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DRK Kreisverband Bielefeld e.V.

Projektleitung

Petra Schlegel

Mobil: 0178. 9090 373

Tel.: 0521. 938 379 22

August-Bebel-Str. 8

E-Mail: stadtteilmuetter[at]drk-bielefeld[dot]de

 

 

Stadtteilmütter im Ostmannturmviertel

Büro- und Sprechzeiten

Bürozeit im Umweltzentrum / August-Bebel-Str. 16-18

Jeden Montag    08:00 – 10:00 Uhr 

Offene Sprechstunde im Umweltzentrum / August-Bebel-Str. 16-18

Jeden Donnerstag   11:00 – 12:00 Uhr

Elterncafé in der DRK Kita Weltweit / Waldemarstr. 4

Jeden 1. Mittwoch im Monat    08:30 – 10:00 Uhr  &   15:30 – 16:30 Uhr

Sprechstunde in der Hellingskampschule / Josefstr. 9

Jeden 3. Mittwoch 08:00 – 09:00 Uhr

 

Stadtteilmütter helfen auf Augenhöhe: Migrantenfamilien sollen sich besser vernetzen - DRK-Projekt vor dem Aus

Die Stadtteilmütter helfen Migrantenfamilien im Ostmannturmviertel: Melek Yapar (von links), Aras Surchi, Sema Karabatti, Sawin Surchi, Elena Kern, Jennifer Kubatzki(DRK Projektkoordinatorin), Kumary Ratthakrishnan, Petra Schlegel (DRK Projektleiterin) und Saliha Ayaz

Im Ostmannturmviertel leben Menschen aus mehr als 80 Nationen, so viele wie nirgendwo sonst in Bielefeld. Entsprechend vielfältig geht es dort beim ersten Familientreffen zu. Aus dem Irak, der Türkei, Sri Lanka, Russland oder Syrien kommen die Gäste an diesem Nachmittag. Sie alle werden von den Stadtteilmüttern betreut. Eine von ihnen ist Sema Karabatti. Die Ehrenamtliche hat selbst eine Migrationsgeschichte, wohnt im Stadtteil Mitte. Sie begleitet Familien zu Behörden, zum Arzt, zum Elternsprechtag und dolmetscht für sie ins Türkische. „Wir kennen die Bedürfnisse Zugewanderter aus eigener Erfahrung“, sagt Karabatti. Das mache die Arbeit so erfolgreich. „Wir helfen den Menschen auf Augenhöhe und schaffen so schnell ein Vertrauensverhältnis“.

Der Respekt und das gegenseitige Vertrauen sind ganz deutlich zu spüren. Eng nebeneinander, mehr wie Freundinnen, sitzen die Stadtteilmütter neben ihren betreuten Familien, trinken Tee und plaudern. Ihre Idee eines Familientreffens soll helfen, diese Familien besser untereinander zu vernetzen. „Uns ging es darum, einen Treffpunkt für Familien mit Migrationshintergrund zu schaffen“, sagt Jennifer Kubatzki, Projektkoordinatorin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). „Hier können sie sich kennenlernen, über Alltägliches reden und Freundschaften schließen“ mehr

Urkunde Förderung aus dem Fonds "Wir helfen Geflüchteten in Bielefeld"

„Ein Gewinn für die Stadt“ - Finanzierung für Stadtteilmütter bis mindestens 2016 gesichert

Zu Besuch im Rathaus: Die Stadtteilmütter berichteten Oberbürgermeister Pit Clausen über ihre Arbeit mit Migrantenfamilien im Ostmannturmviertel.

Die Stadtteilmütter können aufatmen. Die Finanzierung des Projektes, das vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) getragen wird,  ist auch für das Jahr 2016 gesichert. Eine entsprechende Zusage erhielten Verantwortliche und Ehrenamtliche von Oberbürgermeister Pit Clausen.

Bislang wurde die Arbeit der Stadtteilmütter über das Projekt „Soziale Stadt“ des Landes NRW finanziert. Eine Weiterfinanzierung über ein Nachfolgeprojekt ist wahrscheinlich – aber erst ab 2017. Clausen versprach: „Wir werden alles tun, damit die Lücke nicht greift und eine kommunale Zwischenfinanzierung anbieten“. Wie genau diese aussieht, sollen weitere Gespräche klären.

Seit November 2014 sind 10 Stadtteilmütter als Ansprechpartnerinnen für Familien mit Migrationshintergrund im Ostmannturmviertel aktiv.  Sie unterstützen Migrantenfamilien bei Sprachproblemen, begleiten zu Ämtern oder Schulen und weisen auf die Angebote bezirklicher Einrichtungen hin. Zuvor wurden sie sechs Monate lang für diese Tätigkeit qualifiziert. Dabei haben sie sich intensiv mit dem deutschen Schulsystem, Fördermöglichkeiten und Hilfsangeboten bei Beratungsstellen, Ämtern oder Institutionen auseinandergesetzt.

