hälfte von ihnen. Ein Grund dafür, dass immer wieder Badeunfälle passieren, bei denen Kinder ums Leben kommen.

Diesem Trend will man in der Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) entgegenwirken. Seit 2014 gibt es in dem Familienzentrum an der Waldemarstraße das Projekt „WasserHelden“. Das Ziel: Die Wassersicherheit von Kindern soll bereits in der Kita verbessert werden. Damit das Projekt fortgeführt werden kann, benötigt es neue Förderer.

Bei einem Besuch im Schwimmbad der Marktschule warb Projektkoordinatorin Katrin Mengen um neue Unterstützer, die den benötigten Topf auffüllen. „Bisher gibt es noch keine Anschlussfinanzierung“, sagt Mengen. „Wir können daher nicht sagen, ob und wie es weitergeht“. Zwei Jahre steuerte die BKK_DürkoppAdler insgesamt 17.200 Euro bei. „Die Förderung von Präventionsprojekten in Kitas soll schon früh die Weichen für ein gesundheitsbewusstes Leben stellen“, verdeutlicht Madlen Stupin, Projekt- und Gesundheitsmanagerin bei der BKK_DürkoppAdler. Das Projekt überzeuge, da es den Kindern die Bewegung im Wasser näherbringe und so ihre gesunde Entwicklung fördere.

 „WasserHelden“ beinhaltet einmal in der Woche pädagogische Arbeit in der Kita im Wassergewöhnungs- und Experimentierraum. Dort werden auch schon die unter Dreijährigen spielerisch an das nasse Element herangeführt. Der praktische Teil für die Vorschulkinder findet von Oktober bis Juli statt. Das Schwimmangebot basiert auf dem Konzept der Aquapädagogik, das die Kinder spielerisch mit alltäglichen Gefahrensituationen konfrontiert. In Kleingruppen lernen sie, sich selbständig und sicher im Wasser zu bewegen und ihre Wahrnehmung für sich und andere zu schärfen. Zudem stehen Bade-, Sicherheits- und Hygieneregeln auf dem Programm.

Die Kita zählt laut Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute zu den wenigen in der Region, die sich für eine besonders intensive Förderung dieses Bildungsbereichs einsetzen. Als Besonderheit hebt Stute hervor, dass es von Fachkräften aus der Kita durchgeführt und begleitet wird: „Die Kinder kennen ihre Bezugspersonen, das gibt zusätzlich Sicherheit“. Derzeit werden 14 Vorschulkinder von Erzieher*innen betreut, die zugleich als Rettungsschwimmer*in ausgebildet sind.

Schon mehr als 100 Kinder sind seit 2014 zu „WasserHelden“ geworden. Ein Großteil kann sich nach Ende des Projektes sicher über Wasser halten oder sogar schwimmen. „Die Akzeptanz bei den Eltern ist hoch“, berichtet Stute. Der Kita-Leiter hofft auf Förderer, mit denen die Einrichtung das Projekt auch im kommenden Kita-Jahr weiterführen kann. Informationen dazu gibt es unter E-Mail Mengen[at]drk-bielefeld[dot]de und Telefon 0178 – 48 98 010.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK im Wandel

DRK-Präsident Stephan Nau (Mitte) gratuliert Sebastian Lindenau (links) zur Verdienstmedaille des Landesverbandes Westfalen Lippe und Maik Brinkmann zur Ernennung zum Rotkreuzbeauftragten der Stadt Bielefeld.
Foto: A.Zelck

Vieles ändert sich aktuell beim Bielefelder Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), allen voran an der Spitze: Mit Christopher Brandes ist seit Anfang des Monats ein neuer hauptamtlicher Vorstand im Amt. Bei der Kreisversammlung stellte er sich nun den Mitgliedern vor.

Brandes folgt auf Antoon Verschaeren, der den Verband ein Jahr übergangsweise führte. Der studierte Jurist verfügt über langjährige Erfahrung im Gesundheitswesen. Zuletzt war Brandes zehn Jahre in leitender Position bei den LWL-Kliniken in Gütersloh und Paderborn für die Bereiche Personal und Verwaltung verantwortlich.

„Voller Stolz“ sprach Stephan Nau, Präsident des DRK Kreisverbandes, über das, von rund 570 ehrenamtlich Engagierten und mehr als 1.000 Hauptamtlichen, Geleistete. Für besondere Verdienste im Roten Kreuz ehrte Nau Sebastian Lindenau mit der Verdienstmedaille des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe. Lindenau gestaltete über viele Jahre „mit viel Herzblut“ die Vorstandsarbeit des DRK Ortsvereins Bielefeld-Dornberg als Schatzmeister und als stellvertretender Vorsitzender des DRK Ortsvereins Jöllenbeck entscheidend mit. In dieser Funktion machte er sich für die Fusion der beiden Ortsvereine zum neu gegründeten DRK Ortsverein Bielefeld NordWest stark, zu dessen stellvertretendem Vorsitzenden ihn die Mitglieder 2019 wählten.

Zum Rotkreuzbeauftragten für die Stadt Bielefeld wurde Maik Brinkmann ernannt. Im Bereich der Hilfsorganisationen (Katastrophenschutz) ist er das Bindeglied zwischen dem DRK und der Stadt Bielefeld.

Mit einer Schweigeminute gedachte die Kreisversammlung der im vergangenen Jahr gestorbenen Mitglieder und Freunde des Roten Kreuzes. Besonders geehrt wurde der im Alter von erst 25 Jahren nach schwerer Krankheit verstorbene Haissam El-Zahran. Seit 2015 hatte El-Zahran sich mit Hingabe und in besonderer Weise im DRK Ortsverein Bielefeld-Zentrum engagiert. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin und eine Tochter.

DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus berichtete über die wichtigsten Ereignisse des Jahres. Der Rettungsdienst erreichte mit über 26.000 Einsätzen ein um sieben Prozent gestiegenes Rekordniveau. Dabei schlugen besonders die fast 12.000 Rettungseinsätze zu Buche. Daneben absolvierten die DRK Fahrdienste rund 70.000 Fahrten für Menschen mit Behinderung sowie medizinischen Fahrten.

Mehr als 7.100 Bielefelder*innen nutzten die Angebote des Bildungswerkes, ein Anstieg um sechs Prozent. Besonders Fortbildungen in Erster Hilfe für Erzieher*innen und Schulsanitäter*innen sowie Notfalltrainings wurden stark nachgefragt. In den acht Kindertagesstätten des Kreisverbandes wurden mehr als 600 Kinder betreut und gefördert.

Schwerpunkte der Migrations- und Flüchtlingsarbeit waren einmal mehr die Integration der schon länger hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund und die Familienzusammenführung. Daneben leisteten die Migrationsberater*innen des DRK Unterstützung neu Zugewanderter im Asylverfahren, bei der Suche nach Vermissten sowie beim Wunsch nach einer freiwilligen Rückkehr in das Heimatland.

Zu „interkulturellen Gesundheitsmediatoren“ wurden 30 Migranten*innen ausgebildet. Sie helfen Zugewanderten in ihrer Muttersprache in Gesundheitsfragen. Im Ostmannturmviertel weisen zehn ehrenamtlich tätige Stadtteilmütter Migrantenfamilien bei Fragen zu Erziehung, Gesundheit, Schule und Ausbildung Wege zu geeigneten Beratungsstellen, Ämtern oder Institutionen.

An vier Offenen Ganztagsgrundschulen und zwei weiterführenden Schulen wurden mehr als 500 Kinder betreut. Psychomotorische Förderung und Frühförderung erhielten 120 Kinder in Einzel- und Gruppenangeboten, daneben wurden Eltern zur Entwicklung ihres Kindes beraten. Das DRK unterhält zudem die Kita Bullerbü in Sennestadt und die Kinderneurologiehilfe.

Mit der häuslichen Pflege unterstützt das DRK hilfebedürftige Menschen in den eigenen vier Wänden. In sieben Wohnprojekten werden rund 300 Bewohner*innen im Rahmen des betreuten Wohnens sowie in sieben Wohngruppen für Menschen mit Demenz begleitet. Darüber hinaus unterhält das DRK in OWL rund 340 weitere Apartments. Im Martha-Stapenhorst-Heim leben 71 Senior*innen. Die Bielefelder Rotkreuz-Stiftung unterstützte sechs Patenkinder in Burkina Faso sowie zehn Kleinprojekte von DRK Einrichtungen in Bielefeld.

 

 

 

 

 

 

 

 

Combi-Spende ermöglicht Bewegungserfahrungen

Ümühan (5, vorne, v. l.), Arthur (4) und Nicolas (5) nahmen mit Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute (hinten, v. l.) die Spende des Combi-Marktes entgegen. Marktleiter Bahadir Bulut, Dennis Graf und Stephanie Teichmann organisieren die Tombola alljährlich ehrenamtlich.

Über eine Spende in Höhe von 1.800 Euro vom Combi-Markt an der Lohbreite können sich die Kinder der Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) freuen. Das ganze Jahr über hatte Marktleiter Bahadir Bulut Spenden und Werbegeschenke gesammelt. Am 31. Oktober wurden die glücklichen Gewinner der Tombola gezogen, die Bulut zusammen mit seinen Mitarbeitern Stephanie Teichmann und Dennis Graf im Markt aufgebaut hatte.

Beim Losverkauf halfen auch sechs Kita-Kinder mit. Mit einem Rundgang durch den Markt und einem gesunden Frühstück wurden die Mädchen und Jungen für ihren Einsatz belohnt. Auch die Bäckerei Lechtermann im Marktgebäude unterstützte die Aktion.

Für gleich zwei Projekte möchte Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute die Spende einsetzen. Sechs Fahrräder werden für das Projekt „PedalProfis“ angeschafft, damit Kinder schon im Kita-Alter das Radfahren lernen. „Es ist wichtig, dass Kinder vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln“, sagt Stute. „Unser Außengelände und der Grünzug am Ostmannturm bieten dafür ideale Voraussetzungen“.

