· Pressemitteilung

14 Jahre Eingliederungshilfe beim DRK: Sylvia Schulze übergibt Verantwortung in neue Hände

Neue Fachbereichsleitung EGH: Sylvia Schulze gibt die Fachbereichsleitung Eingliederungshilfe an Richard Reifengerst (links) und seine Stellvertreterin Lara Nasebandt (rechts) ab.

Nach 14 Jahren prägender Tätigkeit beim DRK zieht sich Sylvia Schulze zum 1. August 2026 aus ihrer hauptamtlichen Funktion der Leitung der Eingliederungshilfe beim DRK zurück und wird dem Verband künftig in geringfügiger Beschäftigung verbunden bleiben. Künftig wird sie der nachfolgenden Fachbereichsleitung insbesondere noch für Erstberatungen und Vertretungen zur Verfügung stehen sowie neue Projektentwicklungen unterstützen.

Sylvia Schulze hat in den vergangenen 14 Jahren die Eingliederungshilfe und die psychiatrische Pflege beim DRK maßgeblich geprägt und von Grund auf aufgebaut. Als sie am 1. Juli 2012 im Alter von 52 Jahren ihre Stelle antrat, begann sie praktisch bei null: mit einem kleinen Büro, ohne bestehenden Fachbereich – aber mit umfangreicher Erfahrung aus 26 Jahren Projektarbeit im psychiatrischen Arbeitsfeld sowie einem gewachsenen Netzwerk.


Bereits an ihrem ersten Arbeitstag betreute sie die erste Klientin. Die Nachfrage entwickelte sich rasant: Nach nur ca. zwei Jahren wurden bereits rund 60 Klient*innen betreut, heute sind es etwa 120 in ganz Bielefeld. Parallel entstand ein starkes Team: Mittlerweile umfasst der Bereich 15 hauptamtliche sowie rund 10 geringfügig und aufwandsentschädigt Beschäftigte.


Neben der Eingliederungshilfe als Kerngeschäft initiierte Sylvia Schulze zahlreiche weitere Angebote. Dazu gehörten Beschäftigungs-möglichkeiten für Klient*innen in Kooperation mit anderen DRK-Fachbereichen, etwa im Hausmeister- oder Fahrdienst als arbeitspädagogische Maßnahmen. In Spitzenzeiten waren hier bis zu 15 Personen tätig. Zudem brachte sie die sogenannte „67er-Hilfe“ auf den Weg – ein Angebot der Wohnungslosenhilfe für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten, insbesondere mit Suchterkrankungen und existentiellen Notlagen. Ein besonderes Anliegen war ihr stets die Förderung des Nachwuchses: Von Beginn an wurden Studierende im Anerkennungsjahr eingebunden und begleitet. Gleichzeitig zeichnete sich der Bereich durch eine hohe Eigenständigkeit aus, die schon von damaligen Vorständen ausdrücklich anerkannt wurde – nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlich stabilen Entwicklung.


Der Übergang in den Ruhestand erfolgt für Sylvia Schulze anders als ursprünglich geplant. Nach einem krankheitsbedingten Ausfall im vergangenen Jahr musste die geplante längere Übergangsphase verkürzt werden. Die Verantwortung des Fachbereiches geht nun an Richard Reifengerst sowie seine Stellvertreterin Lara Nasebandt über.


Trotz dieser veränderten Umstände blickt Sylvia Schulze mit Zuversicht in die Zukunft: „Alles in allem ist hier ein großartiges Team gewachsen – mit viel Einsatz und Herzblut. Genau das macht unseren guten Ruf auch aus, und das möchten wir bewahren und weitergeben. Mit Richard und Lara haben wir großes Glück: Für sie ist es nicht nur ein Beruf, sondern eine echte Herzensaufgabe. Deshalb kann ich das, was wir hier über viele Jahre aufgebaut haben – die Eingliederungshilfe und die psychiatrische Pflege beim DRK – voller Vertrauen in ihre Hände legen.“


Auch im neuen Lebensabschnitt bleibt Sylvia Schulze dem DRK verbunden und wird ihre Expertise weiterhin einbringen und die Abteilung in ihrer Weiterentwicklung flankierend unterstützen.
Mit ihrem Engagement, ihrem Mut zum Neuanfang und ihrem langen Einsatz hat Sylvia Schulze die soziale Arbeit beim DRK in Bielefeld entscheidend geprägt – und vieles aufgebaut, das weit über ihre aktive Zeit hinaus Bestand haben wird.