Seitdem konnten die Stadtteilmütter 60 Familien mit Zuwanderungsgeschichte begleiten. Davon benötigen 30 Familien dauerhafte Unterstützung, vor allem im Kontakt mit Behörden, Ärzten und Schulen. „Die Frauen verfügen einerseits über große Sprachenvielfalt und Kompetenz, bringen aber auch ihre eigene Zuwanderungsbiografie in die Arbeit ein“, sagt Petra Schlegel, Projektleiterin beim DRK. „Sie haben selbst erlebt, was es bedeutet, sich als Migrant in Deutschland zurechtfinden zu müssen“. Auch der Anteil an Flüchtlingsfamilien wachse spürbar, derzeit seien es etwa 20 Prozent, Tendenz steigend, so Schlegel.

Die Hilfe der Stadtteilmütter ist im Ostmannturmviertel gerne gesehen. Sie haben Kontakt zu Kitas und Schulen, zu Sozialarbeitern und der Migrationsberatung vom DRK. „Wir sind alle selbst Mütter, sitzen in Elternbeiräten und Schulpflegschaften. Man kennt uns hier“, sagt Projektkoordinatorin Jennifer Kubatzki. Bei Nachbarschaftstreffen, Stadtteilfesten und Elterncafés stellen sie ihr Angebot vor. Jeden Donnerstag gibt es im Quartierbüro ab 11 Uhr eine offene Sprechstunde. „Viele Kontakte entstehen über Empfehlungen“, weiß Kubatzki.

Der Oberbürgermeister hob die Bedeutung der Arbeit für das Ostmannturmviertel hervor. „So viel Menschlichkeit, Herzlichkeit und Zugewandtheit sind ein großer Gewinn für die Stadt“. Als Bewohner des Quartiers seien die Frauen stets ansprechbar und als Stadtteilmütter „im Kietz“ erkennbar. „Niedrigschwelliger geht es gar nicht“, sagte Clausen.

Informationen erhalten Interessenten unter Telefon 0521 – 93837922 und 0178-9090373 sowie unter Email stadtteilmuetter[at]drkbielefeld[dot]de.

Bielefeld-Preis 2015 - 2. Platz: Stadtteilmütter im Ostmannturmviertel

Bielefeld-Preis 06 2015: Ausgezeichnet: Über den 2. Platz beim Bielefeld-Preis freuen sich Nadia Arshad (vorne, von links), Elena Kern, Neslihan Akbulut-Belmahi (Projektleiterin AWO), Sema Karabatti, Jennifer Kubatzki (Mitte, von links, Projektleiterin DRK), Kumary Ratthakrishnan), Petra Schlegel (Projektleiterin DRK), Anilla Sabir, Angelika Riedrich (hinten, von links, DRK Sachgebietsleiterin Sozialarbeit), Andreas Kämper (Sozialde-zernat Stadt Bielefeld) und Melek Yapar

Die Stadtteilmütter im Ostmannturmviertel, ein Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Arbeiterwohlfahrt (AWO), haben beim diesjährigen Bielefeld-Preis den 2. Platz belegt. Dieser wurde mit einem Preisgeld von 2.500 Euro dotiert. Rund 100 verschiedene Einzelpersonen, Projekte und Initiativen hatten sich in diesem Jahr um die Auszeichnung beworben.

Die Stadtteilmütter sind zehn Frauen mit Migrationshintergrund. Als Ansprechpartnerinnen für Migrantenfamilien im Ostmannturmviertel weisen sie ihnen bei Fragen zu Erziehung, Gesundheit, Schule und Ausbildung Wege zu geeigneten Beratungsstellen, Ämtern oder Institutionen. 

Ihren Einsatz würdigte Sparkassensprecher Christoph Kaleschke: „Sie sind hervorragende Multiplikatoren, leisten einen wertvollen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen und wirken nachbarschaftsstiftend in einem Wohngebiet, das sich als Ankunftsquartier nicht ganz leicht tut mit der Nachbarschaft“. Mit ihrem Einsatz sorgten sie dafür, dass Menschen, die ihre Heimat verloren haben, in einem fremden Land Fuß fassen können, führte der Laudator weiter aus. „Die Stadtteilmütter haben Vorbildcharakter und verdienen es, für ihr Engagement ausgezeichnet zu werden“.

Der Bielefeld-Preis stand in diesem Jahr unter dem Motto „Miteinander, füreinander, Nachbarschaft“. Bereits zum sechsten Mal zeichneten Radio Bielefeld und die BGW mit dem Bielefeld-Preis Menschen, Netzwerke und Initiativen aus Bielefeld aus, die sich durch ihr Engagement besonders hervortun.