Der andere Teil der Fördersumme fließt an den Förderverein der Kita. Dieser sammelt für die Errichtung einer Wassermatschanlage aus Edelstahl. Stute dankt Marktleiter Bulut für die gelungene Aktion: „Mit dieser Spende ist es möglich, auch einmal große Wünsche zu erfüllen“.

 

 

 

 

 

 

 

DRK sagt „Danke“ - Internationaler Tag des Ehrenamtes

Das Rotkreuzjahr bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich ehrenamtliche zu engagieren. Foto: A. Zelck

Sie kommen aus den unterschiedlichsten Berufen, sind Schüler, Studenten oder Ruheständler. So verschieden ihre Biografien auch sind, haben diese Menschen eines gemeinsam: Sie setzen sich für diejenigen ein, die in unserer Gesellschaft Hilfe benötigen. Über 430.000 ehrenamtliche Helfer engagieren sich allein in Deutschland aktiv beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Der Internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember ist für uns ein Anlass, das soziale Engagement aller freiwilligen Helfer zu würdigen und „Danke“ zu sagen.

Zu den über 800 ehrenamtlichen Helfern zählt das DRK in Bielefeld auch mehr als 40 junge Menschen, die sich im Rotkreuzjahr engagieren. Das Rotkreuzjahr vereint die Freiwilligendienste "Bundesfreiwilligendienst" und "Freiwilliges Soziales Jahr" und bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich für mindestens sechs Monate sozial zu engagieren und einem sozialen Beruf nachzugehen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig: Menschen mit Behinderungen im Fahrdienst unterstützen, mit Kindern, alten, pflegebedürftigen oder dementiell erkrankten Menschen arbeiten, handwerkliche Tätigkeiten in der Hausmeisterei übernehmen oder Verwaltungstätigkeiten kennenlernen.

Das DRK in Bielefeld unterstreicht die Forderung von DRK Präsidentin Gerda Hasselfeld nach einem Rechtsanspruch auf einen Platz im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst. Zudem sollten Freiwillige und Ehrenamtliche mit vergleichbarem Engagement kostenlose und vergünstigte ÖPNV- und Bahntickets sowie eine Anrechnung bei der Studienplatzvergabe erhalten. „Wir brauchen Menschen, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen“, betont DRK Vorstand Christopher Brandes. „Jede einzelne Stunde, die uns jemand ehrenamtlich unterstützt, ist ein Gewinn für die Menschen, die bei uns Hilfe suchen“.

Sie haben Interesse mitzumachen? Das DRK freut sich über Ihre Nachricht an aktiv@drk-bielefeld.de oder kontakt@rotkreuzjahr.de .

 

 

 

 

 

 

Christopher Brandes neuer Vorstand des Roten Kreuzes

Neuer Chef beim DRK: Vizepräsident Detlef Helling und Präsident Stephan Nau überreichen symbolisch eine Einsatzjacke an den neuen Vorstand Christopher Brandes.
Christopher Brandes (3. v. r.) wurde von Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus (v. l.), Erik Brücher (Geschäftsführer DRK Kinder-, Jugend- und Familiendienste in OWL), Vizepräsident Detlef Helling, Präsident Stephan Nau, dem scheidenden Interimsvorstand Antoon Verschaeren und Ilka Mähler (Geschäftsführerin DRK Soziale Dienste OWL) als neuer DRK Vorstand begrüßt.

Christopher Brandes ist neuer hauptamtlicher Vorstand des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bielefeld. Er folgt Antoon Verschaeren nach, der dem Verband seit Jahresbeginn übergangs­weise vorstand.

Der studierte Jurist war zuletzt zehn Jahre in leitender Position bei den LWL-Kliniken in Gütersloh und Paderborn tätig. Nach seinem Studium startete der 43-jährige seinen beruflichen Lebensweg als Personalleiter beim Marienhospital in Gelsenkirchen. Er besitzt weitere Qualifikationen als Master of Business Administration (MBA) im Gesundheitsmanage­ment und Assessor der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ).

„Das DRK in Bielefeld steht wie alle Wohlfahrtsverbände und Hilfsorganisationen vor großen Veränderungen“, betont Stephan Nau, Präsident des DRK Kreisverbandes. Im Pflegebereich und in den Kitas steige der Bedarf bei einem gleichzeitig knapper wer­denden Angebot an Fachkräften. „Auf diese Herausforderungen müssen wir reagieren und auch die Mitarbeiter*innen in den Prozess miteinbe­ziehen“. Dazu bringe Brandes die notwendige Führungserfahrung und Sachkompetenz mit. Nau bedankte sich bei dem scheidenden Interimsvorstand Antoon Verschaeren für seinen Einsatz.

Die Bestellung eines hauptamtlichen Vorstandes ist Bestandteil einer strategischen Neuausrichtung des Roten Kreuzes. Dem ging eine Satzungsänderung im Jahr 2018 voraus. Die Mitglieder des bislang ehrenamtlichen Vorstandes wurden in ein ehrenamtliches DRK-Präsi­dium überführt und üben die Verbandsaufsicht aus. Mit der neuen Satzung wird die Verantwortung über alle haupt- und ehrenamtlichen Aufgaben an den hauptamtlichen Vorstand übertragen.

Brandes, der seine ersten Rotkreuz-Erfahrungen beim Blutspenden sammelte, freut sich, ein Teil der „DRK Gemeinschaft“ zu werden. „Ich arbeite hier mit haupt- und ehrenamtlich aktiven Menschen zusammen, die von ihrer Aufgabe, Menschen zu helfen, überzeugt sind“. Die anste­henden Herausforderungen könne man nur im Team bewältigen. „Gemeinsam wollen wir das DRK zukunftsfähig aufstellen, um seine wichtigen Aufgaben im Interesse der Bielefelder Bevölkerung erfüllen zu können“.

Als Vorstand ist Brandes nun für einen der größten Verbände im Bereich des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe zuständig. „Von Sanitätswachdiensten über den Blutspendedienst bis hin zur ambulanten Pflege: Die Stadt profitiert ebenso wie die Stadtgesellschaft vom ehrenamtlichen aber auch hauptamtlichen Engagement des DRK“, ergänzt DRK Vizepräsident Detlef Helling, der zudem auf den besonders guten Kontakt zur Stadt Bielefeld verweist.  

Unterstützt wird der neue Vorstand bei den vielfältigen Aufgaben von DRK Kreis­geschäftsführer Ralf Großegödinghaus, Ilka Mähler, Geschäftsführerin der DRK Sozialen Dienste OWL und Erik Brücher, Geschäftsführer der DRK Kinder-, Jugend- und Familiendienste in OWL.

Insgesamt beschäftigen das DRK und seine Tochtergesellschaften mehr als 900 hauptamt­liche und rund 430 ehrenamtliche Mitarbei­ter*innen, davon 50 im Rotkreuzjahr. Die Basis der Rotkreuzarbeit bilden die rund 6.800 Mitglieder in vier Ortsvereinen. In neun DRK Kitas werden über 600 Kinder betreut. In Bielefeld unterhält das DRK das Martha-Stapenhorst-Heim, vier Pflege­dienste und neun Wohngruppen für Demenzkranke und ist Träger von vier Offenen Ganztagsschulen.

Brandes stammt aus Hildesheim, ist verheiratet und lebt seit zehn Jahren mit seiner Familie in Rietberg. In seiner Freizeit taucht er gerne mit seinem Sohn, bevorzugt im Urlaub auf seiner Lieblingsinsel Mallorca.

 

 

 

 

 

 

 

Drei DRK Kitas als Familienzentren zertifiziert


Die DRK Kita Abenteuerland in Sennestadt und die DRK Kita Löwenzahn in Bielefeld-Mitte haben erfolgreich das Zertifizierungsverfahren zum „Familienzentrum NRW“ absolviert. Mit fünf Einrichtungen tragen jetzt über die Hälfte der neun Bielefelder Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) das Gütesiegel „Familienzentrum NRW“. Die DRK Kita Weltweit im Ostmannturmviertel hat nach vier Jahren erfolgreicher Arbeit erneut das Rezertifizierungsverfahren bestanden. Familienzentrum ist die Einrichtung bereits seit 2006. Das älteste Familienzentrum des DRK war eines der ersten in Bielefeld. Weitere DRK Familienzenten sind die DRK Kita Nestwerk in Heepen und die DRK Kita Heideblümchen in Sennestadt.

Neben den Kernaufgaben der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern stellen die Familienzentren zusätzlich Angebote für Kinder und ihren Familien zur Verfügung. Sie bieten Beratung, Bildung und Unterstützung von Familien im Stadtteil an, helfen in Fragen zur Kindertagespflege und bei der Vermittlung zu Tagespflegeeltern. Dabei kooperieren sie mit Experten unterschiedlicher Institutionen. Familienzentren fördern die individuelle Entwicklung der Kinder, stärken die Erziehungskompetenz der Eltern und erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Weitere Informationen:

www.drk-abenteuerland.de

www.drk-loewenzahn.de

www.drk-familienzentrum-bielefeld.de

 

 

 

 

 

„Kinder schon frühzeitig für Erste Hilfe begeistern“

Wollen das Thema Erste Hilfe schon in Grundschulen etablieren: Ralf Großegödinghaus (Vorstand Rotkreuzstiftung), Daniela Dopheide (Referentin Jugendrotkreuz) und Detlef Helling (Vorsitzender des Stiftungsrats).

Ein blutiges Knie nach einem Sturz auf dem Schulhof, den Finger an einem Blatt Papier geschnitten, Nasenbluten oder Bauchschmerzen: Für die „Mini Sanis“ kein Problem. Rund 100 Kinder der zweiten bis vierten Klassen wurden in Bielefeld vom Jugendrotkreuz (JRK) in Erster Hilfe geschult. An sechs Offenen Ganztagsschulen und rund um den Ortsverein Sennestadt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sorgen sie dafür, dass ihre Mitschüler*innen bei kleineren Blessuren gut betreut sind.

Möglich geworden ist dies durch eine Förderung der Bielefelder Rotkreuz-Stiftung in Höhe von 3.500 Euro. „Unsere moderne Gesellschaft fußt auf sozialem Engagement“, sagt Detlef Helling, Vorsitzender des Stiftungsrats. „Für die Kinder ist die Teilnahme an diesen Kursen oftmals der Einstieg, sich langfristig im DRK ehrenamtlich zu engagieren“. Stiftungsvorstand Ralf Großegödinghaus rechnet vor, dass sich der Eigenanteil der Schulen an den Kurskosten durch die Förderung deutlich verringere. „Davon profitieren beide Seiten“.

Die Förderung der Rotkreuz-Stiftung setzt sich zusammen aus mehreren zweckgebundenen Spenden zugunsten des JRK. 2.500 Euro veranlasste der kürzlich in den Ruhestand gegangene Geschäftsführer Ullrich Richter von der Krematorium Bielefeld Betriebs GmbH. Richter hatte schon mehrfach die Arbeit des JRK unterstützt. Rund 800 Euro spendeten die Stadtwerke, den Rest steuerte die Rotkreuz-Stiftung bei. „Um die Arbeit des JRK langfristig sicherzustellen, sind wir aber dauerhaft auf Spenden angewiesen“, verdeutlicht Großegödinghaus.

Ein halbes Jahr lang treffen sich die Kinder in acht Kleingruppen einmal in der Woche für je eine Stunde. Vier ehrenamtliche Helfer*innen des JRK vermitteln ihnen theoretische und vor allem praktische Grundkenntnisse in Erster Hilfe. Schritt für Schritt üben sie, wie man sich gegenüber Verletzten verhält, einen Bewusstlosen mit entschlossenen Handgriffen in die stabile Seitenlage bringt, kleine Wunden mit Pflastern und Verbänden versorgt oder einen Notruf absetzt. „Manchmal reicht schon etwas Zuspruch und ein Trostpflaster“, weiß JRK Referentin Daniela Dopheide. Neben Verbandsmaterial und Pflastern gehören deswegen auch Gummibärchen in die Erste Hilfe-Taschen der „Mini Sanis“. „Die nötige Empathie und Hilfsbereitschaft bringen die Kinder aber in der Regel von vornherein mit“.

Das Thema Erste Hilfe nimmt im Jugendrotkreuz einen großen Stellenwert ein. „Kinder sind neuen Themen gegenüber meist sehr aufgeschlossen, sie sind neugierig und wissbegierig“, sagt Dopheide. Deswegen sei es wichtig, diese natürliche Hilfsbereitschaft zu stärken, damit die kleinen Ersthelfer im Ernstfall wissen, was zu tun ist. „Je frühzeitiger wir Kinder für das Thema Erste Hilfe begeistern, desto sicherer und selbstverständlicher helfen sie später“.

Das JRK betreut neben den „Mini Sanis“ auch 19 Schulsanitätsdienste an weiterführenden Schulen in Bielefeld. Weitere drei Gruppen befinden sich derzeit im Aufbau. Um weiteren Schulen die Möglichkeit zur Bildung eines eigenen Schulsanitätsdienstes zu ermöglichen, wirbt Dopheide darum, sich im JRK zu engagieren. Wie wichtig das ist, zeigt ein Blick in die Zahlen: 2018 gab es über 1,1 Millionen Schulunfälle in Deutschland. Weitere Informationen über Telefon 05 21 – 529 98 967 oder E-Mail an dopheide@drk-bielefeld.de .

 

 

 

 

 

 

 

 

DRK Kitas mit „Toni singt“ ausgezeichnet

Machen sich gemeinsam für das Singen mit Kindern stark: Ingeborg Weber (Vorsitzende des Sängerbundes Ravensberg, v. l.), Ursula Reinsch (Leiterin DRK Kita Nestwerk), Marlene Schütze, Paul Brockhoff (beide DRK Kita Löwenzahn), Hannah Meister (Referentin des Chorverbandes), Jaime Hernandez und Britta Fleischer (beide DRK-Kita Nestwerk).

Drei Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurden mit dem „Toni singt“ ausgezeichnet. Verliehen wurde die Plakette des Chorverbandes NRW von Ingeborg Weber, Vorsitzende des Sängerbundes Ravensberg. Die DRK Kitas Nestwerk, Lummerland und Löwenzahn sind die ersten Einrichtungen, die in Bielefeld seit der Neuaufnahme des Frühförderprojektes in 2016 für ihr elementares vokalpädagogisches Engagement geehrt werden. „Toni singt“ ist eine der größten landesweiten Bildungsinitiativen mit dem Ziel, das Singen wieder stärker in die Familien und die Gesellschaft zu bringen. Die praxisnahe musikalische Fortbildung zum Singen mit Kindern richtet sich in erster Linie an Erzieher und Tageseltern. Sie werden von pädagogisch qualifizierten Dozent*innen angeleitet, erlernen den sicheren Umgang mit der eignen Singstimme und können so das Singen spielerisch im Kita-Alltag einsetzen.  In Bielefeld wurde die Fortbildung von Hanna Meister, Sopranistin und Musikpädagogin aus Detmold geleitet. Für sie ist es eine „wundervolle Aufgabe“, die eigenen vokalpädagogischen Erfahrungen an diejenigen weiterzugeben, die täglich mit Kindern arbeiten. Das einzigartige Konzept „Toni singt“ befähige Erzieher*innen und Tageseltern dazu, Kinder spielerisch und phantasievoll an die Musik heranzuführen. „Das gemeinsame Singen und Musizieren wird so zum Erlebnis, bei dem nicht nur die Kinder ihre Stimme und ihre musikalische Begabung entdecken, sondern auch die Erwachsenen“. Ursula Reinsch, Leiterin der DRK Kita Nestwerk, betont, welche Bedeutung Singen und Musizieren gerade für Kinder im Kindergartenalter hat: „Die Kinder profitieren davon auf allen Ebenen. Gemeinsames Singen und Musizieren fördern die kindliche Intelligenz, soziales Lernen, Kontakt- und Teamfähigkeit“. Studien belegten, so Reinsch, dass Kindergartenkinder, die regelmäßig singen, bei Einschulungstests besser abschneiden.Teilnehmer der „Toni singt“-Schulungen erhalten wertvolle und vielfältige Praxisanregungen zum Singen mit Kindern sowie musikalische Spielideen und Lieder, die Erwachsenen und Kindern zugleich Spaß machen. Für die vokalpädagogischen Grundlagenschulungen ist keine musikalische Vorbildung erforderlich. Informationen über das Fortbildungsangebot sowie die nächsten Fortbildungstermine finden sich unter www.tonisingt.de.

 

 

 

 

 

„OWL zeigt Herz“ fördert Schwimmkurse in DRK Kitas

Mehr Kinder sollen Schwimmen lernen. Dafür machen sich Daniel Stephan (Vorsitzender „OWL zeigt Herz“, Katja Pollakowski (BBF) und Petra Schlegel (DRK) ein.
41 Vorschulkinder aus Kitas des DRK Kreisverbandes Bielefeld lernen dank der Förderung von „OWL zeigt Herz“ Schwimmen.

Seit Gründung von „OWL zeigt Herz“ im Jahre 2007, fördert der sozial engagierte Verein neben den Bereichen Kultur und Musik auch mit seinem eigens gegründeten Projekt „Sport macht Kinder stark“ unterschiedlichste Sportangebote für Kinder. Bereits im letzten Jahr haben mit Unterstützung des Vereins in Lemgo insgesamt 150 Grundschülerinnen und Grundschüler der Region Ostwestfalen-Lippe aktiv an den Ferienschwimmkursen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) teilgenommen.

„Ab jetzt werden wir dieses erfolgreiche Projekt im Rahmen von „Sport macht Kinder stark“ auch in Bielefeld umsetzen und so mit einer Gesamtspende von 20.000 Euro fördern“ sagt Daniel Stephan, als 1. Vorsitzender von „OWL zeigt Herz“ und Pate des Projekts „Sport macht Kinder stark“. In Kooperation und Partnerschaft mit der zur Stadtwerke-Gruppe gehörenden „Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH“ (BBF) können nun auch in der Teuto-Metropole die kleinsten Wassersportler aktiv sein und sich zu sicheren Schwimmern entwickeln.

Von der Förderung profitieren bereits jetzt 41 Vorschulkinder aus Kitas des DRK in Bielefeld. Nach Ferienschwimmkursen im Familienbad Heepen wird das Projekt nun im SennestadtBad fortgeführt. Hier finden die Kurse von August bis Dezember 2019 wöchentlich statt. Zeitgleich werden von September bis Dezember 2019 ebenfalls wöchentlich die Schwimmbahnen des ISHARA in weiteren Kursen genutzt. Petra Schlegel, Fachberatung Kitas beim DRK Kreisverband Bielefeld, ist begeistert: „Die Resonanz von Kindern und Eltern ist großartig. Die Kinder sind hochmotiviert und freudig bei der Sache“.

Mit viel Spaß und Geduld wird den Kindern vom geschulten BBF-Fachpersonal das Schwimmen beigebracht. Die Kinder vertiefen ihre Fähigkeiten im Tauchen, Gleiten und Springen. Im Vordergrund stehen das Erlernen der Koordination von Armen und Beinen sowie das Trainieren von Kraft und Ausdauer. Die intensiven Schwimmkurse umfassen in der Regel 15 Einheiten à 45 Minuten und das ein bis zweimal wöchentlich. Ziel ist sicheres Schwimmen im tiefen Wasser zu erlernen. Am Ende wird nach bestandener Prüfung das Seepferdchen-Abzeichen überreicht. Dies beinhaltet 25 Meter schwimmen, das Heraufholen eines Gegenstandes aus dem schultertiefen Wasser und einen Sprung vom Beckenrand.

Katja Pollakowski von der BBF erklärt „Die Stadtwerke Bielefeld Gruppe trug auch einen sportlichen Teil zu diesem Projekt bei. Die BBF forderte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens dazu auf, gemeinsam 54,3 Kilometer zu schwimmen und damit „OWL zeigt Herz“ zu unterstützen. Da das Ziel erreicht wurde, spendet die BBF zwei Kurse für insgesamt 20 Kinder an den Verein“.