Weitere Informationen

Petra Schlegel und Jennifer Kubatzki

Telefon 0521 – 93837922, Mobil 0178-9090373

Email: stadtteilmuetter[at]drk-bielefeld[dot]de

Zum Bericht und den Fotos von Radio-Bielefeld

http://www.radiobielefeld.de/aktionen/der-bielefeld-preis-2015.html

Zum Radio- und Videobeitrag

http://www.radiobielefeld.de/aktionen/der-bielefeld-preis-2015/die-zehn-nominierten-fuer-den-bielefeld-preis-2015/die-stadtteilmuetter-im-ostmannturmviertel.html

Stadtteilmütter im Ostmannturmviertel

Wir unterstützen, begleiten, helfen und informieren zu folgenden Themen:

• Gesundheit und Prävention

• Berufsorientierung

• Familie, Erziehung und Erziehungshilfen

• Fördermöglichkeiten für Ihr Kind

• Beratungsstellen

• Formularhilfen

• Freizeitgestaltung für Familien

• Bildungsangebote für Familien

 

Stadtteilmütter sind Mittlerinnen für Integration

Ehrenamtliche beginnen mit Arbeit im Ostmannturmviertel

Fremde Sprache, fremde Kultur: Es ist nicht leicht, sich in einem neuen Land zu orientieren. Gerade für Menschen, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind, ist es schwierig, das Sozialsystem zu durchschauen. Im Ostmannturmviertel wollen die Stadtteilmütter diese Situation ändern. Sie unterstützen Migrantenfamilien bei Sprachproblemen, begleiten zu Ämtern oder Schulen und weisen auf die Angebote bezirklicher Einrichtungen hin. 10 Frauen wurden gezielt dafür ausgebildet und starten für zunächst ein Jahr in die Praxisphase des Projektes „Stadtteilmütter im Ostmannturmviertel“. Träger sind das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Für das 21 Monate dauernde Projekt stehen insgesamt rund 95.000 Euro zur Verfügung. Diese stammen aus Fördermitteln des Programms „Stadtumbau West" sowie aus Eigenmitteln der Stadt Bielefeld.

Sechs Monate lang haben sich die Frauen aus verschiedenen Nationen – beispielsweise aus der Türkei, Kroatien, Pakistan bis nach Polen, Russland oder dem Irak – auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Sie wurden im Aufbau von Schlüsselqualifikationen und zu den Themen Erziehung, Gesundheit, Schule und Ausbildung geschult. Dabei haben sie sich intensiv mit dem deutschen Schulsystem, Fördermöglichkeiten und Hilfsangeboten bei Beratungsstellen, Ämtern oder Institutionen auseinandergesetzt.

Mit diesem breit gefächerten Wissen werden die Stadtteilmütter ab jetzt mehrere Familien pro Monat aufsuchen. Darüber hinaus wollen sie Kontakte zu Kitas und Schulen im Ostmannturmviertel knüpfen, um sich und das Projekt dort vorzustellen. Projektleiterin Petra Schlegel sieht in gelingender Kommunikation eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg: „Die Stadtteilmütter sprechen beide Sprachen, haben einen ähnlichen Hintergrund wie die besuchten Familien und können so Barrieren abbauen“. Gleichzeitig seien sie Vorbilder. „Sie ermutigen Familien mit Zuwanderungsgeschichte, selbstbewusst ihren Weg in Deutschland zu gehen und die nachhaltige Integration der eigenen Kinder aktiv mitzugestalten“, sagt sie.

Das Beispiel einer Mutter zeigt, dass dabei nicht selten die Integration der Eltern vorangetrieben wird: Aus der Kita erhielten die Stadtteilmütter die Information, dass eine schwangere Frau mit ihren Kleinkindern dringende Unterstützung benötige. „Die Stadtteilmutter hat die Kinder der Frau in die Kita begleitet und der Mutter Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie ihr Deutsch verbessern kann. Gemeinsam wurde ein Plan erstellt, wie ihre ausländischen Abschlüsse in Deutschland anerkannt werden können“, erzählt Projektleiterin Neslihan Akbulut-Belmahi. Zugleich qualifizieren sich die sogenannten Stadtteilmütter selbst weiter – beispielsweise für eine Tätigkeit im sozialen Bereich. „Das Projekt ist so für beide Seiten ein großer Gewinn“, sagt Akbulut-Belmahi.

Ob das Projekt auch im Jahr 2016 fortgesetzt werden kann, ist noch offen. Bis dahin werden noch tamil und marokkanisch sprechende Ehrenamtliche gesucht. Informationen erhalten Interessentinnen unter Telefon 0521 – 93837922 und 0178-9090373 sowie unter Email stadtteilmuetter[at]drk-bielefeld[dot]de.

 

Ab sofort helfen die Stadtteilmütter im Ostmannturmviertel Migrantenfamilien. Vertreter aus Stadt, DRK, AWO, Quartiersbüro, Kitas und Schulen begrüßen das Projekt.