 

 

 

 

 

Auf das Tier gekommen - Volksbank Stiftung fördert tiergestützte Pädagogik in DRK Kitas

Dank Tierpädagogin Tina Pahl (vorne, von links) können Luisa, Luis, Mia und Sveva auf Tuchfühlung mit Schaf „Liesel“ gehen. Vorstand Ulrich Scheppan (hinten, von links) und Geschäftsstellenleiterin Carina Bäumker (beide Volksbank) übergeben den symbolischen Spendenscheck an Kita-Leiterin Yvonne Weinrich, Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus, Petra Schlegel (Kita Fachberatung) und Katrin Mengen (Projektleiterin, alle DRK)

Tiere können für Kinder vieles sein: Seelentröster, Spielpartner oder eine verantwortungsvolle Aufgabe. Egal, ob Regenwurm, Huhn, Schaf oder Pony: Der Umgang mit Tieren ermöglicht Kindern elementare und weitreichende Erfahrungen. Oft aber kommt gerade bei Stadtkindern der Kontakt mit Tieren zu kurz.

Grund genug für die Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die tiergestützte Pädagogik stärker in den Fokus zu rücken. Dies gelingt jetzt Dank einer Förderung in Höhe von 5.000 Euro durch die Volksbank Stiftung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh. Finanziert werden damit unter anderem qualifizierte Fortbildungen für Kita-Fachkräfte und Ehrenamtliche sowie regelmäßige Besuche mit Kita-Gruppen auf dem Hof der Sentana-Stiftung. "Wir freuen uns, dass wir mit unserer Volksbank Stiftung dazu beitragen, Kindern die Begegnung mit Tieren wie hier auf dem Gnadenhof zu ermöglichen", sagt Ulrich Scheppan, Vorstandsmitglied der Volksbank Bielefeld-Gütersloh. "Die tiergestützte Pädagogik, so wie sie das DRK vorantreibt, stärkt die Persönlichkeitsentwicklung und die soziale Kompetenz unserer Kinder. Dieses Engagement unterstützen wir sehr gerne.“

Käfer in der Becherlupe, eine Schmetterlingsfarm, Hühner mit Küken oder Kaninchen, sogar ein Hund oder Ponys: Beim DRK bringen pädagogische Fachkräfte ihre Kinder regelmäßig mit Tieren in Kontakt. „Wir fördern damit Achtsamkeit im Umgang mit den Tieren, Verantwortungsbewusstsein und Fürsorge, aber auch die eigene Wahrnehmung“, sagt Petra Schlegel, Fachberatung der DRK Kitas. „Die Kinder profitieren auf vielen Ebenen vom Umgang mit Tieren“. Dank professioneller Schulungen und mit Unterstützung der Volksbank-Stiftung werde man in den DRK-Kitas die individuellen Konzepte tiergestützter Pädagogik jetzt noch weiter ausbauen.

Yvonne Weinrich, Leiterin der DRK Kita-Abenteuerland, besucht heute mit der vierten Gruppe von Kindern und Eltern den Gnadenhof: „Das, was die Kinder hier erleben, wirkt noch lange in den Kita-Alltag hinein“, erzählt sie „Die Kinder sind mutiger, selbstbewusster und empathischer“. Auch die positiven Erfahrungen mit einem Therapiehund lassen sie und ihr Team aktuell über die Anschaffung eines Kita-Tieres nachdenken. Dabei muss sie nicht nur Hygienevorschiften, Allergien und Verantwortlichkeiten im Blick haben: „Eine artgerechte Haltung hat oberste Priorität“.

Die Volksbank Stiftung der Volksbank Bielefeld-Gütersloh hilft durch gezielte Förderung ehrenamtlicher Projekte, diese zu realisieren und damit auch den Einsatz vieler Menschen in der Region zu würdigen. Allein im vergangenen Jahr wurden 59.000,00 Euro an finanziellen Mitteln für die Verwirklichung solcher Projekte zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

 

10 Jahre Early English beim DRK - Englisch lernen mit allen Sinnen

10 Jahre Early English im DRK: Erzieher Uwe Hacker mit der Handpuppe Henry und Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse gratulieren.

Mit Kindern, Eltern und Erzieher*innen haben die Kitas des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 10 Jahre „Early English“ im DRK gefeiert. Dort lernen alljährlich Kinder im letzten Kindergartenjahr erste Redewendungen in englischer Sprache. Seit 2009 haben 650 Kinder mitgemacht.

Von Anfang an verantwortlich für das Projekt beim DRK ist Marita Gelbe-Kruse. „Die Kinder lernen mit allen Sinnen“, sagt die Projektleiterin. „Es werden nicht nur die Sprache, sondern auch musische, soziale und feinmotorische Kompetenzen gefördert“. Acht Monate lang treffen sich die Kinder einmal in der Woche in Kleingruppen. Intuitiv und spielerisch erobern sie den neuen Sprachraum. „Das macht ihnen so viel Spaß, dass sie das Lernen gar nicht bemerken“. Lieder, einfache Übungen, Spiele sowie Mal- und Bastelarbeiten sind die wichtigsten Bausteine der Mini-Lessons. Diese enthalten jeweils ein Lernziel und bauen systematisch aufeinander auf.

Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die mit ihren Freunden bei ihrer Reise durch das „Rainbowland“ viele Abenteuer erleben. Als Höhepunkt eines jeden Early English-Jahres besuchen sie das DRK und spielen vor allen Kindern und ihren Eltern das Annie- und Alex-Musical. Mit dabei sind natürlich die bekannten Songs aus dem Early English-Programm, die von den kleinen Sprachtalenten begeistert mitgesungen werden. Gemeinsam wird gezählt, Gegenstände und Farben benannt und sich begrüßt, ganz klar also: „English is easy, English is fun“.

Entwickelt wurde das Lernkonzept von dem Lehrer und Musiker Paul Lindsay. Er erfand auch die Geschichte von Annie und Alex, komponierte und textete alle Lieder. Bundesweit nehmen mehr als 5.000 Kinder am Early English-Programm teil.

 

 

 

 

 

„Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ - Sprach-Kitas präsentieren sich beim Markt der Möglichkeiten

Markt der Möglichkeiten: Sprachfachkräfte und Kitaleitungen aus sechs DRK-Kitas präsentieren ihre besten Ideen zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, zur inklusiven Pädagogik sowie zur Zusammenarbeit mit Familien.

26 Sprach-Kitas von neun verschiedenen Kita-Trägern haben ihre Erfolgsmodelle im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ bei einem „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert. Mit sechs Kitas war das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am stärksten vertreten. Eingeladen waren pädagogische Fachkräfte aus Kitas, Grundschulen und Ausbildungsschulen für Erzieher*innen. Elternratsmitglieder, Trägervertreter*innen und Verantwortliche für Kitas in Jugendämtern und Behörden aus Ostwestfalen-Lippe. An Informationsständen konnten sich Besucher*innen über Ideen zur praktischen Durchführung in Kitas informieren und austauschen. Konkret präsentiert wurden Anwendungsbeispiele zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung, zur inklusiven Pädagogik sowie zur Zusammenarbeit mit Familien.

Theater-AGs werden gleich in zwei DRK Kitas angeboten: In der Kita Löwenzahn und in der Kita Heideblümchen kreieren die Kinder Kostüme und Bühnenbild selbst, beschäftigen sich intensiv mit der Geschichte des Stücks und führen dies vor einem größeren Publikum auf. Mit Vorlese-Spiel-und-Bastel-Angeboten für Kinder und Eltern während der Abholzeit und einem „Gruppentierrucksack“ will man in der Kita Abenteuerland alltagsintegrierte Sprachbildung und die Zusammenarbeit mit Eltern intensivieren. „Was das Kind mit dem Gruppenstofftier am Wochenende erlebt, schreiben die Eltern in ein Buch. Das Kind erzählt von den Erlebnissen des Tiers am Montag im Morgenkreis“, erläutert Hedwig Werner, Fachkraft für Sprache, das Konzept.

Mit geschlechterneutralem Spielzeug, Puppen mit dunkler Hautfarbe oder Geschichten ohne klassische Familienkonstellationen hat die Kita Heeper Strolche das Thema Inklusion in den Fokus gerückt. Erwachsene sollen zudem für einen Sprachgebrauch auf Augenhöhe mit ihren Kindern sensibilisiert werden. Das Konzept für ihre rund 1.000 Kinderbücher umfassende Leihbibliothek präsentiert die Kita Weltweit. Die Kinder können sich anhand einfacher Symbole in 12 verschiedenen Kategorien wie „Natur“ „Märchen“ oder „Fremdsprachen“ orientieren. Bücher darf ein Kind pro Gruppe am Wochenende ausleihen und zu Beginn der nächsten Woche davon erzählen. Die Bücher werden dabei eingescannt und automatisch erfasst. „Damit führen wir die Kinder spielerisch an die Abläufe in der Stadtbibliothek heran“, sagt Erzieherin Claudia Wittbrock. Auch die Kita Bullerbü wendet dieses Konzept an.

Für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden im Zeitraum von 2016 bis 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung gestellt. Damit können insgesamt rund 7.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung geschaffen werden.

Link: https://sprach-kitas.fruehe-chancen.de

 

 

 

„Socken für Soziales“ – Erfolgreicher Aktionstag beim DRK in Bielefeld

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Bielefeld hat sich am ersten Aktionstag des Roten Kreuzes in Westfalen-Lippe zur Kleiderspende beteiligt und viele der Bielefelder*innen sind dem Aufruf „Socken für Soziales“ gefolgt. „850 Kilo mit gebrauchter, gut erhaltener Kleidung für Kinder und Erwachsene sowie Spielzeug wurden für den guten Zweck gespendet“, freut sich DRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus. „Ein Teil dieser Kleidung und das Spielzeug kommen unseren ehrenamtlich geführten DRK Kaufläden zugute. Dort versorgen wir beispielsweise wohnungslose oder geflüchtete Menschen mit Kleidung“. Den nicht mehr so kleidsamen Rest verkaufe das DRK an Recyclingunternehmen, die die Kleidung weiterverarbeiten, zum Beispiel zu Putzlappen. Die Erlöse aus dem Verkauf nutze man zur Finanzierung von sozialen Projekten des DRK Kreisverbandes Bielefeld. „Wir danken allen Spender*innen sehr herzlich!“

Zur guten Stimmung rund um „Socken für Soziales“ hat auch das Rahmenprogramm beigetragen, mit dem die teilnehmenden DRK Kitas auf die Aktion aufmerksam machten: In den DRK Kitas Lummerland und Löwenzahn wurden von den Eltern Muffins gebacken, die an den Aktionstagen auf der Straße überreicht wurden. Die DRK Kita Weltweit veranstaltete ein Elterncafé zum Thema Kleiderspende und verteilte Kleidersäcke an Passanten auf der Straße. Welche Bedeutung Kleiderspenden haben, wie diese verwendet werden und welche Aufgaben das DRK dabei wahrnimmt, lernten die Kinder der teilnehmenden Einrichtungen in Morgenkreisen und speziellen Veranstaltungen. In der DRK Kita Löwenzahn etwa wurde eine Wäscheleine rund um die Kita gespannt, an der die Kinder die gespendeten Kleidungsstücke aufhängten.

Das DRK in Bielefeld unterhält drei DRK Kaufläden in den Stadtteilen Mitte, Heepen und Brackwede. Die Spenden können direkt dort abgegeben oder in die DRK Kleidercontainer eingeworfen werden. Die Öffnungszeiten der DRK Kaufläden finden sie hier:
http://www.drk-bielefeld.de/spenden/kleiderspende

spenden/kleiderspende

 

 

 

 

DRK Integrationsagentur organisiert unsichtbares Theater in Bielefeld

Teilnehmende gemeinsam mit Theaterregisseur Gunther Möllmann (hinten links), Schauspielerin Katrin Nowak (2. von hinten links) und Julia Böcker von der DRK Integrationsagentur (vorne).

„Gemeinsam gegen Rassismus“ war das Motto des Projekts „Bürger machen Mut ... und Theater“, das im Rahmen der diesjährigen Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus von der DRK Integrationsagentur organisiert wurde. An insgesamt vier Workshopterminen lernten die Teilnehmenden, wie sie ein Theaterstück zum Thema Anti-Rassismus „auf die Bühne“ bringen können. Zur Bühne wurde dann die Fußgängerzone der Bielefelder Innenstadt, in der das unsichtbare Theater zweimal aufgeführt wurde. Unsichtbar bedeutet in diesem Fall, dass die Passanten ohne ihr Wissen in das Theaterstück miteinbezogen und somit selbst zu Schauspieler*innen wurden. Das Geschehen erlebten sie (zunächst) als ganz normale Alltagssituation, in der ein Konflikt, z. B. aufgrund einer rassistischen Äußerung, entsteht. Neben den echten Schauspieler*innen zeigten viele Passanten Zivilcourage. Sie mischten sich ein, diskutierten mit und machten auf die mal mehr mal weniger offensichtlichen, deshalb aber nicht weniger verletzenden und ausgrenzenden Diskriminierungen aufmerksam. Als kleine Anerkennung für ihre Bereitschaft, humane und demokratische Werte in der Öffentlichkeit zu vertreten, erhielten die aktiven Passanten einen Button mit der Aufschrift „Mutmacher*in – Gemeinsam gegen Rassismus“.

Ziel dieser öffentlichen Aktion war es, Menschen für verschiedene Erscheinungsformen von Alltagsrassismus zu sensibilisieren, ihnen Mut zu machen, bei beobachtetem oder selbst erlebtem Alltagsrassismus aktiv zu werden und hierfür effektive Gegenstrategien zu vermitteln. Beim unsichtbaren Theater handelt es sich um eine Technik des Theaters der Unterdrückten von Augusto Boal, das Theaterregisseur Gunther Möllmann und Schauspielerin Katrin Nowak unseren kreativen und engagierten Teilnehmenden näher gebracht haben. 

 

 

 

DRK trauert um seinen Ehrenpräsidenten Prof. Dr. Christoph Brückner


Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) trauert um seinen Ehrenpräsidenten Professor Dr. med. Christoph Brückner, der am 04. Juni 2019 im Alter von 89 Jahren verstorben ist. „Mit Professor Christoph Brückner verlieren wir eine engagierte Persönlichkeit, die sich jahrzehntelang um das Deutsche Rote Kreuz und insbesondere für die Vereinigung der beiden deutschen Rotkreuz-Gesellschaften nach der Wende verdient gemacht hat. Wir werden ihn schmerzlich vermissen“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt.

Der in Zwickau geborene Brückner war seit 1956 Mitglied des DRK und wurde im April 1990 zum Präsidenten des DRK der DDR gewählt. Er war Mitglied im Koordinierungsausschuss zur Vereinigung der beiden deutschen Rotkreuz-Gesellschaften und von der Vereinigung bis zum Herbst 2003 dreizehn Jahre lang Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes. In dieser Funktion hat er wesentlich dazu beigetragen, neue leistungsfähige Strukturen des DRK in den neuen Bundesländern aufzubauen. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt als Vizepräsident wurde Professor Brückner auf der Bundesversammlung 2004 zum Ehrenpräsidenten ernannt. „Professor Brückner war ein großartiger Vermittler, dem das DRK viel zu verdanken hat. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seinen Angehörigen und Freunden“, sagte Hasselfeldt.

 

 

 

Großer Aktionstag „Socken für Soziales“


Der Kreisverband Bielefeld des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beteiligt sich an dem ersten verbandsweiten Aktionstag des Roten Kreuzes in Westfalen-Lippe zur Kleiderspende „Socken für Soziales“. Am 1. Juni in der Zeit von 10 bis 14 Uhr können Altkleider in der Kreisgeschäftsstelle, August-Bebel-Straße 8, abgegeben werden.

Wer an dem Tag keine Zeit hat, kann seine Kleiderspende auch am 27. und 28. Mai zwischen 8 Uhr und 16 Uhr in die DRK Kita Lummerland, Salzufler Straße 48, bringen. Die DRK Kita Weltweit, Waldemarstraße 4, sammelt gebrauchte Kleidung in der Zeit vom 3. bis 7. Juni, montags bis donnerstags in der Zeit von 7 bis 16.30 Uhr und Freitag bis 14 Uhr.

Die abgelegte Kleidung der Spender dient dem Gemeinwohl. Erlöse werden ausschließlich dazu verwendet, die Sammelkosten sowie Miet- und Nebenkosten der DRK Kaufläden zu decken. Eventuell verbleibende Überschüsse kommen sozialen Rotkreuz-Projekten zugute.

Bei dem Aktionstag „Socken für Soziales“ handelt es sich nicht nur um einen Termin zur Abgabe von Altkleidern. Spender können sich über die Arbeit des DRK informieren. Der Elternbeirat der DRK Kita Lummerland bedankt sich bei Spendern an beiden Aktionstagen in der Zeit von 14 bis 16 Uhr mit Kaffee und Kuchen.

Weitere Informationen zum Thema Altkleider erhalten Sie auf den Seiten unseres Landesverbands unter:
www.drk-westfalen.de/aktuell/spalte-2-a/aktionstag-kleiderspende/aktionstag-kleiderspende.html

sowie unseres Bundesverbands unter:
www.drk.de/hilfe-in-deutschland/existenzsichernde-hilfe/

 

 

 

Tag der Nachbarn 2019 - Stadtteilmütter laden zum Fastenbrechen ein

Auch bei der Vorbereitung des Iftar ziehen Bewohner, Stadtteilmütter und Akteure im Ostmannturmviertel an einem Strang. Im Gespräch Azat Kirimyan (Bewohnerin), Sozialdezernent Ingo Nürnberger, Sawin Surchi, Melek Yapar (beide Stadtteilmütter) und Namé Ayaz-Gür (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus).

Jedes Jahr begehen die praktizierenden Muslime den Fastenmonat Ramadan. Dann nehmen sie während des Tages weder Getränke noch Speisen zu sich. Deshalb wird der „Iftar“, das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang besonders zelebriert. Dann sitzen die Muslime mit ihren Familien, Freunden oder Gemeinden zusammen und nehmen gemeinsam eine Mahlzeit ein.

Den „Tag des Nachbarn“ haben die Stadtteilmütter erstmalig zum Anlass genommen, um zu einem gemeinsamen Fastenbrechen im Ostmannturmviertel einzuladen. Dort leben Menschen aus mehr als 80 Nationen, so viele wie nirgendwo sonst in Bielefeld. Mehr als 150 Gäste aus dem Irak, der Türkei, Sri Lanka, Russland oder Syrien sind gekommen. Sie alle werden von den Stadtteilmüttern betreut, allesamt Frauen, die selbst eine Migrationsgeschichte haben.

Mit dem gemeinsamen Fastenbrechen sollen diese Familien besser untereinander vernetzt werden und miteinander ins Gespräch kommen. „Die Stadtteilmütter sind für die Familien dort eine wichtige Stütze“, sagt Sozialdezernent Ingo Nürnberger. Auch wichtige Akteure aus dem Stadtteil waren eingeladen, etwa Vertreter der Quartiersbetreuung und des Nachbarschaftsrats. „Uns ging es darum, einen Treffpunkt zu schaffen und Barrieren abzubauen“, sagt Jennifer Kubatzki, Projektleiterin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Seit November 2014 sind die zehn Ehrenamtlichen als Ansprechpartnerinnen für Migrantenfamilien im Ostmannturmviertel unterwegs. Dort, wo für deutsche Sozialarbeiter die Türen fest verschlossen bleiben, schaffen die Stadtteilmütter es, einen Zugang zu finden. Ihre Schlüssel sind die gemeinsame Sprache und der gleiche kulturelle Hintergrund. „Die größte Barriere ist oft nicht der Wille, sondern der Zugang zu Informationen“, weiß Projektleiterin Petra Schlegel.

Schon äußerlich sind die Frauen an den großen Umhängetaschen zu erkennen. Sie sitzen in Elternbeiräten und Schulpflegschaften, sprechen gezielt Mütter in ihrer Muttersprache an - oder lassen sich ansprechen, auch per Handy, notfalls auch abends oder am Wochenende. Bei Nachbarschaftstreffen, Stadtteilfesten und Elterncafés stellen sie ihr Angebot vor. Jeden Donnerstag gibt es in der Hellingskampschule am Standort Josefstr. ab 10 Uhr eine offene Sprechstunde.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich unter Telefon 0178-9090373 sowie unter Email stadtteilmuetter@drk-bielefeld.de melden.

 

 

 

DRK Kita Weltweit: Deutsche Bank Mitarbeiter ermöglichen „Fit durch Frühstück“

Das Projekt „Fit durch Frühstück“ geht in der DRK Kita Weltweit auf kulinari-sche Weltreise: Mit dabei Zoe (vorne, von links), Ashvitha, Alessia, Daven, Jutta Schattmann (hinten, von links, Bielefelder Bürgerstiftung), Stefan Oldemeier, Cornelia Holwas (beide Deutsche Bank), Jan-Hendrik Stute und Esther Lemke (beide DRK). Foto: Nitschke Fotografen

Dass frisches Obst und Gemüse oder Vollkornprodukte gesund sind und fit machen, weiß hierzulande jedes Kind. Trotzdem landen immer wieder süße Müsliriegel oder Butterbrote mit Schokoaufstrich in den Frühstücksdosen der Kindergartenkinder. Damit sie und ihre Eltern mehr auf gesunde Ernährung achten, etabliert die Bielefelder Bürgerstiftung (BBS) das 2012 für Schulen entwickelte Projekt „Fit durch Frühstück“ seit 2016 auch in Kindertagesstätten.

Nach Stieghorst, Sieker und Sennestadt startet das Erfolgsprojekt auch im Stadtteil Mitte. Erste Projektpartnerin dort ist die Kita Weltweit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Möglich geworden ist dies durch eine neue Initiative von Mitarbeitern der Deutschen Bank AG in Bielefeld. Die Bänker wollen mit ihrem Engagement hiesige soziale Projekte fördern. Sie nahmen Kontakt zur BBS auf, „Fit durch Frühstück“ wurde ausgewählt, der Kontakt zur Kita hergestellt. „Das Projekt hat uns begeistert, weil wir hier direkt vor Ort Kinder mit einem gesunden Start in den Tag sinnvoll unterstützen können“, sagt Cornelia Holwas von der Deutschen Bank.

Seit Anfang des Jahres werben die Bankmitarbeiter einmal im Monat mit Kuchen, Muffins und Co., die sie in ihrer Freizeit selbst gebacken haben, bei ihren Kunden für den guten Zweck. Auf diesem Weg sollen 1.000 Euro zusammenkommen, um das Thema „gesunde Ernährung“ in der Kita auf besondere Weise in den Mittelpunkt zu stellen. Diese liegt mitten im Ostmannturmviertel, im multikulturellen Team werden 20 Sprachen gesprochen, 25 Fachkräfte kümmern sich um 109 Kinder aus 28 Nationen.

„Bei uns gibt es Frühstückstraditionen und Ernährungsgewohnheiten aus aller Welt“, erzählt Kita-Leiter Jan-Hendrik Stute. „Deshalb haben wir uns gefragt, wie in anderen Ländern gefrühstückt wird und was dort als gesund gilt“.

Die Idee einer kulinarischen Reise war geboren, die jetzt mit einem von Kindern, Eltern und Mitarbeitenden gemeinsam vorbereiteten indischen Frühstück startete. Dabei standen in der Kita „Idli“ (kleine, flache gedämpfte Reisküchlein), „Sambar“ (eine Art Gemüse-Linsen-Soße) und „Roti“ (indisches Fladenbrot) mit Kartoffeln auf dem morgendlichen Speiseplan. Als weitere „Frühstücks-Reiseziele“ seien unter anderem die Türkei, Marokko und Lateinamerika vorgesehen.

Stute freut sich, dass die Kinder und Eltern neugierig und interessiert auf das für sie fremde Frühstück reagiert hätten. Es solle ja gerade nicht darum gehen, mit erhobenem Zeigefinger zu bevormunden. „Vielmehr wollen wir die Eltern dort abholen, wo sie stehen, ihren Kulturen und Traditionen mit Respekt begegnen“. Auch kleine Schritte in die richtige Richtung seien ein Erfolg. Damit sich dieser nachhaltig einstellt, wird in der Kita regelmäßig international zusammen gekocht, mit den Kindern ein Frühstück zubereitet oder Obst, Gemüse und Kräuter aus dem Hochbeet geerntet. Seit Kurzem ist ein Elterngremium über die Gestaltung der Speisepläne im Gespräch, dank der Spende berät eine Ernährungsexpertin das Team und informiert Eltern zum Thema.

Jutta Schattmann, Leiterin des Projektes unter dem Dach der BBS, will „Fit durch Frühstück“ in Bielefeld weiter ausbauen. „Solange der Bedarf vorhanden ist und es finanzielle Unterstützer gibt, machen wir weiter“. Interessenten aus dem Stadtteil Mitte gebe es bereits. Informationen unter Telefon 0521 - 5574350 oder über E-Mail info[at]bielefelder-buergerstiftung[dot]de .

 

 

 

Landesweite Aktion zum Weltrotkreuztag - „DRK – kein kalter Kaffee“

v.l.: Antoon Verschaeren, Thomas Reuter (stellv. Kreisrotkreuzleiter), Stephan Nau, Katharina Nocke (Pflege TeutoCare) und Iris Pape (Soziale Dienste) verteilen am Bahnhof Kaffee und Tee. Foto: Nicole Wittkowski

Rotkreuzbegründer Henry Dunant kam am 8. Mai vor 191 Jahren auf die Welt und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sorgt an vielen Orten in NRW für den Geburtstagskaffee: „DRK – kein kalter Kaffee“ hieß es am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag, auch in Bielefeld. Ehrenamtliche und hauptamtliche Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler sind in Brackwede, am Hauptbahnhof Bielefeld und auf dem Jahnplatz auf die Straße gegangen, um einen „Kaffee für unterwegs” zu überreichen. Sie gaben Passanten zudem Auskunft über das Rote Kreuz, seine Themen und Aufgaben. Auch Antoon Verschaeren, hauptamtlicher Vorstand des DRK-Kreisverbandes und Geschäftsführer der DRK Soziale Dienste OWL, sowie Stephan Nau,  Präsident des DRK-Kreisverbandes Bielefeld, verteilten vor Ort Kaffee und Tee an die Bürgerinnen und Bürger und standen für Gespräche zur Verfügung.

Wir bedanken uns bei der Bahnhofmission sowie bei Apollo Optik für die Unterstützung bei der Aktion.

Hintergrund zum Weltrotkreuztag

Am 8. Mai 1828 wurde Rotkreuz-Begründer Henry Dunant geboren. Am 24. Juni 1859 wird er auf einer Reise Zeuge der Schlacht von Solferino, einer der blutigsten Schlachten der Weltgeschichte. Die Schlacht gilt als  Erweckungserlebnis für Dunant und Geburtsstunde des Roten Kreuzes. Auf Dunants Initiative begann damals die Geschichte der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, zu der inzwischen weltweit 191 nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften gehören. Dunants Geburtstag wird alljährlich international als Weltrotkreuztag begangen.

Nicole Wittkowski

 

 

 

Brand im Kinderkrankenhaus – Übung der Gefahrenabwehr

Versorgung eines rot gesichteten Patienten in der Patientenablage Foto: Thomas Reuter

Das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB), die Bielefelder Hilfsorganisationen (ASB, DRK und JUH), der Rettungsdienst Stadt Bielefeld und die Feuerwehr haben am Vormittag des 3. Mai 2019 zum Thema "Brandeinsatz im Krankenhaus" im Ortsteil Bethel eine Übung durchgeführt.

Seit dem 30. April steht das Kinderzentrum Bethel, Haus 1, leer. Es wird wegen des geplanten Neubaus entkernt und abgerissen. Somit ergab sich eine ideale Möglichkeit für das EvKB, die Bielefelder Hilfsorganisationen, den Rettungsdienst und die Feuerwehr, eine gemeinsame Übung durchzuführen.

Das Übungsszenario sieht folgendermaßen aus: Bei Handwerkerarbeiten kommt es zu einem Brand auf einer Station im Kinderzentrum Bethel. Der Handwerker und zwölf Patienten der Station, von denen zwei intensivmedizinisch behandelt werden müssen, sind von dem Feuerausbruch betroffen.

Während das Personal des Kinderzentrums nach internen Konzepten und Ablaufplänen mit der Räumung der Station beginnt, alarmiert die Leitstelle der Feuerwehr gemäß dem Stichwort "Feuer Krankenhaus/Heime" Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Aufgrund der ersten Rückmeldungen aus dem Krankenhaus werden zusätzliche Einheiten des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen alarmiert. Das sogenannte Rettungskonzept "Massenanfall von Verletzten" – kurz MANV - wird damit ausgelöst.

Patienten werden durch das Krankenhauspersonal in Sicherheit gebracht sowie durch Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Atemschutz aus dem verrauchten Bereich gerettet.

Durch den Brand fällt zudem der Strom aus. Das bedeutet, dass die Patienten durch den Rettungsdienst auf andere Krankenhäuser verteilt werden. Dieses wird über die Transportorganisation und ein sogenanntes Ticketsystem organisiert. Auch die Notaufnahme von Gilead I ist in die Übung miteingebunden und bekommt nach dem Ticketsystem Patienten zugewiesen. Alle anderen werden in ein fiktives Krankenhaus transportiert.

Ziel der groß angelegten Aktion ist es, die Zusammenarbeit im Falle eines MANV zwischen dem Krankenhauspersonal und den Rettungskräften sowie der Einsatzleitung der Feuerwehr für den Ernstfall zu üben. Hier gilt es, die Rettungsmaßnahmen sowie die Angriffswege zur Brandbekämpfung und die Rettungswege zur Evakuierung abzustimmen. Hinzu kommt, dass die einzelnen Organisationen ihre internen Abläufe überprüfen können.

Um die Einsatzübung möglichst realitätsnah und echt wirken zu lassen, wurden vierzehn „Realistische Unfalldarsteller“ der DLRG Paderborn mit geschminkten Verletzungen in der Übung eingebunden.

An der Übung nahmen ca. 80 Mitarbeitende des EvKB, 40 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und des Rettungsdienstes, 50 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr mit 28 Fahrzeugen sowie 22 Beobachter/innen teil.

Der Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Bielefeld war mit einem Gerätewagen Rettungsdienst zwei Krankentransportwagen und einem Kommandowagen im Einsatz. Der Einsatzführungsdienst des DRK übernahm die Leitung des Bereitstellungsraumes Rettungsdienst im Königsweg. In diesem „Raum“ werden alle rettungsdienstlichen Fahrzeuge, wie Rettungswagen (RTW), Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), Krankentransportwagen (KTW) sowie alle anderen Fahrzeuge des Rettungsdienstes gesammelt und strukturiert nach Aufforderung in die Einsatzstelle geschickt.

Die ASB DRK JUH Rettungsdienst Bielefeld gGmbH hat  bei der Übung zwei RTW, ein NEF und den Einsatzleitwagen 6-ELW1-1 mit dem SEG (SchnellEinsatzGruppe) -Einsatzleiter und einem Führungsassistenten gestellt, die auch die Transportorganisation durchgeführt haben.

ASB OWL e. V. und JUH e. V. OWF hatten je einen Gerätewagen San und einen KTW-B im Einsatz, der DRK KV BI e. V. einen Gerätewagen Rettungsdienst im Einsatz.

Nach Übungsende konnten vermeldet werden, dass von 19 Personen durch den Leitenden Notarzt zwei rot gesichtet, vier gelb gesichtet und neun grün gesichtet worden waren. Zwei Tote wären in Folge ihrer schweren Verletzungen zu beklagen gewesen.

In einem Kurzresumee bedankten sich die Dezernentin für Feuerwehr und Rettungsdienst, Anja Ritschel, der Amtsleiter des Feuerwehramtes, Hans-Dieter Mühlenweg, die Vorsitzende Geschäftsführerin des Evangelischen Klinikums Bethel, Dr. Maren Thäter und der Chefarzt der Zentralen Notaufnahmen des EvKB, Dr. Hans-Jürgen Kottkamp bei allen heute Aktiven!

Die Einsatzübung wird dem EvKB, der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und den Hilfsorganisationen zahlreiche Erkenntnisse bringen, die in Schulungen und Verbesserungen münden werden.

Quelle: Presseinformation der EvKB Unternehmenskommunikation, Heinrich Hofmann, Nicole Wittkowski

 

 

Vier Evakuierungen in vier Wochen Einsatzkräfte, Familien und Arbeitgeber gefordert

Foto: Martina Forbrich

Die Einsatzkräfte des DRK-Kreisverband Bielefeld e.V. waren in den letzten vier Wochen zusammen mit den anderen Kräften von ASB und JUH, Feuerwehr und Rettungsdienst bei vier Evakuierungen im Einsatz. Grund für die Einsätze war jedes Mal der Fund eine 250kg Bombe aus dem 2. Weltkrieg.

Der erste Einsatz führte die Kräfte am 27. Februar 2019 nach Brake. Dort richten die Kräfte im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr einen Betreuungsplatz ein und standen mit zwei Krankentransportwaten (KTW) für Transporte zur Verfügung. Ein Betreuungsplatz dient zur Überbrückung der „Wartezeit“. Dort gibt es in der Regel Getränke und Snacks und für den Notfall medizinische Versorgung.

Am 19. März 2019 wurden die Kräfte zum zweiten Einsatz alarmiert. Dieser Einsatz führte die Kräfte nach Brackwede. Dort wurde im Bezirksamt Brackwede der Betreuungsplatz eingerichtet. Auch die Krankentransportwagen standen wieder für den Transport von bettlägerigen und mobilitäseingeschränkten Personen zur Verfügung. Der Fahrdienst des DRK unterstütze bei dem Einsatz ebenfalls und stellte ein Fahrzeug zum Transport von Personen mit Rollstühlen ab.

Fünf Tage später, am 24. März 2019, fand eine weitere Evakuierung statt. Diese Mal traf es die Innenstadt. Bei Bauarbeiten im Wiesenbad wurde bereits freitags eine Weltkriegsbombe gefunden. Aufgrund der Lage wurde entschieden, dass die Entschärfung erst am Sonntag stattfinden soll. Auch hier waren die Einsatzkräfte wieder auf dem Betreuungsplatz eingesetzt sowie mit Krankentransportwagen und einem Behindertentransportwagen tätig.

Bereits drei Tage später, 27 März 2019, klingelten die Melder der Einsatzkräfte erneut. Dies Mal ging es in nördlichen Teil der Stadt Bielefeld. In der Straße „Am Kamphof“ wurde eine weitere Bombe gefunden. Aus diesem Grund wurde in der Martin-Niemöller-Gesamtschule der Betreuungsplatz und bei der Stadtwerke Bielefeld GmbH der Bereitungsstellungsraum Rettungsdienst eingerichtet. Der Bereitstellungsraum Rettungsdienst dient zum Sammeln und Koordinieren von Krankentransportwagen (KTW), Rettungswagen (RTW) und Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF). Auch zwei Behindertentransportwagen wurden vom DRK wieder zur Verfügung gestellt.

Bei allen Einsätzen war der DRK Kreisverband Bielefeld e.V. mit min. 25 Einsatzkräften beteiligt.

Der DRK Kreisverband Bielefeld e.V. bedankt sich bei allen Einsatzkräften deren Familien und Arbeitgeber, ohne die diese Einsätze nicht absolvierbar wären.

Nicole Wittkowski

 

 

Neue Sanitäter ausgebildet


Bei vielen kleinen Stadtteilfesten oder großen Veranstaltung wie dem Run & Roll Day oder Bundesliga-Spiele von Arminia Bielefeld sind sie – die Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuz (DRK) - präsent und stehen mit Rat und Tat bei der Erstversorgung von größeren und kleineren Verletzungen und Erkrankungen mit ihrem Wissen parat.

In einer 60-stündigen Wochenendausbildung haben jetzt 19 engagierte Menschen die Ausbildung zum „Sanitäter“ absolviert und ihr Können mit einer theoretischen und praktischen Prüfung demonstriert. Die praktische Prüfung besteht aus den Bereichen Reanimation und Fallbeispiel und wurde von den Ausbildern Michael Gummich und Christoph Antrop.

Bereits seit letztem Jahr haben die Schülerinnen vom Berufskolleg Bethel unter der Leitung von Michael Eckert sich auf die heutige Prüfung vorbereitet. Diese Kooperation zwischen Bethel und dem DRK Kreisverband Bielefeld e.V. existiert seit letztem Sommer

In dieser Ausbildung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das sofortige und sichere Erkennen der Anlässe für eine Hilfeleistung erlernt. Die Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen bei Störung von Atmung und Kreislaufs einschließlich Reanimation, die Einweisung in den automatischen externen Defibrillator, Schock und die Versorgung bedrohlicher Blutungen standen genauso auf dem Stundenplan wie Schädel-Hirn-Trauma (SHT), Polytrauma und Infektionskrankheiten. Sie lernten die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, Notarzt und Polizei sowie Rettungs- und Transporttechniken kennen. Auch das Erkennen und Ergreifen von Maßnahmen bei akuten Erkrankungen und Verletzungen waren Inhalte der Ausbildung. Zum Schluss wurden die neuen Sanitäterinnen und Sanitäter in Rechts- und Versicherungsfragen geschult.

Die Ausbildung hat in den Räumlichkeiten des DRK Ortsvereins Bielefeld Zentrum e.V. stattgefunden.

Bisher waren alle Fälle, die die Sanitäter „abgearbeitet“ haben, gestellte Szenen, nun aber sind sie in der Lage, ebenfalls kompetente „echte“ Hilfe zu leisten. Dieses wird ein Großteil von ihnen auch schon in den kommenden Wochen z.B. beim Hermannslauf oder dem Leineweber beweisen können. 

Teilgenommen haben

Sebiha Berber, Isabel Borgstedt, Hrmeen Farhan, Celina Güse, Karla Heitmann, Vivienne Heuwagen, Maximilian Keilich, Julie-Amira Koll, Lea-Sophie Manowski, Marie Pieper, Judith Schauder, Hannah Seeger, Andreas Sternke, Franziska Strobel, Chiara Walter, Michaela Walter, Erik Wirt

Frauen und Männer, die sich über die freiwillige Mitarbeit im DRK informieren möchten und mindesten 16 Jahre alt sind, können sich unter der Tel: 0521 / 5299818 an die Servicestelle Ehrenamt des Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Bielefeld wenden.

Nicole Wittkowski

 

 

 

DRK Kita Nestwerk: Spende bringt Kinder in Bewegung

Hier ist was los: Alva (6) und Bo (3) toben im neuen Bällebad

Über ein neues Bällebad und einige Hundert Ersatzbälle freuen sich die Kinder der Kita Nestwerk des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Heepen. Eine Finanzspritze des Fördervereins und der Bielefelder Rotkreuzstiftung haben die Anschaffung möglich gemacht. Das alte Bällebad sei defekt gewesen und habe ausgetauscht werden müssen, erzählt Kita-Leiterin Ursula Reinsch: „Jetzt können die Kinder wieder die Seele baumeln lassen oder sich nach Herzenslust austoben“.

Die rot-gelbe Attraktion im Mondraum der Kita ist besonders während der Freispielzeit ein beliebter Spielort für die 79 Kinder, egal welchen Alters und welcher Entwicklungsstufe. Aber auch von Therapeuten werde das Bällebad zur Frühförderung genutzt.  Dort schulen die Kinder spielerisch ihre Körperwahrnehmung und verbessern ihre Motorik. „Das macht es so beliebt. Ganz nebenbei üben sich die Kinder sich im Aufräumen“, sagt Reinsch mit einem Augenzwinkern. Denn natürlich ist die Versuchung groß, die leichten, kunterbunten Bälle durch die Gegend zu werfen. Auch die sechsjährige Alva und die dreijährige Bo haben beim Fototermin eine Menge Spaß.

 

 

Sturmtief "Eberhard" verursacht Verkehrschaos in NRW - DRK Bielefeld am Hauptbahnhof im Einsatz

Kurze Lagebesprechung. Im Hintergrund wird die Ausgabestelle vorbereitet. Foto: Maik Brinkmann

Das Sturmtief "Eberhard" brachte NRW-weit den Bahnverkehr nahezu am 10. März 2019 zum erliegen. Folge waren volle Bahnhöfe, lange Wartezeiten oder kein Weiterkommen für die Reisenden. So auch im Bielefelder Hauptbahnhof.

Daher erreichte um 18:45 Uhr eine Anfrage des Bahnhofsmanagements der Deutschen Bahn das DRK Bielefeld bezüglich der Bereitstellung einer kleine Verpflegung, für Reisende die durch den Sturm in Bielefeld
„gestrandet“ waren. Die Gemeinschaften Brackwede und Heepen bereiteten anschießend in kurzer Zeit ca. 200 Lunchpakete vor und gaben diese mit Kaltgetränken, Obst und Kaffee, an die vielen Reisende aus. Mit großem Engagement waren die 16 Einsatzkräfte der beteiligten Gemeinschaften vor Ort, um zu helfen.

Viele der, teilweise seit Stunden wartenden, Reisenden waren daher sichtlich sehr dankbar für die Verpflegung, ein Getränk und - bei mittlerweile kaltem Wetter und Schneefall - einen Becher heißen Kaffee, sowie freundliche Worte der DRK Helfer.

Geleitet wurde diese Hilfeleistung für die Deutsche Bahn durch den Einsatzführungsdienst des DRK-Kreisverbandes Bielefeld, mit Unterstützung des Einsatzleitwagens der Gemeinschaft Mitte. Um 23:45 Uhr war der Einsatz am Hauptbahnhof beendet.

Nicole Wittkowski und Maik Brinkmann

 

 

Kultur macht Kinder stark - Verein „OWL zeigt Herz“ fördert Kinderkulturpass mit 5.500 Euro

Bei den Bielefelder Puppenspielen: Die Teilnehmer des „Kinderkulturpass“ freuen sich über die Spende des Vereins „OWL zeigt Herz“. Den symbolischen Spendenscheck überreichte Franziska Messinger (Mitte, 3. von rechts) an Sina Salomon (DRK Kita Weltweit, hinten, von links), DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus und Katrin Mengen (Projektleiterin Kiku)

Sie besuchen gemeinsam mit ihren Familien die Sparrenburg, das Stadttheater, die Kunsthalle und den Tierpark: Schon über 400 Kita-Kinder haben den Kinderkulturpass erhalten. Das gleichnamige Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) geht mit Familien auf kulturelle Entdeckungsreise in Bielefeld und Umgebung. Jetzt gab es eine Förderung durch den gemeinnützigen Verein „OWL zeigt Herz“ von 5.500 Euro. Überreicht wurde sie im Rahmen einer Veranstaltung bei den Bielefelder Puppenspielen.

Seit sieben Jahren gibt es den Kinderkulturpass („Kiku“), von Beginn an leitet Katrin Mengen vom DRK das Projekt: „Unsere Besonderheit ist, dass wir die Eltern als wichtigste Vorbilder miteinbeziehen“, sagt sie. „So kommen auch Familien miteinander in Kontakt, die sich im normalen Kita-Alltag nicht unbedingt begegnen“. Das mache das Projekt in der Region einzigartig. Oft nutzen Eltern die Bildungsangebote ihrer Stadt kaum. „Wer die kulturellen Einrichtungen nicht kennt, sich nicht alleine hineintraut oder wem schlicht die Zeit fehlt, findet mit uns einen einfachen Einstieg“.

Ein Aspekt, der auch die Verantwortlichen von „OWL zeigt Herz“ überzeugte. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 unterstützt der Verein verschiedene karitative Projekte und betreibt eigenständig die Initiativen „Kultur macht Kinder stark“, „Musik macht Kinder stark“ und „Sport macht Kinder stark“. Das Ziel: Kinder und Jugendliche begleiten und fördern. „Kultur ist wichtig für Kinder. Kiku setzt schon bei den ganz Kleinen an und bindet die Eltern direkt mit ein“, sagt Franziska Messinger, Vorstandsmitglied des Vereins.

„Kiku hat sich zu einem Leuchtturmprojekt des DRK entwickelt. Das lässt sich nur mit engagierten Förderern wie OWL zeigt Herz finanziell

stemmen“, weiß DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus. Derzeit arbeitet das Rote Kreuz daran, das ursprünglich in der DRK Kita Weltweit gestartete Projekt in allen DRK Kitas anzubieten. Wer Kiku unterstützen möchte, kann sich unter Telefon 0178 - 48 98 010 oder über E-Mail an mengen[at]drk-bielefeld[dot]de informieren.

www.owlzeigtherzev.de

 

 

 

Dörthe Rutschick ist neue Leiterin der DRK Kita Mehlhausen

Maria Storck (rechts) übergibt den symbolischen Kita-Schlüssel an die neue Leiterin Dörthe Rutschick.

Die Kita Mehlhausen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) steht unter neuer Leitung. Dörthe Rutschick hat die Nachfolge von Maria Storck angetreten, die nach fast 22 Jahren als Kita-Leiterin in Milse in den Ruhestand gegangen ist.

Rutschick war bereits seit neun Jahren stellvertretende Leiterin in der DRK Kita, die derzeit 77 Kinder besuchen. Die 41-Jährige absolvierte zunächst eine Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin und Heilerziehungspflegerin. Nach einem Abstecher in die Pflege stand für sie fest, dass ihre berufliche Zukunft in der Arbeit mit Kindern liegt. „Kinder bestmöglich für ihr Leben vorzubereiten ist einfache eine Herzensangelegenheit von mir“, sagt die Kita-Leiterin, die zugleich Fachkraft für Frühpädagogik ist.

Sie verlässt sich dabei auf ein Team von 18 langjährigen und erfahrenen Mitarbeitern, die ihr „die neue Aufgabe wirklich leicht machen“. Kollegen schätzen an Rutschik ihre Offenheit, ihre Spontaneität und ihren Optimismus. Dass es ihr leichtfalle, den Überblick zu behalten, komme ihr im oft turbulenten Kita-Alltag zugute.

Neben dem Schwerpunkt Musik soll laut der Hobby-Bastlerin, die in ihrer Freizeit gerne an ihrem alten VW Käfer herumschraubt, in der Kita zukünftig Experimentieren und Forschen eine größere Rolle spielen. Auch künstlerisch-kreative Angebote wie Theaterspielen möchte sie stärker im Kita-Alltag etablieren. Dabei setzt die Leiterin auf eine intensive und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern. „Auf den großen Gestaltungsspielraum und die damit verbundenen Herausforderungen freue ich mich besonders“.

 

 

Kita-Leiterin Maria Storck geht in den Ruhestand

DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus blickte auf die mehr als 20-jährige Tätigkeit von Maria Storck als Leiterin der DRK Kita Mehlhausen zurück.

Maria Storck wurde jetzt nach fast 22 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Seit Mai 1997 leitete sie die gerade erst ein paar Monate zuvor eröffnete DRK Kita Mehlhausen. Jetzt hieß es für die 63-Jährige Abschied nehmen.

Bei einer Feierstunde nahmen Eltern, Kinder, Arbeitskollegen und Weggefährten Abschied und hielten noch einmal Rückschau. DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus erinnerte an Storcks Verdienste als langjährige Kita-Leiterin: „Sie haben die Kita zu dem gemacht, was sie heute ist: Ein anerkannter und tief verwurzelter Bestandteil des Stadtteils“. Auch Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher hob ihre Verbundenheit zum Gemeinwesen hervor: „Sie haben die Kita bis weit über Milse hinaus bekanntgemacht“. Für Elternbeiratsvorsitzende Jennifer Hilker war die Menschlichkeit Storcks prägend für die Einrichtung: „Die Kinder und ihre Familien standen immer im Mittelpunkt“.

Die Mutter zweier Töchter begann ihre berufliche Laufbahn mit einer siebenjährigen Tätigkeit in der Heimerziehung. Sie leitete die Über-Mittag-Betreuung einer Grundschule, eine Elterninitiative mit Krabbelgruppe und eine Wohngruppe für erwachsene ehemalige Langzeitpatienten, bevor sie die Leitung der Kita Mehlhausen übernahm. „Ich habe oft dort gearbeitet, wo es etwas Neues gab“, stellt Storck in der Rückschau fest. „Ich hatte fast immer mit Kindern zu tun. Das war das, was ich machen wollte“. Berufsbegleitend qualifizierte sie sich zur Tanz- und Ausdruckstherapeutin, durchlief eine Ausbildung als Coach und war viele Jahre Qualitätsmanagementbeauftragte für die Kitas des DRK Kreisverbandes.

Das Musizieren mit Kindern ist ein echtes Steckenpferd der Pädagogin, wovon unzählige Aufführungen bei Festen und Veranstaltungen zeugen. Und so wundert es nicht, dass sich die sichtlich bewegte Kita-Leiterin mit dem Lied „Danke“ von ihren Gästen verabschiedete.  Besonders freut sich Storck darauf, auch nach Ende ihres offiziellen Arbeitslebens als musikpädagogische Fachkraft in zwei DRK-Kitas tätig sein zu dürfen. Mit der Aussicht, sich ausgiebig ihren Hobbys, der Fotografie, der Musik und dem Tanz, widmen zu können, übergibt sie die Leitung der Kita in gute und bekannte Hände. Ihre Nachfolgerin als Kita-Leiterin wird Dörthe Rutschick, die ihr bereits seit neun Jahren als Stellvertreterin zur Seite stand.

 

 

Viel Glück, Gesundheit und Erfolg in 2019

Ganz viel Glück, Gesundheit und Erfolg in 2019 wünschen wir allen hauptamtlichen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Aktiven in den Gemeinschaften, unseren Freiwilligendienst-Leistenden, allen Fördermitgliedern und Spendern, sowie allen Geschäftspartnern und Freunden des DRK Bielefeld.